News Gefährliche Wärmeleitpaste: Amech STG-4 ätzt CPU und Kühler an

PCGH-Redaktion

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Die südkoreanische Wärmeleitpaste Amech STG-4 ist zwar vergleichsweise günstig, hat dafür aber offenbar ein großes Problem: Sie setzt Essigsäure frei. Dadurch können die anliegenden Metallflächen dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Also so etwas darf mal so gar nicht passieren! Und die Reaktion des Herstellers find ich fragwürdig, ich meine, sollten die nicht zumindest eine Untersuchung einleiten? Ich verwende für meinen Ryzen 7 5700X3D und den Arctic Freezer 36 Thermal Grizzly Kryonaut Wärmeleitpaste. Das nächste Mal verwende ich dann ziemlich sicher Thermal Grizzly Duronaut WLP
:-)
 
Da stelle ich mir die Frage ob das potenziell Gesundheits gefärdent sein kann wenn essigsäure austritt.

Ich kaufe wenn dan auf so "Marken" Pasten die langjährig am markt vertreten sind. Wie oben erwähnt eins von einigen anderen pasten.
 
Omg, mmmh, naja jedenfalls hinterlässt die WLP einen bleiben Eindruck.
C2H4O2 macht gut sauber, was man ja von Carbonsäuren auch erwarten kann. Nur in einer WLP hat so etwas nichts zu suchen, da Säuren und Metalle unterschiedliche Gase bei der Reaktion freisetzen und in bestimmten Fällen gesundheitsschädlich sind. Bei günstigen WLPs kann man auch nicht viel erwarten, wenn es um P/L geht.
 
Ich benutze momentan einen Cryo Sheet und bin mehr als zufrieden. Ich hasse dieses Wärmeleitpastengestreiche. "Einfach eine kleine Fingerkuppe", "vorher spreaden", "ach, verstreichen ist unnötig", "mach ein x", "mach ein y", "mach 5 Augen", "kannst auch Zahnpasta nehmen".

Ich habe noch nicht so häufig neue Wärmeleitpaste aufgetragen. Das ist vielleicht gerade mal im zweistelligen Bereich. Trotzdem habe ich die Nase gestrichen voll davon. Ich kriege das einfach nicht so hin, dass es gut wird.

Ach ja, zum Thema: Wer nimmt denn so no-name Kram, wenn die Hardware momentan zum Investment mutiert, wo der Wert über Zeit manchmal steigt...?
Igor hatte übrigens vor genau sowas gewarnt:


Ein Essiggeruch in einer Wärmeleitpaste weist in der Regel darauf hin, dass die Paste auch Acetoxy-Silikon enthält. Dort gibt es Silizium-Atome, die mit Acetoxygruppen verbunden sind (Acetoxygruppen enthalten Essigsäure). [...] Dies ist ein häufiges Phänomen bei sehr günstigen Wärmeleitpasten auf Silikonbasis, wo bei der Aushärtung Essigsäure freisetzt, was wiederum den charakteristischen Essiggeruch verursacht. Diese Freisetzung von Essigsäure ist der Schlüssel, um die Vernetzungsreaktion zu starten, die dazu führt, dass das Silikon von einer pastösen in eine feste, order zumindest leicht gummiartige Form übergeht. Die Essigsäure hilft also dabei, das Silikon zu härten bzw. zu verfestigen und seine mechanischen Eigenschaften zu verbessern. [...] Und was ist mit den Konsequenzen? Die Paste könnte schneller beginnen auszuhärten, insbesondere wenn sie in einer Umgebung mit Luftfeuchtigkeit oder Wärme verwendet wird. Dies kann die thermische Effizienz verringern, da die Paste ihre Flexibilität verliert. Essigsäure kann in seltenen Fällen in Kontakt mit bestimmten Metallen (wie Kupfer oder Aluminium) leichte Korrosion verursachen, was aber langfristig durchaus problematisch sein könnte, insbesondere in empfindlichen elektronischen Geräten.

Viel mehr habe ich gerade nicht gelesen.
 
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Ich hasse dieses Wärmeleitpastengestreiche. "Einfach eine kleine Fingerkuppe", "vorher spreaden", "ach, verstreichen ist unnötig", "mach ein x", "mach ein y", "mach 5 Augen", "kannst auch Zahnpasta nehmen".
So kompliziert ist es nicht. Inzwischen wissen wir eben, das es beim spachteln nicht die besten Ergebnisse geben muss, im Gegenteil.

Im Prinzip geht alles, nur nicht zu wenig Paste oder zuviel Luft. Wen das total verunsichert, einfach einen großen Haufen machen.

Die Zahnpasta funktioniert, aber eben nur sehr kuze Zeit. Seit wir auch verlässliche Messwerte bekommen, wissen wir auch, das nicht jede Paste der Zahnpasta sehr weit überlegen ist. Die Physik, die Temperaturänderung und damit auch die physikalische Ausdehung aller Komponenten, verlangt ihren Tribut. Deswegen ist Romans Beste nun auch mit "Duro" zu haben, da sind die Temperaturen auch nach vielen Betriebsstunden und damit auch Zyklen von Auf- und Abwärmen noch erträglich und jeder Zahnpasta bei weitem überlegen.

Die Carbon-Matte ist genau da allerdings unschlagbar. Und sicher eine angenehme und empfehlenswerte Alternative, wenn es nicht nur um einen kurzen Benchmark oder jedes Grad geht.

Verstehe ich nicht, wieso nutzt man so einen Schmutz? Arctic 1,2.3.4 oder was wees ich...Romans Paste...alles total billiges Zeugs, was sind 10,20,30€ bei Hardware die in der Regel ggf. tausende kostet. Das sollte es doch einem Wert sein.
Igor hat ein internationales Publikum. Wenn ich nicht in Europa sitzen würde, warum sollte ich dann etwas anderes als DOWSIL kaufen? Was etwas wert und was eher wertlos ist, für jeden Konsumenten ist das nicht sofort nachvollziehbar, bei WLP schon gar nicht. Da moralisches Versagen zu unterstellen, ist völlig überzogen.

Noch vor ein paar Jahren war die Meinung nimm irgendwas, weil Ketchup fängt schnell das müffeln an. Und bei der richtigen Aufmachung, wie soll da denn jeder beurteilen können das da nicht 15W/mK-Superpaste drin ist. Oder es da einen Unterschied geben kann. Warum sollte ich genau da nur bestimmte Markenware kaufen? Die sich über den Globus verteilt auch noch im Angebot und Verfügbarkeit unterscheidet?
 
Einfach in das nächste, günstige Möbel"Fach"Geschäft gehen, da gibt es das Zeug kartuschenweise.
 
Ich habe jahrelang die Arctic MX 2 verwendet, und bin mit der immer gut gefahren. Allerdings bin ich vor einem halben Jahr zur Arctic MX 6 gewechselt, weil die wohl doch deutlich besser die Wärme leiten soll. Ein Unterschied ist mir in der Praxis allerdings nicht aufgefallen. Vielleicht ist dafür mein 7800X3D aber auch einfach zu sparsam, um da den Unterschied in der Praxis zu bemerken.

Und ich hatte mal auf zwei Intel CPUs, die ich geköpft hatte nicht nur unter den Heatspreader, sondern auch zwischen Heatspreader und Kühlerboden Flüssigmetall verwendet. Das mache ich garantiert nie wieder!
Das Flüssigmetall zwischen Heatspreader und Kühlerboden hat trotz überall nur vernickelter Oberflächen mit irgendetwas chemisch reagiert, ist hart und brüchig geworden und lies sich nur noch mit Gewalt von den betroffenen Oberflächen entfernen. Angeblich soll das auch mit Zitronensäure wegzuätzen sein. Aber das wusste ich damals noch nicht und habe das Zeugs tatsächlich mit feinem Schleifpapier mühsam abschleifen müssen :pissed:
Unter dem Heatspreadern ist das Flüssigmetall allerdings flüssig geblieben, so wie man sich das wünscht. Ich hatte extra nachgeschaut ;)
 
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Ich glaub, die haben in ihrer Produktionslinie versehentlich den Pfannenreiniger von Oma Ursula als WLP deklariert...

Eingebranntes kriegt man damit bestimmt gut weg. Da können sie demnächst noch ein Glitzi-Schwämmchen dazu packen. Dann ist das Angebot rund.
 
Dennoch weist du wie es gemeint ist...;););).
Najaaa, es lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln, wie durchdacht so ein Post auch bei den anderen Inhalten ist.
Soll heissen, es kratzt nicht an der Verständlichkeit, aber an der Glaubwürdigkeit respektive Objektivität.

Natürlich gibts da weit "schlimmere" Beispiele und nein, wir müssen das auch nicht weiter ausführen 😁.
 
Darf ich mal fragen, woran du das fest machst?
Ich habe einen Noctua NX 15 in einem Enthroo Pro 2 gehabt, das auf einem 5600x. Die Temperaturen waren unter Last mit aggressiven Kühlen von CPU UND Gehäuse ca. 15 Grad höher als jetzt. Ich habe jetzt mit dem Cryo Sheet ein Thermalright Grand Vision irgendwas in einem medium Fractal North, also afaik sind beide Sachen (Tower + Lüfter) schlechter als die Vorgängerhardware. Und trotzdem kriege ich die CPU selbst unter Stresstest nicht über 70° +- ein bischen. Davor war's über Anschlag, ich meine ca. 85°, wenn ich den Cap wegnahm (was, glaube ich, irgendwie ging). Es war für das, was hätte möglich sein sollen, einfach kacke. Und das liegt halt an meiner Inkompetenz, die Paste (war auch Cryo-Dings) da ordentlich zu verteilen. Da hat eigentlich keiner außer mir selbst Schuld dran.

So kompliziert ist es nicht. Inzwischen wissen wir eben, das es beim spachteln nicht die besten Ergebnisse geben muss, im Gegenteil.

Im Prinzip geht alles, nur nicht zu wenig Paste oder zuviel Luft. Wen das total verunsichert, einfach einen großen Haufen machen.
Ich hatte früher gröber Paste draufgeflakkt. Ich denke, dass es durchaus an Luft lag. Das Ding ist, dass ich beim Aufsetzen ständig rutsche, wenn das ein Lüfter (Noctua NX 15) ist, der es wert ist. Okay, kann passieren. Dann muss ich das aber auch fest am Mount / Mainboard schrauben. Und dann kommt da auch noch mehr Paste raus.

Im Prinzip nicht schlimm, aber ich muss dann den Prozess wiederholen. Ich kann nicht einfach da so eine Wurst hängen lassen. Also die Geschichte wieder, aber diesmal ist die CPU-Oberseite voller Paste, die erstmal wieder entfernt werden muss. Also muss ich die CPU ganz vorsichtig rausfummeln, da meine Mainboards die CPUs noch nicht so rausspringen lassen... Und dann tropft da Paste in den Sockel... Und dann habe ich ernsthaft keinen Bock mehr. Das passiert mir jedes 2. mal. Ich liebe Hardware, ich liebe PCs, ich liebe Software, Spiele, alles. Das Planen auch.

Nur das Zusammenbauen nicht.

Übrigens: Der NX 15 ist jetzt nicht mehr drin, weil der nicht in den Tower passt, ohne dass es besonders mies aussieht. Ich glaube, der passt auch einfach nicht mehr rein, ohne dass das Glas springt.
 
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Das nächste Mal verwende ich dann ziemlich sicher Thermal Grizzly Duronaut WLP
:-)
Die findet sich auf meinem 5800X3D. :)

Gut das wir unseren Igor haben und der sowas testet, das geht mal gar nicht und das die Hersteller gerne mal was behaupten, das nicht stimmt ist nun auch nicht neu...das hatten wir schon bei einigen WLPs.
 
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Reaktionen: etg
Weiss nicht wozu ihr „euren Igor“ für sowas benötigt.
Müsst euch ja die Tube nicht in die Nase schieben, aber so ein kleiner Geruchstest…!?

Und selbst wenn man jetzt zu so einer Tube gegriffen hat, kann man ruhig Blut bewahren.
Zeitnah wechseln, die verfärbungen sind kosmetischer Natur und die WLP wird sich schon nicht quer durch den ganzen PC ätzen.
Da ist Rauchen im gleichen Zimmer wahrscheinlich schlechter…
 
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