Hast du vielleicht irgendwelche Quellen oder eigene Messungen? Wenn das wirklich so ist, will ich es nicht abstreiten. Das würde mich mal interessieren.
Eigene Messungen? Du überschätzt mein Interesse an dem Thema und meine Fähigkeiten bzw. meine Ausrüstung.
Ich kann in erster Linie auf meine Hörerfahrung verweisen, die (während des Studiums) durch DBTs untermauert wurde. Damals haben wir verschiedene Player (diverse Denon DVD Spieler, ein TagMcLaren Laufwerk und was weiß ich noch) an meiner Prozessorvorstufe angehört. Das Ergebnis war verblüffend eindeutig, die Trefferquote sehr hoch und die folgenden Anschaffungen teurer als ursprünglich geplant...
Der technische Unterbau ist mir nicht zu 100% klar, das gebe ich gerne zu. Wobei ich nicht alles verstehen muss - wie ein Computer funktioniert verstehe ich auch nur rudimentär, kann ihn aber ganz gut bedienen...
Wobei, so ganz ahnungslos bin ich dann doch nicht. Das Thema Jitter wird allenthalben als Hauptverursacher von Klangunterschieden digitaler Quellen genannt. Dagegen gibt es mittlerweile diverse Strategien, die z.T. so wirksam sind, dass der Einfluss der Quellen sehr viel geringer ist als noch vor einigen Jahren.
Das Argument, dass im PC auch die allerbilligste Komponente Daten zuverlässig übertragen kann ist übrigens keines. Im PC ist die Zeitkomponente völlig egal, es kommt nur darauf an, dass die Einser und Nuller in der richtigen Reihenfolge ankommen. Die Zeitkomponente ist da wurscht - genau die führt aber eben zum Jitter.
Zu Jitter habe ich hier schon vor einigen Seiten etwas geschrieben und will es jetzt nicht alles wiederholen. Nur so viel, die Größe des Jitter misst man im Analogsignal, des Wandlers / Players! Schon alleine dadurch sollte klar sein, dass er Einfluss auf das Ergebnis einer D/A hat.
Auch das Thema Digitalkabel, was ja gerne als Voodoo abgetan wird, ist z.B. unter Fachleuten, die sich weitab des Audiobereiches mit digitaler Übertragung beschäftigen eines. Gerade die optische Verbindung Toslink, die ja gerne im PC Bereich verwendet wird ist nicht optimal. Da ist der Stecker nicht 100% lichtdicht (was zu Einstreuung führen kann) und das Fasermaterial minderwertig (echte Glasfasern sind das praktisch nie / Brüche, Knicke, Unregelmäßigkeiten führen da zu Reflektionen).
Dadurch wird zwar aus einer Null keine Eins, aber stören tuts den Wandler halt schon. Hintergrund ist, dass das analoge Signal mit dem eine digitale Übertragung nunmal stattfindet ziemlich hochfrequent sein muss um dem Wandler die Erkennung der möglichst steilflankigen Übergänge im Signal zu ermöglichen. Jedwede Störung im Takt, durch Reflektionen (Wellenwiderstand ist bei drahtgebundener Übertragung z.B. wichtig), Einstreuungen und was weiß ich, führen dazu, dass dieser Übergang für den Wandler unschärfer und das Signal damit weniger steilflankig wird. Dadurch kommt der aus dem Takt weil die Erkennung eben nicht zum ideal richtigen Zeitpunkt stattfindet und Jitter ist entstanden...
So jetzt hab ichs doch nochmal erklärt, weil ich grad so schön im Schwung war...