News Autobahnen: Mehrheit begrüßt Tempolimit und hat konkrete Geschwindigkeitsvorstellungen

Und so verführerisch der Gedanke an Darwinismus auch sein mag, so ist da noch ja der Punkt, dass man den Staat ja verklagen könnte, wenn er eine Gefahrenstelle nicht ordnungsgemäß absichert. Und das wäre mit einem Gefahrenschild allein vielleicht nicht getan.
Ich glaube das war Sarkasmus. Falls man wirklich dagegen argumentieren wollte, würde ich aber wohl damit anfangen, dass die Fahrer sich ja oft nicht nur selbst aus dem Genpool entfernen oder verkrüppeln und dass das Zusammenflicken von solchen Leuten, falls sie es nicht ganz schaffen, auch ordentlich zu Buche schlägt.
Im Ernst, ich habe gar kein Problem damit, wenn jemand aus einem gegebenen Anlass (Witterung, Fahrzeug, Beladung/Anhänger, whatever) deutlich langsamer fährt als eigentlich erlaubt.
Was für einen Unterschied macht es, mit welchem Fahrzeug jemand vor einem langsamer fährt?
Wenn ich (öfter) erlebe, dass ein Schleicher auf der Landstraße ein knappes Überholmanöver nach dem anderen in der Schlange nach ihm auslöst und dann wenn ich irgendwann vorbeifahren kann sehe, dass da ein 100-jähriger mit 2cm Hornbrille mit zusammengekniffenen Augen unergonomisch as f* zehn zentimeter hinter dem Lenkrad sitzt krieg ich das kalte kotzen.
Wenn man hier nicht so grenzdebil das Auto als die Mobilitätslösung feiern würde und deswegen extrem viele sehr stark vom Auto abhängig wären, würden einige vielleicht auch früher verzichten. Ironischerweise wird die Mobilität von aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkten Leuten auch gerne als Pro-Argument für die autozentrische Verkehrsplanung genannt. Aber es gibt ja eine Lösung: In den Niederlanden gibt es so kleine Autos, die auch so ausgestattet sein können, dass sie z.B. mit einem Rollstuhl befahren werden können. Die fahren halt nicht schnell, in den Niederlanden dürfen die auch auf Radwegen fahren, aber dann hätte der Fahrer ja wenigstens einen gegebenen Anlass. ;)
 
Was für einen Unterschied macht es, mit welchem Fahrzeug jemand vor einem langsamer fährt?
Wenn eine Kiste nen Berg rauf nur 60 packt obwohl 100 erlaubt ist kann der Fahrer nichts dafür. Das ist ein nach außen offensichtlicher und erstmal nicht vermeidbarer Grund.
Wenn aber die Mercedes A-Klasse mit Klorolle auf der Ablage 55 gurkt wo 100 erlaubt ist weil der Fahrer nicht mehr ansatzweise verkehrstauglich ist ist das was anderes. Denn ersteres verstehen die allermeisten Verkehrsteilnehmer die ausgebremst werden, bei letzterem werden sie genervt und provoziert.

Wenn man hier nicht so grenzdebil das Auto als die Mobilitätslösung feiern würde und deswegen extrem viele sehr stark vom Auto abhängig wären, würden einige vielleicht auch früher verzichten
Ich würde gerne was anderes benutzen, ehrlich. Weder feiere ich das Auto noch bin ich geil draufr mich ständig in den Wahnsinn des Verkehrs da rauszustürzen. Nur: Es ist leider faktisch alternativlos wenn du nicht in der Stadt oder direkter Umgebung wohnst.
Ich habe keine Öffi-Verbindung zu meinem Arbeitsplatz, keine zur Kita und keine zu einem größeren Einkaufszentrum. Entweder du hast ein Auto oder du hast einen der dich mitnimmt oder du kannst weder arbeiten noch Besorgungen erledigen noch haste was zu essen. Wenn ich meine Großmutter (die nicht mehr fahren kann) nicht 1x die Woche in meinem Auto in den Supermarkt fahren würde müsste die (nachdem die Geldreserven durch Essensdienste aufgebraucht wären) verhungern. Willkommen in der Realität auf dem Land, wo eine Autopanne eines der ghrößten Alltagsrisiken darstellt. ;-)

Nebenbei - um aufs Thema zurückzukommen - ist das auch einer der Gründe warum ein Tempolimit bei uns so ziemlich null an Wirkung hätte: Da alle Landeier das gleiche problem haben und entsprechend jeder Autofahren muss ist die verkehrsdichte entsprechend hoch und die Durchschnittsgeschwindigkeit klein. Dreistellige Geschwindigkeiten sind ne ziemliche Ausnahme. Über 130 ist vielleicht mal drin wenn man mal am Wochenende in der Stadt was essen geht und nachts heimfährt über ne leere Autobahn aber selbst da - die sind weitgehend sowieso schon auf 100 oder 120 begrenzt. Im Saarland ist eigentlich nur die A1 und A8 stellenweise unbeschränkt, die A8 ist aber gefühlt ne Dauerbaustelle. Die A620 ist fast überall 120 und die A623 ist durchgehend 100.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn eine Kiste nen Berg rauf nur 60 packt obwohl 100 erlaubt ist kann der Fahrer nichts dafür. Das ist ein nach außen offensichtlicher und erstmal nicht vermeidbarer Grund.
Wenn aber die Mercedes A-Klasse mit Klorolle auf der Ablage 55 gurkt wo 100 erlaubt ist weil der Fahrer nicht mehr ansatzweise verkehrstauglich ist ist das was anderes. Denn ersteres verstehen die allermeisten Verkehrsteilnehmer die ausgebremst werden, bei letzterem werden sie genervt und provoziert.
Wie gesagt, wir setzen die Senioren in so kleine E-Mobile, die fahren dann halt nur 30, aber halt mit gutem Grund. Die Senioren bleiben weiter mobil und Leute, die ein Auto, was nicht so schnell fährt, wie es könnte, als persönliche Anfeindung verstehen, müssen sich nicht mehr aufregen, Problem gelöst.
Ich würde gerne was anderes benutzen, ehrlich. Weder feiere ich das Auto noch bin ich geil draufr mich ständig in den Wahnsinn des Verkehrs da rauszustürzen. Nur: Es ist leider faktisch alternativlos wenn du nicht in der Stadt oder direkter Umgebung wohnst.
Ich habe keine Öffi-Verbindung zu meinem Arbeitsplatz, keine zur Kita und keine zu einem größeren Einkaufszentrum. Entweder du hast ein Auto oder du hast einen der dich mitnimmt oder du kannst weder arbeiten noch Besorgungen erledigen noch haste was zu essen. Wenn ich meine Großmutter (die nicht mehr fahren kann) nicht 1x die Woche in meinem Auto in den Supermarkt fahren würde müsste die (nachdem die Geldreserven durch Essensdienste aufgebraucht wären) verhungern. Willkommen in der Realität auf dem Land, wo eine Autopanne eines der ghrößten Alltagsrisiken darstellt. ;-)
Weiß ich doch alles. Aber wenn man das Auto von vornherein weiter eher als Nachgedanken geführt hätte, hätte man vielleicht erst gar nicht so bescheuert gebaut und geplant, dass viele Leute ohne Auto faktisch nicht mehr überlebensfähig sind. Viele lokale Geschäfte sind hops gegangen, weil ein einzelnes großes natürlich viel günstiger ist. Nur subventionieren die Leute diese Einsparungen halt dadurch, dass sie ein Auto unterhalten.

Schon mal überlegt, dass der nervige Senior auf der Landstraße vielleicht einfach keinen Enkel hat, der sich kümmern kann und er sich deshalb so an seinen Lappen klammert?
Nebenbei - um aufs Thema zurückzukommen - ist das auch einer der Gründe warum ein Tempolimit bei uns so ziemlich null an Wirkung hätte: Da alle Landeier das gleiche problem haben und entsprechend jeder Autofahren muss ist die verkehrsdichte entsprechend hoch und die Durchschnittsgeschwindigkeit klein. Dreistellige Geschwindigkeiten sind ne ziemliche Ausnahme.
Ich habe ja schon mal hier sinngemäß geschrieben, dass es ja dann auch nicht so schlimm sein kann. Es wäre ja schließlich auch nur eine Minderheit zu einem kleinen Teil der Zeit betroffen.
 
Wie gesagt, wir setzen die Senioren in so kleine E-Mobile, die fahren dann halt nur 30, aber halt mit gutem Grund.
Ja, so kleine 45er Teile fahren hier rum (natürlich Verbrenner). An sich ne gute Idee, nur die 45 sind dämlich^^
30 ist ok, ansonsten bitte 50. Weil 45 ist genau so schnell, dass es innerorts langsamer ist als alle anderen aber nicht wirklich überholt werden kann. :-/

Schon mal überlegt, dass der nervige Senior auf der Landstraße vielleicht einfach keinen Enkel hat, der sich kümmern kann und er sich deshalb so an seinen Lappen klammert?
Selbst wenn er einen hat würde er sich daran klammern - das ist natürlich und auch verständlich, denn wer sein Leben lang Auto gefahren ist und diese "Freiheit" erlebt hat empfindet das natürlich als riesen Rückschritt das nicht mehr zu können. Habe ich bei meinem Großvater erlebt damals. Als er alt und krank wurde hat er vieles mental wirklich gut weggesteckt was auf einmal alles nicht mehr ging und was so alles wehtat. Aber als klar war dass er nie mehr Auto fahren dürfen/können würde hat ihn das sehr hart getroffen.
Nur ändert das nichts am Lauf der Dinge dass es nunmal irgendwann bei jedem von uns so weit sein wird.

Ich habe ja schon mal hier sinngemäß geschrieben, dass es ja dann auch nicht so schlimm sein kann. Es wäre ja schließlich auch nur eine Minderheit zu einem kleinen Teil der Zeit betroffen.
So kann man das Argument sehen: "wenn es nur so wenige Leute/Situationen/... betrifft kanns ja nicht so schlimm sein es einzuführen"
Aber der gleiche Satz erlaubt auch ein "wenn es nur so wenige Leute/Situationen/... betrifft kanns ja nicht so schlimm sein es NICHT einzuführen"
 
Ja, so kleine 45er Teile fahren hier rum (natürlich Verbrenner). An sich ne gute Idee, nur die 45 sind dämlich^^
30 ist ok, ansonsten bitte 50. Weil 45 ist genau so schnell, dass es innerorts langsamer ist als alle anderen aber nicht wirklich überholt werden kann. :-/
Oder wir setzen das Tempolimit innerorts einfach auf 45.
Nur ändert das nichts am Lauf der Dinge dass es nunmal irgendwann bei jedem von uns so weit sein wird.
Das ist einer von vielen Gründen, warum ziemlich sicher nie wieder aus der Stadt rausziehen werde. Wer das sieht, sollte sich dem eigentlich nicht hingeben, sondern sich dafür starkmachen, dass diese Abhängigkeit aufgebrochen wird.
So kann man das Argument sehen: "wenn es nur so wenige Leute/Situationen/... betrifft kanns ja nicht so schlimm sein es einzuführen"
Aber der gleiche Satz erlaubt auch ein "wenn es nur so wenige Leute/Situationen/... betrifft kanns ja nicht so schlimm sein es NICHT einzuführen"
Ja.
 
Denn ersteres verstehen die allermeisten Verkehrsteilnehmer die ausgebremst werden,
Wäre meine Ape50 nicht ein Einsitzer täte ich Dich gerne einmal, wenn ich damit unterwegs bin um ein wenig Geld zu verdienen, mitnehmen. Ebenso wenn ich mit meinem Velomobil, Liegefahrrad, rechtskonform und alternativlos auf der Landstraße mit um die 40 km/h fahre.
Über die unsäglichen weil gefährlichen Überholmanöver könnte ich mich auch Stundenlang auslassen.
Mache mich gleich wieder mit meiner voll beladenen Ape50 auf zum Wochenmarkt um einige Produkte zu verkaufen. Erneut werde ich gezwungener Maßen aufgrund der Steigung lediglich 10km/h erreichen. Heute Nachmittag ist der Fundus an Geschichten aus dem Paulanergarten wieder reichlich gefüllt.
An sich ne gute Idee, nur die 45 sind dämlich^^
30 ist ok, ansonsten bitte 50.
Jede Geschwindigkeit welche langsamer ist als der allgemeine MIV ist dämlich. Es wird ja auch eher 60 als 50 gefahren. Innenorts allgemein 30 und wo es schneller geht kann aufgeschildert werden. Täte jede Menge Schilder sparen und wäre auch der Verkehrssicherheit zuträglich. Dieses würde allerdings auch das links überholen innerorts in einer 30er Zone nicht wirklich unterbinden. Besonders schön ist immer das drängeln in einem Verkehrsberuhigten Bereich. Leider zwingt man mich regelmäßig dazu an Ort und Stelle stehen zu bleiben und zu schauen wo die Gefahr steckt. Meist dauert es für den drängler länger als er dachte diesen Bereich zu durchfahren.
Oder wir setzen das Tempolimit innerorts einfach auf 45.
Grundsätzlich 30, schneller nach den Möglichkeiten vor Ort.


Gleich geht es los, 25 km, in meiner Ape mit ganz vielen Menschen hinter mir denen es nie schnell genug geht.
 
Besonders schön ist immer das drängeln in einem Verkehrsberuhigten Bereich. Leider zwingt man mich regelmäßig dazu an Ort und Stelle stehen zu bleiben und zu schauen wo die Gefahr steckt.
Aber uns was vom Paulanergarten erzählen wollen. :ugly:
Mit der Story "werde mit Schrittgeschwindigkeit bedrängt und hinter jedem Busch lauert der Tod" biste da der Held.

Kommt dir nicht so vor bzw deine Erfahrungen sind andere? Cool. Stell dir vor das geht anderen Diskussionsteilnehmern genauso - die ziehen nur ihr Gegenüber nicht grundlos ins Lächerliche wie ichs grade exemplarisch gemacht habe dass du bemerkst wie toll sowas ankommt. ;-)
 
Über die unsäglichen weil gefährlichen Überholmanöver könnte ich mich auch Stundenlang auslassen.
Kenne ich leider nur zu gut vom Radfahren. Ich habe bei manchen Autofahrern das Gefühl, dass die mit voller Absicht knapp überholen, um einen einzuschüchtern oder zu erziehen, obwohl die gesamte Gegenspur frei ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur zu viel verlangt, das Lenkrad noch mal ein bisschen weiter zu drehen, um jemand anderen nicht zu gefährden.

Es ist aber wohl auch einfach ein Riesenproblem, dass viele einfach die Regeln nicht kennen und allgemein noch so ein Konsens herrscht, dass die Straßen für Autos da sind und sich alles andere gefälligst unterzuordnen hat. Ein bisschen ironisch, wenn man bedenkt, dass es vor nicht mal hundert Jahren einen großen Widerstand dagegen gab, die Straßen den Autos zu überlassen.
Grundsätzlich 30, schneller nach den Möglichkeiten vor Ort.
Wäre ich sofort dabei. Von mir aus könnten in Wohngebieten Autos auch anderen Verkehrsteilnehmern untergeordnet werden. Dann müsste man sich als Fußgänger nicht mehr ständig auf diesem schlechten Witz von Bürgersteig aneinander vorbeiquetschen.
 
Aber uns was vom Paulanergarten erzählen wollen. :ugly:
Mit der Story "werde mit Schrittgeschwindigkeit bedrängt und hinter jedem Busch lauert der Tod" biste da der Held.

Kommt dir nicht so vor bzw deine Erfahrungen sind andere? Cool. Stell dir vor das geht anderen Diskussionsteilnehmern genauso - die ziehen nur ihr Gegenüber nicht grundlos ins Lächerliche wie ichs grade exemplarisch gemacht habe dass du bemerkst wie toll sowas ankommt. ;-)
Na wenn Du es normal findest in einm Verkehrsberuhigten Bereich mit dem Signalhorn von hinten angequatscht zu werden. Ich frage da immer sehr gerne nach.
Heute in meiner Ape gab es auch ein paar schöne Geschichten. :ugly:
 
Na wenn Du es normal findest in einm Verkehrsberuhigten Bereich mit dem Signalhorn von hinten angequatscht zu werden. Ich frage da immer sehr gerne nach.
Heute in meiner Ape gab es auch ein paar schöne Geschichten. :ugly:
Bei mir das Gegenteil, nen Fahrradfahrer der auf der Straße anstatt auf dem Fahrradweg.
 
Kenne ich leider nur zu gut vom Radfahren. Ich habe bei manchen Autofahrern das Gefühl, dass die mit voller Absicht knapp überholen, um einen einzuschüchtern oder zu erziehen, obwohl die gesamte Gegenspur frei ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur zu viel verlangt, das Lenkrad noch mal ein bisschen weiter zu drehen, um jemand anderen nicht zu gefährden.

Es ist aber wohl auch einfach ein Riesenproblem, dass viele einfach die Regeln nicht kennen und allgemein noch so ein Konsens herrscht, dass die Straßen für Autos da sind und sich alles andere gefälligst unterzuordnen hat. Ein bisschen ironisch, wenn man bedenkt, dass es vor nicht mal hundert Jahren einen großen Widerstand dagegen gab, die Straßen den Autos zu überlassen.
Daher mache ich mich auch wenn immer möglich breit auf der Fahrbahn. Mit dem Velomobil geht es so lala mit der Ape schon. Es scheint auch eine Gesetzmäßigkeit zu geben die den abstand beim überholen gibt. Desto schneller der Überholende desto geringer der gewählte Abstand.
Wäre ich sofort dabei. Von mir aus könnten in Wohngebieten Autos auch anderen Verkehrsteilnehmern untergeordnet werden. Dann müsste man sich als Fußgänger nicht mehr ständig auf diesem schlechten Witz von Bürgersteig aneinander vorbeiquetschen.
Och komm, da wäre es doch zuende mit der freien Fahrt für freie Bürger.
Bin ich aber voll dabei die Wohngebiete zu Verkehrsberuhigten Bereichen zu machen. Das Auto ganz zu verbannen wird in Autoschland nicht passieren.
Bei mir das Gegenteil, nen Fahrradfahrer der auf der Straße anstatt auf dem Fahrradweg.
Ja gibt es auch. Hat natürlich nur noch wenig mit dem Tempolimit zu tun. Aber oft gibt es ja keinen benutzungspflichtigen Radweg. Wenn es diesen gibt ist dieser aber auch zu nutzen. Ich sehe zur eigenen Verwunderung bei uns im Kreis sogar sehr viele Rennradfahrer auf demselben.
Ob Fußgänger, Rad, Moped oder Autofahrer. Die geben sich oftmals nicht viel. Das Gefahrenpotential ist allerdings schon sehr unterschiedlich.
 
Bei mir das Gegenteil, nen Fahrradfahrer der auf der Straße anstatt auf dem Fahrradweg.
Auf der Straße. Auf dem Gehweg.
Hab zu Fuß ziemlich oft Radfahrer die sich nicht auf die Straße trauen und dann meinen sie dürften sich mit den anderen Füßgängern den Bürgersteig teilen.

Weiss nicht wie es in euren Städten und Gemeinden so ist. Bei uns ist da nicht übertrieben viel Platz. Und noch weniger wenn am gleichen Tag noch die Müllabfuhr kommt oder da war.

Wer bei uns Bock auf Stress hat, kann einfach an einem sonnigen Wochenende am Fluss spazieren. Zwischen den ganzen Orten verläuft da nämlich der geteilte Fußgänger- und Radweg.

Naja.

Ich bin selbst auch Fahrradfahrer und Autofahrer.
Hab keinen Turn Leute unnötig in Gefahr zu bringen oder Lehrmeister zu spielen.
Aber wenn mir eins klar ist, dann dass zuviele beim wechseln des Fahrzeugs auch eine andere Rolle einnehmen und gerne das machen, was ihnen ansonsten auf den Zeiger geht.

Und ja. Unnötig viel Fahrbahn mit dem Zweirad verschwenden gehört dazu.
Dumme Ideen ziehen andere dumme Ideen an. In dem Fall kommt auch immer einer auf die Idee, bei Gelegenheit scharf zu überholen.
 
Hab zu Fuß ziemlich oft Radfahrer die sich nicht auf die Straße trauen und dann meinen sie dürften sich mit den anderen Füßgängern den Bürgersteig teilen.
Und das Problem sind dann die Radfahrer? Natürlich sollte dann auch eine gewisse Rücksicht gelten aber egal welche Verkehrsteilnehmer man betrachtet, sind alle nur selbst wichtig und gemeckert wird über die anderen. Leider.

Wie wäre es denn, wenn wir eine vernünftige Infrastruktur für alle hätten? Fußwege, Radwege abgegrenzt von der Straße auf der Autos fahren, Radwege die auch befahrbar sind, Radwege die nicht einfach aufhören und dazu eine Infrastruktur, die nicht das Auto priorisiert. Ach ne, da schimpft ja auch jeder nur Rum und dann kostet das auch noch Geld.

Die Infrastruktur ist das Problem. Hier bedarf es viele Jahrzehnte Nachholbedarf.
 
Auf der Straße. Auf dem Gehweg.
Hab zu Fuß ziemlich oft Radfahrer die sich nicht auf die Straße trauen und dann meinen sie dürften sich mit den anderen Füßgängern den Bürgersteig teilen.

Weiss nicht wie es in euren Städten und Gemeinden so ist. Bei uns ist da nicht übertrieben viel Platz. Und noch weniger wenn am gleichen Tag noch die Müllabfuhr kommt oder da war.
Bei uns gibts an sehr vielen Landstraßen super ausgebaute Fahrradwege hinter der Leitplanke.
Trotzdem fahren nahezu alle Fahrradfahrer auf den Strecken eben NICHT auf dem Radweg sondern auf der Straße (genauer: Papa mit Kind fährt aufm Radweg, den ganzen Pseudorennradfahrern ist das wohl zu bieder) und provozieren auch hier wieder gefährliche Situationen.
Das beste ist wenn man die Leute drauf anspricht warum sie nicht den Radweg benutzen und lieber von 40-Tonnern in 50cm Abstand überholt werden wollen ist die häufigste Begründung "die Straße ist sauberer". :rollen:

Vermutlich wären die dann noch dafür das Tempolimit auf 60 zu setzen statt 100 für Landstraßen.
 
Desto schneller der Überholende desto geringer der gewählte Abstand.
Tatsächlich wird man auch mit geringerem Abstand überholt, wenn man weiter rechts (sic!) fährt. Deswegen ganz klar: Mittig fahren, damit glasklar ist, dass ein Überholvorgang nicht drin ist, solange nicht noch eine weitere Spur oder eben die Gegenfahrbahn frei sind. Oft muss man ja sowieso einen Meter Abstand von der rechten Seite halten, weil ein nicht unerheblicher Anteil der Straßenfläche eigentlich ein glorifizierter Parkplatz ist und Leute auch "nicht immer" in den Rückspiegel schauen, bevor sie die Autotür aufreißen.
Das Auto ganz zu verbannen wird in Autoschland nicht passieren.
Nein, ist ja auch Quatsch. Spätestens, wenn man Lieferfahrzeuge dazu zählt.
Wie wäre es denn, wenn wir eine vernünftige Infrastruktur für alle hätten? Fußwege, Radwege abgegrenzt von der Straße auf der Autos fahren, Radwege die auch befahrbar sind, Radwege die nicht einfach aufhören und dazu eine Infrastruktur, die nicht das Auto priorisiert.
Was hier auch ein beliebter Trick ist: Schutzstreifen, die komplett im Dooring-Bereich liegen. Natürlich denken 90% (grob gewürfelt) der Autofahrer, dass das ein Radweg ist und der Radfahrer da gefälligst drauf bleiben soll (auch wenn man natürlich trotzdem nicht überholen dürfte, weil der Mindestabstand auch gilt, wenn ein Radfahrer auf einem Radweg oder Schutzstreifen fährt) und machen ein Riesentheater. Man könnte jetzt natürlich sagen, dass da Aufklärung fehlt, aber eigentlich müsste die Infrastruktur einfach auch selbsterklärender sein.
 
Oft muss man ja sowieso einen Meter Abstand von der rechten Seite halten, weil ein nicht unerheblicher Anteil der Straßenfläche eigentlich ein glorifizierter Parkplatz ist und Leute auch "nicht immer" in den Rückspiegel schauen, bevor sie die Autotür aufreißen.
Tempolimit für Radfahrer, anyone?
Nein? Ja? Ein bisschen?

Mit der Geschwindigkeitslimitierung könnte man die Gefährdung entschärfen, da ein geringeres Tempo der Radfahrer eben diesen mehr Zeit zum reagieren geben.
Zudem erhöht sich die Chance, dass die Autotüröffner mehr Zeit haben die Radfahrer im Spiegel zu sehen und ihre Geschwindigkeit einzuschätzen.
Wer schnell mit dem Rad fährt, muss reagieren können und damit rechnen, dass auch andere Fehler machen. Der Radfahrer hat dabei eine erhöhte Pflicht zur Achtsamkeit.
Wegen den ganzen Radfahrern kommt man ja gar nicht mehr zum Aussteigen. Und wenn man es mal raus schafft bekommt man gleich Ärger. Da wird geklingelt, aufgefahren und gestikuliert.
Also. Schrittgeschwindigkeit für Radfahrer.

"die Straße ist sauberer". :rollen:
Uuh. Der ist neu.
Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mit Rennradfahrern selten Ärger habe.
Meistens ist das mehr der Citybike auf Landstraße Typ.
Oder, auch sehr nice, Treckingrad mit Spiegeln aber in der Fußgängerzone nicht absteigen Typ. Der spawnt random auch gerne auf Feld- und Waldwegen.
 
Mit der Geschwindigkeitslimitierung könnte man die Gefährdung entschärfen, da ein geringeres Tempo der Radfahrer eben diesen mehr Zeit zum reagieren geben.
Zudem erhöht sich die Chance, dass die Autotüröffner mehr Zeit haben die Radfahrer im Spiegel zu sehen und ihre Geschwindigkeit einzuschätzen.
Wer schnell mit dem Rad fährt, muss reagieren können und damit rechnen, dass auch andere Fehler machen. Der Radfahrer hat dabei eine erhöhte Pflicht zur Achtsamkeit.
Wegen den ganzen Radfahrern kommt man ja gar nicht mehr zum Aussteigen. Und wenn man es mal raus schafft bekommt man gleich Ärger. Da wird geklingelt, aufgefahren und gestikuliert.
Also. Schrittgeschwindigkeit für Radfahrer.
Falls das ein Vergleich zum Tempolimit auf Autobahnen darstellen soll, würde ich ihm mal ganz fix einen Rollstuhl organisieren... Ich verstehe die Tirade auch nicht. Man fährt als Radfahrer einfach in der Mitte der Spur und schützt sich so sowohl vor Autos hinter als auch rechts von sich. Selbst wenn man rechts fahren würde, dürften Autofahrer ja in aller Regel nicht überholen, also hilft man der Einhaltung der StVO auch eigentlich nur nach.

Du sagtest, dass du selbst Radfahrer bist. Darf ich mal fragen, auf welcher Art von Wegen du so Rad fährst? Unsere Erfahrungen scheinen sich ja nicht gerade zu decken.
 
Du sagtest, dass du selbst Radfahrer bist. Darf ich mal fragen, auf welcher Art von Wegen du so Rad fährst? Unsere Erfahrungen scheinen sich ja nicht gerade zu decken.
Klar darfst du.
Fahrbahn, Radspuren, Fahrradwege, Landstraßen (bildet aber einen Bruchteil, da Radwege bei uns über Land ziemlich gut ausgebaut sind und man nicht so oft auf Landstraßen „überbrücken“ muss).
Man fährt als Radfahrer einfach in der Mitte der Spur und schützt sich so sowohl vor Autos hinter als auch rechts von sich. Selbst wenn man rechts fahren würde, dürften Autofahrer ja in aller Regel nicht überholen
Das mache ich nie.
Und wenn ich nicht gerade in einer Einbahnstraße unterwegs bin, habe ich diese mysteriösen Straßen auf denen es zu eng zum Überholen ist nie gesehen.

Ist so eine Überschneidung bei vielen gestressten Mittelspurschleichern, die für ein Tempolimit auf Autobahnen sind. Sie sind das Gesetz. Sie bestimmen jetzt die Verkehrssituation. Deswegen fahren die mit dem Rad dann auch mittig auf der Fahrbahn.

Ich ordne die gedanklich immer in die Sparte Mensch ein, die vor dir den Trenner aufs Band legen, dich anschauen und ein „Danke“ erwarten. :lol:
 
Tempolimit für Radfahrer, anyone?
Nein? Ja? Ein bisschen?
Klar was schwebt Dir vor?
An der Geschwindigkeit des Radfahrers liegt es nicht ob die Tür ohne zu kucken aufgerissen wird oder nicht.

abe ich diese mysteriösen Straßen auf denen es zu eng zum Überholen ist nie gesehen.
Innerorts sind diese Straßen durchaus die Regel. Zumindest wenn man als Autofahrer den geforderten Abstand versucht einzuhalten.
Deswegen fahren die mit dem Rad dann auch mittig auf der Fahrbahn.
Das macht der Radfahrer in der Regel innerorts weil er einen Abstand zum stehenden Verkehr einzuhalten hat. Er macht da keine Gesetze sondern setzt diese zum eigenen Schutz um. So eine aufgehende Tür kann schmerzhaft oder beim ausweichen sehr gefährlich werden.
Links fahrende Autos und rechts sich öffnende Türen. :ugly:
Wie ich meine Ape liebe da geht es durch die Tür rechts rein und raus. :D
Schutzstreifen ist aber tatsächlich für viele so ein unbekanntes Ding.
 
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