Tagebuch CachyOS statt Windows? Let's try!

Jaffech

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Update 08.08.25: Neu gelerntes hinzugefügt und unnötiges/umständliches entfernt
Update 16.08.25: Ergänzung wie man bei NV Karten die Spannung festsetzen kann
Update 19.03.26: Kapitel 4 neu, Kapitel 5 neu. Anpassungen am ganzen Text um zu den neuen Kapiteln zu passen. Die Textlänge wurde nahezu verdoppelt! Außerdem Spoiler für eine besser Übersicht eingefügt


Worum geht es?
Da ich absolut kein Freund von Windows 11 bin (aus diversen Gründen) und mein Win 11 Laptop schon eine Qual für mich darstellt (gibt leider kein Win 10 Treiber...) und mein Haupt PC ebenfalls noch auf Win 10 setzt, muss eine Lösung her.
Möglichkeit A: Das Win 10 ESU nutzen und das Problem 1 Jahr verzögern
Möglichkeit B: Eine Alternative (Linux) suchen.

Da CachyOS aktuell sehr beliebt ist (danke an @PCGH_Sven für die häufigen News) und ich auch direkten Kontakt zu Peter Jung, dem Chefentwickler habe, habe ich mich für CachyOS entschieden, als KDE Version. Ich hatte vor einem halben Jahr mal Nobara genutzt, allerdings nur für meine Bachelorarbeit, da ich Programme gebraucht habe, die unter Linux einfach besser laufen. Allerdings habe ich mich damit nicht auseinander gesetzt, sondern einfach nur das gemacht was mir mein Prof vorgekaut hat um das nötige Programm zu installieren und auszuführen. Ich bin daher "Vollblut Windows Nutzer" und hatte bisher keine wirklichen berührungspunkte mit Linux.

Ein Grund wieso ich überhaupt in Erwägung gezogen habe Linux eine Chance zu geben war der Kauf eines SteamDecks vor einigen Wochen. Damit konnte ich erste Erfahrungen mit Linux sammeln und war begeistert wie stressfrei und sauber alles läuft. Da aber natürlich ein Gaming Handheld doch nochmal etwas anderes ist als ein "Haupt PC", wollte ich es eben auch mit meinem PC versuchen.
Und so begann "Operation CachyOS" in welcher ich 2 Wochen ausschließlich CachyOS verwende um zu schauen ob ich meinen Alltag damit bewältigen kann.
Spoiler: Ja. Funktioniert besser als gedacht!

Folgende Hardware ist in meinem PC verbaut:
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Dem ein oder anderen wird direkt auffallen, dass ich eine Custom Wakü, die logischerweise über einen Quadro mit Aquasuite gesteuert wird, sowie eine Nvidia Karte verwende. Dazu später mehr.

Noch vorneweg: Ich bin bei weitem kein Linux Experte und habe mir viel von ChatGPT helfen lassen.
Es kann also gut sein dass die ein oder andere Information bzw. Einstellung leichter oder schneller funktioniert und ich es mir unnötig schwer gemacht habe. Aber darum geht es ja hier: Meine Erfahrungen mit CachyOS als "Windows Only Nutzer".



Kapitel 1: Installation und Einrichtung von CachyOS


Zu erst kommt natürlich das runterladen der ISO (https://cachyos.org/download/) und das einrichten eines Bootfähigen Mediums, in meinem Fall ein USB Stick. Dafür habe ich Ventoy genutzt (empfiehlt sich generell, auch bei Windows installationen).
Begrüßt wird man - wie bei Linux üblich - mit einem Live-System welches auch benutzbar ist und eben über den USB Stick läuft. So kann man sich erstmal alles anschauen.
Möchte man dann CachyOS installieren, gibt es dafür einen Installer mit GUI, der relativ straight forward die installation vornimmt.
Vorsicht sollte man bei der Auswahl des Installationspfads walten lassen, damit man auch wirklich die richtige SSD auswählt. In meinem Fall meine dritt SSD auf welcher noch Nobara installiert war. Natürlich habe ich ausgewählt, dass die dritt SSD platt gemacht werden soll für eine neue, cleane CachyOS installation. Ich nutze hier also kein Dual-Boot auf einer SSD mit Windows zusammen, sondern eine eigene SSD.
Etwas verwirrt war ich als Windows Nutzer über die Möglichkeiten des Bootmanagers. Da gibt es diverse Möglichkeiten dessen Sinn und Zweck ich nicht verstehe. Also mal kurz ChatGPT gefragt und mich dann für "Grub" entschieden. ChatGPT wird noch eine größere Rolle spielen... ^^
Tipp: Ein leichtes Nutzerpasswort wählen, da man öfter mal das Passwort eingeben muss und bei wilden Kombinationen verrückt wird ^
CachyOS ist jetzt installiert, also geht es los:
Man wird von einem Fenster empfangen namens "CachyOS Hello":
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Unter Apps/Tweaks lässt sich hier unter anderem das System updaten, aber auch mittels "Install Gaming packages" alles wichtige fürs Zocken installieren, unter anderem Steam, Lutris (u.a. für GOG oder Epic Games), Heroic Game Launcher (u.a. für Epic Games), Proton, MangoHUD (für ein OSD wie bei RTSS) usw.
Hilfe und mehr Informationen bietet hier das Wiki: https://wiki.cachyos.org/configuration/gaming/


Unter "Apps installieren", gibts ne Auswahl an bekannten Programmen die nützlich sein können wie GIMP, Discord, usw.



Kapitel 2: Gaming mit CachyOS

Eins vorneweg: Ich spiele keine Competetiven Multiplayer Games, daher stört mich die mögliche Kernel Level Anticheat Thematik nicht und kann dazu nichts sagen. Manches soll wohl funktionieren, manches nicht.

Nachdem wir Steam installiert haben, starten wir das ganze und müssen uns anmelden - soweit so klar.
Anschließend - wie auch im o.g. Wiki Beitrag zu lesen - sollten wir in den Steam Einstellungen folgendes aktivieren:
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Falls man checken möchte ob ein Spiel unter Linux (mit Proton) funktioniert, kann man die Seite protondb.com besuchen, dort dann seinen gewünschten Titel eingeben und sieht direkt ob es funktioniert, ob evtl noch Anpassungen nötig sind (wird meist auch erklärt falls nötig) und welche Proton Version die Nutzer genutzt haben.
Außerdem kann man auch für jedes Spiel individuell einstellen welche Proton Version man nutzen möchte.
Dazu geht man in seiner Bibliothek auf das jeweilige Spiel, Rechtsklick, Eigenschaften, Kompatibilität.
Das kann manchmal hilfreich sein, weil es mit dem Default GE-Proton nicht läuft.

Wichtig: Das Programm "ProtonUp-Qt" oder "ProtonPlus" ist nötig um seine Proton Versionen zu updaten und zu Steam/Lutris, etc hinzuzufügen.
Ich bin mir nicht sicher ob das mit dem installieren der Gaming Packages auch mit installiert wird, aber man kann sich das über den Paru Paketmanager auch besorgen. Dafür benötigen wir erstmal Paru und Yay (sind Paketmanager), das geht mit folgendem befehl in der Konsole:

sudo pacman -S --needed base-devel git
git clone https://aur.archlinux.org/paru.git
cd paru
makepkg -si

sudo pacman -S git base-devel
cd ~
git clone https://aur.archlinux.org/yay.git
cd yay
makepkg -si

Anschließend einfach zum installieren:
paru -S protonup-qt
oder
yay -S protonplus

Hinweis 1: In der Konsole funktioniert Strg+C oder Strg+V nicht! Man benötigt hier Strg+Shift+C und Strg+Shift+V!
Hinweis 2: Beim eingeben vom Passwort (nötig für sudo ... ) werden im Terminal keine Eingaben angezeigt, also auch keine Sternchen! Also nicht verrückt machen lassen und denken dass die Tastatur spinnt.


Dann können wir ProtonUp-Qt/ProtonPlus einfach öffnen und hier Steam/Lutris, etc. auswählen. Anschließend über "Neues Hinzufügen" ganz bequem verschiedene Proton Versionen installieren.
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Kommen wir zu MangoHUD/Goverlay. Manche Menschen sind genau solche Nerds wie ich und wollen auf jedenfall ein OSD haben um Termpaturen, Taktraten und Auslastung anzuzeigen.
Goverlay ist bei den Gaming Packages dabei die wir anfangs installiert haben

Dann öffnen wir Goverlay und können uns frei entfalten bei der Einstellung der angezeigten Parameter.
Den Namen der CPU und GPU kann man anpassen. Wer wollte nicht schon immer einen 10990X7D und eine RTX7999Ti Super haben? :haha:
Öffnen wir Goverlay, öffnet sich auch ein kleines Fenster in den wir unsere Werte direkt sehen können.
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Damit haben wir Goverlay konfiguriert. Doch wie binden wir das jetzt in unser Spiel (in Steam) ein?
Ganz einfach: Wieder Rechtsklick aufs Spiel und in die Startoption "mangohud %command%" eintragen.
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Und schon hat man sein HUD im Spiel.
Sehr nützlich übrigens auch um ein FPS Limit einzustellen (in Goverlay). Das geht auch on the Fly.

Nächstes Thema: XBOX Controller.
Der ein oder andere hat sicherlich einen XBOX Controller. In meinem Fall nutze ich dafür den USB Dongle, man kann aber auch Bluetooth verwenden. BT geht bei mir aber nicht, dazu später mehr. Also müssen wir irgendwie den USB Dongle für Linux fit machen.

Und dann einfach:
sudo pacman -S linux-cachyos-headers
git clone https://github.com/medusalix/xow
cd xow
make BUILD=RELEASE
sudo make install
sudo xow-get-firmware.sh

Anschließend noch den xow Dienst starten:
sudo systemctl enable xow
sudo systemctl start xow

Danach den PC neu starten.

Jetzt bin ich natürlich auch noch so ein Spezialfall der gerne Screenshots in seinen Spielen anfertigt, siehe Screenshot Thread.
Also brauchen wir noch ein Screenshot Tool. Das wird bei KDE direkt mitgeliefert und heißt "Spectacle". In den Optionen kann man dann unter "Kurzbefehle" eine Taste für einen Screenshot auswählen, bei mir ist das F10 (habe ich auch auf der Maus belegt, sodass ich mit einer seitlichen Maustaste F10 drücke und dann eben ein Screenshot ausgelöst wird).
Das Problem: Ich nutze unter Windows das Programm "reWASD" um auch meinen XBOX Controller umzumappen, sodass ich auch mit diesem Screenshots per F10 machen kann. Das Programm gibts nicht für Linux.

Aber dafür gibt es eine Alternative namens AntiMicroX.
Installation mittels "sudo pacman -S antimicrox".
Dann einfach bei verbundenem Controller AntiMicroX öffnen und die Taste seiner Wahl auf F10 legen.

Funfact: Win+Shift+S öffnet Spectacle zum Screenshot machen genauso wie unter Windows das Snipping Tool ^^



Kapitel 3: Alltag mit CachyOS

Das erste was mir aufgefallen ist, dass wenn ich beim schreiben "^^" benutzen möchte, muss man anders als bei Windows 4x auf ^ drücken um ^^ zu bekommen. Kleine umgewöhnung, aber nicht weiter tragisch.

Für die Uni benutze ich sehr oft OneNote, insbesondere um mit meiner Gruppe die Hausaufgaben zu erledigen. Hierfür gibt es unter Linux die Alternative Xournal++ ( sudo pacman -S xournalpp ). Nachteil davon ist, dass man nicht ganz so eine schöne "Arbeitsmappen Struktur" hat, dafür fühlt sich das schreiben mit meinem XP-Pen Zeichentablett deutlich smoother an. Ich weiß nicht wieso, aber ist halt so ^^

Außerdem brauche ich oft Zoom für die Uni, ist auch einfach über "yay -S zoom" installierbar.
"Anki" für digitale Lernkarten für PC/Smartphone nutze ich Anki, auch das geht per "sudo pacman -S anki".

Wie weiter oben geschrieben bin ich "sehr geil" auf Hardwaredaten wie Auslastung, Temperaturen, usw.
Nützlicherweise kann OCCT dies anzeigen, inkl meiner Quadro Sensoren wie Wassertemperatur. Leider insgesamt nicht so ausführlich wie HWinfo, aber ausreichend. Overlay für Games gibts über MangoHUD/Goverlay wie oben beschrieben

Da ich im Alltag auch gerne mal auf meinen TV oder aufs SteamDeck streame, muss natürlich auch Sunshine installiert werden. Das ist etwas komplexer, weil man die Firewall anpassen muss.
Erstmal muss es mittels "paru -S sunshine" installiert werden.
Anschließend die Firewall öffnen, bei mir sind das ein paar Ports wie z.B. 47984, 47989 und weitere.
Geöffnet werden diese mit "sudo ufw allow 47984", "sudo ufw allow 47989", usw.
Danach ist auch dieses "Problem" gelöst.

Jetzt habe ich noch ein Synology NAS. Das vernünftig zu initialisieren, sodass sich auch das Passwort gemerkt wird und ich nicht ständig mein ellenlanges PW eintippen muss, hat mir ChatGPT dazu auch eine Anleitung geschrieben.

sudo nano /etc/smbcredentials (öffnet wieder Nano)
Mit Inhalt:
username=XXX
password=XXX
danach wieder Ctrl+O, Enter und Ctrl+X

gefolgt von:
sudo chmod 600 /etc/smbcredentials

Dann erstellt man entsprechend Ordner (mkdir) für seine zwei Festplatten im NAS und nennt sie wie man möchte. Da ich eine Toshiba HDD und Seagate HDD verwende, kommen folgende Befehle zum Einsatz:
sudo mkdir -p "/mnt/Toshiba"
sudo mkdir -p "/mnt/Seagate"

Nun wird es etwas kompliziert, weil man noch fstab anpassen muss:
sudo nano /etc/fstab
Es öffnet sich wieder Nano. Folgenden Inhalt musste ich hier einfügen:
# Synology NAS
//synologynas-3.local/Toshiba\040Intern /mnt/Toshiba cifs credentials=/etc/smbcredentials,iocharset=utf8,uid=1000,gid=1000 0
//synologynas-3.local/usbshare1-2 /mnt/Seagate cifs credentials=/etc/smbcredentials,iocharset=utf8,uid=1000,gid=1000 0 0
Dann wieder Ctrl+O, Enter, Ctrl+X.

Da meine Toshiba HDD im NAS selbst den Namen "Toshiba Intern" trägt und meine Seagate HDD über USB ans NAS angeschlossen ist, muss bei dem obigen Befehl eben einmal "Toshiba\040Intern" sowie "usbshare1-2" als Pfad zum NAS angegeben werden.

Gefolgt von:
sudo systemctl daemon-reload
sudo mount -a

Nun werden auch meine beiden HDDs vom NAS in der Ordnerstruktur angezeigt und melden sich automatisch mit Nutzername und PW beim NAS an, sodass ich nicht ständig das PW eintippen muss.
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Kapitel 4: OC, Tuning und Testing

Was fehlt als Enthusiast noch? Richtig, OC!
Fangen wir mal mit der GPU an.

Bei meiner ehemals genutzten RTX4090 (9070XT siehe weiter unten) ist das ganze etwas blöd. Eine ganze Curve kann man hier leider nicht direkt erstellen (also Spannungspunkt ein Taktpunkt), aber man kann die Spannung trotzdem festlegen (ähnlich zu Curve flattening), also so ähnlich wie mitm MSI Afterburner.
Aber hey, man kann bei Nvidia Karten sogar die Powerstates im Takt anpassen! NIMM DAS WINDOWS!!! :ugly:

Doch wie geht das nun?
sudo pacman -S lact

Und dann einfach öffnen
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Dann enablen wir noch GPU und VRAM Clocks, stellen unten beim P-State 0 unsere gewünschte Übertaktung ein, bei mir +205 MHz Chip und +1200 VRAM (wie im MSI AB auch).

Doch wie fixiert ihr jetzt die Spannung um ein UV Setting zu fahren (ähnlich MSI AB mit der Curve)?
Ganz einfach, ihr limitiert den "Maximum GPU Clock". Da wir gerade den Chip übertaktet haben, wird - wie bei MSI AB - die ganze Curve nach oben geschoben. Statt jetzt aber die Spannung zu limitieren indem wir die Curve gerade machen, limitieren wir hier einfach den GPU Takt. Wenn ich also 2595 MHz GPU Takt als maximum einstelle, kommt meine Karte durch die +205 Mhz Chiptakt im Endresultat nur auf 0,895v.
Lasse ich einen höheren Takt zu (z.B. 2775 MHz), geht es hinauf auf 0,960v.
So kann man zumindest indirekt die Spannung limitieren für ein UV Setting.
Funktioniert also wie beim MSI AB, nur statt der Spannung limitieren wir den Takt. Kommt aufs selbe raus.

Wichtig beim VRAM: Ihr müsst den "Maximum VRAM Clock" auch nach oben anheben auf euren "neuen" Wert durch das OC, ansonsten triggert ihr einen niedrigeren P-State mit ca 5000 MHz VRAM Takt, weil ihr nicht den vollen Takt erlaubt.

Da ich neuerdings eine AMD Karte habe, genauer eine 9070XT Prime, habe ich LACT natürlich auch damit ausprobiert. Das funktioniert 1:1 genauso wie im Windows Treiber oder dem MoreClockTool(2).
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Man stellt ganz schlicht einfach den VRAM Takt, das Takt-Offset und das Spannungs-Offset ein. Simpel wie man es kennt.
Negativpunkt: Man kann keine Fast Timings aktivieren.

Wie teste ich nun die Stabilität? VRAM Takt kann man über Memtest Vulkan machen.
Unter "Assets" einfach "memtest_vulkan-v0.5.0_DesktopLinux_X86_64.tar.xz" auswählen, runterladen, entpacken.
Dann rechtsklick drauf und "In Konsole Ausführen"
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Dann spielt ihr mit dem VRAM Takt, notiert euch jeweils den Durchsatz (einfach die 5 Min laufen lassen). Dann ändert ihr den VRAM Takt und schaut ob es durchläuft. Achtet darauf, wenn trotz höherem Takt der Durchsatz einbricht, dann seid ihr in der Fehlerkorrektur!

Für den Chiptakt oder die Chipspannung benutze ich am liebsten Spiele. Durch deren dynamik bringt man Karten schneller zum crashen als durch statische Last wie bei 3D Mark o.ä. Schaut ab wann die Karte crasht und geht dann wieder etwas runter. Business as usual.


Kommen wir zur CPU. Hier nutze ich einen 9800XD, also eine AMD X3D CPU.
Hier kann man garnicht viel anders machen als bei Windows. Mehr als Curve und Boost Override geht halt nicht sinnvoll und wird eh übers BIOS gemacht. Wie CO/BO eingestellt wird, kann an anderer Stelle behandelt werden, zum Beispiel im Ryzen Thread. Aber Testprogramme sind gerne gesehen.

Es gibt y-cruncher für Linux was sich zum testen hervorragend eignet und auch bei Windows aktuell die #1 für CPU Testing ist! Geht dafür einfach auf die Website und laded euch die "Linux (Dynamic)" Version herunter.
Auch wieder entpacken und "y-cruncher" mit rechtsklickt und "In Konsole ausführen" öffnen.
Dann drückt man die 2 für "Component Stress Tester", gefolgt von 16, 17, 18 um die RAM intensiven Tests zu deaktiveren. Anschließend drückt man 4 und 300 um 300s Testdauer pro Test zu erhalten. Dann noch die 5 und 6000 um 6000s totale Zeit laufen zu lassen. Sollte dann so aussehen:
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Es gibt allerdings auch OCCT nativ für Linux und kann natürlich genauso genutzt werden wie unter Windows.
Installiert wird das simpel in der Konsole mit "sudo pacman -S occt". Taucht dann im Startmenü auf.
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Was bleibt beim Tuning noch? Richtig, mein "Element", das RAM Tuning!
Hier gibt es leider kein Karhu oder TM5. Letzeres vermisse ich unter Linux tatsächlich sehr. Aber wie wir wissen, gibt es y-cruncher. Ich konnte bei meinen Tests keinen Unterschied zwischen TM5 und Y-Cruncher in der Erkennungsrate von RAM Errors feststellen. Wir können uns also auf Y-Cruncher verlassen. Zumindest insoweit man sich auf statische Testprogramme verlassen kann eben.
Dazu folgen wir obiger (CPU OC Teil) Y-Cruncher Anleitung, nur deaktiveren dieses mal Tests 11-15 und lassen Test 16-18 aktiv, da diese eben RAM Sensitiv sind. Restlichen Einstellungen wie bei CPUs. Sähe dann so aus:
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Zur Überprüfung der RAM Leistung können wir diverse Programme nehmen.
Es gibt zuhauf AIDA ähnliches, wie zum Beispiel "sc-membench", im Stile von "1 Click = Ergebnis"
Dazu brauchen wir erstmal ein paar Bibliotheken (wird bei einigen Testprogrammen benötigt).
Installieren wir einfach mit:
sudo pacman -S gcc make hwloc numactl
und
yay -S libhugetlbfs
Danach laden wir das Programm und kompilieren es:
git clone https://github.com/SpareCores/sc-membench.git
cd sc-membench
make full
Dann gehen wir in den Ordner des Programms (liegt im "Persönlichen Ordner") und öffnen dort die Konsole per Rechtsklick und "Terminal hier öffnen".
Dann tippen wir:
./membench-full -H -v -R
Nun erhalten wir AIDA ähnlich eine Auflistung unserer Werte, aber sogar mit verschiedenen Testsizes, also aussagekräftiger!
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(...und so weiter, das Bild dient nur der Veranschaulichung)

Natürlich kann man auch OCCT nehmen, das bietet auch Benchmarks an.

Darüber hinaus geht dann zum Beispiel das Programm "pChase" (https://github.com/maleadt/pChase), welches ich unter anderen für meine Bachelorarbeit über RAM OC benutzt habe.
Aber da dies sehr viele Einstellmöglichkeiten bietet, von random/sequentiell über threadzahl, stride, bytelength, etc pp. würde das hier den Rahmen sprengen. Das ist eher was für Enthusiasten die sich tiefer mit ihrem RAM beschäftigen wollen und sollten das Readme studieren.

Etwas, was ich sehr sehr vermisst habe war ZenTimings. Ich liebe dieses kleine Programm.
Und was soll ich sagen? Seit kurzem gibts TuxTimings! Das ist sehr sehr ähnlich zu ZenTimings! Geil!
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Supported wurde bisher nur Zen 5. Der Ryzen RAM OC Discord arbeitet aber aktiv mit dem Entwickler zusammen um weitere CPU Familien zu supporten, mittlerweile geht das Programm auch für Zen 4 sowie teilweise für Zen 3. Eine 2000er APU befindet sich bereits im Debugging.
Auch eine simple Benchmarkfunktion (wie AIDA) wird geboten.

Installiert wird das ganze wie folgt:
yay -S ryzen_smu-dkms-git
sudo pacman -S libcpuid
(wird für Abhängigkeiten benötigt)
Und dann:
git clone https://github.com/Death4two/TuxTimings.git
cd TuxTimings
makepkg -si
Anschließend taucht das Programm unter "Dienstprogramme" auf.



Kapitel 5: Game Modding (inkl. Optiscaler)

Game Modding ist ein eigenes Thema. In der Regel klappt das aber problemlos. Ich habe bisher folgende Spiele gemoddet: Fallout 3, Fallout NV, Subnautica (Below Zero), Final Fantasy 7 Rebirth und aktuell Monster Hunter Rise.
Dabei sind also "oldschool" Modding sachen, Unity Modding, Unreal Modding und RE Engine Modding. Alle mit Eigenheiten (wie zum Teil auch unter Windows).

Dazu sei gesagt, dass ich ausschließlich manuell Mods installiere und daher

Bei F3/FNV kann man die Mods direkt in den Spieleordner kopieren, ggf. existierende Daten überschreiben (z.B. Textur Mods). Braucht keinen extra Startparameter.

FF7 Rebirth hat einen "mods" ordner, bzw erstellt man diesen. Gilt btw für viele Unreal Engine Games.
FINAL FANTASY VII REBIRTH\End\Content\Paks\~mods\
Dort die Mods rein, passt sofort, ohne Startparameter

Subnautica (Below Zero) braucht ein Framework namens "BepInEx" was mit einem "Mods" Ordner kommt, wo dann letzlich die Mods rein kommen. Das gilt für viele Unity Spiele.
Da muss man aber als Startparameter WINEDLLOVERRIDES="winhttp=n,b" %command% einsetzen, weil das winhttp erzwungen werden muss. Winhttp ist eine Framework-spezifische Datei. Damit diese beim start geladen wird, muss man eben den Override nutzen.

Monster Hunter Rise benötigt auch ein Framework (RE Framework) welches mit einem "plugin" (=mods) Ordner kommt. Dort die Mods rein wie beim jeweiligen Mod beschrieben und als Startparameter WINEDLLOVERRIDES="dinput8=n,b" %command%, weil das RE Framework mit einer datei "dinput8" kommt, die eben geladen werden muss.


Kommen wir nun zu Optiscaler. Wozu benötigen wir das? Das ist simpel ausgedrückt ein Programm um die Upsampling Versionen auszutauschen.
Aber es gibt doch die Steamparameter PROTON_DLSS_UPGRADE=1 und PROTON_FSR4_UPGRADE=1 höre ich euch sagen...
Ganz einfach: Es gibt Spiele, die bieten zum Beispiel kein DLSS, sondern nur FSR oder andersherum.
Mit Optiscaler können wir aus DLSS einfach FSR machen oder aus FSR machen wir XeSS, etc.
Noch dazu können wir FSR4 direkt injizieren, OHNE dass wir FSR3.1 brauchen was für FSR normalerweise gebraucht wird. Wir können also aus DLSS2.x einfach FSR4 machen. Oder aus FSR2.2. Oder aus XeSS 1.3.
Außerdem gibt es sogar die INT8 Version von FSR4 wodurch man sogar auf einer RDNA2 (RX6000) Karte FSR4 nutzen kann!
Auch ist es möglich die nicht per PROTON_DLSS_UPGRADE=1 verbesserbaren Spiele mit DLSS4 aufzuwerten. Das trifft vor allem älterere DLSS2.1/DLSS2.2 Spiele, bei denen man sich mit Optiscaler helfen kann.
Klingt krass? Ist es auch.

Optiscaler ist in der Regel aber ziemlich simpel zu installieren. Ich rate DRINGEND(!) davon ab, die in Goverlay integrierte Methode zu verwenden. Damit kenne ich mich nicht aus und habe schon eine Spieleinstallation damit zerschossen (Monster Hunter Rise) ohne dass es geklappt hat (trotz Anleitung von Goverlay). Das Standalone Optiscaler hat dagegen in 3/3 Fällen (Atomic Heart, Eternal Strands, Monster Hunter Rise) geklappt.

Und wie gehe ich hier nun vor?
Ich lade mir Optiscaler herunter: https://github.com/optiscaler/OptiScaler/releases und entpacke das.
Der gesamte Inhalt des Ordners (außer die setup_windows.bat)...
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... muss in das Spieleverzeichnis kopiert werden.
WICHTIG(!!!): Es muss dorthin kopiert werden, wo die Game.exe liegt!
Gerade bei Unreal Engine Titeln ist die .exe nicht im Hauptspieleverzeichnis, sondern etwas tiefer.
Beispiel Atomic Heart (UE4): ...steamapps/common/Atomic Heart/AtomicHeart/Binaries/Win64/
Beispiel Eternal Strands (UE5): ...steamapps/common/EternalStrands/EternalStrands/Binaries/Win64/
Beispiel Monster Hunter Rise (RE Engine): ...steamapps/common/MonsterHunterRise/

Wenn alle Dateien bei der Game.exe liegen, öffnet man die Konsole an dieser Stelle (Rechtsklick -> Terminal hier öffnen) und tippt:
sudo bash ./setup_linux.sh

Es öffnet sich das Optiscaler Setup und man wird gefragt welche .dll man möchte.
Ich habe gute Erfahrungen mit "winmm.dll" gemacht, "dxgi.dll" geht meist aber auch. Bei Problemen und vor allem wenn Optiscaler nicht geht, ist hier eine andere .dll wählbar.
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Die DLSS inputs einfach aktivieren.

Jetzt müssen wir noch in Steam die Startoption anpassen.
WINEDLLOVERRIDES="winmm.dll=n,b" %command%
Alternativ auch ohne ".dll"
WINEDLLOVERRIDES="winmm=n,b" %command%
Bzw eben entsprechend "dxgi.dll" bzw "dxgi" oder welche .dll ihr eben gewählt habt

Dann lässt sich das Menü per "Insert" ("Einfügen") Taste im laufenden Spiel aufrufen.
Für die Wahl eines Upscalers muss man zuerst in den Spieloptionen DLSS/XeSS/FSR aktivieren damit eine Basis als Spoofing existiert, die man Überschreiben kann (Optiscaler weißt in der Kopfzeile aber darauf hin)



Kapitel 6: Probleme mit CachyOS

Natürlich klingt das bis hierhin erstmal machbar, vor allem mit ChatGPT. Aber es gibt auch ein paar Probleme auf die ich gestoßen bin.

Mein einziges, relevantes Problem betrifft mein WLAN/BT Modul. Wie weiter oben erwähnt, funktioniert mein WLAN/BT aktuell unter Linux nicht. Ich habe verschiedene Sachen ausprobiert, aber nichts hat geholfen, ich kann so oft "aktivieren" klicken wie ich will, es wird auch als "aktiviert" gelistet, aber es funktioniert nicht. Da habe ich dann mal Peter Jung direkt angeschrieben und nachgefragt ob er mir da helfen kann. Als auch das nicht geklappt hat, hatte er ein bisschen recherchiert und wie es aussieht, hat MediaTek schlicht noch keine Linux Firmware/Treiber für mein WLAN/BT Chip geliefert. Steht auch hier: https://github.com/morrownr/USB-WiFi/issues/517
Das betrifft aktuell mein Asus X870E E Gaming (und andere hochpreisige Asus Mainboards).
Hier kann man sich - falls man auf keinen Fall auf BT/WLAN verzichten möchte - einfach ein anderen M.2 WLAN/BT Modul kaufen und einbauen oder so einen USB Stick zulegen. Also ein lösbares Problem. Außerdem wird sicherlich in (naher) Zukunft auch der Treiber/Firmware veröffentlicht, dann geht das auch unter Linux.

Update vom 18.03.26:
Das WLAN Modul funktioniert weiterhin nicht. Aber vor kurzem wurden andere von Asus verwendete Module in Linux integriert, ich habe also Hoffnungen für einen Fix!



Kapitel 7: Fazit zu CachyOS

Nun, wie lautet jetzt mein Fazit nach 1 Woche CachyOS only?
Es ist tatsächlich keine so große umgewöhnung wie anfangs gedacht. Vieles läuft absolut sauber oder es gibt gleichwertige Alternativen. Selbstverständlich ist Linux ein bisschen anders als Windows, genauso wie ein iPhone auch anders als ein Android Phone ist. Aber mit ein bisschen lernfähigkeit und dem großzügigen Einsatz von ChatGPT kommt man sehr gut zurecht, selbst solche "komplexeren" Geschichten wie mit dem NAS waren kein Problem.

Sobald man sich mal eingefunden hat und alles eingerichtet hat was man braucht, läuft es sauber. Ich würde auch sagen besser und sauberer als Windows. Und man hat keine unnötige Bloatware, Werbung im OS, "Features" die man nicht will (Telemetrie, Recall, hässlichen Startmenü, ...) und so weiter.

Stand heute würde ich vollständig auf CachyOS wechseln. Ich schaue mir das aber noch eine Zeit lang an, ob es auch in Zukunft so fluppt wie jetzt und wenn dem so ist, wechselt CachyOS von der dritt SSD auf meine Primäre ;)


Update nach ~10 Monaten:
Es läuft und läuft und läuft. Ich war noch nie so zufrieden mit einem OS! :bier:


Ich hoffe ich konnte einigen die mit dem Gedanken spielen Linux eine Chance zu geben hiermit erreichen und ein wenig die Zweifel zerstreuen. Wenn ich das als "Windows Poweruser" schaffe, dann schafft das jeder ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab das auch mal auf eine externe SSD installiert, bekomme aber leider die Kanäle meiner SBX AE-5 Plus in 5.1 nicht richtig geroutet. Da stimmt nur vorne R/L, sonst nix.
Der Alsa-Mixer oder reJack (oder wie das heißt) hat leider nix gebracht. Da hab ich nach knapp zwei Stunden meinen Versuch abgegrochen.
 
probier mal LACT, dort kannst du auch den Takt etc der Grafikkarte anpassen und auhc einen fixen Wert vergeben.
Anscheinend undervolted man mit nem Mix aus Taktoffset und einem fixen Wert, das hab cih aber noch nicht bei meinem LAptop ausprobiert, bei dem weiß ich das nicht viel geht.
 
Ich weiß nicht ob du schon gemerkt hast das man mit paru auch Programme suchen kann. Zum Beispiel liefert der Befehl paru browser alle Pakete mit dem Begriff browser aus den Repos und dem AUR. Dabei stehen die Treffer aus den offiziellen Repositories stets an erster Stelle, gefolgt von den AUR-Ergebnissen.

Für eine bessere Übersicht empfiehlt sich das Aktivieren der Option BottomUp in der Konfigurationsdatei paru.conf. Durch das Entfernen des # vor dem Eintrag wird der erste auswählbare Eintrag direkt über der Eingabezeile im Terminal angezeigt, was das Navigieren in langen Listen erleichtert.

Generell ist es nicht notwendig, mehrere AUR-Helper parallel zu verwenden. Sowohl paru als auch yay erfüllen dieselben Grundfunktionen, unterscheiden sich jedoch in der Bedienung und Funktionsweise. Es reicht in der Regel aus, einen der beiden zu nutzen.

Nach der Installation von Paketen aus dem AUR sollte das System mit dem jeweiligen AUR-Helper – also beispielsweise paru -Syu oder yay -Syu – aktualisiert werden. Der Befehl pacman -Syu updatet nur Pakete aus den offiziellen Repositories und lässt AUR-Pakete außen vor.
 
Danke für deinen Artikel. Ich habe noch ein paar Sachen deiner Anleitung mitgenommen, die mir so noch nicht bewusst waren. :daumen:
Ich bin auch seit über einem Jahr auf CachyOS und sehr zufrieden.
Zuvor nutzte ich Nobara, ist auch okay aber fühlt sich nicht so rund wie CachyOS an.
Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß damit.
 
@Jaffech du Tier! :daumen::D

Krasser Bericht.

Shader pre-caching: ich habe es seit einem Jahr oder mehr aus auf meinem Gaming-PC.
(Glaube es war Gardiner Bryant in irgendeinem News-Update zu Proton oder Mesa -oder war es ein neuerer Kernel? :ka:, der berichtete, dass Shader pre-caching damit nicht mehr so ins Gewicht falle und weitestgehend obsolete sei). {Edit: wir hatten es dann später nochmal davon und ich habe die Quellen wiedergefunden, hier der -> Link zum Beitrag weiter hinten, und -> hier noch}
Probier's mal aus. Bei starker Hardware könnte sein, dass Du gar keine hick-ups verspürst und so die ständigen Steam-downloads vermeiden kannst.
Und wenn's doch hakelt, machst es wieder an ;)



Das erste was mir aufgefallen ist, dass wenn ich beim schreiben "^^" benutzen möchte, muss man anders als bei Windows 4x auf ^ drücken um ^^ zu bekommen. Kleine umgewöhnung, aber nicht weiter tragisch.
Das hat sogar einen praktischen Grund: evtl. will ich ^ nicht alleinstehend verwenden, sondern so wie ´ und ` in Verbindung mit einem Buchstaben. ^ + o = ô, wie in Hôtel, être. Oder hier: Déjà-vu. GEIL!
Oder es führt andere Umwandlungen aus, z.B. ^ + Zahl = "hochgestellter Exponent" -> a + ^ + 2 = a²

Um ein alleinstehendes ^ auszugeben, drückt man die Eingabe erneut, also 2x hintereinander.

Aber ja, du kannst Dir auch ein Macro für häufig verwendetes ^^ schreiben, das erkennt, wenn du 2x hintereinander ^ eingibst und dann direkt ^^ ausgibt :daumen:
(Frag mich aber nicht, was Du jetzt machst, wenn du nur ein einzelnes ^ haben willst ... Macro und dann wieder ein Zeichen löschen?)
 
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Das klingt wirklich interessant, soweit ich gelesen habe geht auch Dolby Atmos, wie es mit HDR aussieht bei CachyOS finde ich nichts und Fortnite geht immer noch nicht oder? Habe es nur um mit meinen Söhnen zu spielen, aber da will ich auch nicht drauf verzichten.
DualBoot mach für mich keinen Sinn, da die anderen Dinge unter Windows ja auch laufen und ich keinen nutzen von zwei OS hätte.
Ein paar Schritte nur noch und Linux könnte auf einen Schlag mein Main OS werden, damit hätte ich kein Problem und wenn alles nötige für einen läuft, gibt es eben keinen Grund mehr für Windows, meiner Meinung nach.
 
Das erste was mir aufgefallen ist, dass wenn ich beim schreiben "^^" benutzen möchte, muss man anders als bei Windows 4x auf ^ drücken um ^^ zu bekommen. Kleine umgewöhnung, aber nicht weiter tragisch.
Schau mal über localectl (oder dem GUI Ding für die Tastatureinstellungen), welche Variante du zu deinem Layout gewählt hast. Da gibt es die nodeadkeys Varianten, die nicht auf die Eingabe eines weiteren Zeichens warten, um so z.B ô zu tippen. Wen das stört, der kann einfach eine andere Variante ausprobieren. Ich finde es super.

Was ich jedem auch nahe legen kann, wenn man sich schon in den Einstellungen der Tastatur umsieht: Den Compose Key auf Capslock legen. Da niemand Cpt. Capslock mag, ist die Taste völlig überflüssig und kann einem besseren Nutzen erfahren. Mit Compose kann man easy Zeichen tippen indem man ein ungefähres Ebenbild aus mehren Zeichen zusammenstellt. So wird aus (R) bei vorheriger Compose Aktivierung ® oder aus Compose T M -> ™. Alt Gr schaltet die dritte Tastaturebene frei und selbst das kann man noch mit Shift kombinieren. Vieles, was man überhaupt nicht braucht, aber ein cooles Feature,

Code:
$ localectl
System Locale: LANG=en_US.UTF-8
    VC Keymap: de-latin1-nodeadkeys
   X11 Layout: de
  X11 Variant: nodeadkeys

Schön Artikel jedenfalls. Ich hatte auch mal überlegt, wenigstens Teile wie den Kernel von Cachy auszuprobieren in der Hoffnung, dass das Memory Pressure Verhalten besser wird oder IO Timeouts/Blockaden in Verbindung mit NFS sich irgendwie anders verhalten. Mein System erkennt oftmals nicht, dass ich das WLAN gewechselt habe und jetzt mein Server mit dem NFS Share nicht mehr da ist. Da er trotzdem etwas von dort abrufen will, wartet man ewig, bis man den Mountpoint händisch mit force abreißt.

DualBoot mach für mich keinen Sinn, da die anderen Dinge unter Windows ja auch laufen und ich keinen nutzen von zwei OS hätte.
Ich kann dir aus mehrmaliger Erfahrung sagen, dass du niemals 2 Betriebssysteme mit gleich viel Liebe benutzen wirst. Bis es Klick macht und du sagst: "Ich habe unter Linux alles, was ich brauche und ich boote jetzt auf WIndows, weil ich ein Spiel spielen will" und du danach den Wunsch verspürst, wieder zum Linux zu wechseln anstatt dein Windows wieder herzurichten, damit du es nicht musst, dann hast gewonnen.

Dual Boot bietet dir die Möglichkeit auf Windows zurückzugreifen. Sobald man sich aber mit den Linux Tools so sehr verdrahtet hat und darauf eingestellt hat, dass man LibreOffice Writer statt Word benutzt und Thunderbird anstatt Outlook und Dateisynchronisation über andere (vielleicht dezentrale Wege) wie Syncthing passiert, dann bleibt man da. Viele Tools wie Gimp, Libreoffice, Browser, Discord, Audacious, IntelliJ Produkte usw. gibt es sowohl als Windows als auch als Linux Variante. Man muss sie finden und nutzen. Nix mehr mit Photoshop unter schwarzer Flagge.
Aber auch ganz klar: Man wird an seine Grenzen stoßen. Adobe Produkte sind nicht nur teuer sondern auch ziemlich mächtig. Das kann man sicher auch mit Linux Tools nachbauen, aber da liest und bastelt man vermutlich einige Wochen und Monate. :)
 
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Werde Cachyos auch als Hauptsystem auf meinem Lenovo Thinkpad E14 gen2 nutzen, die 2TB WD 7100 kommt aber erst morgen. Auf der 512 GB Hersteller SSD bleibt Windoof 11 wenn man doch mal windows braucht.
Auf meinem Uralt Laptop hab ich Manjaro drauf, ist nur doof das alle vier Wochen 1,1 GB Updates kommen - werde da vermutlich auf Linux-Mint wechseln, da das nur ein Notrechner wo ich nur einmal bis zweimal im Jahr updates machen will und das mit Archlinux nicht geht.

Weiß einer wie oft man mindestens im Jahr Archlinux updaten muss, wenn man keine Probleme mit den Rolling Release bekommen will?
 
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Das klingt wirklich interessant, soweit ich gelesen habe geht auch Dolby Atmos, wie es mit HDR aussieht bei CachyOS finde ich nichts und Fortnite geht immer noch nicht oder? Habe es nur um mit meinen Söhnen zu spielen, aber da will ich auch nicht drauf verzichten.
DualBoot mach für mich keinen Sinn, da die anderen Dinge unter Windows ja auch laufen und ich keinen nutzen von zwei OS hätte.
Ein paar Schritte nur noch und Linux könnte auf einen Schlag mein Main OS werden, damit hätte ich kein Problem und wenn alles nötige für einen läuft, gibt es eben keinen Grund mehr für Windows, meiner Meinung nach.
HDR hab ich mit KDE Plasma 6 getestet, das funktioniert und müsste auch die Verson von CachyOS sein. Wenn auch zugegeben mit ein bisschen Gefrickel weil ich Gamescope benutzen musste.
Bei Fortnite sieht's wegen AntiCheat leider schlecht aus, da wirst du um Windows aktuell leider nicht herum kommen.
 
Ich bin ganz ehrlich:
Beim Lesen der Anleitung bin ich im Geiste direkt wieder zu faul mich von Windows 11 zu trennen, vor allem mit einem Kleinkind im Haushalt.
Ich habe auch gerade keine Radeon im Rechner oder funktionieren Arc GPUs wider erwarten gut unter Linux?
:kaffee:
Falls ich es doch mal probieren will, schaue ich hier vorbei. Vielen Dank für die Mühe und die Infos.
 
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Sehr schön.
Bin auch gerade vor wenigen Tagen umgestiegen.

Ich habe BAUH als Paketmanager dazu installiert, war eine Empfehlung eines Youtubers.
Da kann man sogar Flathub und alles anderes mit integrieren und sieht dann mitunter mehrere Programmversionen aus den unterschiedlichen Quellen.
Macht z.b. bei Office und Gimp einen Unterschied bei einigen Distributionen.
Als Updatemanager nehme ich natürlich den mitgelieferten Octopi, der findet jeden Tag etwas, sollte man einmal wöchentlich machen, bevor zu viel auf einmal kommt.
Bei den Flatpas muss man wissen, dass das Sandboxinstallationen sind, wo alles mitinstalliert wird, was es an Abhängigkeiten gibt.
Vorteil: man kann sich nichts zerschießen
Nachteile: mitunter astronomisch hoher Datenverbrauch, wenn zB Gnome als Oberfläche auch noch mit heruntergeladen wird (hatte das als Beispiel im Video mit über 3GB statt wenige MB gesehen!).
Auch wurde schon bei Youtubern berichtet, dass man damit nur 99,99% Kompatibilität zu allen Funktionen hat.
Es wurde da etwas gesagt, was nicht absolut reibungslos wie gewöhnt geht, aber das weiß ich nicht mehr.

Treiber für meine Logitech Tastatur, ASUS Mainboard, Razer Maus:
openrazer - Treiber für Razer Eingabegeräte
Razergenie - Razer Eingabegeräte wie Maus und Tastatur konfigurieren
OpenRGB - Beleuchtung von Mainboard, Tastatur und Maus am PC konfigurieren

weitere Eingabegeräte im Video hier:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

gparted - Partitionieren & Festplatte klonen (war das nicht dabei??)
CUPS - Druckertool & Treiber (kann man in Cachy auswählen)
system-config-printer - Druckeinstellungen & Cups-Konfigurationswerkzeug (hab damit meinen Lexmark Drucker ganz einfach installiert, hab bei Cachy nichts gesehen)
 
Ich bin ganz ehrlich:
Beim Lesen der Anleitung bin ich im Geiste direkt wieder zu faul mich von Windows 11 zu trennen, vor allem mit einem Kleinkind im Haushalt.
Ich habe auch gerade keine Radeon im Rechner oder funktionieren Arc GPUs wider erwarten gut unter Linux?
:kaffee:
Falls ich es doch mal probieren will, schaue ich hier vorbei. Vielen Dank für die Mühe und die Infos.
Ja, das kann ich nachvollziehen, aber es liest sich schlimmer, als es wirklich ist. Jaffech hat eine NVIDIA GPU und der aktuelle Treiber wird von Cachy direkt installiert. Man muss nichts zusätzlich machen. Viele Dinge macht er für seinen speziellen Anwendungsfall. Das ist nicht für jeden zwingend nötig, z.B. UV oder die Anzeige der Frames im Spiel.
Da reicht evtl. die Eingebaute Anzeige in Steam fürs erste.

Ich würde es anfangs auf einer Extra SSD testen. Man muss sich ja nicht sofort von Windows trennen.
Ich habe vor einiger Zeit Manjaro installiert. Die Installation + Updates & Steam/Discord/Lutris Installation hat ca. 20 Minuten gedauert. Viel länger wird es bei CachyOS nicht dauern, wenn überhaupt. :)

Einfach loslegen!
 
Ich bin ganz ehrlich:
Beim Lesen der Anleitung bin ich im Geiste direkt wieder zu faul mich von Windows 11 zu trennen, vor allem mit einem Kleinkind im Haushalt.
Ich habe auch gerade keine Radeon im Rechner oder funktionieren Arc GPUs wider erwarten gut unter Linux?
:kaffee:
Falls ich es doch mal probieren will, schaue ich hier vorbei. Vielen Dank für die Mühe und die Infos.
Ja, der Text ist teilweise wie im Linux Kompendium vor 30 Jahren. ^^
Das liegt daran, dass er die KI befragt hat, die haut natürlich sowas raus.
Ist natürlich gut, wenn man das Terminal und die Befehle kennt, aber ist ja nicht immer notwendig oder die einfachste Möglichkeit.
Einige Dinge gehen viel einfacher, wenn man die grafische Oberfläche wie sonst auch verwendet, man muss nicht alles im Terminal machen.
So wie bei Windows halt, nicht jeder Nutzer verwendet das Terminal um durch Ordner zu wandern und dann etwas auszuführen, sondern den Dateimanager.
Ich habe absolut noch nichts mit Pacman Dingsbums gemacht und ich zocke wie mit Windoof.
Auch mein Proton ist anscheinend von selber topaktuell.
Einfach Spielepaket per One-Klick im Willkommensbildschirm nachinstallieren, fertig.
Steam starten, in den Optionen den Haken setzen, dass man alle Spiele mit Linux spielen will, und es läuft.
Ohen den Haken müsste man bei jedem Windows Spiel erst bei den Optionen Proton zuordnen, damit der Installationsknopf kommt.
Spiele von außerhalb füge ich wie sonst auch unter Steam hinzu, aktiviere dann dort die Kompatibilität, Daumen drücken, loslegen.
Ein paar spezielle Dinge kann man machen, wenn es Probleme gibt.
Z.B. müsste ich herausfinden, wie man die Präfixe handhabt, wenn ein Windowsspiel gewisse Dinge bezüglich Runtimes anfragt, wo er was nicht findet.
Wer das gratis Horrorspiel von Indiegala.com ans Laufen bekommt, sollte das hier mal als Anleitung posten, danke.
Vielleicht für Lutris und Steam, falls beides funzt.
Ich denke, das als Beispiel würde sehr vielen Leuten nutzen können.
 
ChatGPT mag scheinbar das Terminal extrem gerne. ;)
Nicht verwunderlich, weil es ja vermutlich großteils aus Online-Tutorials trainiert wurde, aber mir sind einige Sachen aufgefallen, die ich auf einem Desktopsystem jetzt nicht in der Console erledigt hätte. Pakete installiere ich da z.B. grafisch und auch Textdateien editiere ich in der Regel einfach mit einem grafischen Editor.

Falls dich dieser Hintergrund bei MangoHUD genau so stört wie mich, kannst du den mit background_color=000000 und/oder background_alpha=0 auch deaktivieren. Bin grad nicht sicher, welchen der Werte man braucht und ob man beide braucht, aber da MangoHUD ja on-the-fly auf die Änderungen reagiert, sollte sich das ja leicht rausfinden lassen. Das ist so ein Überbleibsel aus der Zeit, bevor der Font die Umrandung bekommen hat.

Bei dem Steam-Caching kann ich mich @G4mest3r nur anschließen. Da ist irgendwas buggy und er lädt die Files ständig neu runter und will die dann auch noch aufwändig verarbeiten. Normalerweise sollte das nur nötig sein, wenn sich der Grafiktreiber ändert. Die Hintergrundverarbeitung wird schnell zu einem ziemlichen Stromfresser und mit einer weniger potenten Kühlung auch einem akustischen Störfaktor und leider kann man die Verarbeitung vor dem Starten eines Spiels nicht automatisch überspringen. Wäre ja schon sinnvoll, die während dem Spiel verarbeiteten Shader zu speichern. Allerdings erledigt das der Grafiktreiber oder teilweise auch das Spiel eigentlich eh automatisch, der Cache ist aber oft standardmäßig deutlich kleiner, als das, was Steam da beansprucht, aber einen Unterschied in der Performance kann ich nicht feststellen. Bei AMD-Karten kann man den Cache per Umgebungsvariable vergrößern. Default ist 1 GB, ich habe ihn auf 64 GB vergrößert, der entsprechende Ordner ist aber trotzdem nur 650 MB groß. ;)
Auch mein Proton ist anscheinend von selber topaktuell.
Die Frage ist ja auch, ob es das wirklich sein muss. Ich nutze in aller Regel einfach das Proton 9, das bei Steam mitgeliefert wird und Proton 10 steht da ja auch schon in den Startlöchern.
 
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