Danke für den Tipp mit Davinci Pro. Das allmächtige Arch AUR
hält Pakete dafür bereit. Vielleicht etwas zu viel für einen Hobby Video Produzent, aber erfreulich, dass eine solch mächtige Software verfügbar ist.
Wenn mensch von Windows zu MacOS wechselt, muss mensch sich auch umstellen, sich je nach Interesse neue Software installieren und Bedienung von ihr lernen. Mit Linux ist das nicht anders. Zumindest ist Linux FOSS und schnüffelt nicht in den eigenen Daten herum und das sind doch mal sehr sympathische Unterschiede, finde ich.
Als MacBooks irgendwie zum Trend wurden, hat man sie ja gerne als 2000 $ Facebook Machine bezeichnet, weil Leute ein elendig teures Notebook hatten und damit nur auf Facebook gesurft haben (duh). Also effektiv einen Browser verwendet haben. Browser sind ohnehin die neue Abstraktionsschicht und man kämpft ja inzwischen um Horizontal vs Vertical (Desktop vs Phone). Da erkennt man auch so langsam den Durchbruch der Smartphones, die einen Desktop Computer oder Laptop einfach ersetzen. Bedauerlich, aber das ist die Realität. Leute machen ihre Fotos und Videos, packen ihre Effekte und Filter mit wenig Aufwand darauf und schon landet es in den Weiten des Social Media Netzwerke.
Apple hat es mit der doch sehr nahtlosen Integration vorgemacht und Microsoft eifert mit seinen ganzen Altlasten hinterher und bringt irgendwie den Phone-Style mit App Store, Berechtigungssystemen und modernen, touchfreundlicheren Oberflächen, die auch informationsärmer sind, in ihre Betriebssystem. Seit Jahren wird ja die gesamte Systemsteuerung in diese moderne Oberfläche umgewandelt und vereinfacht.
Das mag die Zugänglichkeit erhöhen, aber nimmt auch einige coole Dinge oder Detaileinstellungen weg. Linux bietet ja gerne zu extrem viele Einstellungen und Optionen an, die teilweise nicht (so) funktionieren oder der Benutzer wirklich wissen muss, was diese Option bewirkt. Aber so nutzt man die vielen Features der Hardware ggfs. auch mal aus oder versteht ein paar Hintergründe. Das kann manchmal etwas frustrierend sein, wenn etwas out of the Box nicht funktioniert, aber ein bisschen basteln gehört einfach dazu.
Naja, es gibt auch gute Gründe, um diverse Software wie Adobe so weit wie möglich einen Bogen zu machen und sich nicht von den deren Geschäftsgebaren (Abo) abhängig zu machen.
Abo Modelle sind eine Goldgrube. Das hatte Jamba anscheinend Mitte 2005 mit seinen Klingelton Abos schon erkannt. Ein regelmäßiges Einkommen lohnt sich. Geringere Einstiegskosten anstatt tausende Euros auf einen Schlag holt auch "klein" Leute zur eigenen Software und trainiert sie darauf. Photoshop, Premier und Aftereffects waren ja irgendwie DIE Programme für visuelles Zeug.
Klar muss die Entwicklung von Software finanziert werden. Da wundert es niemanden, dass da jemand ein Geschäft wittert. OpenSource wirkt ja leider oftmals nicht so ganz aus einem Guss - oder man kombiniert sich XFCE oder Gnome Anwendungen in seine KDE Welt. Funktioniert im Prinzip, hat aber auch seine Tücken.
Aber auf Hobby Level kann man mit den offenen Alternativen wunderbar arbeiten. Und wenn man mal weiter schaut, wie viel Software unter der Apache Foundation läuft und sich den Grad der professionellen Features anschaut, merkt man, dass quelloffene Software auch ein Geschäftszweig ist – und selbst darauf kann man noch ein Abo oder Subscription Modell mit Supportverträgen bauen. Und viel von dem Zeug ist auch einfach in den Paketmanagern der Distros verfügbar, falls man sich mal ein paar Empfehlungen von einer KI für seinen Automatisierungs-/Datenverarbeitungs-Fall ausspucken lässt.