Atomenergie/Energiepolitik

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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

hach, was soll man dazu noch sagen. manche lernens wohl nie. oder erst, wenns zu spät ist. aber dann ist es zu spät....:ugly:
 
Außerdem bezog ich das auf die Kosten vom Strom, würde er ausschließlich ökologisch hergestellt. Dann hätten auch Unternehmen ein Problem, denn mit steigenden Betriebskosten werden die Produkte teurer - und sind nicht mehr so konkurrenzfähig auf dem Markt. Das heißt du fliegst dann raus - Personalabbau. Oder Strom würde von billigen ausländischen Kernkraftwerken gekauft. Somit hätten wir mit unserem tollen Ökostrom wieder nichts erreicht.:daumen2: Mitdenken ist angesagt!
Könnte man günstig, dauerhaft und verlässlich Ökostrom herstellen sieht das ganz anders aus.

wer bitte denkt an die Umwelt wenn der Jetzigen Produzierte Strom 10 Fach billiger ist als der Ökö. In einer Freien Marktwirtschaft geht es um Nachfrage und Angebot....! Jedenfalls in einem Kapitalistischensystem...
Erst wenn die Nachfrage nach Ökö in einer Gesellschaft steigt kann man an einem solchen System denken.

Für kapitalistische Systeme mag sowas gelten. In einem materialistischen System sind kompensierbare und zeitlich befristete Effekte wie hohe Produktionskosten, teure Arbeitsplätze oder mangelnde Nachfrage vernachlässigbar gegenüber irreparablen Effekten wie zerstörte oder verstrahlte Ökosphäre, Ausrottung, etc. .

Dieser Planet kümmert sich relativ wenig um theoretische Konzepte wie "Kapitalismus". Aber er kann sich auf die Naturgesetze verlassen.


Die jetzigen (kleinen) Versuchsreaktoren laufen zum Teil schon über stunden stabil, die größeren starten immerhin.

Hierzu hätte ich gerne einen Link oder eine Referenz in einem brauchbaren wissenschaftlichen Magazin.
Sollte diese nicht geliefert werden können, erlaube ich mir, diese Behauptung als dreiste Lüge zu bezeichnen, deren bodenlose Frechheit ich mir, in einer Zeit, in der es noch nicht einmal gelungen ist, einen auch nur für eine Minute konstanten, selbst erhaltenen Fusionsprozess künstlich herzustellen, verbitte.


Wind und Sonnenenergie ist für Deutschland unnütz. Wir haben weder viel Wind noch viel Sonne.

Wir haben genug Wind und Sonne um daraus >50% unseres Strombedarfs zu decken und das unter ausschließlicher Nutzung optimal ausgerichteter Dächer und nach eher konservativen, von der Regierung in Auftrag gegebenen Studien.
Andere Untersuchungen sprechen von deutlich mehr und wir haben weiterhin enormes Einsparpotential, gerade auch im privaten Sektor.

Als Überbrückung bis zu den ersten kommerziell nutzbaren Fusionsreaktoren müssen konventionelle Spaltungsreaktoren herhalten. Die Reste können möglicherweise sogar in den Fusionskraftwerken "eingekocht" werden.

Klar. Warum sollte man Fusionsreaktoren nicht auch mit Kalziumcarbonat betreiben können, anstatt mit Tritium?
:rollen: :rollen:

Das Problem bei der Sache: Unsere Grünen wissen nichts von Fusionsenergie. Alles mit "Atom" im Wort klingt böse. Der übliche Grünenwähler ist Sozialpädagoge oder Symphatisiant, solche Leute haben traditionell kein überragendes Technikverständnis.

Ich bin kein Pädagoge und finde ettliche Vertreter der Gattung auch nicht sonderlich sympathisch. Mein Technikverständniss reicht immerhin für Artikel in der PCGH - und um die Unzulänglichkeiten in deinen technischen Ausführungen hier zu erkennen.
Das ich trotzdem Grün wähle könnte darin liegen, dass meine Kenntnisse im Bereich Biologie und Ökologie deutlich besser sind und meine Kenntnisse im Bereich Klimatologie und Ozeanographie zumindest ausreichend.
Im Zweifelsfall kommt man aber auch schon mit rationalem, wissenschaftlichem Denken sehr weit.


man könnte aber nach heutigem stand der technik super sichere anlagen bauen. und klar, abgebaut werden muß es, aber die dinger halten dann auch ein paar jahre.


Blöde Frage: Wenn man alle naslang neue, "supersichere" (ich denk, die aktuell verwendeten sind "supersicher"? Und die in den 60er Jahren gebauten waren auch "supersicher") Anlagen baut: Was macht man dann mit den alten?

Und wieviele "supersichere" Anlagen muss man wohl bauen, um den Atommüll von Jahrhunderten zu lagern?
Und was kostet das alles? (Sowohl in € als auch in Material als auch in Platz als auch in Arbeitsstunden)

Ich habe mal ein AKW besichtigt. Völlig redundante Notstromreaktoren, Erdbebensicher, Bullen mit MGs, Flugzeugabsturzsicher, drei getrennte Kühlkreisläufe, Tore welche Panzer aufhalten würden (Ein Meter Dicker Stahl allein bei den Toren, darum Wassergräben),... Bei Stromausfall oder sonstigen Unfällen fallen direkt die Uranstäbe aus dem Becken,...

Da hast du offensichtlich ein seltenes Exemplar besichtigt.
Denn in Deutschland siehts vielerorts so aus:
- Nicht Flugzeugsicher
- eingeschränkt Erdbebensicher
- Zugangssperren werden problemlos von einer kleinen Gruppe von Greenpeaceaktivisten überwunden, ohne dass es auch nur zu leichten Verletzungen kommt
- Not(strom)systeme z.T. nicht einsatzbereit, z.T. in gleichen Räumlichkeiten wie Hauptsysteme untergebracht.

Dazu fällt auf, dass du nur eine einzige Maßnahme genannt hast, die die Sicherheit der Kerntechnik als solche betrifft.
(und die hör ich heute ehrlich gesagt zum ersten Mal - ein Kraftwerk, wo die Brennstäbe rausfallen können? Da hätte ich gerne mal genannt, welches das wäre. Alle mir bekannten Typen sind unten geschlossen und bestenfalls fallen Regelstäbe rein. Wie z.B. in Tschernobyl)

ähm mal zur erklärung: da gabs kein feuerwerk..
da ist damals nur etwas primäre kühlflüssigkeit ausgelaufen, die hochgradig radioaktiv war... aber das reichte schon um das umland für jahrhunderte zu kontaminieren.

Äh - ja.
Ein bißchen Kühlflüssigkeit ist ausgelaufen.
Weil der Kerngeschmolzen ist und eine Dampfexplosion den halben Reaktorkern sowie große Teile des Reaktorgebäudes pulverisiert haben, so für eine nicht unerhebliche Zeit eine Kernreaktion unter offenem Himmel stattfand.
Ein Großbrand des so entstandenen Trümmerhaufens könnte auch noch ein bißchen zur Verteilung beigetragen haben.

Die ausgetrene Kühlflüssigkeit (deren Schäden tatsächlich nicht zu verachten sind) war übrigens so hochradiaktiv, dass es Tauchern gelungen ist, die entsprechenden Notventile manuell zu öffnen. (okay: zurückgekommen von denen ist keiner. Aber ein Teil der Arbeiter, die die ersten Aufräumarbeiten gemacht haben, hat auch nicht wesentlich länger überlebt - und die haben aus ettlichen Metern Entfernung und indirekt an "ihrer" Strahlungsquelle gearbeitet, anstatt drin einzutauchen)


50 halte ich für realistisch wenn man sich die Fortschritte in den letzten Jahren anschaut. Alternativen gibt es nicht.

Äh - Alternativen auf dem Niveau von "ich hoffe, dass es in der doppelten Entwicklungszeit endlich klappt" gibt es ehrlich gesagt wie Sand am Meer.


ne, die würden sowas nicht zulassen solange man mit fossilen brennstoffen noch gewinn schlagen kann. stellt euch mal vor, in jedem neuen auto ein kleiner mini-fussionsreaktor mit dem man 300.000 km fahren kann.. ohne einmal eine tanke zu besuchen.

Die kompakteste uns bekannte Fusionsanlage macht >99,9% der Gesamtmasse unseres Planetensystems aus.
Mobile Anwendungen sind so schnell nicht zu erwarten, selbst mobile Fissionsanlagen, die ungleich kompakter ausfallen können, würden nicht auf unsere Straßen passen. (jedenfalls nicht die mit Strahlungsschutz)


Werden sich die afrikanischen Staaten sich das nicht gut bezahlen lassen wenn wir dort Solaranlagen aufstellen?
Zudem muss die Region dann gut geschützt werden.

Sie werden es sich so gut bezahlen lassen, wie möglich - also für unsere Verhältnisse eher billig.
Schutzmaßnahmen sind, bei den derzeitigen Plänen, auch kein Problem. Die Rechtslage in Lybien lässt sehr, sehr effektive (auch kosteneffektive) Sicherheitsmaßnahmen zu, wenn man sich mit Gaddafi versteht. (was man ja -solar hin- oder her- schon wegen seiner Ölvorkommen gerne macht)


Die Teilchen müssen nah genug beieinander sein um tunneln zu können, dadurch kann man bei wesentlich niedrigeren Temperaturen Wasserstoff brennen als ohne (sonst würde auch die Temperatur der Sonne nicht für eine stabile Fusion reichen)

Dummerweise haben wir keine Technik, die bei den mindestens benötigten Temperaturen noch dauerhaft Druck ausüben kann. Deswegen bleibt nur der Weg über noch höhere Temperaturen bei geringem Druck.

Klingt nicht nach guten Erfolgsaussichten.
Was die Praxis ja auch bestätigt.

nur die niederenergetischten Prozesse können (wenn überhaupt) technisch genutzt werden.

"wenn überhaupt"?
Ich denke, dass wäre DIE Zukunftslösung, auf die wir uns total verlassen können, weswegen wir uns weder sorgen machen müssen noch die einzig andere Option in Angriff nehmen sollten?
 
ich sag, nur ein wenig kühlflüßigkeit durch ein leg.. das es dabei zu einer kernschmelze kam, who cares? das mit den tauchern wußt ich noch gar nicht.. aber wie blöd muß man sein um da zu tauchen..
 
Hierzu hätte ich gerne einen Link oder eine Referenz in einem brauchbaren wissenschaftlichen Magazin.
Sollte diese nicht geliefert werden können, erlaube ich mir, diese Behauptung als dreiste Lüge zu bezeichnen, deren bodenlose Frechheit ich mir, in einer Zeit, in der es noch nicht einmal gelungen ist, einen auch nur für eine Minute konstanten, selbst erhaltenen Fusionsprozess künstlich herzustellen, verbitte.

Da wirst du aber nichts zu finden, bzw. man wird dir nichts anbieten können.
Der derzeitige Stand der Technik ist folgender (und ich weiß das, weil ich erst vor recht kurzer Zeit einen Fusionsreaktor besucht habe):
Die Kernfusion läuft bei allen Reaktoren mit einem Deuterium-Tritium Prozess ab, alles andere hat sich als komplett nicht brauchbar entpuppt.
Durch Tritium entsteht schweineviel Radioaktivität.
Schon bei der Herstellung von Tritium ist Vorsicht angesagt (man kan es leider nicht aus dem Wasser der Ozeane gewinnen, im Gegensatz zu Deuterium).
Eine Halbwertszeit von 12 Jahren unterliegt Tritium, nach 4 Jahren wird es aber schon unbrauchbar und muss neu angereichert werden.
Der Fusionsprozess kann derzeit für maximal einige Sekunden so aufrecht gehalten werden, dass tatsächlich mehr Energie entsteht als über die Magnetspulen hineingepumpt werden muss.
Alles was darüber liegt kostet mehr Energie als es nutzt (teilweise so extrem, dass man ein extra Kraftwerk anwerfen muss, das in der Nähe steht, um die Anlage mit ausreichend Strom versorgen zu können).

Vom Iter erhofft man sich nun, dass man den Fusionsprozess in den nöchsten 30 Jahren zumindest auf eine Minute stabil hinbekommt.
Leidere laufen die Kosten schon jetzt extrem aus dem Ruder.
Da die Magnetspulen durch die Radioaktivität des Tritium stark angegriffen werden. Sie haben nur eine Haltbarkeit von einigen Stunden bis Tagen und müssen dann ausgetauscht werden.
Für einen langfristigen Gebraucht müssen erst neue Materialen und Verarbeitungstechnologien entwickelt werden.

Ich bin kein Pädagoge und finde ettliche Vertreter der Gattung auch nicht sonderlich sympathisch. Mein Technikverständniss reicht immerhin für Artikel in der PCGH - und um die Unzulänglichkeiten in deinen technischen Ausführungen hier zu erkennen.
Das ich trotzdem Grün wähle könnte darin liegen, dass meine Kenntnisse im Bereich Biologie und Ökologie deutlich besser sind und meine Kenntnisse im Bereich Klimatologie und Ozeanographie zumindest ausreichend.
Im Zweifelsfall kommt man aber auch schon mit rationalem, wissenschaftlichem Denken sehr weit.

Ich habe ebenfalls die Grünen gewählt und bin weder Sozialpädagoge noch Germanistikstudent.
Glücklicherweise habe ich aber von Kernphysik und Quantentheorie noch weniger Ahnung als ein Sympathisant. :schief:
Ist alles ins Blaue hineingeraten. :ugly:

Dummerweise haben wir keine Technik, die bei den mindestens benötigten Temperaturen noch dauerhaft Druck ausüben kann. Deswegen bleibt nur der Weg über noch höhere Temperaturen bei geringem Druck.

Die Technik wird es auch nicht geben.
Dazu müssten wir eine künstliche Raumzeitsingularität erzeugen, die dann die Protiumisotope (und davon gibts reichlich :D) an sich bindet und sie verschmelzen lässt.
Leider haben Raumzeitsingularitäten die Angewohnheit, die gewonnene Energeie für sich zu behalten. ;)

Also bleibt uns nichts anderes übrig, als die Temperatur so weit zu erhöhen, dass die Geschwindigkeit der Wasserstoffisotope so weit zunimmt, dass sie die starke Wechselwirkung überwinden können, dann wird ein (oder zwei oder drei :schief:) Gammaquant abgegeben.
Muss ich erwähnen, dass ein Gammaquant nicht gerade vorteilhaft für die Anlage ist? :D
Der Gammaquantenaustritt aus dem Zentrum der Sonne wird durch ihre Masse sehr stark abgemildert, die Gammaquanten wechselwirken mit der Sonnenmaterie und herauskommt ein relativ "energiearmer" Sonnenwind plus ein paar "lose" Strahlen über das gesamte elektromagnetische Spektrum. :ugly:

Das mit den Gammaquanten ist aber nicht das Hauptproblem, sondern auch die frei werdenen Neutronen, die sich ja nicht mit dem Magnetfeld einfangen lassen. Sie durchdringen das Blanket und wechselwirken mit der Materie.
Eigentlich sollten die Neutronen die Energie übertragen, die man für die Energiegewinnung braucht, aber bei längerem Prozess hat man festgestellt, dass die Neutronen so viel Energie besitzten, dass sie die Materie aufspalten können, bzw. radioaktive Isotope entstehen lassen.
 
ich sag, nur ein wenig kühlflüßigkeit durch ein leg.. das es dabei zu einer kernschmelze kam, who cares? das mit den tauchern wußt ich noch gar nicht.. aber wie blöd muß man sein um da zu tauchen..
Ohne die Taucher hätte es in Tschernobyl eine zweite thermonukleare Explosion gegeben, gegen die Hiroshima wohl wie ein Feuerwerk ausgesehen hätte, mit entsprechenden Folgen. Sei also froh, dass es diese Helden gab, die die ******** der oberen Führung ausgelöffelt haben.
 
zum Thema Fusion:
Das deutsche Fusionskraftwerk in Greifswald (Versuchsanlage) soll 2013 so weit sein, dass es ans Netz gehen kann.
Der Fusionsprozess ist noch nicht dauerhaft, aber teils über eine halbe Stunde stabil.

Einen Link kann ich nicht erbringen, da ich dieses Wissen durch ein Gespräch mit einem Ingenieur erlangte, der dort arbeitet und den ich zufällig auf einer Hochzeit traf.

zum Thema Links:
ARD, 30.09., "Jenseits der Mauer" 20:15, danach "Trennung von Staatswegen"
Genau deshalb werde ich nie Links wählen (auch wenn die anderes behaupten).

PS: Wenn ich eins mehr hasse als den Tod, dann ist es als Lügner abgestraft zu werden.
Herr Moderator, sie meinten wohl eher eine nicht verifizierte Information?:D
 
Zuletzt bearbeitet:
zum Thema Fusion:
Das deutsche Fusionskraftwerk in Greifswald (Versuchsanlage) soll 2013 so weit sein, dass es ans Netz gehen kann.
Der Fusionsprozess ist noch nicht dauerhaft, aber teils über eine halbe Stunde stabil.

Einen Link kann ich nicht erbringen, da ich dieses Wissen durch ein Gespräch mit einem Ingenieur erlangte, der dort arbeitet und den ich zufällig auf einer Hochzeit traf.

Die machen da Grundlagenforschung, mehr nicht.
Ab 2014 soll da mit einem Stellarator geforscht werden.
Von den konstruktiven Schwächen eines Stellarators habe ich ja schon erzählt.
20 Jahre und 10 Milliarden Euro später wird man erkennen, dass der Stellarator zu anfällig ist. ;)
 
20 Jahre und 10 Milliarden Euro später wird man erkennen, dass der Stellarator zu anfällig ist. ;)

Im Vergleich zu Banken wie der Hypo-Real Estate ein echtes Schnäppchen. Ich haben von Forschungsreaktoren (recht klein, weit von einem positiven wirkungsgrad gelesen), die über Stunden stabil laufen. Kein Wunder, die Spulen werden bei den kleinen Reaktoren kaum belastet.

Ich weiß nicht, ob ich den ersten kommerziell nutzbaren Fusionsreaktor noch miterlebe. Jedoch haben wir es geschafft auf dem Mond zu landen, USB-Sticks zu bauen auf denen man eine ganze Bibliothek an Büchern speichern kann,... warum sollte nicht irgendwann die Fusionsenergie funktionieren?

Und sobald die Grünen merken, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, werden auch diese Leute merken, dass man nicht einfach alle AKWs abschalten kann.
 
Im Vergleich zu Banken wie der Hypo-Real Estate ein echtes Schnäppchen. Ich haben von Forschungsreaktoren (recht klein, weit von einem positiven wirkungsgrad gelesen), die über Stunden stabil laufen. Kein Wunder, die Spulen werden bei den kleinen Reaktoren kaum belastet.

Aber sie laufen nicht über Stunden, woher hast du das?
Und die Belastung der Magnetspulen ist sehr groß, man muss sie ständig austauschen und du kannst dir ja ausrechnen, was eine supraleitfähige Magnetspule kostet, die einige Tesla an Leistung hat. ;)
Von der Energiebilanz rede ich da noch nicht mal.

Vor einigen Jahren war ich ebenfalls von der Fusionsenergie überzeugt, doch dann erfuhr ich, wie es technisch damit aussieht und wie die Perspektiven sind. :(

Ich weiß nicht, ob ich den ersten kommerziell nutzbaren Fusionsreaktor noch miterlebe. Jedoch haben wir es geschafft auf dem Mond zu landen, USB-Sticks zu bauen auf denen man eine ganze Bibliothek an Büchern speichern kann,... warum sollte nicht irgendwann die Fusionsenergie funktionieren?

Weil wir die Technologie einfach noch nicht besitzen um ein 150 Millionen Grad heißes Plasma dauerhaft so kontrollieren zu können, um damit Wasser zu erhitzen.

Und sobald die Grünen merken, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, werden auch diese Leute merken, dass man nicht einfach alle AKWs abschalten kann.

Gerade weil die Grünen gemerkt haben, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt und fossile Energieträger nicht das Maximum sein können, waren sie es, die den Denkanstoß zu neuen Energien geliefert haben.
Wo wären wir heute, wenn es die Grünen nicht gäbe?
 
Aber sie laufen nicht über Stunden, woher hast du das?

Aus einem Artikel über... Jülich? Dort steht ein kleiner (sehr kleiner) Versuchsreaktor.

Und die Belastung der Magnetspulen ist sehr groß, man muss sie ständig austauschen und du kannst dir ja ausrechnen, was eine supraleitfähige Magnetspule kostet, die einige Tesla an Leistung hat. ;)

Dank Cern ist man mit der Technologie möglicherweise etwas weiter. Als ich in einer Doku die gigantischen Flüssigstickstofftanks an der Oberfläche gesehen habe, mit denen die Spulen gekühlt werden, hab ich ziemlich gestaunt. Da ist bestimmt ein wenig Know-How dazugekommen, vor Cern gab es meines Wissens keine so überdimensionierten Magnete.

Außerdem will man ja inzwischen das bewegte (geladene) Plasma verwenden, um das Plasma unter Kontrolle zu halten (bei besagtem Tomakak Reaktoren).

Weil wir die Technologie einfach noch nicht besitzen um ein 150 Millionen Grad heißes Plasma dauerhaft so kontrollieren zu können, um damit Wasser zu erhitzen.

Vor 40 Jahren gab es keine richtigen Taschenrechner, es gab nicht mal numerische Feldberechnung für PCs. Heutzutage völlig selbstverständlich.

Wo wären wir heute, wenn es die Grünen nicht gäbe?

Wir hätten keinen Dosenpfand, daher würde man in der Altstadt auf lehre Büchsen statt auf Glasscherben von kaputten Bierflaschen treten.

Und möglicherweise hätten wir weniger Soldaten in Kriegseinsätzen. Möglicherweise auch nicht. Mal schauen, welche Kolonien wir unter der SchwarzGelben Regierung kriegen, Afghanistan war jetzt nicht so mein Fall.
 
Aus einem Artikel über... Jülich? Dort steht ein kleiner (sehr kleiner) Versuchsreaktor.

Warst du mal da?
Ich schon, da läuft nichts über Stunden, sie können die Anlage für einigen Minuten am Laufen halten, müssen dazu aber deutlich mehr Energie einspeisen als rauskommt (eigentlich wird da nie Energie gewonnen, dazu fehlen grundlegende Komponenten).
Aber vom stundenlangen Laufen kann man echt nicht reden. ;)

Dank Cern ist man mit der Technologie möglicherweise etwas weiter. Als ich in einer Doku die gigantischen Flüssigstickstofftanks an der Oberfläche gesehen habe, mit denen die Spulen gekühlt werden, hab ich ziemlich gestaunt. Da ist bestimmt ein wenig Know-How dazugekommen, vor Cern gab es meines Wissens keine so überdimensionierten Magnete.

Nö, auch da muss ich widersprechen, ich fahre im November zum CERN und schaue mir den LHC mal an (hat ein Kumpel für mich klar gemacht :)).
Die Magnetspulen sind für den Teilchenbeschleuniger entwickelt, sie könnte man nicht für Fusionsanlagen benutzen.
Die Anlage läuft nur für wenige Sekunden, dann haben die Elementarteilchen die Energie aus dem Magnetspulen aufgenommen.
Ein Fusionsreaktor sollte aber deutlich länger laufen.
Eine völlig andere Technologie eben, da kann man das eine nicht einfach für das andere benutzen.

Wir hätten keinen Dosenpfand, daher würde man in der Altstadt auf lehre Büchsen statt auf Glasscherben von kaputten Bierflaschen treten.

Öhm, wir hätten ein deutlich sinnvolleres Pfandsystem, aber die SPD hat jeden vernünftigen Vorschlag zur Nichte gemacht und schließlich haben die Grünen zähneknirschend den Kompromis akzeptiert.
Ist im Prinzip so wie mit dem Gesundheitsfond heute, großer Mist, aber man konnte sich nur darauf einigen.
Du musst immer daran denken, dass zum Regieren mehrere Parteien ihren Senf dazu geben und leider einige gute Dinge dadurch stark verwässert wird, bzw. zum dem wird, was eigentlich keiner gut findet.
Auch Merkel ist neben Schmidt die einzige, die den Gesundheitsfond gut findet und sie hat heute im Interview gesagt, dass sie auf jeden Fall daran festhalten will, ganz gleich was die FDP will.

Und möglicherweise hätten wir weniger Soldaten in Kriegseinsätzen. Möglicherweise auch nicht. Mal schauen, welche Kolonien wir unter der SchwarzGelben Regierung kriegen, Afghanistan war jetzt nicht so mein Fall.

Och, denke mal an Merkel, als Schröder noch Kanzler war, wäre sie das damals schon gewesen, hätten wir heute Soldaten im Irak.
 
zum Thema Fusion:
Das deutsche Fusionskraftwerk in Greifswald (Versuchsanlage) soll 2013 so weit sein, dass es ans Netz gehen kann.
Der Fusionsprozess ist noch nicht dauerhaft, aber teils über eine halbe Stunde stabil.

2014 soll er fertiggestellt werden.
Und "ans Netz gehen" ist in dem Zusammenhang missverständlich:
Das Ding verbraucht 10MW für das Heizen des Plamas, 5MW für die Magneten vermutlich nochmal deutlich mehr, um das flüssige Helium für die Produktion letzterer zu erzeugen.
Es hat aber keine Vorrichtungen, um Energie aus dem Plasma zu nutzen.
Also "ans Netz gehen" wie Aluminiumwerke, die deutsche Bahn oder andere Großverbraucher, nicht "ans Netz gehen" wie Kraftwerke.

Ich fordere noch einmal ein Beispiel für einen künstlichen, konstanten, selbst erhaltenen Fusionsprozess.

PS: Wenn ich eins mehr hasse als den Tod, dann ist es als Lügner abgestraft zu werden.
Herr Moderator, sie meinten wohl eher eine nicht verifizierte Information?:D

Ich meine eine Fehlinformation, die in ihrerer Aussage soweit von der Wirklichkeit abweicht, das sie entweder peinlich oder böswillig ist.
Die Aussage, dass wir Energie aus anderen Fusionsprozessen als der Sonne oder Kernwaffen gewinnen könnten, zählt für mich bis auf weiteres in diese Kategorie.
(Anm.: Private Meinung, keine Stellungnahme als Moderator. Moderatoren gehen i.d.R. nicht gegen Inhalte vor, nur gegen Ausdrucksformen. Strafen sind keine zu befürchten ;) )
 
Trägheitseinschluss ist weder konstant (sondern ein Abschnitt in einem Kompirmierungs- und folgenden Expansionsprozess) noch selbst erhaltend (sondern auf eine externe Kraft angewiesen, die die Massen erstmal aufeinander beschleunigt). Afaik ist der NIF nicht mal betriebsbereit.
Bleibt aus der Liste der Anforderungen als "Fuionsprozess", 3 von 4 Forderungen sind nicht erfüllt :P
(und der CNT ist ebenfalls nicht selbst erhaltend, dass die Fusion innerhalb er 2,8 Sekunden konstant ist, wage ich auch zu bezweifeln)
 
(und der CNT ist ebenfalls nicht selbst erhaltend, dass die Fusion innerhalb er 2,8 Sekunden konstant ist, wage ich auch zu bezweifeln)

Ich hab die Zahl mal in einem Wissenschaftsbericht an der Uni gelesen, kann aber nicht sagen, ob das immer noch aktuelle ist (war vor zwei Jahren).
So weit ich weiß, ist die Anlage derzeit eh stillgelegt, weil die Magnetspulen "dezent" radioaktiv verstrahlt sind und man sie austauschen muss.
Ist aber eine Geldfrage, ist ja heute alles knapper als früher. :ugly:

Aber trotzdem, 2,8 Sekunden sind eben für einen Quantentheoretiker eine verdammt lange Zeit. ;)
Zeit ist eben relativ. :P
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Bananenrepublik Deutschland

Das haben wir bereits heute, wie die letzte durch die Bundesregierung selbst in Auftrag gegebene Studie ja wohl zeigt. Und das kostenneutral, also ohne Anhebung der Endverbraucherpreise.
Laufzeitverlngerung verzichtbar: Energie-Studie bringt AKW-Betreiber in Erklrungsnot - WirtschaftsWoche

Das ist doch nonsens, wir verlagern unser Strombezug ins Ausland.:huh:

nach meinem Verständnis soll das Engergiekonzept untersuchen unter welchen Gesichtspunkten eine nahezu 100% Selbstversorgung möglich ist.

Was bringt mir, da der Bezug aus dem Ausland. Wenn dem so wäre müßte der Strom sogar günstiger werden! :)

Wir bauen Atomernergie ab und Frankreich plant dann neue AKWs?? Unsinn!
Wir verschieben unsere Probleme ins Ausland.

IUch wrate mal ab was die Studie wirklich aussagt...
 
AW: Bananenrepublik Deutschland

................
nach meinem Verständnis soll das Engergiekonzept untersuchen unter welchen Gesichtspunkten eine nahezu 100% Selbstversorgung möglich ist.
....

Ich finde da jetzt nichts Schlimmes daran. Frankreich hat ja eh ein anderes Energiekonzept, wie auch Tschechien und Polen. Außerdem soll das ja auch nur einen Übergang darstellen, bis die vollständige Deckung mit erneuerbaren Energien möglich ist.
Und dass wir noch vor etlichen Jahrzehnten an Vorreiterrolle in Sachen Atomenergie und -technologie hatten, bis auch der letzte auf den Zeiger kam, dass sowohl die Risiken unkalkulierbar, als auch die Endlagerfrage unlösbar sind, bringt uns doch letztendlich auch wieder technologisch nur weiter und wir übernehmen eine neue Vorreiterrolle.

Du kannst dir ja gern dein realistisches Szenario selbst berechnen:

---> Rechner - Energiewenderecher.de - Die Energiewende selbst gestalten
 
AW: Bananenrepublik Deutschland

Haben wir in 10 bis 15 Jahre eine reale Chance auf Atomernergie im Engeriemix zu verzichten?

Nach der letzten mir bekannten Studie (irgendwo weiter vorne hier verlinkt) haben allein die erneuerbaren auf dem damaligen Stand der Technik und bei flächenneutraler, effizienter Implementierung (d.h. keine Solaranalgen auf der Wiese, sondern auf bestehenden, südweisenden Dächern) das Potential, ~50% des deutschen Stromverbrauches zu decken.
Würde man die Hälfte dieses Potentials ausschöpfen, hätte man die AKWs vollständig ersetzt, ohne eine auch nur ein kwH einsparen oder die Stromexporte drosseln zu müssen.

Ich denke mal, dass wäre innerhalb von 15 Jahren realistisch, zumal seit Erstellung der Studie und in diesen 15 Jahren noch ein gewisser technischer Fortschritt hinzugekommen ist, insbesondere im Bereich der Privathaushalte weiterhin enormes Sparpotential zu erwarten ist und man ja nicht nur durch erneuerbare Energien ersetzen kann, sondern z.B. auch das Propan, Butan,..., das derzeit auf der Nordsee abgefackelt wird, einem sinnvollen Nutzen zuführen könnte.

Der Haken: Man muss mal damit anfangen und natürlich ist der Aufbau neuer Kraftwerke und zugehöriger Leitungen kurzfristig nicht so rentabel, wie ein bißchen Lobbyismus und der Weiterbetrieb von ein paar AKWs, deren Folgekosten man bequem an den Staat abschieben kann.
 
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