CPU: Microsoft baut eigene Prozessoren - Intel-Aktie knickt ein

Und das neu entflammte Rennen zwischen AMD und Intel wird hier noch positive Wirkungen auf die Bedeutung entfalten, während Windows 10 wohl eher als geglückte Werbung für Alternativen in die Geschichte eingeht. Vor allem aber sind die neuen Hardware-Konzepte meist Architektur-flexibel und bauen oft gar nicht mehr auf die CPU als Hauptkomponente, sondern auf GPU- oder FPGA-Beschleunigung. Das bedeutet gegenüber Microsoft klare Heimspiele für AMD und Intel und wenn sie die verlieren, können sie mit jeder Neuentwicklung easy eine Relegation versuchen. Die Abkehr vom heiligen Pferd "Windows kompatibel" dürfte dagegen endgültig sein, denn Microsoft einziges Software-Erfolgskonzept seit Jahrzehnten basiert auf Ausbau und Festigung bestehender Monopole durch proprietäre Weiterentwicklungen. Ist diese Kette einmal durchbrochen...
Auf den Mobilsektor und Servermarkt usw mag das zutreffen. Aber im Heimbereich, speziell was Spiele betrifft, gibt es keine wirklichen Alternativen zu Windows. Immer noch nicht.

was kommt als nächstes? Texas Instruments steigt ins x86 Geschäft ein. :D
Gibt es die überhaupt noch? :D
 
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Ah, wer nicht im Mainstream dominant ist, der ist also bedeutungslos... Das ist eine sehr eigenwillige Definition!

Wie gesagt, die sind größer als Intel...

Du kannst es dir natürlich so schön hindrehen. Der Entscheidende Punkt, auf den es mir ankam ist: die Zeiten, in denen IBM die Computerwelt diktiert hat sind vorbei, sie haben dort recht wenig zu sagen. Heute springt da niemand mehr. Genauso hat MS auch nicht die komplette Kontrolle über das digitale Leben, das war ja einmal zu befürchten. Sie haben sogar eine Suchmaschine, die keine Bedrohung ist, das wäre vor 20 Jahren noch völlig anders. Intel kontrolliert heute auch nicht den kompletten Endkundenmarkt, sowie sämtliche Server und Großcomputer. Das stand mal zu befürchten, als AMD auf dem absteigenden Ast war und die Alternativen, wie Sparc oder Power PC entweder eingestellt wurden oder davon bedroht waren.

Aus dieser Perspektive heraus sind sie entweder in der Bedeutungslosigkeit versunken (wer springt heute noch, wenn IBM etwas sagt? fast keiner, schon garnicht Intel, dabei hat IBM einmal Intel erfolgreich erpresst [sonst gäbe es AMD jetzt wohl nichtmehr]) oder haben starke Probleme bekommen. Weder MS, noch Intel können es derzeit schaffen, den digitalen Markt zu diktieren.

Nur in deiner Welt;)

Vom Anspruch, den Google hatte, schon. Alles eine Frage der Perspektive, auch der letzte bei Olympia hat immer noch eine extrem gute Leistung gebracht, wenn er jedoch großmäulig angetreten ist, um den ersten Platz zu holen, dann war es ein Flop.
 
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IBM ist definitiv am absteigenden Ast. Die waren von der Marktdominanz mal mit Google oder Amazon vergleichbar. Der letzte große Flop heißt Watson.
also grad was KI betrifft gibts bei IBM einige spannende Forschungsprojekte. Ich kann aber nicht sagen, wie das ganze im Vergleich zu früher aussieht, da wir erst seit 2 Jahren mit ihnen zusammenarbeiten. Fest steht, dass im Bereich KI/Machine/Deep learning die meisten Großen etwas sorgenvoll nach China schauen.
 
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IBM ist definitiv am absteigenden Ast. Die waren von der Marktdominanz mal mit Google oder Amazon vergleichbar.

Das wären sie definitiv nie. Während man heute, zumindest an Google fast nicht vorbei kommt und selbst am Ende der Welt gegoogelt wird, hatte IBM nie diese Marktmacht, nicht mal annähernd.

Ich habe seit 1982 PCs, seit den 286er Zeiten x86 CPUs, aber nie ein Produkt von IBM (wobei, stimmt nicht, OS/2 hatte ich - das war geil!). In den 80ern und frühen 90ern gab es durchaus noch sowas wie einen Wettbewerb der Architekturen. Die x86 Momokultur begann erst so richtig mit Win95 (das ich nie hatte) und da war IBM schon nur noch einer von vielen Anbietern.

Ich finde es allerdings schon witzig, dass einige hier einem Konzern mit einem Umsatz über 70Mrd $ als bedeutungslos ansehen. So viele Konzerne in der Größenordnung gibt es gar nicht...
 
Das wären sie definitiv nie. Während man heute, zumindest an Google fast nicht vorbei kommt und selbst am Ende der Welt gegoogelt wird, hatte IBM nie diese Marktmacht, nicht mal annähernd.

Sie haben Intel erpresst und so dafür gesorgt, dass diese ihre Technologie an AMD und Cyrix lizenzieren und ihnen Einblick, in die Baupläne, gewähren mußten. Wenn das mal keine ultimative Marktmacht ist.

Ich finde es allerdings schon witzig, dass einige hier einem Konzern mit einem Umsatz über 70Mrd $ als bedeutungslos ansehen. So viele Konzerne in der Größenordnung gibt es gar nicht...

Man kann sehr wenig Umsatz und dafür viel Macht haben und umgekehrt wenig Macht und viel Umsatz. Vom Standpunkt der Macht her ist IBM heute fast bedeutungslos.
 
Und 99 Prozent der Anwender schleppen rund um die Uhr einen nicht-x86-Rechner mit sich herum, der praktisch alle Office- und Multimediaaufgaben übernehmen kann, die das Anwendungsspektrum abseits von Gaming ausmachen.
Einige der Geräte könnten, wenn die Hersteller nicht so extrem zugeknhöpft wären. Konzepte, die ein Smartphone als Desktop-Client nutzen, sind bisher alle gescheitert. Ein Tablet, auf dem ich nur eine App (oder gnädiger Weise 2 in exakt vorgeschriebener Aufteilung) gleichzeitg sehe/nutzen kann, ist kein vollwertiger Ersatz für einen Desktop.

tl;dr: Eigentlich war ein Abschied von x86 noch nie so einfach, wie heute.
Wenn nur der rückständige Kunde nicht wäre., der doch so gerne an seinem Besitz festhält und auch nach 5-10 Jahren nicht seinen gesamten HW-Bestand gegen neue, meist noch nicht einmal kaufbare, HW austauschen möchte. Das dann bevorzugt gleichzeitg bei der kompletten Verwandtschaft, da ich auch bei meinen Eltern Drucken/Scannen und sonstige "abartige" Dinge tun möchte, die auch ein Mobiltelefon mit 16 Kernen und 1TB SSD bis heute per USB nicht kann. Genauso wie die nicht existente mobile RAW-Fotoentwicklung ist das aber alles nur ein Problem der SW.

Es bleibt zu hoffen, dass es weitere Alternativen von anderen Herstellern gibt. MS zielt ja wohl auf Server ab. Mal sehen ob und was für den Desktop kommt. Millionen von Büroarbeitsplätzen warten nur drauf mit einer kostengünstigen Alternative zu x86 erobert zu werden.
Genau das ist das Problem: die Firmen warten anstatt selber aktiv zu werden. So lange sie einen Grund für Windows-Software haben, werden sie weiter warten müssen.

Proton/Wine und Rosetta2 arbeiten auf komplett verschiedenen Ebenen.
Mir als Kunde ist es aber vollkommen egal, wie ein Hersteller die Sachen auf seiner HW ans Laufen bekommt. Sie mussen einzig stabil und performant laufen. Apple zeigt auch bei Spielen, dass es geht. Ob MS dann wenigstens mal irgendwann seine Entwicklungsumgebung per JIT/Emulator auf dem ARMchen vollständig ans Laufen bekommen will, wird sich zeigen.

Du liegst falsch. Im US-Schulmarkt hat Google mittlerweile einen Anteil von rund zwei Dritteln
Also mal wieder US only (oder Länder ohne Interesse an Datenschutz only).

denn Microsoft einziges Software-Erfolgskonzept seit Jahrzehnten basiert auf Ausbau und Festigung bestehender Monopole durch proprietäre Weiterentwicklungen. Ist diese Kette einmal durchbrochen...
Die muss halt erst einmal durchbrochen werden. Und zwar nicht von den Privatanwendern, sondern von den Firmen und Behörden. Derzeit ist es offensichtlich billiger, Windows-Lizenzen und x86-HW zu bezahlen anstatt die SW zu aktualisieren.
 
Die muss halt erst einmal durchbrochen werden. Und zwar nicht von den Privatanwendern, sondern von den Firmen und Behörden. Derzeit ist es offensichtlich billiger, Windows-Lizenzen und x86-HW zu bezahlen anstatt die SW zu aktualisieren.
Eine Firma wird den Teufel tun und 150, 1.500 oder 15.000 Windows PCs umtauschen.
Die IT-Abteilung, falls vorhanden, kann sich gleich einen neuen Job suchen.
 
da ich auch bei meinen Eltern Drucken/Scannen und sonstige "abartige" Dinge tun möchte, die auch ein Mobiltelefon mit 16 Kernen und 1TB SSD bis heute per USB nicht kann
Ich drucke und Scanne seit Jahren mehr über das Telefon als über den PC. Quasi alle AIO Geräte der letzten zehn Jahre haben Ethernet und oder WiFi. Dazu könne Fritzboxen seit ebenfallls über zehn Jahren als Druckerserver fungieren.
Und Torsten sprach sowieso explizit von Office fähiger Hardware, nicht dass man auf der dann Android nutzt.
 
Aber es sollte auffallen, dass in meiner WoT nicht ein einziges Mal Microsoft erwähnt wird. Bislang haben die noch jede Initiative abseits von Wintel so gründlich in den Sand gesetzt, dass man geneigt ist, die aktuelle Situation zum Kauf von Intel-Aktien zu nutzen. :-)
Alle Investoren raten zum Abstoßen von Intel Aktien ! Und das schon seit zwei Jahren. Wer den Rat vor zwei Jahren befolgt hatte und damals AMD Aktien gekauft hatte, ist heute reich!
 
Eine Firma wird den Teufel tun und 150, 1.500 oder 15.000 Windows PCs umtauschen.
Die IT-Abteilung, falls vorhanden, kann sich gleich einen neuen Job suchen.
Das muss ja nicht auf einmal geschehen. Speziell im Office Bereich - und das sind nunmal die meisten Arbeitsplätze - ist es kein Problem heterogen zu fahren. Es muss eben sichergestellt werden, dass die Dateien ausgetauscht werden können. Das wiederum ist nun wirklich kein Hexenwerk.

Zumal im Zeiten in denen vieles ohnehin in die Cloud ausgelagert wird der Client u. U. Nur noch nen Browser braucht. Ob einem das gefällt oder nicht spielt dabei keine Rolle

Sie haben Intel erpresst und so dafür gesorgt, dass diese ihre Technologie an AMD und Cyrix lizenzieren und ihnen Einblick, in die Baupläne, gewähren mußten. Wenn das mal keine ultimative Marktmacht ist.

Naja, ganz so wars nun auch nicht. Zudem wird deine Definition von bedeutungslos immer kruder.
Bedeutungslos ist demnach ein Konzern, der nicht andere Marktteilnehmern erpressen kann, egal wie groß er ist. Nicht mal dann, wenn er zu den größten Konzernen überhaupt gehört.

Klingt wie wenn es ein James Bond Bösewicht es formuliert hätte.

Demnach sind praktisch alle Branchen voll von bedeutungslosen Unternehmen...
 
Nun ja, es ist schon ein Unterschied, ob sich ein Unternehmen in seiner Marktnische sicher und gemütlich eingerichtet hat, oder ob es noch die Richtung mitbestimmt.
 
Alle Investoren raten zum Abstoßen von Intel Aktien ! Und das schon seit zwei Jahren. Wer den Rat vor zwei Jahren befolgt hatte und damals AMD Aktien gekauft hatte, ist heute reich!

Nein. Wer entgegen dem Rat der Investoren vor 4 Jahren AMD-Aktien gekauft hat, also ein halbes Jahr vor Zen 1, der ist heute reich. Wer das macht, was Investoren empfiehlt, schafft in der Regel bestenfalls nicht-arm, aber für die wirklich guten Deals muss man dem Markt halt voraus sein. (Was nicht heißt, dass meine Empfehlung ernst gemeint war. Die Wahrscheinlichkeit sich zu verspekulieren steigt natürlich auch entsprechend.)
 
Das wären sie definitiv nie. Während man heute, zumindest an Google fast nicht vorbei kommt und selbst am Ende der Welt gegoogelt wird, hatte IBM nie diese Marktmacht, nicht mal annähernd.

Ich habe seit 1982 PCs, seit den 286er Zeiten x86 CPUs, aber nie ein Produkt von IBM (wobei, stimmt nicht, OS/2 hatte ich - das war geil!). In den 80ern und frühen 90ern gab es durchaus noch sowas wie einen Wettbewerb der Architekturen. Die x86 Momokultur begann erst so richtig mit Win95 (das ich nie hatte) und da war IBM schon nur noch einer von vielen Anbietern.

Ich finde es allerdings schon witzig, dass einige hier einem Konzern mit einem Umsatz über 70Mrd $ als bedeutungslos ansehen. So viele Konzerne in der Größenordnung gibt es gar nicht...
Deren Geschichte ging ja viel früher los. Vor dem Zeitalter des PERSONAL Computers (Stichwort Mainframe). Rate mal, wer den Begriff "PC" übrigens populär gemacht hat? (https://en.wikipedia.org/wiki/Influence_of_the_IBM_PC_on_the_personal_computer_market)

Seit 1979 (wieder) Teil des Dow Jones. Nur Proctor & Gamble und 3M sind länger dabei. Zum Vergleich: Intel und MS 1999, Apple 2015
Ohne IBM gebe es heute wohl kein Microsoft.
Intel herumkommandiert (https://jolt.law.harvard.edu/digest/intel-and-the-x86-architecture-a-legal-perspective)
Systeme wurden mit "IBM System Compatibility" beworben weil sie den Ton angegeben haben.
Bis zuletzt eigener CPU Standard.
Langlebigste Notebook-Serie mit den Thinkpads.
Mehrere Nobelpreise
...

Deutschland war in IT-Sicht immer schon etwas eigenbrödlerisch. Darum gab es hier nicht so eine Dominanz im privaten Bereich.
Aber IBM war DIE Marke schlechthin in den USA und damit auch in weiten Teilen der restlichen Welt. Selbst wenn die Systeme schlechter waren als die der Konkurrenz hat man IBM gekauft, denn die standen für "Qualität". Das war eine ähnliche "Religion" wie Volkswagen.

Nein.
Es geht um Intel und Microsoft.
Nein, es ging darum, dass Zapaesk nicht mit meiner Aussage einverstanden war, dass IBM mal ein Global Player vom Format eines Google oder Amazon war.

also grad was KI betrifft gibts bei IBM einige spannende Forschungsprojekte. Ich kann aber nicht sagen, wie das ganze im Vergleich zu früher aussieht, da wir erst seit 2 Jahren mit ihnen zusammenarbeiten. Fest steht, dass im Bereich KI/Machine/Deep learning die meisten Großen etwas sorgenvoll nach China schauen.
Ich möchte ihnen keinesfalls die Innovation absprechen. Allerdings haben sie das typische IBM Problem eine "eigene" Lösung zu machen. Das konnten sie, als sie den Markt dominiert hatten, aber jetzt sind sie nur ein Player von vielen.

So ziemlich alles, was Richtung Machine Learning geht, ob jetzt bei Firmen oder im Uni-Bereich, setzt auf Python als treibende Kraft.

Google: Tensorflow
Facebook: PyTorch
Uber: Pyro (basiert auf PyTorch)
Apache: SINGA, MXnet
Intel: DAAL
 
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