Cola über mechanische Tastatur (Steelseries 6GV2)

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Gibt es auch andere Möglichkeiten, außer die Tastatur direkt in eine Flüssigkeit zu tauchen oder zum Lötkolben zu greifen?
Bei meinem Malheur sind ja eigentlich nur 4-5 Tasten zu schaden gekommen.
 
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Ja, du kannst die Schalter wie schon angesprochen einzeln (gegebenenfalls mit Hilfe einer Spritze) mit Spiritus durchspülen.

Gerade wenn nur wenige Schalter betroffen sind ist natürlich auch die Lötkolbenmethode mit verhältnismäßig wenig Aufwand verbunden.
 
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Hmmmm... doch. Wenn man sehr hartes Wasser hat und schon die kleinsten Spritzer davon deutliche Kalkrückstände hinterlassen.
Okay - wie die erfahrene Hausfrau weiß, bekommt man sowas weg, indem man die Tastatur in verdünnter Essigessenz schwenkt. :D

Bei fünf vercolaten Switches würde ich schon eher baden anstatt zu spülen. Ist weniger aufwändig.
Aber da muss jeder selbst durch. ;)
Wenigstens hat man noch die Wahl.
Es gibt Flüssigkeiten, bei denen sollte man grundsätzlich die Bademethode verwenden. Bei der guten alten Vollmilch z.B.
 
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Was gebt ihr denn für Tips? O_O
Also Finger weg von normalem Wasser. Oxidation ist das schlimmste, was dir hier passieren kann.
Nimm entweder destiliertes Wasser oder Spiritus, das kostet wirklich nicht die Welt, für das, dass dann deine teure Mecha wieder funktioniert.
Wie gesagt, Einzellne Schalter mit ner Spritze gezielt durchspülen, evtl. Patzer auf der Platine/Metallplatte/Gehäuse kannste mit nem feuchten Tuch weg machen.
 
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In Sachen Korrosion ist Phosphorsäurehaltiges Cola sicher schlimmer als (fast) jedes Leitungswasser...

Geringfügige Kalkrückstände sollten eigentlich keine funktionale Beeinträchtigung darstellen.

Dennoch: Von Leitungswasser ist dringend abzuraten, so teuer sind die Alternativen ja wirklich nicht. Ich würde grundsätzlich eher zu Spiritus oder vielleicht Aceton raten wobei betont werden muss das die Beständigkeit der Cherry MX Schalter gegenüber Aceton soweit ich weiß nach wie vor nicht erwiesen ist.
 
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Was gebt ihr denn für Tips? O_O

Gute. Alle erprobt und bewährt.

In Sachen Korrosion ist Phosphorsäurehaltiges Cola sicher schlimmer als (fast) jedes Leitungswasser...

Ach ja - die Mär von der alles zersetzenden Cola, in der man auch Koteletts auflösen kann (hat man dann einen Proteinshake?).:) Keine Ahnung, woraus die Kontaktzungen im MX-Switch bestehen und wie korrosionsanfällig die sind. Der Feder wird's egal sein.

Geringfügige Kalkrückstände sollten eigentlich keine funktionale Beeinträchtigung darstellen.

An den flaschen Stellen schon.
Feinstaub reicht schon (nicht der vom Diesel) - also Flugasche von Zigaretten und ähnlichen Rauchwaren -, der ist auch nicht grober.
Denn staubdicht sind die Switches nicht. Wenn einem sowas in die Tastatur gerät, besser nicht auf die Kante stellen, damit sich Staub und Krümel an einer strategisch günstigen Stelle zum Rauskippen sammeln, sondern einfach mit dem Staubsauger absaugen.

Eines ist auf jeden Fall der Fall - sind zuckerhaltige Getränke erst mal eingetrocknet, kann man sich echt 'nen Wolf spülen mit der Spritzenmethode pro Switch.
 
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Cola enthält tatsächlich Phosphorsäure für Menschen ist diese in geringen Dosen nicht ungesund aber für manche Metalle sehr wohl. Korrosion von Metallen ist ja auch nicht mit der angeblichen Fähigkeit von Cola Fleisch aufzulösen vergleichbar.

Bei der Korrosion geht es nicht um die Switches selbst deren Kontakte bei Cherry MX bekanntermaßen aus Gold bestehen (Gold-Kreuzkontakt), die Kontaktierenden Teile vermutlich aus vernickeltem Kupfer und die Federn welche wohl aus Hochlegiertem Edelstahl gefertigt sind sondern vor allem um die Platine.

Zucker ist aber vermutlich schlimmer als die Säure wenn auch durch einen völlig anderen Mechanismus, eben durch das verkleben.


Alles in allem muss man festhalten das (gewöhnliche) Cherry MX Tastaturen zu den flüssigkeitsempfindlichsten gehören die es gibt. Sowohl Rubberdomes als auch etwa Buckling Spring Schalter sind hier resistenter.
 
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Das Gold findet sich aber wirklich nur auf den winzigen Kontaktnubsis der Metallzungen - minimaler geht es kaum. :)
Die Platine selbst ist durch den Lack eigentlich hervorragend geschützt.

Die Flüssigkeitsempfindlichkeit ist eigentlich eher bei Tastaturen mit platemounted Cherry-Switches gegeben - die Brühe ergießt sich erstmal auf die Platte und läuft dann direkt an der Nahtstelle des Switchgehäuses rein.

Meine alte Cherry hat schon so manches Malheur im Lauf der Jahre erlebt - aber ohne Platte läuft es direkt auf die Platine und kommt gar nicht erst in die Switches, die Caps wirken wie Regenschirme ;) und schützen die Switches.
Klar - die Flüssigkeit hängt dann zwischen Switchboden und PCB und sorgt für unerwünschten Kontakt.
Aber ab und zu habe ich dann nur flott gefönt und alles war erstmal klar - manchmal muss es eben schnell gehen und ich hatte nicht immer eine Ersatztastatur zur Hand.
Und solange sich keine Ameisenstraßen zur Tastatur bilden, damit fleißige Arbeiter den kostbaren Zucker abbauen können, ist das nicht weiter dramatisch. :D

Die Eigenschaften der Phosphorsäure sind eher vernachlässigbar - die der Buttersäure bei der oben erwähnten Milch nicht.
Die schadet zwar kaum der Tastatur, aber dem User. Das kann einen schon umhauen. ;-)
 
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