AW: [Sammelthread Crowdfounding für Spiele] Kickstarter & Co.
2 Wochen seit dem letzten Update vergangen, Zeit für ein paar neue Projekte. Oder besser gesagt, sehr viele:
Anfangen wollen wir heute mit
Mooncrest, einem klassischem Rollenspiel, welches von einer Gruppe ehemaliger Bioware Mitarbeiter entwickelt werden soll. Hört sich erstmal gut an, nur leider gibt es bisher noch überhaupt nichts zu sehen außer ein paar Artworks mit den beiden Heldinnen des Spieles; Sora die Paladine und Pirotase, eine Streunerin und Anwärterin zur Paladine. Beide Heldinnen sollen sich sehr verschieden spielen: Sora ist eine Meisterin aller Nahkampfwaffen während Pirotase neben einem Bogen eine scharfe Zunge besitzt. Wie sich Pirotase allerdings weiterentwickeln soll, soll ganz von euren Entscheidungen in den Dialogen abhängen. Was heutzutage relativ selten geworden ist: Neben den Kämpfen soll man vor allem damit beschäftigt sein, Logikpuzzles zu enträtseln. Visuell soll die Spielwelt der von Dark Souls ähneln und wird in der Unity Engine entwickelt.
Tower 57 ist ein Twinstick Shooter vom Berliner Studio Pixwerk, welcher graphisch wie spielerisch aussieht wie Hotline Miami als Dieselpunk und mit Dinosauriern. Besonders interessant ist, dass alles seine Spuren hinterlässt: Das Gros der Spielwelt ist zerstörbar, die Hülsen von den Schüssen pflastern den Boden, weicher Boden lässt einen Fußspuren hinterlassen und natürlich wie in Hotline Miami hinterlässt man eine lange Spur von Leichen und Blutpfützen. Visuell erinnert das Pixel Art recht stark an Fritz Lang's
Metropolis, wobei Tower 57 dem Zikkurat ähnelt. Kommt für
PC, Mac und Linux, Konsolenversionen werden je nach Anfrage entwickelt.
Poi ist ein 3D Jump 'n Run, welches sich so ziemlich jede Mechanik aus den 3D Marios außer den Kostümen beinhaltet, zudem lassen sich einige klare Parallelen an Sonic und Banjo Kazooie sowie einige andere Genrevertreter erkennen. Keine schlechte Referenzen also, womit das Spiel recht vielversprechend aussieht. Der Comiclook ist recht niedlich aber trotzdem detailreich, wenn auch etwas arg kantig. Für ein Spiel mit so viel Mario Flair ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, für welche Plattformen das Spiel kommen soll, nämlich
PC und Wii U; Mac und PS4 gibt es nebenbei als Strechgoals
The 13th Doll ist ein spiritueller Nachfolger von The 7th Guest und The 11th Hour, 2 FMV Horroradventures die aufgrund ihrer Videos auf mehreren CDs kamen als die meisten Spiele noch auf Disketten erschienen. Hier jedoch werden nicht mehr nur Full Motion Videos, sondern auch Rendergrafiken verwendet. Wie in den Originalen ist Ziel des Spieles, in einem gruseligem Herrenhaus eine Reihe sehr heftiger Denkaufgaben zu knacken um die Geschichte voranzutreiben. Interessant ist auch die Entstehung des Spieles, die 2004 angefangen hatte, aber nie zu Ende gebracht werden konnte - bis die Lizenzinhaber sich gemeldet haben nachdem sie von dem Projekt gehört haben und ihnen gesagt, dass sie das Projekt Lizenztechisch unterstützen werden wenn sie es finanzieren können.
Deutsches Projekt, die zweite:
Foxtail ist ein klassisches Point & Click Adventure, komplett mit 2D Spritegrafiken die an die alte VGA Auflösung erinnern lassen. Zwar werden als Inspirationen hier King's Quest, Monkey Island und Legend of Kyrandia, doch sowohl Setting als auch der Grafikstil erinnern recht frappierend an Erben der Erde (Originaltitel: Inherit the Earth; hatte vor ein paar Monaten auch
zwei Kampagnen auf Kickstarter für einen Nachfolger, jedoch beide erfolglos). Für Genreveteranen soll es einen besonderen Modus geben, der alle Hilfen abschaltet, so dass man wie in den 80ern und 90ern selbst drauf kommen muss, wie man weiterkommen kann. Neben den Rätseln soll das Spiel zudem eine tiefe Story haben, aber außer dass Leah (die Füchsin des Spieles) ein Heilmittel für ihre todkranke Großmutter sucht, wird noch nicht viel verraten.
Wo wir gerade bei 2D Adventures sind:
Tsioque ist ein weiterer Genrevertreter, diesmal jedoch mit handgezeichneten Charakteren und Hintergründen. Erinnern tut das ganze vor allem visuell frappierend an Dragon's Lair, allerdings muss sich hier die Prinzessin selbst zu helfen wissen. Und zwar wirklich muss, denn anders als in den meisten heutigen Adventures kann Tsioque auch sterben. Was genau im Schloss vor sich geht während Tsioques Mutter, der Königin, abwesend ist, muss man schon selbst herausfinden, eine recht komplexe Story wird versprochen und darauf angedeutet, dass man eventuell mehr als nur das Schloss erfoschen kann. So weit ist es bisher aber noch nicht, immerhin kann man jedoch schon eine Demo (für
Windows oder
Mac) anspielen.
PC und Mac sind gesetzt, Android, iOS und OUYA als Strechgoals möglich.
Adventure, Klappe vier:
Snarf Quest Tales ist ein 3D Point & Click Adventure rund um
SnarfQuest, einem amerikanischen Comic aus den 80er Jahren, welcher in der TSR Zeitschrift Dragon veröffentlicht wurde und somit AD&D Fantasy Elemente besaß, jedoch auch etliche Anachronismen aufzuweisen hatte und leider nie den Sprung nach Europa geschafft haben. Zur Geschichte: Snarf ist auf der Suche nach Ruhm und Reichtümern um den Thron seines Stammes besteigen zu können. Auf dem Weg dazu muss er jedoch etliche Rätsel lösen, aber auch Sammelaufgaben wie in Rollenspielen erledigen, QTE Passagen meistern und so weiter. Grafisch macht der Titel einen sehr guten Eindruck mit seinem sehr schönen, leichten Comicstil gepaart mit detaillierten Modellen und Texturen. Leider sind außerhalb der USA und Kanada nur die drei niedrigsten Pledges zu haben.
Genug der Adventures, kommen wir nun zu was anderem:
Spark the Electric Jester ist ein 2D Jump&Run, welches sich eindeutig an Sonic orientiert, sowohl vom 16 bit Grafikstil als auch von der Spielweise her. Womit praktisch schon alles wichtige gesagt wäre, außer dass es noch eine
Demo zum Spiel gibt. Ach ja, verwandeln kann sich unser kleiner Hofnarr auch noch, und zwar mehr in der Art Mega Man als in der Art Super Sonic, was interessante Leveldesigns verspricht.
Deutschland, die Dritte:
Submerge soll, wie der Name es schon andeutet, ein Unterwasser Echtzeitstrategiespiel werden. Zur Geschichte: Nachdem die Menschheit Jahrzehnte die Erde ausbeutete, war nix mehr zu holen da - jedenfalls nicht mehr am Festland. Die letzten Ressourcen, die der Mensch noch nicht verschwendet hat, befinden sich am Meeresgrund. Besonders aufpassen muss man hier auf die Sauerstoffreserven: Sollte jene zu neige gehen, ersticken alle und das Spiel ist verloren. Geplant ist auch, dass man die eigentlichen Meeresbewohner selbst steuern kann und nicht nur die Menschen mit ihren U-Booten. Grafisch macht der Titel richtig was her, aber das Konzept ist wohl zu vage, jedenfalls sieht es sehr schlecht aus für das Projekt.