Ausgleichbehälter läuft über beim ausschalten

AW: Ausgleichbehälter läuft über beim ausschalten

Hi,

ich versuche das noch mal zu beschreiben.
Ich habe einen extrem kleinen Schreibtisch. Direkt über dem Boden steht der PC in einem sehr kleinen Eigenbau Gehäuse. Im Gehäuse ist der 120mm Radiator und eine Pumpe verbaut. Von dort geht es ca. 1,2m nach oben an die Wand (hinter dem Monitor). Dort hängen, schön verkleidet hinter einem Brett, die Radiatoren und die weitere Pumpe. Zwei von den drei Radiatoren hängen dort oben unterhalb der Pumpe. Der dritte ca. 2-3cm höher. Die Pumpe bekomme ich aber nicht mehr weiter nach oben denn sonst fehlt mir der Platz zum befüllen. Es ist eine Laing DCC mit Plexi AGB oben drauf.

Schütteln kann ich das alles schon. Allerdings nur im ausgeschalteten Zustand. Dafür muss ich alles nämlich von der Wand nehmen. Das dürfte nicht so viel bringen. Außerdem ein ziemlicher Aufwand weil ich jedes mal alles auseinander nehmen muss.

Kreislauf ist wie folgt:
Pumpe oben -> Radiator 240mm 1 -> Radiator 240mm 2 -> Radiator 240mm 3 -> runter zum PC durch die Schnellkupplung -> Radiator 120mm -> Pumpe 2 CPU Kühler -> GPU Kühler 1 - GPU Kühler 2 -> wieder nach oben durch die Schnellkupplung -> AGB (auf der Pumpe).

Gruß
Dnik
 
AW: Ausgleichbehälter läuft über beim ausschalten

Es gibt aber leider keinen anderen Trick hier die Luft raus zu bekommen und gegen einen undichten AGB hilft auch nur austauschen oder abdichten.

Dass ein Selbstbau große Arbeit macht ist ja logisch.

Bzgl. des Kreislaufs, warum machst du eigentlich nach der CPU nicht den 120er? dann wird da das Wasser wenigstens noch etwas abgekühlt und die karten bekommen kein warmes Wasser ab.
 
AW: Ausgleichbehälter läuft über beim ausschalten

... gegen einen undichten AGB hilft auch nur austauschen oder abdichten.

Das ist klar und da bin ich auch dran.

Bzgl. des Kreislaufs, warum machst du eigentlich nach der CPU nicht den 120er? dann wird da das Wasser wenigstens noch etwas abgekühlt und die karten bekommen kein warmes Wasser ab.

Ganz ehrlich hatte ich das vor mich dann aber verbaut. Ich hatte eine Antec H2O 620 Kühlung. Die ist im Kreislauf mit drin. Daher auch die zweite Pumpe. Dummer Weise habe ich die falsche Seite zerlegt. Nachdem ich dank google erfahren habe, dass die Temperatur zwischen Einlass und Auslass eh nur um 2-4°C schwangt war mir das auch egal. Die GPU läuft aktuell bei 43°C und 46°C - die CPU bei rund 59°C (wobei die CPU temp noch recht hoch ist im Vergleich).

Dann muss ich mir wohl was zum rütteln überlegen.

Gruß
Dnik
 
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Hmmm dann hast du Glück dass es nicht so extrem ausfällt.

bei mir war es ein Unterschied von 18°C als ich direkt nach meinem FX die GTX 780 gesetzt hatte und danach den Nova.

Ja die Luft bekommst du sonst echt nicht raus, wir schreiben das ja nicht um dich zu ärgern ;-)
 
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Mache Radiatoren haben Entlüftungsschrauben...

könnte man auch probieren und dadurch im höchsten radi einfach wasser nachfüllen. zwar nich optimal, aber wieder deutlich weniger luft im kreislauf.

das hatte ich damals bei meinem h100 modding gemacht, weil die pumpe so schwach war. da hab ich den 420er einfach vollgekippt. (siehe bild)

IMAG0372.jpg
 
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ich versuche das noch mal zu beschreiben.
Ich habe einen extrem kleinen Schreibtisch. Direkt über dem Boden steht der PC in einem sehr kleinen Eigenbau Gehäuse. Im Gehäuse ist der 120mm Radiator und eine Pumpe verbaut. Von dort geht es ca. 1,2m nach oben an die Wand (hinter dem Monitor). Dort hängen, schön verkleidet hinter einem Brett, die Radiatoren und die weitere Pumpe. Zwei von den drei Radiatoren hängen dort oben unterhalb der Pumpe. Der dritte ca. 2-3cm höher. Die Pumpe bekomme ich aber nicht mehr weiter nach oben denn sonst fehlt mir der Platz zum befüllen. Es ist eine Laing DCC mit Plexi AGB oben drauf.


Kreislauf ist wie folgt:
Pumpe oben -> Radiator 240mm 1 -> Radiator 240mm 2 -> Radiator 240mm 3 -> runter zum PC durch die Schnellkupplung -> Radiator 120mm -> Pumpe 2 CPU Kühler -> GPU Kühler 1 - GPU Kühler 2 -> wieder nach oben durch die Schnellkupplung -> AGB (auf der Pumpe).

Das heißt also oberhalb der AGB-Öffnung befindet sich nur ein 240er Radiator und der nur wenige cm?
 
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wie einfach die sache wäre, wenn man nur einen vernünftigen radi benutzen würde. dann sollte eine pumpe reichen und man kann das sicherlich ordentlich positionieren....
 
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Das heißt also oberhalb der AGB-Öffnung befindet sich nur ein 240er Radiator und der nur wenige cm?

Ich habe dir mal ein Bild gemalt.

wakue.jpg

wie einfach die sache wäre, wenn man nur einen vernünftigen radi benutzen würde. dann sollte eine pumpe reichen und man kann das sicherlich ordentlich positionieren....

Tja später ist man immer klüger. Leider neigen Beratungen im Hobbybereich (egal ob PC oder was auch immer) zu tierischen Übertreibungen. Daher die vier Radiatoren. Mal abgesehen davon habe ich gar keinen Platz für einen großen Radiator.
Die integrierte Pumpe hätte für die Menge an Komponenten sicher nicht gereicht. Also brauche ich eh eine Neue. Und warum die Alte nicht noch mit einbinden wenn sie ohnehin schon da ist!?

Bin jetzt aber einen großen Teil der Luft los. Ich habe habe die ganzen Komponenten ausgebaut, geschüttelt und so wieder eingebaut. Nur die Verbindungsschläuche zwischen PC und Radiatoren musste ich separat entlüften.

Gruß
Dnik
 
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naja, da die radiatoren eh übereinander liegen sind sie recht ineffektiv. du fütterst einen ja mit der abwärme des ersten usw....

deine kombi hat ne fläche von 100800cm^2 und das ineffektiv durch die abwärme geschichte.

zum vergleich:
- ein 3x180er radi hat 97200cm^2 (Aquatuning - Der Wasserkühlung Vollsortimenter - 3x180mm)
- ein 6x140er radi hat 117600cm^2 (Aquatuning - Der Wasserkühlung Vollsortimenter - 6x140mm)

platztechnisch bist du anscheinend auf "schmale" radis angewiesen. vlt überlegste es dir ja noch und machst dir das leben leichter, sowie die kühlung effektiver ;)

P.S. zur verschlauchung der drei radis die übereinander liegen:

es bringt zwar nicht die welt, aber es wäre sinnvoll mit dem "heißen" wasser zuerst durch den letzten radi in blasrichtung zu gehen, da da auch die wärmste luft ankommt und so noch das deltaT am größten wäre. im ersten radi der "blasrichtung" hast du dann das "kälteste" wasser, welches durch frische raumluft gekühlt wird.

im anhang ein kleines modernes kunswerk dazu ;)

wakue.jpg
heißes wasser-
 
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Hi,

naja, da die radiatoren eh übereinander liegen sind sie recht ineffektiv. du fütterst einen ja mit der abwärme des ersten usw....
Stimmt! Allerdings führe ich immer noch Wärme ab solange die Wassertemperatur über der Lufttemperatur liegt. Und da Luft ein recht schlechter Wärmeleiter ist dürfte das sooo viel gar nicht aus machen.
In der Praxis funktioniert die Kühlung auch sehr gut. Die CPU hat 59°C (nicht wenig aber das liegt wohl am Kühler) und die GPUs liegen bei rund 45°C. Das alles bei Lüfterdrehzahlen von 450 bis 800rpm.

Zu den beiden Radiatoren:
Zum einen sind die deutlich teurer, als die die ich mir gekauft habe (waren alle gebraucht) und der Zweite würde gar nicht rein passen. Ich kann das leider nicht wirklich veranschaulichen aber die Radiatoren hängen hinter meinem Monitor in nem Schrank an der Wand. Der Schrank hat eine Tiefe von 22cm. Der untere Teil vom Schrank ist nur 28cm tief (daher auch das Eigenbaugehäuse - es gibt keine Gehäuse die so kurz sind). Zwischen meiner CPU und meinem Netzteil, dass da drüber hängt habe ich ca. 2 cm Luft.
Ich habe einfach keinen Platz...

Nu gut das eigentliche Thema war ja der AGB. Inzwischen ist eine neue Dichtung drin und das Gurgeln hat aufgehört.

Gruß
Dnik
 
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Ich habe dir mal ein Bild gemalt.

Anhang anzeigen 694401

Hmm. Eigentlich würde meine ursprüngliche Diagnose auf so ein Setup nicht zustimmen.
Hat das entlüften die Überlaufprobleme beendet?


Stimmt! Allerdings führe ich immer noch Wärme ab solange die Wassertemperatur über der Lufttemperatur liegt. Und da Luft ein recht schlechter Wärmeleiter ist dürfte das sooo viel gar nicht aus machen.

Wärmeleitung spielt nur im Metal des Radiators eine Rolle. Und da ist sie von der Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Luft abhängig. Bei der Luft zählt dagegen die Wärmekapazität und die ist ziemlich niedrig. Wenn die Luft durch den ersten Radiator vorgewärmt wird, ist die Temperaturdifferenz am zweiten entsprechend niedrig und der Radiator kann kaum noch Wärme abgeben.
Er hat aber weiterhin den vollen Luftwiderstand. Stellenweise kann diese bremsende Wirkung bei gleicher Lautstärke sogar dazu führen, dass die Temperatur steigt, weil ingesamt weniger Luft bei gleicher Lüfterstärke bewegt wird.
(reichen tut es dann trotzdem. Aber man treibt Aufwand und investiert Geld, ohne davon auch nur den kleinsten Nutzen zu haben.)
 
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Hat das entlüften die Überlaufprobleme beendet?
Entweder das entlüften oder die neue Dichtung. Auf jeden Fall läuft jetzt nichts mehr über.

Das diese Konstellation weniger performant ist als eine reine Frischluftzufuhr ist klar. Zwischen den Radiatoren hängen ja auch noch mal Lüfter (also praktisch an jedem Radiator zwei Stück) die nach oben blasen. Der Luftstrom dürfte daher nicht (oder nicht bedeutend) langsamer sein als bei einer Standard Anbringung. Der erste Radiator bekommt seine Luft mit ca. 22°C und erwärmt diese durch die Wassertemperatur von ca. 32°C auf (und jetzt muss ich raten) vielleicht 26°C??! Dann ist das Delta zwischen Temperatur Wasser/Radiator und Luft aber immer noch ca. 6°C.

Naja ich glaube du weist ohnehin was ich meine... ;)

Aber wie gesagt. Das Konstrukt ist aus der Not entstanden. Diese Not heißt Platzmangel. Ansonsten wäre ich auch nie auf die Idee gekommen Lüfter in Ohrhöhe an zu bringen.

Gruß
Dnik
 
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naja, die dichtung^^

Dann ist das Delta zwischen Temperatur Wasser/Radiator und Luft aber immer noch ca. 6°C.

falsch, da das wasser ja kälter und die luft immer wärmer wird. im letzten radi jast du dann ein so geringes deltaT vlt, dass er "überflüssig" wird. es wäre wirklichinteressant die einzelnen luft- und wassertemps zu wissen.
 
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In praktisch jedem Test den ich bisher dahingehend gelesen habe wurde festgestellt das die Wassertemperatur im System um max. rund 2°C schwankt.
 
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Das maximale DeltaT der Wassertemperatur ist für übliche Konfigurationen tatsächlich nicht höher als 2-3K zwischen dem wärmsten und dem kältesten Punkt im Kreislauf - meist sogar gar nicht sauber messbar. Das kann man btw. leicht ausrechnen. Dieses DeltaT ist ausschließlich von der Wärmekapazität des Kühlmediums, vom Durchfluss (korrekt vom Volumenstrom) und von der maximalen abgeführten Wärmeleistung abhängig. Letztere ist bei CPU und GPU gleich der elektrischen Leistungen minus minimaler Strahlungsverluste und ebenso geringer Ableitung über andere Wege wie den Sockel. Die einzigen beiden Gründe die hier zu höheren Differenzen führen können, sind sehr niedriger Durchfluss und/oder Komponenten mit Verlustleistungen im kW-Bereich.

Das DeltaT zwischen Luft und Wasser (im Radiator) ist hingegen von der Raditorfläche und vor allem von dessen Belüftung abhängig. Im Prinzip gilt hier dieselbe Rechnung beim Wasser, nur sind die Variablen hier die Wärmekapazität der Luft (sehr niedrig im Vergleich zu Wasser), der durch den Radiator geförderte Volumenstrom der Luft und zu guter Letzt wieder die ins Wasser eingespeiste Wärmeleistung - nun abzüglich theoretischer jedoch kaum messbaren Mikro-Verlusten über die Oberflächen der Schläuche etc. (das wird locker durch den Wärmeeintrag der Pumpe kompensiert).

Fazit:
Das DeltaT des Wassers innerhalb des Kreislaufs ist in jeder normalen Konfiguration sehr gering - da hat dnik mit seinem Posting #35 absolut recht. Aber das ist nicht das DeltaT Wasser-Luft, um das es hier ja eigentlich ging!

Das DeltaT zwischen Wasser und Raumluft - egal wo man jetzt die Wassertemperatur misst (weil da die Unterschiede innerhalb des Kreislaufs eben sehr gering sind) - können in der Tat stark varaiieren. Zwei Gründe sind dafür verantwortlich: Zum Einen die geringe Wärmekapazität von Luft und zum Anderen der Volumenstrom der Luft, der sich über die Lüfterkennlinie, aus der Lüfterdrehzahl und dem Luftwiderstand des Radiators ergibt. Mit schnell drehenden lauten Lüftern auf einem Radiator mit relativ geringem Luftwiderstand aber dennoch viel Fläche, kann man sehr geringe DeltaT zwischen Wasser und Luft erreichen. An den theoretischen Grenzwert von Null Kelvin eines echten Gegenstrom-Radiators unendlicher Länge kommt man jedoch auch mit dem im Threadverlauf von the.hai skizzierten Pseudo-Gegenstrom-Prinzip nicht heran, denn die Einzelradiatoren sind weiterhin Querstrom-Radiatoren und unendliche Länge ist natürlich auch hier nicht gegeben. Das andere Extrem sind hingegen typische Passiv-Radiatoren wie die Cape Coras (im Übrigen ist diese Bauform im Wakü-Bereich die einzige die tatsächlich das Gegenstromprinzip umsetzt). Trotz Gegenstrom erreicht man hier jedoch sehr große DeltaT-Werte zwischen Wasser und Luft, weil die die Strömungsgeschwindigkeit durch reine Konvektion extrem gering ist und von quasi-unendlicher Länge ist man natürlich auch meilenweit entfernt.

Festzuhalten ist letztlich, dass das DeltaT von Wasser zu Luft stark variieren kann, weil die Wärmekapazität von Luft recht schlecht ist und die Volumenströme die man an den Kühlflächen vorbei führen kann, mit Art und Stärke der Belüftung extrem stark variieren. Anders sieht es beim DeltaT zwischen der höchsten und niedrigsten Wassertemperaur im Kreislauf aus. Wenn o. g. Extremsituationen (sehr geringer Durchfluss und sehr hohe Wärmeabgabe) nicht vorliegen und der Kreislauf normal konfiguriert ist, kann man die reinen Wasser-Temperaturdiffernzen vernachlässigen. Deshalb ist die Reihenfolge der Komponenten im Wasserkreislauf normalerweise auch nicht relevant.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Die Coras dürften in der Regel im Parallelstrom betrieben werden, weil man sie sonst nicht entlüftet bekommt ;)
(Und einen Cora HF würde ich, ohne eine Verstärkung/Sicherung sämtlicher Verbindungen auch nicht schütteln und drehen wollen, während das System läuft...)
 
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