Das wären sie definitiv nie. Während man heute, zumindest an Google fast nicht vorbei kommt und selbst am Ende der Welt gegoogelt wird, hatte IBM nie diese Marktmacht, nicht mal annähernd.
Ich habe seit 1982 PCs, seit den 286er Zeiten x86 CPUs, aber nie ein Produkt von IBM (wobei, stimmt nicht, OS/2 hatte ich - das war geil!). In den 80ern und frühen 90ern gab es durchaus noch sowas wie einen Wettbewerb der Architekturen. Die x86 Momokultur begann erst so richtig mit Win95 (das ich nie hatte) und da war IBM schon nur noch einer von vielen Anbietern.
Ich finde es allerdings schon witzig, dass einige hier einem Konzern mit einem Umsatz über 70Mrd $ als bedeutungslos ansehen. So viele Konzerne in der Größenordnung gibt es gar nicht...
Deren Geschichte ging ja viel früher los. Vor dem Zeitalter des PERSONAL Computers (Stichwort Mainframe). Rate mal, wer den Begriff "PC" übrigens populär gemacht hat? (
https://en.wikipedia.org/wiki/Influence_of_the_IBM_PC_on_the_personal_computer_market)
Seit 1979 (wieder) Teil des Dow Jones. Nur Proctor & Gamble und 3M sind länger dabei. Zum Vergleich: Intel und MS 1999, Apple 2015
Ohne IBM gebe es heute wohl kein Microsoft.
Intel herumkommandiert (
https://jolt.law.harvard.edu/digest/intel-and-the-x86-architecture-a-legal-perspective)
Systeme wurden mit "IBM System Compatibility" beworben weil sie den Ton angegeben haben.
Bis zuletzt eigener CPU Standard.
Langlebigste Notebook-Serie mit den Thinkpads.
Mehrere Nobelpreise
...
Deutschland war in IT-Sicht immer schon etwas eigenbrödlerisch. Darum gab es hier nicht so eine Dominanz im privaten Bereich.
Aber IBM war DIE Marke schlechthin in den USA und damit auch in weiten Teilen der restlichen Welt. Selbst wenn die Systeme schlechter waren als die der Konkurrenz hat man IBM gekauft, denn die standen für "Qualität". Das war eine ähnliche "Religion" wie Volkswagen.
Nein.
Es geht um Intel und Microsoft.
Nein, es ging darum, dass Zapaesk nicht mit meiner Aussage einverstanden war, dass IBM mal ein Global Player vom Format eines Google oder Amazon war.
also grad was KI betrifft gibts bei IBM einige spannende Forschungsprojekte. Ich kann aber nicht sagen, wie das ganze im Vergleich zu früher aussieht, da wir erst seit 2 Jahren mit ihnen zusammenarbeiten. Fest steht, dass im Bereich KI/Machine/Deep learning die meisten Großen etwas sorgenvoll nach China schauen.
Ich möchte ihnen keinesfalls die Innovation absprechen. Allerdings haben sie das typische IBM Problem eine "eigene" Lösung zu machen. Das konnten sie, als sie den Markt dominiert hatten, aber jetzt sind sie nur ein Player von vielen.
So ziemlich alles, was Richtung Machine Learning geht, ob jetzt bei Firmen oder im Uni-Bereich, setzt auf Python als treibende Kraft.
Google: Tensorflow
Facebook: PyTorch
Uber: Pyro (basiert auf PyTorch)
Apache: SINGA, MXnet
Intel: DAAL