Auffälligkeiten nach erstem gemäßigtem OC

Nikmido

Freizeitschrauber(in)
Auffälligkeiten nach erstem gemäßigtem OC

Hi,

Die letzten Tage habe ich mich mal ans OC bei meinem 6600K herangetastet und es war gar nicht so schwer, wie ich anfangs befürchtet hatte :D. Allerdings sind mir jetzt einige Dinge aufgefallen, die mir suspekt erscheinen:

1. Sowohl CPU-Z als auch HWMonitor zeigen mir in unregelmäßigen Abständen im Idle-Betrieb "Ausreißer" des Taktes nach oben an. Grundsätzlich taktet sich die CPU im Idle auf 800 Mhz runter, dort verweilt sie dann für 3-5 Sekunden, scheint dann für ~1 Sekunde auf über 1000 Mhz (manchmal sogar über 3000 Mhz) hochzugehen, um bei der nächsten Sensorenaktualisierung dann wieder 800 Mhz Takt anzugeben. Ist das ein Auslesefehler von oben genannten Programmen oder wie lässt sich das erklären? Ich erwähne es deswegen, weil mir das als mehr oder weniger "Laie" nicht grade förderlich für Lebensdauer und Temperatur der CPU erscheint.

2. Die Gehäuselüfter drehen sich seit dem ersten Starten nach Übertaktung (im Idle) permanent schneller und damit auch lauter. Ich weiß nicht, ob das mit meinem erstgenannten Problem irgendwie in Zusammenhang steht und leider habe ich auch keine Vergleichswerte der Umdrehungen, weil mir die Lüfter in HWM nicht angezeigt werden. Muss ich mir hier Sorgen machen?

3. Das Booten dauert seit dem Übertaktungsversuch ~5 Sekunden länger als vorher. Und zwar nicht die Zeit vom Windows Logo bis zum Desktop, sondern die Zeit vom Drücken des Power-Knopfs bis zum Erscheinen des Bildschirms "drücken Sie DEL oder F2 um ins BiOS zu gelangen (oder so ähnlich) ". Stört mich nicht, könnte aber ja auf Unregelmäßigkeiten hinweisen?.


Wie gesagt, das ist das erste mal, dass ich mich mit OC beschäftige, weshalb manchen dieses Thema vielleicht für unnötig halten, aber ich möchte eben auf Nummer sicher gehen. Außerdem möchte ich noch anmerken, dass sich die Beobachtungen alle auf den Idle-Betrieb beziehen. Habe einen 1h Stresstest mit RealBench durchgeführt und die Temperaturen gingen nicht über 51° (BCLK = 100 Mhz; Core Voltage = 1.200 V; Multiplikator bei allen Kernen = 40). Auch ansonsten scheint alles rund zu laufen, aber als Grünschnabel ist man eben schnell mal beunruhigt bei solchen Sachen :).


Danke schonmal im Voraus für eure Hilfe und frohe Ostern!
 
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1. Sowohl CPU-Z als auch HWMonitor zeigen mir in unregelmäßigen Abständen im Idle-Betrieb "Ausreißer" des Taktes nach oben an. Grundsätzlich taktet sich die CPU im Idle auf 800 Mhz runter, dort verweilt sie dann für 3-5 Sekunden, scheint dann für ~1 Sekunde auf über 1000 Mhz (manchmal sogar über 3000 Mhz) hochzugehen, um bei der nächsten Sensorenaktualisierung dann wieder 800 Mhz Takt anzugeben. Ist das ein Auslesefehler von oben genannten Programmen oder wie lässt sich das erklären? Ich erwähne es deswegen, weil mir das als mehr oder weniger "Laie" nicht grade förderlich für Lebensdauer und Temperatur der CPU erscheint.

Das ist ganz normal. Wenn du bei Windows in den Energiesparoptionen "Höchstleistung" einstellst, sollte das nicht mehr vorkommen.
 
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Nach jedem Übertaktungs-Versuch würde ich gründlich prüfen, ob der PC noch völlig stabil läuft. Dazu eignen sich die beiden kleinen Tools "Prime95" und "Memtest86+" hervorragend. Ersteres kann man einfach unter Windows starten. Letzteres läuft leider nicht unter Windows, man muss es von einem bootbaren USB-Stick oder einer bootbaren CD/DVD starten.

Wenn du beide Programme eine Weile (vllt. ca. eine Stunde) hast laufen lassen, und keine Fehler kamen, ist dein PC noch stabil, und die Übertaktung ist so Ok. Wenn irgendwo Fehler gemeldet werden, war die Übertaktung zu stark, und du musst den Takt etwas reduzieren - oder die Spannungen etwas erhöhen, um den Takt zu schaffen.
 
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Na, auf prime und Memtest würde ich mich nicht unbedingt verlassen. BF4 hat mir schon öfters den Rechner zum Abstürzen gebracht, wo prime und Memtest mehrere Stunden fehlerfrei liefen. :D
 
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Na, auf prime und Memtest würde ich mich nicht unbedingt verlassen. BF4 hat mir schon öfters den Rechner zum Abstürzen gebracht, wo prime und Memtest mehrere Stunden fehlerfrei liefen. :D

Gilt halt bis heute auch im professionellen Bereich als das Maß der Dinge, wenn es um Stabilitäts-Tests geht. Ich arbeite in der Branche "wissenschaftliches Rechnen", wo es natürlich sehr wichtig ist, dass die Rechner stabil laufen, weil sonst die Ergebnisse zweifelhaft sind. Und ich wüsste keinen zuverlässigeren Test als die Kombination "Prime / Memtest". Beide Programme sind so aufgebaut, dass selbst ein einzelner Bit-Fehler (also ein Bit klappt im RAM oder bei der CPU-Berechnung versehentlich um) zuverlässig erkannt werden kann. Das liegt daran, dass z.B. beim Mersenne Twister-Algorithmus, den Prime95 benutzt, alle Ergebnisse aufeinander aufbauen. Eine einzelne falsche Berechnung verändert immer auch das Endergebnis.

Ein Absturz einer einzelnen Anwendung (in diesem Fall BF4) kann verschiedenste Gründe haben. Das kann z.B. auch einfach an einem schlecht programmierten Spiel oder z.B. an einem Problem im Treiber liegen. Wenn Prime und Memtest stundenlang fehlerfrei laufen und BF4 dann abstürzt, dann liegt der Absturz höchstwahrscheinlich nicht an einem Hardware-Fehler oder einer zu hohen Übertaktung.
 
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Beim Starten ist kurz Strom da, die Lüfter gehen an, dann wieder aus und nach wenigen Sekunden erfolgt der reguläre Boot. Irgendwie kommt´s mir so vor wie ein Auto, dass erst beim 2. Starten anspringt, allerdings muss ich den Power-Knopf nur einmal drücken. Was soll mir das sagen?
 
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Dann schafft der Rechner keinen Start mit deinen Einstellungen und schaltet auf Standard zurück. Gib dem Prozessor mehr Saft oder geh mit dem Multiplikator zurück.
 
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Hey @SFT-GSG danke erstmal für den Tipp. Leider haben beide Maßnahmen nicht geholfen. Bin mit der Spannung auf 1,250 V hoch und weiterhin das gleiche Problem (Multiplikator von 40 auf allen Kernen). Auch als ich den Multiplikator auf 38 gesetzt habe, trat dieser "Fehler" weiterhin auf (Kernspannung 1,225 V). Kann es sein, dass auch 1,250 V noch zu wenig sind? Würde mir sehr komisch vorkommen.

Außerdem: Du sagst, es wird auf Standard zurück geschaltet: Gilt das denn nur für die Sekunden während dem Boot? Denn CPU-Z und HWMonitor zeigen an, dass der Prozessor mit 4 Ghz und einer Core-Voltage von 1,2 V läuft. Auch beim Stresstest mit Realbench läuft alles reibungslos (1h) und die CPU wird nicht wärmer als 55°. Könnte natürlich auch mit Prime95 oder Memtest, wie oben von anderen vorgeschlagen, testen, aber macht das einen Unterschied bzw. hilft mir das bei meinem Problem überhaupt weiter?

MfG

Edit: Habe übrigens auch das XMP Profile für den RAM vorerst deaktiviert, der läuft nun wieder mit 2133 Mhz und 1,2 V um ihn als Fehlerquelle auszuschließen.
 
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