Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

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AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Eigentlich ist doch Silber der beste Wärmeleiter. Weiß nicht, was Gold für Vorteile hätte...

Silber = 418 λ (W/(m*K))
Kupfer = 380 λ (W/(m*K))
Gold = 295λ (W/(m*K))
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Das ist doch Schwachsinn. Wozu teures Gold nehmen, wenn Kupfer viel billiger ist und eine höhere Wärmeleitfähigkeit besitzt.
Eigentlich ist doch Silber der beste Wärmeleiter. Weiß nicht, was Gold für Vorteile hätte...

Silber = 418 λ (W/(m*K))
Kupfer = 380 λ (W/(m*K))
Gold = 295λ (W/(m*K))
Die Idee hier war ja eher, dass Gold 1. relativ wärmeleitend, aber 2. auch relativ weich ist. Nur eben nicht weich genug, um als Wärmeleitpaste zu fungieren.
gRU?; cAPS
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Eigentlich ist doch Silber der beste Wärmeleiter.
Darum geht es aber nicht. Um Wärmeleitung von Feststoff A (z.B. CPU) zu Feststoff B (z.B. Kühlerboden) zu bekommen, muss es direkten Kontakt von Elektronen geben. Man kann Flächen nun poliren wie man will, im Nanometerbereich bleibt es immer eine "Berg- und Talbahn". Und genau diese immer vorhandenen Unebenheiten muss ein möglichst flüssiger Stoff mit hoher Adhäsion ausgleichen. Darum ist Zahnpasta besser als Blattgold.

Alternativ bleibt nur ein flüssig werdendes Metall, was als intermetallische Phase in beide Festkörper eindringt, auf gut deutsch gelöst wird, und so zu einer hohen Kontaktfläche führt, allerdings mit dem Preis der Unlösbarkeit.

@Torsten,
übrigens bekommt man 100 x 100 mm Blättchen für 2,-€, zumindest, wenn man 100 Stk davon abnimmt. Goldschmiede haben so etwas rumfliegen und verkaufen auch einzelne Blättchen.
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Wenn ich Gold dazwischen klemmen will, kann ich mir das doch gleich sparen. Gold wird kaum so weich sein und dass es entstehende Lücken zwischen Spreader und Kühler schließt, eher reißt es neue auf.
Und ein paar µm dickes Goldblatt dürfte ohnehin zu wenig sein.
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Das ist doch Schwachsinn. Wozu teures Gold nehmen, wenn Kupfer viel billiger ist und eine höhere Wärmeleitfähigkeit besitzt.

Weil man Kupfer nicht so dünn walzen/hämmern kann wie Gold und weil man das Kupfer vermutlich mit dem großen Lufthammer hin die feinsten Ritzen quetschen müßte, die CPU und der Kühlkörper sind danach wohl nur noch Brösel.

Eigentlich ist doch Silber der beste Wärmeleiter. Weiß nicht, was Gold für Vorteile hätte...

Man kann es extrem dünn hämmern, sodass die schicht nur so dick ist wie benötigt. 1/10 mm Silber hat z.B. einen um Welten höheren Wärmeleitwiderstand als wenige µm Gold, die exakt in die Unebenheiten paasen, aber nicht mehr. An dem Problem sind sehr viele Alternativen gescheitert, wenn es zu dick wird, dann nutzt der beste Wärmeleitkoeffizient nichts. Außerdem kriecht es verhältnismäßig leicht in jede Ritze. Wobei die Drücke für PC Kühlungen enorm sind und wohl jedes Board zerstören dürften.

Am besten kriecht Silber, in Kernkraftwerken verschließt man damit die Reaktordeckel gasdicht. Mit dem billigerem Aluminium gab es mal bei den Castorbehältern großen Ärger, Aluminium hat eine Korundoberfäche und damit kann man sogar Stahl verkratzen, das war es dann mit der Gasdichtigkeit.
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Manchmal verzweilfe ich schon, und denke 'Haben die alle in Physik gepennt?'
Dieser Thread lässt mich wieder aufatmen, Danke :hail:
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Gold hat keine guten Wärmeleitfähigkeiten - sondner dient eher zum Abschirmen / Reflektieren der Hitze.
Gold wir nicht umsonst im Rennsport als Wäreabschirmung an Kühler usw. verbaut ;-)

Also Finger weg :daumen2:

Gruß,
Phoenix
 
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Etwa so sieht eine Aluminiumoberfläche unterm Eletronenmikroskop aus. Kupfer, Silber, Gold wird ähnlich sein.
Das Bild dient nur zur Veranschaulichung. Eine polierte Fläche ist da etwas glatter, enthält aber auch reichlich Lücken.
Wichtig ist nur, daß wenn man 2 dieser Oberflächen zur Wärmeübertragung sinnvoll verbinden will, die Zwischenräume befüllt werden damit keine Luft (einer der schlechtesten Wärmeleiter überhaupt) an den Stellen ist. Selbst Zahnpasta ist sehr wirkungsvoll, wenn auch nicht ideal.
 
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AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Eher geeignet und billiger wäre Zinn weil es noch wesentlich weicher ist als Gold. Wirklich brauchbar ist es aber nicht.

Relativ gut geeignet wären auch Alkalimetalle, Cäsium hat etwa eine beinahe pastöse Konsistenz. Ihre hohe Reaktivität mit dem Luftsauerstoff schließt ihre Verwendung aber aus.

Es gibt aber auch einige Metalllegierungen die brauchbarer sind und die ebenfalls so weich sind das sie eine pastöse Konsistenz aufweisen. solche "Flüssigmetall-" Wärmeleitpasten gibt es aber schon...
 
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Gold hat keine guten Wärmeleitfähigkeiten - sondner dient eher zum Abschirmen / Reflektieren der Hitze.
Gold wir nicht umsonst im Rennsport als Wäreabschirmung an Kühler usw. verbaut ;-)

Also Finger weg :daumen2:

Gruß,
Phoenix

Nicht ganz, immerhin ist Gold ein besserer Wärmeleiter als Aluminium. Zum Einsatz im Rennsport und aus welchen Gründen kann ich Dir nicht sagen..vielleicht weil es nicht korrodiert.

In einer Wärmeleitpaste wäre Gold sicher sehr gut, nur sehr teuer und dazu elektrisch leitend. Guck Dir mal an wie bei vormontierten Kühlkörpern WPL verwendet wird, nicht selten sind elektrische Bauteile quasi eingegossen. Das ist dann auch das gefährlichste an Liquid Metal...
 
AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Eher geeignet und billiger wäre Zinn weil es noch wesentlich weicher ist als Gold....
Die Flächenpressung zwischen CPU und Kühler liegt irgendwo bei 0,1-1 N/mm², da fließt kein Metall.
Wenn, könnte man es mit Amalgam versuchen. Das wäre sogar fast mal einen Versuch wert, denn mit
geschliffenen Kupferflächen von Die und Kühler könnte das perfekt werden. Ausprobieren, vieleicht
auch nur ein Tropfen Quecksilber und dann gut ablüften, also sehr gut Ablüften und lange....

Zum Einsatz im Rennsport und aus welchen Gründen kann ich Dir nicht sagen...
Weil es leicht ist, da so extrem dünn.
 
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AW: Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche

Gold hat keine guten Wärmeleitfähigkeiten - sondner dient eher zum Abschirmen / Reflektieren der Hitze.
Gold wir nicht umsonst im Rennsport als Wäreabschirmung an Kühler usw. verbaut ;-)

Also Finger weg :daumen2:

Gruß,
Phoenix

Das ist aber eine optische Eigenschaft. Genauer reflektiert Gold 98% der Infrarotstrahlung, also Wärme. Daher kommt es wegen seiner optischen Eigenschaften als Wärmeisolator zum Einsatz.
 
Es muss 1,5h halten, da interessiert Korrosionsbeständigkeit weniger. Rennstrecken werden auch im Winter nicht gesalzen. :D
Aber,aber,aber die..
Ist mir eigentlich auch egal, Gold ergibt unter einem Kühler keinen Sinn, erst recht nicht in fester Form ;)

Das ist aber eine optische Eigenschaft. Genauer reflektiert Gold 98% der Infrarotstrahlung, also Wärme. Daher kommt es wegen seiner optischen Eigenschaften als Wärmeisolator zum Einsatz.

Wusste ich auch noch nicht, danke:daumen:

Daher der Einsatz im Weltraum (Satelliten und Co), hab das bisher nie hinterfragt.
 
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