Außerdem bezog ich das auf die Kosten vom Strom, würde er ausschließlich ökologisch hergestellt. Dann hätten auch Unternehmen ein Problem, denn mit steigenden Betriebskosten werden die Produkte teurer - und sind nicht mehr so konkurrenzfähig auf dem Markt. Das heißt du fliegst dann raus - Personalabbau. Oder Strom würde von billigen ausländischen Kernkraftwerken gekauft. Somit hätten wir mit unserem tollen Ökostrom wieder nichts erreicht.

Mitdenken ist angesagt!
Könnte man günstig, dauerhaft und verlässlich Ökostrom herstellen sieht das ganz anders aus.
wer bitte denkt an die Umwelt wenn der Jetzigen Produzierte Strom 10 Fach billiger ist als der Ökö. In einer Freien Marktwirtschaft geht es um Nachfrage und Angebot....! Jedenfalls in einem Kapitalistischensystem...
Erst wenn die Nachfrage nach Ökö in einer Gesellschaft steigt kann man an einem solchen System denken.
Für kapitalistische Systeme mag sowas gelten. In einem materialistischen System sind kompensierbare und zeitlich befristete Effekte wie hohe Produktionskosten, teure Arbeitsplätze oder mangelnde Nachfrage vernachlässigbar gegenüber irreparablen Effekten wie zerstörte oder verstrahlte Ökosphäre, Ausrottung, etc. .
Dieser Planet kümmert sich relativ wenig um theoretische Konzepte wie "Kapitalismus". Aber er kann sich auf die Naturgesetze verlassen.
Die jetzigen (kleinen) Versuchsreaktoren laufen zum Teil schon über stunden stabil, die größeren starten immerhin.
Hierzu hätte ich gerne einen Link oder eine Referenz in einem brauchbaren wissenschaftlichen Magazin.
Sollte diese nicht geliefert werden können, erlaube ich mir, diese Behauptung als dreiste Lüge zu bezeichnen, deren bodenlose Frechheit ich mir, in einer Zeit, in der es noch nicht einmal gelungen ist, einen auch nur für eine Minute konstanten, selbst erhaltenen Fusionsprozess künstlich herzustellen, verbitte.
Wind und Sonnenenergie ist für Deutschland unnütz. Wir haben weder viel Wind noch viel Sonne.
Wir haben genug Wind und Sonne um daraus >50% unseres Strombedarfs zu decken und das unter ausschließlicher Nutzung optimal ausgerichteter Dächer und nach eher konservativen, von der Regierung in Auftrag gegebenen Studien.
Andere Untersuchungen sprechen von deutlich mehr und wir haben weiterhin enormes Einsparpotential, gerade auch im privaten Sektor.
Als Überbrückung bis zu den ersten kommerziell nutzbaren Fusionsreaktoren müssen konventionelle Spaltungsreaktoren herhalten. Die Reste können möglicherweise sogar in den Fusionskraftwerken "eingekocht" werden.
Klar. Warum sollte man Fusionsreaktoren nicht auch mit Kalziumcarbonat betreiben können, anstatt mit Tritium?
Das Problem bei der Sache: Unsere Grünen wissen nichts von Fusionsenergie. Alles mit "Atom" im Wort klingt böse. Der übliche Grünenwähler ist Sozialpädagoge oder Symphatisiant, solche Leute haben traditionell kein überragendes Technikverständnis.
Ich bin kein Pädagoge und finde ettliche Vertreter der Gattung auch nicht sonderlich sympathisch. Mein Technikverständniss reicht immerhin für Artikel in der PCGH - und um die Unzulänglichkeiten in deinen technischen Ausführungen hier zu erkennen.
Das ich trotzdem Grün wähle könnte darin liegen, dass meine Kenntnisse im Bereich Biologie und Ökologie deutlich besser sind und meine Kenntnisse im Bereich Klimatologie und Ozeanographie zumindest ausreichend.
Im Zweifelsfall kommt man aber auch schon mit rationalem, wissenschaftlichem Denken sehr weit.
man könnte aber nach heutigem stand der technik super sichere anlagen bauen. und klar, abgebaut werden muß es, aber die dinger halten dann auch ein paar jahre.
Blöde Frage: Wenn man alle naslang neue, "supersichere" (ich denk, die aktuell verwendeten sind "supersicher"? Und die in den 60er Jahren gebauten waren auch "supersicher") Anlagen baut: Was macht man dann mit den alten?
Und wieviele "supersichere" Anlagen muss man wohl bauen, um den Atommüll von Jahrhunderten zu lagern?
Und was kostet das alles? (Sowohl in € als auch in Material als auch in Platz als auch in Arbeitsstunden)
Ich habe mal ein AKW besichtigt. Völlig redundante Notstromreaktoren, Erdbebensicher, Bullen mit MGs, Flugzeugabsturzsicher, drei getrennte Kühlkreisläufe, Tore welche Panzer aufhalten würden (Ein Meter Dicker Stahl allein bei den Toren, darum Wassergräben),... Bei Stromausfall oder sonstigen Unfällen fallen direkt die Uranstäbe aus dem Becken,...
Da hast du offensichtlich ein seltenes Exemplar besichtigt.
Denn in Deutschland siehts vielerorts so aus:
- Nicht Flugzeugsicher
- eingeschränkt Erdbebensicher
- Zugangssperren werden problemlos von einer kleinen Gruppe von Greenpeaceaktivisten überwunden, ohne dass es auch nur zu leichten Verletzungen kommt
- Not(strom)systeme z.T. nicht einsatzbereit, z.T. in gleichen Räumlichkeiten wie Hauptsysteme untergebracht.
Dazu fällt auf, dass du nur eine einzige Maßnahme genannt hast, die die Sicherheit der Kerntechnik als solche betrifft.
(und die hör ich heute ehrlich gesagt zum ersten Mal - ein Kraftwerk, wo die Brennstäbe rausfallen können? Da hätte ich gerne mal genannt, welches das wäre. Alle mir bekannten Typen sind unten geschlossen und bestenfalls fallen Regelstäbe rein. Wie z.B. in Tschernobyl)
ähm mal zur erklärung: da gabs kein feuerwerk..
da ist damals nur etwas primäre kühlflüssigkeit ausgelaufen, die hochgradig radioaktiv war... aber das reichte schon um das umland für jahrhunderte zu kontaminieren.
Äh - ja.
Ein bißchen Kühlflüssigkeit ist ausgelaufen.
Weil der Kerngeschmolzen ist und eine Dampfexplosion den halben Reaktorkern sowie große Teile des Reaktorgebäudes pulverisiert haben, so für eine nicht unerhebliche Zeit eine Kernreaktion unter offenem Himmel stattfand.
Ein Großbrand des so entstandenen Trümmerhaufens könnte auch noch ein bißchen zur Verteilung beigetragen haben.
Die ausgetrene Kühlflüssigkeit (deren Schäden tatsächlich nicht zu verachten sind) war übrigens so hochradiaktiv, dass es Tauchern gelungen ist, die entsprechenden Notventile manuell zu öffnen. (okay: zurückgekommen von denen ist keiner. Aber ein Teil der Arbeiter, die die ersten Aufräumarbeiten gemacht haben, hat auch nicht wesentlich länger überlebt - und die haben aus ettlichen Metern Entfernung und indirekt an "ihrer" Strahlungsquelle gearbeitet, anstatt drin einzutauchen)
50 halte ich für realistisch wenn man sich die Fortschritte in den letzten Jahren anschaut. Alternativen gibt es nicht.
Äh - Alternativen auf dem Niveau von "ich hoffe, dass es in der doppelten Entwicklungszeit endlich klappt" gibt es ehrlich gesagt wie Sand am Meer.
ne, die würden sowas nicht zulassen solange man mit fossilen brennstoffen noch gewinn schlagen kann. stellt euch mal vor, in jedem neuen auto ein kleiner mini-fussionsreaktor mit dem man 300.000 km fahren kann.. ohne einmal eine tanke zu besuchen.
Die kompakteste uns bekannte Fusionsanlage macht >99,9% der Gesamtmasse unseres Planetensystems aus.
Mobile Anwendungen sind so schnell nicht zu erwarten, selbst mobile Fissionsanlagen, die ungleich kompakter ausfallen können, würden nicht auf unsere Straßen passen. (jedenfalls nicht die mit Strahlungsschutz)
Werden sich die afrikanischen Staaten sich das nicht gut bezahlen lassen wenn wir dort Solaranlagen aufstellen?
Zudem muss die Region dann gut geschützt werden.
Sie werden es sich so gut bezahlen lassen, wie möglich - also für unsere Verhältnisse eher billig.
Schutzmaßnahmen sind, bei den derzeitigen Plänen, auch kein Problem. Die Rechtslage in Lybien lässt sehr, sehr effektive (auch kosteneffektive) Sicherheitsmaßnahmen zu, wenn man sich mit Gaddafi versteht. (was man ja -solar hin- oder her- schon wegen seiner Ölvorkommen gerne macht)
Die Teilchen müssen nah genug beieinander sein um tunneln zu können, dadurch kann man bei wesentlich niedrigeren Temperaturen Wasserstoff brennen als ohne (sonst würde auch die Temperatur der Sonne nicht für eine stabile Fusion reichen)
Dummerweise haben wir keine Technik, die bei den mindestens benötigten Temperaturen noch dauerhaft Druck ausüben kann. Deswegen bleibt nur der Weg über noch höhere Temperaturen bei geringem Druck.
Klingt nicht nach guten Erfolgsaussichten.
Was die Praxis ja auch bestätigt.
nur die niederenergetischten Prozesse können (wenn überhaupt) technisch genutzt werden.
"wenn überhaupt"?
Ich denke, dass wäre DIE Zukunftslösung, auf die wir uns total verlassen können, weswegen wir uns weder sorgen machen müssen noch die einzig andere Option in Angriff nehmen sollten?