Alles ab DDR 3 ist heute noch schnell genug meiner Ansicht nach. Die Leistungsverluste bei modernen Plattformen durch älteren Speicher (sofern unterstützt....) sind zwar erwiesenermaßen vorhanden, ob diese jedoch für den jeweiligen Nutzer relevant sind, ist eher Privatsache. Neue Dinge (egal in welchem Bereich) waren schon immer teurer, High-End kostete schon immer zusätzlich.
Teilweise im Extrembereich bis zu rund 70% Leistungsunterschied bei langsamen DDR4 und optimiertem DDR5, soll ja jemand kürzlich erst noch im Video am Intel-System getestet haben. Wo war das noch?

Davon kommt beim normalen surfen im Internet Null, nix, nada an, das ist klar.
Auch nicht, wenn die Grafikkarte limitiert.
Aber sobald Anwendungen unter Last gezielt darauf zugreifen, oder aber Spiele auch mal ins CPU-Limit laufen, sei es nur kurz, oder sonstige Zugriffe vonnöten sind, Thema Datenstreaming, da kann und wird es oft was bringen.
Man sollte aber schon drauf achten, dem Prozessor genügend Bandbreite zur Verfügung zu stellen, um da nicht unnötig in entsprechenden Situationen vollständig auszubremsen.
Beim Kauf ist ein gesundes Mittelmaß zu finden, was preislich tragbar ist.
Ein Aufstieg auf (schnellen) DDR6 ist für neue Prozessoren unbedingt vonnöten, um da nicht gleich wieder diese Limits ansprechen zu müssen, ein Jahr sollte man da dann sicher auch wieder warten, bis Geschwindigkeit und Preis passend für den Mainstream sind, eine Veröffentlichung zuerst im Hochpreissegment sind wünschenswert, damit wir Endkunden dann später gleich vernünftige, ausgereifte Ware bekommen.
Man kann natürlich immer argumentieren, dass man damit leben kann, wenn das mit altem Gammel-RAM hier und da dann halt etwas langsamer läuft als möglich.
Aber, und das ist der dicke Punkt: warum kaufen sich dann fast alle Leute ständig neue Computer, wenn man im Alltag so gut wie keinen Unterschied feststellt?
Bei uns in der Firma laufen AMD Ryzen 2700X.
Die sollen umgestellt werden, obwohl die Auslastung bei Anwendungen im Normalfall, zumindest über dem Tag hinweg, die meiste Zeit im niedrigen Bereich ist.
Lediglich bei der Maschinenprogrammierung wird mal für paar Minuten die Kalkulation unter Vollast einzelner Kerne gefahren.
Ich habe ein neues System bekommen mit 13600 drin.
Das Ding fühlt sich 1:1 gleich an, die Auslastungen sind minimal geringer, die Vorgänge in den Anwendungen sind kaum wahrnehmbar, in der Regel nur mit Uhr, oder wenn man halt mehrere Versuche startet, bis man meint, das hat jetzt aber sicher länger gedauert, wobei das ja auch am Server liegen könnte.