Nein.
Nein. Weil mein Aufgabengebiet sehr gut mit SMT und Threads skaliert und der 9700K das mutmaßlich nicht kann. Aktuell wäre ein Threadripper 2950X meine CPU der Wahl, knapp gefolgt vom etwa gleich teuren 7900X der in meiner Anwendung wegen schnellerem AVX mit 10 Kernen fast den 16-Kerner von AMD schlägt.
Eben, und ich unterstelle, dass dieser Prozessor (9700k) eben nicht für das von dir vorgesehene Anwendungsgebiet gemacht ist, dies andere potentielle Käufer auch wissen, diesen daher für dieses Anwendungsgebiet gar nicht erst in Erwägung ziehen, daher ein Vergleich in diesem Anwendungsgebiet nicht aussagekräftig ist, aber dennoch stattfindet, aus Gründen die man schätzen oder raten kann, worin sich meine Kritik begründet und manifestiert.
Ganz abgesehen davon sind Aussagen wie Unterschiede zwischen 80 und 90 FPS könne man nicht sehen, und wenn dann sei es Einbildung, aus dem gleichen Holz geschnitzt, wie die Aussage zu Fernsehers Zeiten, der Mensch könne über ~25(?) Bilder/S. nicht sehen.
Ich geb hier mal eine Prognose ab:
In Zukunft werden Prozessoren für das namensgebende Aufgabengebiet dieses Portals und deren Geschwindigkeit wieder hauptsächlich bzw. ausschließlich über Takt x IPC bemessen werden.
Es wird gleichzeitig Prozessoren geben, die für stark parallelisierbare Aufgaben gebaut werden, welche dann 1000de von Kernen auf niedrigen Frequenzen betreiben werden.
Für das Segment der hier untersuchten Hardware (PC-Games, dazu alles was von der Anforderung ähnlich ist), wird die Zahl der Kerne keine Rolle mehr spielen (bei Einhaltung der Mindestzahl der Kerne), da die Tasks nicht wirklich parallelisierbar sind und auch so bleiben werden.
In dieser Zukunft. Würde es Sinn machen, einen Prozessor auf PCGH, der für das schnelle und hochfrequente Ausführen von Standardanwendungen gemacht wurde, d. h. hohe Taktraten auf Kosten der Kerne, auf einem Gebiet zu vergleichen, dass für stark parallelisierte Anwendungen, d. h. viele Kerne auf Kosten der Frequenz, gedacht ist?
Aus meiner Sicht ist diese Zukunft zumindest zum Teil schon Gegenwart. D. h. ich kann mich für einen 16, 32, whatever Kern Prozessor, der für parallelisierte Aufgaben wie geschaffen ist, entscheiden.
Möchte ich so einen Prozessor in meinem standard/daily PC haben? Werden diese Prozessoren artfremd, so wie der 9700k, auf Basis der Gaming-Tauglichkeit verglichen? Das interessiert überhaupt niemandem in diesem Anwendungsgebiet.
Und jetzt kommt der erhellende Schein des aufgehenden Lichtes: Es interessiert genauso wenig, ob der 9700k in stark parallelisierten Anwendungen 5% schneller als der 2700x ist. Dies ist eine zusätzliche Information außerhalb des Anwendungsgebietes. Das ist solange kein Problem, sofern es nicht als einzige Basis für den Gesamtvergleich herangezogen wird, was hier explizit so stattfindet.
Wobei es natürlich zur Zeit Zwischen- und Sonderrollen gibt, die bald überflüssig werden. Nur weil andere Prozessoren (z. B. 2700x) sowohl für parallelisierte Anwendungen als auch für Gaming (eine solche zeitlich begrenzte Zwischenrolle) sinnvoll anwendbar sein wollen und sind, kann das nicht als Grundlage für die Bewertung des 9700k genommen werden, der eben dies explizit nicht sein möchte und ist.
Wenn es dennoch stattfindet, dann ist das eindeutig (weder geraten noch geschätzt) eine Einfärbung zu Gunsten von AMD und zu Lasten von Intel, welche dem Leser die Unterschiede für das tatsächliche Anwendungsgebiet vorenthalten.
Diese Einfärbungen finden relativ häufig statt, sind immer in die selbe Richtung platziert, d. h. pro AMD und gegen Intel/Nvidia.
Warum? Weil der heutige Mensch dem Irrglauben aufsitzt, er würde ein Stück mehr Gerechtigkeit schaffen, wenn er den Schwachen, Unterlegenen, dem ewig Benachteiligten, unlauter unter die Arme greift und die Daten so präsentiert, dass sie besser für diesen aussehen.
Dabei wissen wir, dass der erste Schritt zur Besserung die Anerkennung der Realität ist, und nicht etwa das Leben über die Verhältnisse und das böse Erwachen danach, Beispiele: DDR, Sowjetunion, Venezuela, etc.
Also leiten wir ab (verkürzt), aus welchem politischen Spektrum diese Sicht auf die Dinge herkommt. Ganz klar aus Systemen des Kommunismus, Kollektivismus, der Unterbindung von Förderung und Schätzung von hohen erbrachten Leistungen zu Gunsten einer Gleichmacherei, die systematisch nur darauf abzielt, Leistungsträger zu unterminieren und sie auf das Level der gemeinen Masse zurück zu holen. Frei nach dem Motto, die Welt wäre eine bessere, wenn Intel genauso leistungsschwache CPUs wie AMD hergestellt hätte, und wir alle jahrelang und ohne Fortschritt auf dem Level eines FX herumgegurkt wären. Und in letzter Konsequenz fördert man genau diese Antihaltung zum Erbringen von Leistungen, indem man diese politische Schiene hier fährt und 5% anstatt 20% angibt.
PCGH sollte aufhören sich diesen Tendenzen anzunähern, und mehr als eine Annäherung aus Unaufmerksamkeit möchte ich überhaupt nicht unterstellen. Ob aus Unaufmerksamkeit oder nicht, das verschleiern und kleinreden der technischen Daten des Leistungsträgers zu Gunsten des Leistungsverweigerers führt nicht dazu, dass der Leistungsverweigerer in Zukunft mehr Leistung erbringt und lässt auch keine bessere Welt entstehen, sondern reiht sich unrühmlich in die kontemporären Verhältnisse von Fake-News und politischer Lagerbildung ein.