News Autobahnen: Mehrheit begrüßt Tempolimit und hat konkrete Geschwindigkeitsvorstellungen

Man kann auch die Autos einfach verbannen und autofreie Innenstädte einführen.

Also ich bin entschiedenn dagegen, Stadtbewohner grundsätzlich im Einzugsbereich des ÖPV einzusperren, in dem man ihnen motorisierte Individualmobilität komplett verbietet. Im Gegenteil: Ich wäre eher dafür, Ortsfremden die Einfahrt in die Stadt zu verbieten. Denn in der gibt es ja eben Alternativen (welche die Städter bezahlen müssen). Wenn hier nur noch soviele Autos rumfahren würden, wie nötig sind, um mal in den Wald oder an anderer Ärsche der Welt zu fahren oder gelegentliche Transporte durchzuführen, dann wäre auf den Straßen auch genug Platz für Radfahrer. Aber stattdessen ist alles mit Pendlern voll.


Das passiert mir nicht mal auf dem Fahrrad.

In Anbetracht der bisherigen Kommentare frage ich mich, wie lange der ggf. schon dahinter festhing. Ein Kreisverkehr ist selbst für Regelignoranten ein denkbar schlechter Überholort, aber so ne Ape ist etwas breiter als dass Pedelec, deren Performance die 50er beladen hat und bei den bisherigen Schilderungen von Andreas würde ich es gut für möglich halten, dass das seit 5-10 Minuten das erste mal ist, dass er an einem Straßenrand gefahren ist und so zumindest den Hauch eines Überholplatzes gelassen hat.

Aber apropos Fahrrad und Kreisverkehr.
Eine Radfahrerin hatte gestern eine grandiose Idee.
Sie hat sich das Auf- und Abfahren auf den Bürgersteig gespart, indem sie einfach entgegen der Fahrtrichtung in den Kreisverkehr gefahren ist.
Hab nicht schlecht gestaunt als ich an der Einfahrt stand, sie vor mir, von rechts nach links an meiner Front vorbeigedüst ist um dann neben mir auf den Bürgersteig zu fahren.

Dame, um die 50 rum, in 30 Sekunden so viele Fehler einzubauen. Du hast meinen Respekt.

Ich habe bei vielen Leuten, die ~seit Corona das Fahrradfahren für sich entdeckt haben (z.T. aber auch schon vorher bei den E-Bikern), dass sie ihr Verhalten 1:1 bei den (zuvor seltenen) Radidioten abgucken, über die zuvor soviel gemeckert wurde. Das einzig positive an der Situation ist, dass mir zuvor ähnliche Personen mit ähnlich wenig Rücksicht in KFZ begegnet sind. Da haben sie sich zwar (vermutlich aus Rücksicht auf den eigenen Lack) an einen Tick mehr Regeln gehalten, aber wenn man geschnitten, mit 15 cm Abstand überholt oder einem die Vorfahrt geklaut wird, ist dass trotzdem von einem 2 Tonner trotzdem wesentlich gefährlicher, als wenn einem jetzt 100 Kilo Systemgewicht entgegen der Fahrtrichtung begegnen. Von daher trotz allem ein Fortschritt.
 
Also ich bin entschiedenn dagegen, Stadtbewohner grundsätzlich im Einzugsbereich des ÖPV einzusperren, in dem man ihnen motorisierte Individualmobilität komplett verbietet.
Ich betrachte das langfristig. Die Bewohner der Innenstädte werde mit der Zeit ausgetauscht. In 100 Jahren, oder so, werden dort Menschen leben, die nur Fahrräder oder Busse benutzen.
Melbourne hat das Ziel, dass die Bewohner in 20 Minuten alles zu Fuß erreichen können.
 
Es geht nicht darum, dass ob man innerhalb der Stadt alles zu Fuß erreichen kann (ich glaube, in dem Satz fehlt "alles im Alltag benötigte"...), sonder es geht darum, dass auch Stadbewohner mal aus der Stadt raus wollen. Und es wird auch in 100 Jahren nicht sinnvoll sein, jedes Wädlchen, jeden Baggersee, jeden Aussichtspunkt mit einer Bahntrasse anzubinden. Da, wo wenige Menschen hin wollen (und genau deswegen will man ja an solche Orte: Um mal Rauszukommen aus dem Gedrängel), ist Individualverkehr die sinnvollere Lösung. Dafür brauchen auch Stadtbewohner ein Auto (undzwar eins, dass zu ihren Ansprüchen passt, was Mietanbieter nicht unebdingt erfüllen können). Wichtig für die Situation in den Städten ist, dass dieses nicht für tägliche Fahrten verwendet wird, aber die "autofreie Stadt" verbietet den Autobesitz komplett.

Und die deutschen Annäherungen daran sind oft sogar eine Perversion des Grundgedankens: Der Besitz von Autos in der Stadt wird durch Parkregelungen fast unmöglich gemacht, der intensive Pendlerverkehr in aus der Stadt bleibt aber komplett unbeschränkt bestehen.
 
So eine Ressourcenverschwendung für Fahrzeuge, in denen oft genug nur eine Person sitzt
Man beschwere sich mal bei den Herstellern wegen deren Aversion gegen Zweisitzer.
Nur weil ich den mal gesehen hatte: der "Koffer"-Raum im Aygo (~2010) ist doch ein Witz, hauptsache eine zweite Sitzreihe.

dass die Bewohner in 20 Minuten alles zu Fuß erreichen können
Alles, sogar den Arbeitsplatz?🤔
Das ist doch das Problem. Bei der Preisdifferenz Auto vs. ÖPNV könnte man sich bestimmt wöchentlich eine Taxifahrt zum einkaufen leisten.

Innerhalb Londons (nur weil ich das recht gut kenne) würde ich vmtl. gar kein Auto haben wollen aber die Realität sieht halt anders aus.
Hier sind es knappe 10 min zum Bus, Fahrzeiten alle 30 min (letztes Jahr noch 20), und abends und am Wochenende gerne nur alle 60.
Einzelfahrt in die City 3,80 €! :stupid:
Wenn ein Auto schon vorhanden ist, völlig unattraktiv auch wenn es z. B. für einen Fahrt zum Amt recht unnötig wäre.

Und wehe man muss in die Provinz mit 3x umsteigen und 2 h Fahrt für 30 km oder so.
 
Rückbank rausnehmen?

Reine Zweisitzer sind halt recht beschränkt, weil man nicht einmal zwei Personen vom Bahnhof abholen kann o.ä. und selbst mit Nutzung des Beifahrerfußraums, kann ein Wochenendeinkauf inkl. Getränke in einem Smart eng werden. Insbesondere als Erstwagen ist der Markt für solche Autos quasi inexistent und Zweitwagen (die ökologische und verkehrstechnische Kapitualtionserklärung per se...) dürfen nicht zu teuer werden, was bei Nischenkonstruktionen aber unvermeidbar ist.

Was mich privat mehr stört: Keine Autos, die durchaus Platz für eine Rückbank oder für etwas größere Transporte hätten, aber für die überwiegende Nutzung mit zwei Personen optimiert sind. Soll heißen: Vorne komfortabel und halbwegs geräumig, Türen so dimensioniert, dass man in einem Kompaktwagen die B-Säule nicht VOR dem Kinn hat, sondern Schulterblick machen kann, etc.. Halt alles das, was ein gutes Mittelklasse zwischen Motor und Rückenlehne Fahrersitzt auch bietet - denn nur, weil ich dahinter keinen Platz für eine Großfamilie samt Zubehör brauche (und dementsprechend ganz vorne auch keinen Motor für zwei Tonnen Lebengewicht), will mich ja nicht in der Mitte dazwischen quälen.
Aber sowas wird schlicht nicht gebaut. In einen Smart passen zwei nicht-zu-anspruchsvolle Erwachsene. In einen Polo passen zwei nicht-zu-anspruchsvolle Erwachsene und zwei kleine Kinder. In einen Golf passen nicht-zu-anspruchsvolle Erwachsene und zwei große Kinder. In einen Golf Variant passen zwei nicht-zu-anspruchsvolle Erwachsene, zwei große Kinder und viel Gepäck. In einen Touran passen vier nicht-zu-anspruchsvolle Erwachsene und Gepäck. Parallel gibt es noch eine Reihe fahrender Hochsitze, die in der Regel etwas mehr Kofferraum, mehr Gewicht und viel mehr Luftwiderstand, sonst aber ähnliche Abstufungen bieten. Erst wenn man fünf Meter Passat chartert, ergeben sich am Platz des Fahrers deutliche Vorteile gegenüber dem Smart. Aber dann fährt man dahinter eben ein Einfamilienhaus durch die Gegend, dass man gar nicht braucht. Und diese Struktur findet sich bei fast allen Herstellern.
 
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Tatsächlich ist das jetzt auch kein Thema, das mir extrem wichtig ist. Ich bin aber dagegen, weil ich mich ganz persönlich durch das Fahrverhalten, das daraus immer wieder resultiert gestört und gefährdet fühle und keinen eigenen nutzen daraus ziehe. Außerdem finde ich, dass es falsche Anreize setzt. Leute kaufen ein schnelles Auto, weil man damit theoretisch ja in der halben Zeit am Ziel sein kann und im nächsten Schritt wird dann verlangt, dass die Straßen verbreitert werden, damit das in der Praxis auch nur halbwegs hinkommen kann und öffentliche Verbindungen sehen dann folglicherweise im Endeffekt sowohl in der Theorie als auch in der Praxis kein Land mehr, obwohl das der viel effizientere Weg wäre, viele Leute zu bewegen.

Naja, streng genommen sind ja sogar Fußgänger Individualverkehr. Auch (E-)Roller und (E-)Fahrräder zählen dazu und die finde ich unkritisch, weil die um Größenordnungen weniger Platz und Rohstoffe beanspruchen als Autos. Dann kommt halt noch die Frage auf, ob Logistik auch zum Verkehr gehört und da sehe ich nicht wirklich eine Alternative zu KFZ, aber ich denke mal auch nicht, dass du das gemeint hast. Im ländlichen Raum greifen die Vorteile von ÖPNV auch leider kaum, aber diese Bebauungsart finde ich inzwischen allgemein hochgradig dekadent, aber gut, das geht hier wohl wirklich zu weit vom Thema weg. Ich bin auch nicht uneingeschränkt für ein Abschaffen von PKW, aber ich will, dass man die Freiheit hat, keins benutzen zu müssen.

Stimmt, das mit den falschen Anreizen habe ich nicht auf dem Schirm gehabt. Das Problem in Wohlstandsländern ist einfach eine Erwartungshaltung, die durch nichts gerechtfertigt ist. Natürlich obliegt es dem Staat, für eine angemessene Infrastruktur zu sorgen, unter Anderem dafür nimmt er Steuern. Angemessen heißt aber nicht zwingend eine 20 Spurige Hochgeschwindigkeitsautobahn nur für Raser.
Mit dem Individualverkehr meine ich in erster Linie mal private PKWs. Mit einem sinnvollen Verkehrskonzept bräuchten wir die gar nicht.

Warentransport gehört auf die Schiene. Züge sind die effizienteste Art, Waren über große Strecken zu transportieren. Die Nahverteilung können dann kleinere, elektrisch betriebene und automatisierte LKWs übernehmen.

Für den privaten Verkehr kann man ein automatisiertes System einrichten. Man gibt einen Fahrtwunsch ein, z.B. Einkaufen, Zoobesuch, was auch immer und bekommt automatisch ein Fahrzeug zugeteilt. Pendler könnten einen Pendlerplan angeben und es würden dann zu definierten Punkten Busse geschickt, die alle einsammeln, die ein Ziel in der selben Umgebung haben. Die Fahrzeuge sollen mittels eines dezentralisierten (weil ausfallsicherer) Verkehrsleitsystems automatisch fahren.

Kein Mensch müsste dann noch Unsummen für ein eigenes Vehikel ausgeben und durch Mehrfachnutzung und möglichst Vermeidung von Einpersonenfahrten könnte man wahrscheinlich 2/3 aller Fahrzeuge einsparen.

Das so entstehende System wäre wahrscheinlich so effizient, dass man das für den Bürger sogar kostenlos machen könnte, zumindest für den Nahbereich.
 
Also ist die "Auslese" schon keine mehr, da sie meistens die falschen trifft.
Das empfinden wir beide subjektiv jetzt so, dass es die falschen trifft. Die natürliche Auslese geht da aber ganz objektiv vor. Eventuell liegen wir beide in der Bewertung aucAlso ist die "Auslese" schon keine mehr, da sie meistens die falschen trifft.h einfach nur falsch.
bisherigen Schilderungen von Andreas würde ich es gut für möglich halten, dass das seit 5-10 Minuten das erste mal ist, dass er an einem Straßenrand gefahren ist und so zumindest den Hauch eines Überholplatzes gelassen hat.
Was tatsächlich nicht den Tatsachen nur im Ansatz entspricht.
Das ist doch das Problem. Bei der Preisdifferenz Auto vs. ÖPNV könnte man sich bestimmt wöchentlich eine Taxifahrt zum einkaufen leisten.
Ja das ist sehr gut drin. Alternativ kann man sich bei Bedarf auch ein Auto leihen. Auch das ist günstiger. Das will nur halt kaum jemand.
Wenn ein Auto schon vorhanden ist,
Ja das ist ja immer das Argument "Wenn das Auto schon vorhanden ist". Ich musste bisher für jedes Automobil anfangs in die Tasche greifen und mich von meinem Geld erleichtern.
Reine Zweisitzer sind halt recht beschränkt, weil man nicht einmal zwei Personen vom Bahnhof abholen kann o.ä.
Ja die sind genauso beschränkt wie 4 bzw 5 Sitzer wenn man einmal 5 Leute von der Disko abholen möchte.
Jedes Fahrzeug hat sein aufgaben Spektrum. Es gibt da keine Eierlegende Wollmilchsau. Irgendeinen Kompromiss wird man immer schließen.
Der Einkauf geht auch in einem Smart einschließlich Getränke ganz hervorragend. Nein natürlich nicht der Wochenendgroßeinkauf einer 4 oder 6 köpfigen Familie. Die wird vermeintlich aber keinen zwei Sitzer als Familien Fahrzeug vorhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich war schon in Ländern mit Städten die Communities haben.
Habe dabei verschiedene Ausführungen gesehen, aber man kann das quasi so zusammenfassen:
Man wohnt in seinem Viertel. Für alles ist gesorgt. Läden, Schulen, Krankenhäuser, Ärzte, usw. sind fußläufig erreichbar.
Für Spielplätze, Bars, Restaurants und Unterhaltung ist auch gesorgt.
Der Supermarkt ist quasi an der Ecke, oder manchmal sogar im EG jedes Hochhauses.
Man müsste zum Einkaufen nicht mal hin, da ein Anruf genügt und die Waren werden einem an die Wohnungstür gebracht.
Aber:
Die Mieten haben es in sich. Ab 2000€ ist da mal nichts. Entsprechend einfach ist die Wohnung dann auch ausgestattet.
Und trotzdem sind die Straßen brechend voll von Autos.

Denn auch egal wie toll es gelöst ist, ist es...:

Ich betrachte das langfristig. Die Bewohner der Innenstädte werde mit der Zeit ausgetauscht.

...das Prinzip "Legehenne".

Alles in allem: Kommunistische Sci-Fi Fieberträume.
 
Für den privaten Verkehr kann man ein automatisiertes System einrichten.
Vielleicht, dafür müsste dann aber auf jeden Fall eine für die Fahrzeuge unmissverständliche Leitinfrastruktur aufgebaut werden. Fahren pur nach KI halte ich für zu weit weg, falls in diesem Format überhaupt umsetzbar. Die könnte dann vielleicht unterstützend agieren oder so.
 
Voll autonomes Fahren unter allen Bedingungen ist, wenn man die Fortschrittchen der letzten 30 Jahre extrapoliert, noch mindestens 30 Jahre weit weg, ehe es möglich wird. Und dann kommt noch eine gewissen Periode, ehe es wie visioniert so billig ist, dass man es als allgemeines Konzept ansetzen kann. Aber selbst dann würde sich nichts am Problem ändern, denn im Gegensatz zur ursprünglichen Forderung beschreibt er ja weiterhin Individualverkehr: Ein Auto fährt mit einem Satz Insassen von einem A zu einem B. Dass das Auto keinem der Insassen mehr gehört und von keinem mehr gelenkt wird, sondern hoffentlich/irgendwie/Magie den Weg von alleine bewältigt, ändert doch absolut 0 am Verkehr.

Im Gegenteil, Sharing-konzepte (egal ob Autonom oder nicht) sorgen für MEHR Verkehr. Deutlich mehr Verkehr, denn das Auto muss ja vorher zusätzlich vom letzten Einsatz nach A fahren und nach der Ankunft an B weiter zum nächsten, später muss ein anderes (oder das gleiche) die Leute in B wieder abholen und nach A zurückbringen. Aus zwei Fahrten sind sechs geworden. Solche Visionen könnten sich, falls sie irgendwann überhaupt mal möglich werden, zwar unter gewissen Gesichtspunkten lohnen, weil man eine gewisse Menge Parkplätze einsparen kann und durch die hohe Auslastung möglicherweise auch beim Fahrzeugbau spart. (Kalendarische Alterung von Akkus ist z.B. kein Thema, wenn nicht mehr 20 Autos parallel je Jahr 10000 km fahren und so 20 Jahre halten, sondern 1 Auto in einem Jahr 200000 km fährt und im nächsten Jahr durch ein neues abgelöst werden muss.)
Aber man tut dies zu lasten von MEHR Verkehr und löst somit definitiv nicht das Problem, dass schon so zu viel Verkehr da ist. Und ehrlich gesagt halte die Probleme durch fahrende Autos schon heute für in der Summe größer als die durch stehende Autos.
 
Ein Auto fährt mit einem Satz Insassen von einem A zu einem B
Richtig. Einem Satz an Insassen und nicht nur einen. Autos haben in der Regel 4 Sitzplätze und in fast jedem Auto sitzt eine Person und fährt früh zur Arbeit und Nachmittag zurück.
Und wenn Fahrzeuge, die keinem gehören automatisiert abholen und wegbringen, sitzt während der Fahrzeit nicht nur eine Person drin. Dann werden auf der gesamten Fahrstrecke vielleicht 4 bis 10 zur Arbeit gebracht.

Private Autos stehen die meiste Zeit und nutzen Platz zum Parken.

Wenn man sich mal anschaut, wie viel Zeit es bedarf, bis alle Autos an der Ampel los gefahren sind. Da stehen noch einige in der Schlange und es ist wieder rot. Ein autonomer Individualverkehr kann komplett zeitgleich los fahren. Der Platzbedarf auf den Straßen für alle Autos kann schon reduziert werden, weil Abstände zwischen den Autos verringert werden können und wie gesagt alle gleichzeitig losfahren können.

Das, gepaart mit weniger Fahrzeugen durch "Fahrgemeinschaften" führt zu leereren Straßen bzw. eher dazu, dass der Individualverkehr überhaupt in Zukunft funktionieren kann.
 
Weiß ich nicht. Autos stehen den größten Teil der Zeit, also würde ich auch davon ausgehen, dass stehende Autos mehr Platz einnehmen als fahrende Autos.

Parkendes Auto belegt, trotz eindeutig negativer Entwicklung, im Schnitt weniger als 10 m². Vielleicht sogar weniger als 9 m². Ein fahrendes beansprucht akut irgendwas zwischen 3 m Breite * 20 m Länge im Dichten Stadtverkehr bis 5 m Breite (inkl. Randstreifenanteil) * 100 m Länge im durchschnittlichen Autobahnverkehr. Vor allem aber wird das gepulste Fahren im Berufsverkehr jede Menge Straßenfläche rund um die Uhr vorgehalten. Dieser Flächenverbrauch für sich ist schon größer, als der für reine Parkflächen.

Aber Fläche ist nur ein großes Problem. Emissionen/Energieverbrauch sind das deutlich größere insgesamt.


Richtig. Einem Satz an Insassen und nicht nur einen. Autos haben in der Regel 4 Sitzplätze und in fast jedem Auto sitzt eine Person und fährt früh zur Arbeit und Nachmittag zurück.
Und wenn Fahrzeuge, die keinem gehören automatisiert abholen und wegbringen, sitzt während der Fahrzeit nicht nur eine Person drin.

Nicht? Wieso nicht? Werden Menschen dann auf einmal voll gesellig?
Mitfahrmöglichkeiten gibt es von altmodisch (berufliche Fahrgemeinschaften, Sammeltaxis) bis mehr oder minder modern (Mitfahrzentralen, sogenanntes ride sharing) seit langem und zu hauf. Aber die Leute WOLLEN alleine im Auto sitzen. Daran ändert auch Selbststeuerung nichts.

Wenn man sich mal anschaut, wie viel Zeit es bedarf, bis alle Autos an der Ampel los gefahren sind. Da stehen noch einige in der Schlange und es ist wieder rot. Ein autonomer Individualverkehr kann komplett zeitgleich los fahren. Der Platzbedarf auf den Straßen für alle Autos kann schon reduziert werden, weil Abstände zwischen den Autos verringert werden können und wie gesagt alle gleichzeitig losfahren können.

Nein. Für dynamisches Platooning braucht es einen fix koordinierten Verkehr, bei dem die Fahrzeuge eben nicht mehr autonom (egal ob automatisiert-autonom oder human-autonom) auf ihr Umfeld reagieren, sondern im zentral gesteuerten Pulk. Könnte man mit Selbstfahrtechnik aus der Zukunft natürlich leichter realisieren, erfordert dann aber endgültig ein Verkehrsgeschehen in dem jeder andere Teilnehmer verboten ist. Ansonsten besteht der einzige Vorteil darin, dass die nicht humanen Fahrer vielleicht wieder auf die Ampel statt aufs Smartphone schauen. (Was zugegebenermaßen ein deutlicher Fortschritt zurück in die Vergangenheit wäre.)
 
Parkendes Auto belegt, trotz eindeutig negativer Entwicklung, im Schnitt weniger als 10 m². Vielleicht sogar weniger als 9 m². Ein fahrendes beansprucht akut irgendwas zwischen 3 m Breite * 20 m Länge im Dichten Stadtverkehr bis 5 m Breite (inkl. Randstreifenanteil) * 100 m Länge im durchschnittlichen Autobahnverkehr. Vor allem aber wird das gepulste Fahren im Berufsverkehr jede Menge Straßenfläche rund um die Uhr vorgehalten. Dieser Flächenverbrauch für sich ist schon größer, als der für reine Parkflächen.
Dennoch könnte man eventuell einen Großteil der stehenden Autos so eliminieren und dann mit weniger und dafür aber mit Ladeinfrastruktur ausgebauten Parkplätzen auskommen, die man aber ja trotzdem versuchen kann, so zu verteilen, dass die Autos, falls sie mal wirklich nicht mehr gebraucht werden oder "tanken" müssen, nicht weit fahren müssen. Aber gut, ist ja aufgrund der mangelhaften vollautomatischen Fahrerei eh höchstens Zukunftsmusik.
Aber Fläche ist nur ein großes Problem. Emissionen/Energieverbrauch sind das deutlich größere insgesamt.
Wobei man halt auch nicht vergessen darf, dass Autos auch in der Herstellung enorm Ressourcenintensiv sind.
 
Dieser Flächenverbrauch für sich ist schon größer, als der für reine Parkflächen.
Es wären doch aber für selbe Menge zu befördernden Personen weniger Autos notwendig. Auch waren kleiner Autos für max 2 Personen bis hin zu autonomen Bussen möglich.

Werden Menschen dann auf einmal voll gesellig?
Dann gibt's halt Trennwände 😅

Mitfahrmöglichkeiten gibt es von altmodisch (berufliche Fahrgemeinschaften, Sammeltaxis) bis mehr oder minder modern (Mitfahrzentralen, sogenanntes ride sharing) seit langem und zu hauf.
Es muss eben attraktiv gestaltet werden. Also ich sitze ziemlich gern einfach nur auf dem Beifahrersitz ohne aufpassen zu müssen. Und fremde Fahrer haben immer einen großen Nachteil. Keiner weiß, was da für ein Idiot am Steuer sitzt.

Immer größere SUVs im Straßenverkehr werden auf jeden Fall keine Lösung sein um die Personenbeförderung in Zukunft zu stemmen.
die man aber ja trotzdem versuchen kann, so zu verteilen, dass die Autos, falls sie mal wirklich nicht mehr gebraucht werden
Das wird dann mit einer Art Parkhäusern geregelt. Konzepte dafür gibt es.
 
Mitfahrmöglichkeiten gibt es von altmodisch (berufliche Fahrgemeinschaften, Sammeltaxis) bis mehr oder minder modern (Mitfahrzentralen, sogenanntes ride sharing) seit langem und zu hauf. Aber die Leute WOLLEN alleine im Auto sitzen. Daran ändert auch Selbststeuerung nichts.
Ich glaube nicht dass das am allein sein wollen liegt - es ist eher ein nicht für jede Flexibilitätsnutzung (= bei weitem größter Vorteil von Individualverkehr) die Mitfahrer fragen müssen und Organisationsaufwand haben nur um im Mittel doch immer länger zu brauchen als alleine.

Wenn du Mitglied einer Fahrgemeinschaft bist musste immer zwingend Rücksicht auf die anderen Teilnehmer nehmen sonst funktioniert das System nicht. Diese Rücksichtnahme gleicht aber dann oft einem "Fahrplan" ähnlich dem ÖPNV und erlaubt selten spontanes reagieren auf neue Situationen.

Ich hätte gar kein Problem damit immer ein, zwei Kollegen mitzunehmen, nur wenn dann ein "du musst zwei Stunden länger arbeiten" oder ein "deine Tochter muss spontan abgeholt werden weil xy passiert ist" oder sonst irgendwas passiert hast du (oder die Kollegen je nachdem...) verloren. Deswegen gibts Fahrgemeinschaften in meinem Umfeld praktisch nur bei längeren geplanten Sondertouren (etwa "Prüfungssausschussmitglieder fahren gemeinsam zur IHK eine Prüfung abhalten und gemeinsam wieder zurück") aber nie im Alltag.
Und fremde Fahrer haben immer einen großen Nachteil. Keiner weiß, was da für ein Idiot am Steuer sitzt
This - bei Fahrgemeinschaften denke ich automatisch nur an Bekannte/Freunde. Ich würede mich nie ohne Not zu einem Fremden ins Auto setzen (oder ein Auto vollautonom fahren lassen...) dessen Beruf nicht Kraftfahrer ist einfach weil ich dann die ganze Fahrt über latent Todesangst verspüre. :fresse:
Mir ist klar dass es dafür sachlich/statistisch keine echte Begründung gibt aber das Stammhirn nutzt diese Informationsquelle nunmal nicht.
 
This - bei Fahrgemeinschaften denke ich automatisch nur an Bekannte/Freunde. Ich würede mich nie ohne Not zu einem Fremden ins Auto setzen (oder ein Auto vollautonom fahren lassen...) dessen Beruf nicht Kraftfahrer ist einfach weil ich dann die ganze Fahrt über latent Todesangst verspüre. :fresse:
Mir ist klar dass es dafür sachlich/statistisch keine echte Begründung gibt aber das Stammhirn nutzt diese Informationsquelle nunmal nicht.
Eigentlich ist das einzige, wofür es keine Begründung gibt, keine latente Todesangst zu verspüren wenn man selber fährt. Der Bekloppte muss ja schließlich nicht zwingend das Auto steuern, in dem man selber sitzt, um einen um die Ecke zu bringen.
 
Es is auch ein Problem, dass die Mitfahrer evtl. einfach unerfahrene Fahrer sind, die sich bei jedem Scheiß in die Hosen machen. Also der Fahrer ist fähig und fährt grundsätzlich sicher, aber z.B. konsequent sehr dynamisch und hält geringere Abstände als es dem mitfahrenden lieb wäre.
Schon ist Theater und die Bewertungen die heutzutage Gang ung gäbe sind, fallen ungerechtfertigt negativ aus. Wer hat denn darauf Lust?

Ich pendle, wenn in Deutschland, auch täglich. Dann will ich aber meine Ruhe haben. Ich hab versucht es anzubieten, dass Leute kostenlos mitfahren können, aber die hielten einfach nicht den Rand und gingen mir fürchterlich auf die Nerven. Das hab ich nach nicht mal drei Monaten wieder aufgegeben.

Dazu kam noch, dass was gerade schon gesagt wurde, die Absprachen. Ich entscheide für mich jeden Tag spontan wann ich den Feierabend einleite. Das sind mal nur 15 Minuten später, dann mal eben drei bis vier Stunden und pünktlich (in meinem Fall 16 Uhr) hab ich dieses Jahr beispielsweise erst zweimal Schluss gemacht.

Also für mich ist das nichts. Besser gesagt, ich funktioniere in so einem System nicht.
 
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