Atomenergie/Energiepolitik

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Hi!

Ich lese immer 'Endlagerung' - wo denn?

Das ist ja der Irrsinn in diesem Land: jeder Imbissbudenbesitzer muss nachweisen, wo er sein altes Öl lässt.

Aber die Atomlobby dieses Landes betreibt seit 40 Jahren AKW's und es ist bis heute kein sicheres Endlager vorhanden - weder in Deutschland, noch sonstwo!

Gesetzeslage und Regierung sei dank, müssen sich die Atombetreiber darum nicht kümmern, die Endlagerung muss der Staat suchen, oder willst du den Atomkonzernen die Endlagerungssuche überlassen?
Die würden den Kram einfach ins Meer kippen, weil der günstigere Weg. :ugly:

Und - wenn ich mich recht entsinne - Bau und Rückbau der AKW's werden vom Steuerzahler Subventioniert, die Gewinne aus dem Betrieb streichen jedoch die Konzerne ein.
Und erhöben obendrein die Strompreise in einem Ausmaß, dass schon Raub ist.

Die Abwrackung, bzw. der Abbau der Atomalangen ist schon im Strompreis enthalten, wurde damals von Rot/grün zum Automausstieg so festgelegt. Jetzt, durch die Verlängerung, schenken wir den Konzernen die Milliarden und müssen weiter für die Abwrackung bezahlen, obwohl nichts abgewrackt wird. Und wenn man daran denkt, dass einige Kraftwerke älter sind als die Anlagen in Japan.
 
Ich lese immer 'Endlagerung' - wo denn?

Das ist ja der Irrsinn in diesem Land: jeder Imbissbudenbesitzer muss nachweisen, wo er sein altes Öl lässt.

Aber die Atomlobby dieses Landes betreibt seit 40 Jahren AKW's und es ist bis heute kein sicheres Endlager vorhanden - weder in Deutschland, noch sonstwo!

Das größte Problem bei der Endlagerung sind populistische Lokalpolitiker, die das Endlager möglichst nicht unter ihrem Dorf sehen wollen, da das den Wählern meist nicht gefällt...

... und Umweltschutzorganisationen, die einerseits gegen jeden Endlagerungsvorschlag blind protestieren und dann gleichzeitig die angeblich fehlenden Möglichkeiten der Endlagerung als Totschlagargument gegen die Nutzung der Kernenergie nutzen

Und - wenn ich mich recht entsinne - Bau und Rückbau der AKW's werden vom Steuerzahler Subventioniert, die Gewinne aus dem Betrieb streichen jedoch die Konzerne ein.

Wo wird der Rückbau subventioniert?

Selbst wenn das in Deutschland (?) so wäre ist das bei weitem keine Vorraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb von KKWs

Und erhöben obendrein die Strompreise in einem Ausmaß, dass schon Raub ist.

Was sicher zu einem guten Teil an der Umweltpolitik liegt
 
Ganz wertfrei:

Der Energiekonzern E.ON will das bayerische Atomkraftwerk Isar1 nicht vom Netz zu nehmen. Ein Unternehmenssprecher sagte: „Isar1 erfüllt alle Sicherheitsvorschriften. Es gibt keinen Grund den Reaktor vom Netz zu nehmen.”

Das wird alles noch einiges an Trouble bringen... :ugly:
 
Mappus der III. König von Baden, Hohenzollern und Württemberg heute:

+++ Mappus kündigt Abschaltung von Neckarwestheim 1 an +++

[21.53 Uhr] Eine Folge des von Kanzlerin Merkel angekündigten Moratoriums ist Baden-Württembergs Regierungschef Stefan Mappus zufolge schon klar: Deutschlands zweitältester noch laufender Atommeiler Neckarwestheim 1 wird so schnell wie möglich abgeschaltet. Einen Zeitrahmen nannte der CDU-Politiker nicht. Aus Regierungskreisen verlautete, dass es eher eine Sache von Tagen als von Wochen sei. Ob sich ein Wiederanfahren nach den Gesprächen mit der Regierung lohne, müsse zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden. Der Betreiber von Neckarwestheim 1, EnBW, lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Zuvor hatte EnBW, dessen Großaktionär das Land Baden-Württemberg ist, erklärt, bis zu einem Gespräch mit Merkel bleibe der Meiler am Netz.

Quelle 1

Und selbiger vor ~ 1 Monat:

Es wäre aber völlig inakzeptabel, wenn das die Konsequenz hätte, dass zwei Reaktoren, darunter Neckarwestheim I, abgeschaltet werden müssten. Das ist mit uns nicht zu machen.

Quelle 2
 
Gesetzeslage und Regierung sei dank, müssen sich die Atombetreiber darum nicht kümmern, die Endlagerung muss der Staat suchen, oder willst du den Atomkonzernen die Endlagerungssuche überlassen?

Überlassen sicherlich nicht (wobei die Bundesregierung nachweislich auch nicht geeignet ist, siehe Gorleben) - aber zumindest finanzieren. Und zwar ohne Limit.

Die Abwrackung, bzw. der Abbau der Atomalangen ist schon im Strompreis enthalten, wurde damals von Rot/grün zum Automausstieg so festgelegt.

Bislang weiß man nichtmal, wie viel so ein Rückbau kosten wird. Man weiß ja nichtmal, wann er stattfinden wird und wieviel Inflationszuschlag noch draufkommt. Also zu welcher Höhe will man jemanden verpflichten?
(davon abgesehen taucht das Wort "Rückbau" im Atomgesetzt nicht einmal auf - hast du einen Link für diese Festlegung?)


Das größte Problem bei der Endlagerung sind populistische Lokalpolitiker, die das Endlager möglichst nicht unter ihrem Dorf sehen wollen, da das den Wählern meist nicht gefällt...

Das sind nicht nur Lokalpolitiker, sondern auch Regional-, Landes- und Bundespolitiker. Deswegen steckt die Bundesregierung ja weiter gutes Geld in eine längst als ungeeignet befunde Endlagerung in einem Salzstock. Aktuelle Richtung der Forschung und der Bestrebungen in anderen Ländern wäre eher möglichst hartes und dauerhaftes Gestein - und dann lägen potentielle Standorte nicht mehr in der norddeutschen Tiefebene, sondern mitten im Union-Kernland.
(und schon die erste Suche, die zu Gorleben geführt hat, wurde bekanntermaßen massiv von politischen Kriterien beeinflusst...)


Ganz wertfrei:

Der Energiekonzern E.ON will das bayerische Atomkraftwerk Isar1 nicht vom Netz zu nehmen. Ein Unternehmenssprecher sagte: „Isar1 erfüllt alle Sicherheitsvorschriften. Es gibt keinen Grund den Reaktor vom Netz zu nehmen.”

Das wird alles noch einiges an Trouble bringen... :ugly:

Für wen?
Für die Regierung nicht, die will nur die nächsten zwei Wochen "dagegen" demonstrieren. Das gelingt eher noch besser, wenn E.ON ein bißchen rumzickt. Da kann man dann viele Interviews geben, ohne das sich was tut.
Für E.ON auch nicht. Die haben mit ihrer Aussage recht und einen gültigen Vertrag mit der aktuellen Regierung. Solange die Oppositionsklage bezüglich der undemokratischen Änderung der Gesetze nicht durch ist, dürfen sie das Kraftwerk betreiben. Wenn Merkel noch ein bißchen Druck macht, können sie ggf. sogar guten Willen bekunden und es "abschalten". Für die verbleibenden zwei Monate, bis das Moratorium durch ist und man wieder den normalen Betrieb aufnehmen kann. Die Zwischenzeit nutzt man halt für Wartungsarbeiten, die ohnehin mal eine Abschaltung erfordert hätten.
Und für die Bevölkerung... Unser Trouble mit der Atomkraft begann vor über 49 Jahren und da wird sich jetzt auch nicht plötzlich was ändern.
 
Überlassen sicherlich nicht (wobei die Bundesregierung nachweislich auch nicht geeignet ist, siehe Gorleben) - aber zumindest finanzieren. Und zwar ohne Limit.

Tja, und das sehe ich eben nicht.
guck dir mal das Stromnetz an, das verödet langsam, in 30 Jahren ist es marode und wenn dann Teile davon zusammenbrechen, werden die Stromkonzerne den Staat bitten, ihn beim Wiederaufbau massiv zu unterstützen, bzw. den lieber ganz übernehmen.
Gewinne werden privatisiert, Verluste werden sozialisiert, der perfekte Kapitalismus. :schief:

Bislang weiß man nichtmal, wie viel so ein Rückbau kosten wird. Man weiß ja nichtmal, wann er stattfinden wird und wieviel Inflationszuschlag noch draufkommt. Also zu welcher Höhe will man jemanden verpflichten?
(davon abgesehen taucht das Wort "Rückbau" im Atomgesetzt nicht einmal auf - hast du einen Link für diese Festlegung?)

Du wirst lachen, aber das steht so, bzw. so ähnlich bei den Grünen im Wahlkampfprogramm, bzw. im Parteibuch (bin mir da jetzt nicht so sicher).
 
Ich les da nur, dass sie die Rückstellungen der Betreiber für Rückbau (zu denen waren die afaik schon vor rot-grün verpflichtet - aber die Höhe ist eben fraglich, insbesondere wenn man die Endlagerung der verstrahlten Teile zum Rückbau zählt) unter staatliche Kontrolle bringen und auch für die Endlagersuche anzapfen wollen.
Das ist genau das Gegenteil von zusätzlicher Finanzierung :daumen2:
 
Dann scheinen die Damen und Herren Künast, Trittin und Roth nicht zu wissen, was in ihrem Parteibuch steht oder sagen eben was anderes als da steht. :wall:
 
der fefe geht heute in seinem Blog aber ab

Fefes Blog

kurzes Zitat:

Und es gibt nichts, was sie sagen könnte, was nicht unglaublich offensichtlich hirntot rüberkommt. Das Niveau an Peinlichkeit wird eher noch steigen. Ich meine, bei Tschernobyl, da konnten wir uns noch einreden, naja, die Russen, die können halt nichts, das ist halt keine Hochtechnologie-Nation. Aber bei Japan? Es gibt nichts, was man da vorbringen könnte, um das für Merkels Atompolitik weniger desaströs zu machen.
 
Was sicher zu einem guten Teil an der Umweltpolitik liegt

Das ist Schwachsinn. Regenerative Energien sind deutlich günstiger als Atomstrom. Atomstrom ist nur günstig für den Produzenten, dank hohen Subventionen. In Deutschland wurden z.B. in dem Zeitraum von 1950 bis 2008 165 Milliarden Euro in die Atomenergie gepumpt. Das Geld hätte man genauso gut in Solarstrom, Windkraft usw. stecken können. Oder von mir aus auch in die Entwicklung von Kernfusionsreaktoren bzw. in deren Erforschung. Dann hätten wir heute die ganzen Probleme nicht und keiner müsste sich Gedanken machen, dass evtl. das Grundwasser atomar verstrahlt wird, weil irgendein Salzstock undicht wird.:schief:

Für uns Endkunden wäre ein Ausstieg aus dem Atomstrom billiger. Momentan haben wir die Situation, dass die 4 Energie-Riesen den Preis quasi frei bestimmen können. Wenn denen die AKWs abgestellt werden würden, würden Anbieter mit alternativen Stromquellen interessanter werden, da diese dann konkurrenzfähiger werden. Durch die Schwächung der Energie-Riesen würde ein härterer Preiskampf enstehen, der die Preise senken würde.

Außerdem sollte man sich erstmal informieren. Anbieter, die 100% regenerative Energie vertreiben, sind nicht teurer als die etablierten 4. Da fragt man sich doch warum... schließlich ist der Öko-Strom angeblich so teuer und Atomstrom ja sooooooooo billig.:ugly:

Und zum Schluss nochmal an alle die immer noch glauben, Atomstrom sei so ungefährlich: warum bloß wollen die Schwarzen im Süden den Atomdreck möglichst weit weg haben? Garantiert nicht, weil er so ungefährlich ist und es in Niedersachsen so viel bessere Möglichkeiten gibt, dass Zeug zu lagern...:schief:
 
wer hat denn gerade das Interview von Sigmar Gabriel gesehn auf NTV? Ich hätte so ausrasten können, das war mal wieder nur typisches Fingerzeigen auf die anderen, sag mal gehts noch? Die Spd selber hats doch genauso wenig geschafft die Dinger abzuschalten, kann man nicht einmal die politischen Spielchen weglassen aus so einem wichtigen Thema?
 
Wenn es nach der SPD gegangen wäre, wären schon AKWs abgeschaltet worden...:schief: Erst letztes Jahr hat Schwarz/Gelb die Laufzeiten so verlängert, dass z.B. Biblis weiterlaufen durfte, anstatt wie von Rot/Grün geplant abgeschaltet werden sollte. Was mich als Hesse sehr freut, da vor allem Biblis ja erhebliche Mängel aufweist und es auch hier schon das ein oder andere Erdbeben gab. Vor kurzer Zeit gabs erst zwei, die waren zwar leicht, aber wer weiß.

Insofern hat also nur die aktuelle Regierung verhindert, dass die SPD es schafft die Dinger abzuschalten. Erst mal informieren...:daumen:
 
Das ist Schwachsinn. Regenerative Energien sind deutlich günstiger als Atomstrom. Atomstrom ist nur günstig für den Produzenten, dank hohen Subventionen. In Deutschland wurden z.B. in dem Zeitraum von 1950 bis 2008 165 Milliarden Euro in die Atomenergie gepumpt. Das Geld hätte man genauso gut in Solarstrom, Windkraft usw. stecken können. Oder von mir aus auch in die Entwicklung von Kernfusionsreaktoren bzw. in deren Erforschung.

In die pumpt man fast noch mehr (mit noch weniger Ergebnissen)

Dann hätten wir heute die ganzen Probleme nicht und keiner müsste sich Gedanken machen, dass evtl. das Grundwasser atomar verstrahlt wird, weil irgendein Salzstock undicht wird.:schief:

Hätten wir genauso. Kernfusion produziert zwar weniger Abfall, aber zumindest in ihrer derzeitigen Form fällt noch genug durch die Reaktoren selbst an - vermutlich mehr, als im besten Endlager der Welt (Asse) steckt. (also real. Mehr, als laut Papier drinne steckt, ist ja sowieso kein Problem)


wer hat denn gerade das Interview von Sigmar Gabriel gesehn auf NTV? Ich hätte so ausrasten können, das war mal wieder nur typisches Fingerzeigen auf die anderen, sag mal gehts noch? Die Spd selber hats doch genauso wenig geschafft die Dinger abzuschalten,

Wie du dich sicherlich erinnerst, haben SPD und Grüne zusammen mit den Atomkonzernen einen Vertrag über ökonomisch verträgliche Abschaltung der AKWs unter Wahrung von Versorgungs- und Betriebsssicherheit geschlossen und in Gesetze umgewandelt.
Dummerweise haben unsere vertrauenswürdigen Atomkonzern die Absprachen umgangen, wie sie nur konnten, bis Schwarz-Gelb die Gesetze wieder aufgehoben hat.


Wo wir übrigens gerade bei Versorgungssicherheit sind:
Da könnten die nächsten 3 Monate doch einen kleinen positiven Effekt haben. Wenn ich das richtig verstehe, will man immerhin 40% der Kraftwerksleistung zeitgleich ausschalten. Da sollte einigen Leuten, die der Meinung sind, ohne AKWs würden wir im Dunkeln sitzen, (weiterhin) ein Licht auf(a)ngehen.
 
Hätten wir genauso. Kernfusion produziert zwar weniger Abfall, aber zumindest in ihrer derzeitigen Form fällt noch genug durch die Reaktoren selbst an - vermutlich mehr, als im besten Endlager der Welt (Asse) steckt. (also real. Mehr, als laut Papier drinne steckt, ist ja sowieso kein Problem)

In einem Kernfusionsreaktor würde mehr verstrahlter Müll anfallen als viele denken.
Sobald man atomar Energie erzeugt, macht man das (zwangsläufig) mit Gammastrahlung und die verstrahlt nun mal alles, die bleibt auch nicht innerhalb des Plasmas, die verstrahlt die Reaktorwand und die Magnetspulen.
Und man kann sich ausmalen, wie lange so eine dauerverstrahlte Magnetspule, die mit flüssigem Helum kühl gehalten werden muss, hält. ;)
 
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