Anhänger der Demokratie werden weniger!

Welche Regierungsform bevorzugst du?

  • Diktatur

    Stimmen: 6 6,7%
  • Demokratie

    Stimmen: 56 62,2%
  • Militärregime

    Stimmen: 4 4,4%
  • Eine andere

    Stimmen: 24 26,7%

  • Umfrageteilnehmer
    90
Status
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AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

Übrigens hat Gates knapp 28 Mrd. seines Vermögens gespendet. An wem das vorbei ging, ist wohl noch nicht lang im Internet unterwegs.

Meinst du mich? Wenn ja: Das habe ich durchaus mitbekommen... übrigens waren es ein wenig mehr als 28 Milliarden. Und alles davon ging in die "Bill and Melinda Gates Foundation", in deren Vorstand Bill Gates, Melinda Gates und Warren Buffet sitzen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_%26_Melinda_Gates_Foundation#Kritik schrieb:
Im Januar 2007 veröffentlichten Journalisten der Los Angeles Times einen Bericht, in dem sie der Stiftung Investitionen in Unternehmen vorwarfen, die stark umweltverschmutzend agieren oder teure AIDS-Medikamente verkaufen („blind-eye investing“).

Eine andere Kritik bezieht sich auf die enge Verknüpfung der Stiftung mit dem Lebensmittel-Konzern Monsanto, der seinerseits in der Kritik steht, die angestammte Landwirtschaft in Afrika zu bedrohen und vor allem über die Patentierung von bestimmten Pflanzen-, Gemüse- und Getreidesamen in wirtschaftlicher Abhängigkeit zu halten.


Der Arzt David McCoy kritisierte 2014 unter anderem die Konzentration auf wenige ausgewählte Technologien und Krankheiten, das fehlende Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung und dass die Stiftung keine Ethik- und Nachhaltigkeitsstandards für ihre Geldanlagen hat.


Es wird der Stiftung vorgeworfen, dass sie gezielt Maßnahmen von Firmen propagiere und unterstütze, deren Aktien sie hält. Beispielsweise speist sich das Budget der Weltgesundheitsorganisation zu über 11 % aus Spenden der Stiftung, so dass diese auf die Politik der WHO großen Einfluss ausübt. So empfiehlt die Bill & Melinda Gates Foundation die Vergabe von Aufträgen der WHO an Konzerne wie Merck, GlaxoSmithKline, Novartis und Pfizer, deren Aktien von der Stiftung gehalten werden. In Bezug auf die Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA) wird auf eine Verbindung zu Konzernen wie Monsanto, Cargill, DuPont, Dow Chemical, BASF und Bayer hingewiesen. Zwischen dem Direktorium der Stiftung und Monsanto bestehen personelle Verbindungen.

The Bill & Melinda Gates Foundation exposed


Und zu den Spenden an Stiftungen und den damit verbundenen "Steuererleichterungen" hat sich in einem Bericht der OECD noch folgendes finden lassen:

In the US, the charitable sector consists of nearly one million public charities and private foundations. Overall, these tax-exempt organizations form an important part of the US economy, employing about one of every four workers in the US, and represent a significant portion of the financial resources under control of the NPO sector and a substantial share of the sector‘s international activities. Charities are not taxed on income from their charitable activities. Donors to eligible charities generally will be able to reduce their own federal income taxes (and usually State income taxes as well) by a percentage of the amount of their donation (as much as 40%).
 
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Die Verhältnissmässigkeit fehlt. Diese 8,4 % werden gefühlt zu mindestens 30% aufgebauscht. Ich bin gespannt wie das in Zukunft mit der AfD bei 15-20% gehandhabt wird. Ich denke da wird die Demokratie wieder anderst ausgelegt werden...

Die SPD hat einen linken Flügel, die Grünen sind links, Die Linke sowieso und auch Merkel und die von ihr überzeugte Gefolgschaft in der CDU stehen links der Mitte (sie selbst nennen den Positionswechsel Modernisierung der Partei). Tatsächlich sind die politischen Gefilde also ganz schön links, weshalb sich die AfD, die ja mehrmals kurz vorm Absterben war, mittlerweile auch so erfolgreich formieren kann. Sie springt in das politische Vakuum hinein, weil es rechts der Mitte nichts mehr gibt. So sorgt die AfD für ein politisches Gleichgewicht, das jeden Demokraten erfreuen sollte.
 
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@Kusanar: nur indirekt, wollte die Erklärung von Alreech vermeiden.

Aber in deiner Verlinkung sind auch spannende andere Themen verlinkt.

SEE ALSO:
– Bill Gates admits to chemtrails

[emoji6]

Das ändert zwar erstmal nix an den Informationen wohin die Spenden so fließen aber nagt trotzdem etwas an der Glaubwürdigkeit.
 
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AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

Die Verhältnissmässigkeit fehlt. Diese 8,4 % werden gefühlt zu mindestens 30% aufgebauscht. Ich bin gespannt wie das in Zukunft mit der AfD bei 15-20% gehandhabt wird. Ich denke da wird die Demokratie wieder anderst ausgelegt werden...


Die Linke wird doch kaum beachtet, wenn es um "richtige" Forderungen geht. Zuletzt hat man nur was gelesen, wenn z.B. die Wagenknecht wieder ihre AfD-Thesen und ihre Pläne, mit AfD-Themen Politik zu machen verbreitet hat. Oder jetzt, als der Holm , der aus der ferne betrachtet anscheinend endlich mal einer war, der was Positives bewirkt hat/bewirken wollte, aufgrund seiner Vergangenheit aus dem Amt geschrieben wurde. Bei Kiesinger war die Mittäterschaft in einer Diktatur damals auch noch kein Problem... insofern wird gerade über die Linke überdurchschnittlich oft überdurchschnittlich kritisch berichtet. Aber das ist ja auch von Medium zu Medium unterschiedlich.

Dank des geliebten Kapitalismus wird gedruckt, was Leser und Klicks bringt. Wenn wieder eine der AfD-Trullas fodert, dass man gefälligst Kinder erschießen soll, kommt das ja genau so in den Medien vor wie wenn ein Linker dank seiner Vergangenheit zurücktreten muss.;)


Die SPD hat einen linken Flügel, die Grünen sind links, Die Linke sowieso und auch Merkel und die von ihr überzeugte Gefolgschaft in der CDU stehen links der Mitte (sie selbst nennen den Positionswechsel Modernisierung der Partei). Tatsächlich sind die politischen Gefilde also ganz schön links, weshalb sich die AfD, die ja mehrmals kurz vorm Absterben war, mittlerweile auch so erfolgreich formieren kann. Sie springt in das politische Vakuum hinein, weil es rechts der Mitte nichts mehr gibt. So sorgt die AfD für ein politisches Gleichgewicht, das jeden Demokraten erfreuen sollte.


Die Grünen machen spätestens seit Grün-Rot keine linke Politik mehr, Kretschmann wäre in der CDU sogar besser aufgehoben als Fischer. Merkel macht gewissermaßen antilinke, weil neoliberale Politik (Wirtschaft vor Menschen), die SPD genauso. Im Grunde ist die einzige Partei links der Mitte die Linke, wo der realpolitische Flügel wohl in etwa da steht, wo die SPD als sozialdemokratische Partei stehen sollte. Es ist absurd zu behaupten, dass die Neoliberalen, die momentan in CDU, SPD und Grünen das Sagen haben, linke Politik machen, denn das genau Gegenteil ist der Fall.
Genau so wenig machen die "rechte" Politik, sie machen einfach Politik für die Wirtschaft und gegen die Bevölkerung. Bei diesen Parteien ist eine Einordnung in links oder rechts Blödsinn, außer vielleicht noch bei den linken Flügeln von Grünen und SPD und dem rechten Flügel der CDU. Aber die haben momentan nichts zu sagen.

Dagegen hat z.B. der Höcke gestern wieder gefordert, dass man gefälligst aufhören soll, den Holocaust als negatives Kapitel in der deutschen Geschichte zu betrachten und dass "wir" uns dass dritte Reich Stück für Stück wiederholen sollen. Wer sich bei seinen Reden bei Goebbels bedient (Zitat: "... braucht einen vollständigen Sieg der AfD"), wer behauptet, die Befreiung von Deutschland und der Sieg der Alliierten sei etwas Schlechtes gewesen (laut Höcke: von Weizsäcker->Volksverräter), wer behauptet, die (sowieso zu nachlässige) Entnazifizierung sein eine "systematische Umerziehung" gewesen, der ist kein politisches Gleichgewicht, sondern ein Brandstifter. Wer offen eine nationalistische Diktatur fordert ist überhaupt kein Gewicht auf dieser Waage, sondern versucht, diese umzuwerfen.

Genau so wie du übrigens anhand einiger weniger noch vernünftiger Politiker die Grünen und die SPD als links bezeichnest müsste man die AfD dank solcher Individuen wie Höcke übrigens nicht "nur" als Rechtspopulisten, sondern als klare Nazis bezeichnen. Da sollte man nicht zu sehr verallgemeinern.;)
 
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Und welche wäre es deiner Meinung nach?

Eine Regierung oder der/die/das regierende wird niemals im Interesse aller handeln, denn es ist gar nicht möglich...Bei 80.000.000 Menschen allein bei uns in D, wird es immer Interessenskonflikte geben.

Überhaupt ist dein Post komplett nichtssagend. Von konstruktiver Kritik meilenweit entfernt.
 
AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

Die Grünen machen spätestens seit Grün-Rot keine linke Politik mehr, Kretschmann wäre in der CDU sogar besser aufgehoben als Fischer. Merkel macht gewissermaßen antilinke, weil neoliberale Politik (Wirtschaft vor Menschen), die SPD genauso. Im Grunde ist die einzige Partei links der Mitte die Linke, wo der realpolitische Flügel wohl in etwa da steht, wo die SPD als sozialdemokratische Partei stehen sollte. Es ist absurd zu behaupten, dass die Neoliberalen, die momentan in CDU, SPD und Grünen das Sagen haben, linke Politik machen, denn das genau Gegenteil ist der Fall.
Genau so wenig machen die "rechte" Politik, sie machen einfach Politik für die Wirtschaft und gegen die Bevölkerung. Bei diesen Parteien ist eine Einordnung in links oder rechts Blödsinn, außer vielleicht noch bei den linken Flügeln von Grünen und SPD und dem rechten Flügel der CDU. Aber die haben momentan nichts zu sagen

Die Mitte liegt zwischen links und rechts. Mit der Aversion gegen alles, was von rechts kommt, ist man schon zwangsweise links. Meinst du nicht auch? Aber wie dem auch sei, zumindest in Sachen Einwanderungspolitik, das zur Zeit beherrschende Thema und der eigentliche Grund für den Aufstieg der AfD, stehen alle Etablierten links. Das willst du jawohl nicht in Abrede stellen oder?

Dagegen hat z.B. der Höcke gestern wieder gefordert, dass man gefälligst aufhören soll, den Holocaust als negatives Kapitel in der deutschen Geschichte zu betrachten und dass "wir" uns dass dritte Reich Stück für Stück wiederholen sollen. Wer sich bei seinen Reden bei Goebbels bedient (Zitat: "... braucht einen vollständigen Sieg der AfD"), wer behauptet, die Befreiung von Deutschland und der Sieg der Alliierten sei etwas Schlechtes gewesen (laut Höcke: von Weizsäcker->Volksverräter), wer behauptet, die (sowieso zu nachlässige) Entnazifizierung sein eine "systematische Umerziehung" gewesen, der ist kein politisches Gleichgewicht, sondern ein Brandstifter. Wer offen eine nationalistische Diktatur fordert ist überhaupt kein Gewicht auf dieser Waage, sondern versucht, diese umzuwerfen.

Warum kann man nicht die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen? Muss man denn ewige Selbstkasteiung verüben und darf nicht stolz auf sein Land sein? Vielleicht sollte man sich selber mal diese Fragen stellen, anstatt aus Höcke einen Nazi zu backen, indem man alles, was er sagt, argwöhnisch auslegt. Ich will Höcke nicht in Schutz nehmen, er schießt öfter mal übers Ziel hinaus, aber seine Schussrichtung stimmt leider.

Und ich habe noch mal eine andere Frage an dich. Wie kann man, wenn man sich für Säkularismus, Pluralismus, Frauenrechte und Rechte für Homosexuelle einsetzt, parallel dazu dem Islam den roten Teppich ausrollen? Wie geht das? Die Frage wollte ich hier sowieso mal stellen. Vielleicht kannst du ja diesen Widerspruch auflösen. Ansonsten wäre ich dankbar, wenn mir jemand anders das mal erklären könnte. Ich verstehe es nämlich nicht.
 
AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

Wie gesagt, die politische Mitte pendelt sich zwischen rechts und links ein. Wenn man alles von rechts kritisiert, dann stellt man kein Gleichgewicht her und bildet auch keine Mitte.

PS: Habe übrigens mal geschaut bzgl. Höcke und Holocaust. Er wird dafür selbst von der AfD kritisiert, u.A. als Belastung für die Partei (Petry).
 
AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

Die Mitte liegt zwischen links und rechts. Mit der Aversion gegen alles, was von rechts kommt, ist man schon zwangsweise links. Meinst du nicht auch? Aber wie dem auch sei, zumindest in Sachen Einwanderungspolitik, das zur Zeit beherrschende Thema und der eigentliche Grund für den Aufstieg der AfD, stehen alle Etablierten links. Das willst du jawohl nicht in Abrede stellen oder?


Nein, meine ich nicht. Es gibt ja durchaus auch Konservative, die gegen Nazis sind. Ist Konservatismus jetzt auch links, weil er gegen eine andere Sorte Rechte ist?
Und nein, die Einwanderungspolitik hat für mich nichts mit rechts oder links zu tun, sondern mit moralischen Grundwerten. Wenn z.B. die durchaus rechte CSU (hetzt ja auch gegen Flüchtlinge) ihrem Namen gerecht werden wollte (christlich sogar zuerst...) müsste sie auch dafür plädieren, alle Flüchtlinge aufzunehmen.

Und natürlich hat das ganze nicht wirklich mit der Einwanderungspolitik zu tun, sondern mit Existenzangst, und Flüchtlinge sind nur die Opfer der Suche nach Schuldigen. Es ist viel einfacher, die Schuld bei noch Schwächeren zu Suchen, als das System zum für die jetzt Benachteiligten zu verbessern.



Warum kann man nicht die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen? Muss man denn ewige Selbstkasteiung verüben und darf nicht stolz auf sein Land sein? Vielleicht sollte man sich selber mal diese Fragen stellen, anstatt aus Höcke einen Nazi zu backen, indem man alles, was er sagt, argwöhnisch auslegt. Ich will Höcke nicht in Schutz nehmen, er schießt öfter mal übers Ziel hinaus, aber seine Schussrichtung stimmt leider.


Zunächst mal: ich finde es erbärmlich, auf einen mehr als glücklichen Zufall Stolz zu sein. Aber das kann ja jeder anders sehen. Mir wäre das zu primitiv.
Und die Vergangenheit ist extrem wichtig, wenn wir nicht vergangene Fehler wiederholen wollen. Ist Genozid ok, weil unser letzter schon ein paar Jahrzehnte her ist und deshalb vergessenswert? Wie lange nach einem Genozid rechtfertigt Vergessen denn den nächsten?
Wozu die Verleugnung der eigenen Vergangenheit führt sieht man ja gerade in der Türkei. Ich weiß auch nicht wirklich, inwiefern Erinnern und der Verzicht auf Rassismus, Diktatur und Terrorherrschaft Selbstkasteiung ist. Ist denn die Demokratie so schwer zu ertragen, dass sie eine "Selbstkasteiung" ist?

Höcke schafft es ziemlich gut selbst, aus sich einen Nazi zu machen. Wer sich eine Nazidiktatur wünscht ist für mich ein Nazi.

Und ich habe noch mal eine andere Frage an dich. Wie kann man, wenn man sich für Säkularismus, Pluralismus, Frauenrechte und Rechte für Homosexuelle einsetzt, parallel dazu dem Islam den roten Teppich ausrollen? Wie geht das? Die Frage wollte ich hier sowieso mal stellen. Vielleicht kannst du ja diesen Widerspruch auflösen. Ansonsten wäre ich dankbar, wenn mir jemand anders das mal erklären könnte. Ich verstehe es nämlich nicht.


Ich mag den Islam nicht, genau wie jede andere Religion. Tendenziell bin ich der Meinung, dass wir einen gewissen zeitlichen Vorsprung hatten, und wenn man mal guckt, was das Christentum vor 600 Jahren so alles angerichtet hat, sind große Teile des Islam recht fortschrittlich. Was natürlich das ganze nur relativ besser macht, nicht absolut.
Ansonsten ist es die Doppelmoral, die mich in dieser Diskussion nervt. Das Frauenbild hierzulande ist oft genau so widerlich wie das der Muslime, die ihren Glauben eher mittelalterlich auslegen. Solange z.B. die Bild gedruckt werden darf dürfte man eigentlich nicht über Verschleierung diskutieren.
Außerdem lehnen, wenn man den Umfragen glauben schenken darf, mittlerweile viel zu viele Deutsche die von dir genannten Werte ebenfalls ab. Es ist mMn schon ein deutlicher Unterschied, ob sagen wir mal eine Femen-Aktivistin (so unsinnig die Art des Protests auch sein mag) oder ein AfD-Wähler den Islam kritisiert. Erstere dürfte durchaus hinter ihren Aussagen stehen, wer wie letzterer allerdings das Motto "Frauen an den Herd" vertritt...;)

Aber zum Thema: ob die Bedrohung der Demokratie vom Islam oder von Rechts kommt ist mir egal. Finde beides bekackt. Nun kann man darüber streiten, ob diejenigen, die vor dem Islamismus fliehen und sich mehrheitlich eine Gesellschaft mit Werten wie unseren wünschen (sonst würden sie ja nicht vor dem Islamismus fliehen) oder diejenigen, die dank offener Hetze gegen unsere Werte immer mehr Zuspruch bekommen gefährlicher für die Demokratie sind...:schief:



edit:

PS: Habe übrigens mal geschaut bzgl. Höcke und Holocaust. Er wird dafür selbst von der AfD kritisiert, u.A. als Belastung für die Partei (Petry).


Was selbstverständlich sein sollte und meine These untermauert, dass man eben (noch?) nicht von einer reinen Nazipartei sprechen kann, genau wie die von dir genannten Parteien keine linken mehr sind. Wer aber bei solchen Auftritten tatenlos bleibt und den neoliberalen Kern über eben diesen Rassismus und Faschismus an den Mann bringen will macht sich angreifbar.
Die Frage ist, ob Volksverhetzung bei den "besorgten Bürgern" mehr Stimmen einbringt als sie bei dem Rest der Bevölkerung kostet oder nicht, und dementsprechend wird dann gehandelt. Das ist ja bei den anderen Parteien auch nicht anders.
 
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der-sack88 Verstaendnissfrage fuer einen Kleingeist wie mich:

Du sagst du kannst nicht auf das Stolz sein, wo du aus Zufall hineingeboren worden bist, wenn ich das so halbwegs richtig wiedergegeben habe.
Zeitgleich mahnst du aber an, das nicht zu vergessen was in der Vergangenheit passiert ist.
Bist du da nicht auch zufaellig reingeboren worden in das gleiche Land, welches einige sehr negative Punkte in der Vergangenheit hatte?

Kurz: Stolz NEIN, Schuld auf jeden Fall?

Versteh ich nicht ganz.
 
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Ziemlich absurd, da einen Zusammenhang sehen zu wollen, aber gut...
Jetzt zu sagen, dass wir mit einer Nazidiktatur schlechte Erfahrungen gemacht haben und deshalb daraus schließen sollten, es nicht noch einmal zu probieren, ist kein Schuldgeständnis sondern gesunder Menschenverstand. Stattdessen könnte man ja auch immer wieder denselben Fehler machen, das würde dann bedeuten, dass der Mensch im Vergleich zu Tieren eine minderwertige Art sei, denn immerhin können Tiere konditioniert werden... würdest du denn immer wieder gegen eine Wand laufen, auch wenn du immer wieder Schmerzen davonträgst, in der Hoffnung, dass es beim nächsten mal nicht mehr weh tut?
Insofern halte ich Erinnerungen und das Lernen von diesen für extrem wichtig.

Obwohl, bei Schuld und Stolz besteht dann doch ein gewisser Zusammenhang. Schuldig fühle ich mich, wenn ich selbst etwas getan habe, was sich nicht gehört, in irgendeiner Form nicht ok ist oder etwas unterlassen habe, was zu etwas Schlechtem geführt hat. Wenn ich nicht aufpasse und jemanden totfahre fühle ich mich schuldig. Wenn ich bei einem Unfall nicht anhalte und helfe, wenn es nötig wäre, fühle ich mich schuldig. Wenn ich im Radio von einem Unfall höre fühle ich mich NICHT schuldig. Wenn ein paar Psychos vor ein paar Jahrzehnten industriell morden und große Teile des Volkes das entweder gut finden oder dulden fühle ich mich NICHT schuldig. Wenn ich eine gute Note schreibe bin ich stolz. Wenn mir ein Lehrer aus Versehen eine gute Note gibt bin ich NICHT stolz. Wenn ich ein Spiel gewinne, dabei auf dem Platz stehe und eine gute Leistung bringe bin ich stolz, wenn der Verein, dessen Fan ich bin, Meister wird bin ich NICHT stolz. Wenn ich mir das Geld für ein Stück Land inkl. Haus erarbeitet habe bin ich stolz, wenn ich zufällig auf einem Stück Land geboren wurde bin ich NICHT stolz. Ich freue mich vielleicht, dass ich das Glück habe, hier und nicht in Äthiopien geboren worden zu sein, klar. Aber wer auf sowas Stolz ist, hat wohl sonst nicht so viel.
Das ganze würde ja auch bedeuten, dass ein Kind in Äthiopien sich schuldig fühlen müsste, weil es in Äthiopien geboren wurde. Für mich ist Stolz auf die Herkunft schon ein wenig verachtend gegenüber denjenigen, die nicht so glücklich waren. Und im Grunde könnte man so auch absolutistische Gesellschaftsmodelle begründen: er ist eben so geboren, deshalb steht ihm zu, zu herrschen.
 
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der-sack88 Verstaendnissfrage fuer einen Kleingeist wie mich:

Du sagst du kannst nicht auf das Stolz sein, wo du aus Zufall hineingeboren worden bist, wenn ich das so halbwegs richtig wiedergegeben habe.
Zeitgleich mahnst du aber an, das nicht zu vergessen was in der Vergangenheit passiert ist.
Bist du da nicht auch zufaellig reingeboren worden in das gleiche Land, welches einige sehr negative Punkte in der Vergangenheit hatte?

Kurz: Stolz NEIN, Schuld auf jeden Fall?

Versteh ich nicht ganz.

Ich bin zwar nicht er,aber hier gerade drüber gestolpert, weshalb ich hier einfach mal reingrätsche.
Schuld in einem moralischen oder juristischen Sinne tragen wir nicht. Schuld ist nichts vererbliches.
Es ist eine Verantwortung, Die rührt nicht direkt da her, dass es unsere Vorfahren waren, sondern trifft auf uns eher indirekt dadurch, dass wir über die Geschehnisse sehr gut informiert und aufgeklärt sind, was daran liegt, dass diese Themen bei uns weitaus umfassender und sensibler in Schulen behandelt und öffentlich diskutiert werden, als z.B. in den USA.
Also nein, wir haben keine Schuld durch Taten oder wo wir hineingeboren sind, sondern eine Verantwortung durch Wissen. Wir wissen sehr gut, was passieren kann und auch wie es passiert. Also wie z.B im Faschismus Verantwortung verteilt wurde, damit der einzelne Soldat, der den Zug nach Ausschwitz gefahren hat o.ä. sich als möglichst kleines Rad im Ganzen gefühlt hat. Und das ist ein sehr wichtiges Wissen, das man auch heute anwenden kann.
Deshalb haben wir eine Verantwortung.
Nicht für das was war, aber für das was wird.


Und Stolz für meinen Geburtsort zu empfinden, finde ich dann doch auch absurd. Ich könnte möglicherweise Stolz sein, Teil einer Gesellschaft zu sein, die Großes vollbringt, aber wenn ich mir ansehen, dass wir durch Ressourcenkriege, Ausbeutung, Rodung von Wäldern und damit Vertreibung, entziehen von Lebensgrundlage und Ausrottung von Tieren, Waffenexporte an Diktatoren uvm. für unseren Lebensstandard gigantische Schäden anrichten und sich dann gefürchtet wird, dass Flüchtlinge die Butter vom Brot klauen, dann empfinde ich eher Scham als Stolz...
 
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Und im Grunde könnte man so auch absolutistische Gesellschaftsmodelle begründen: er ist eben so geboren, deshalb steht ihm zu, zu herrschen.
Joar, kann man so sagen, ist ja auch in vielerlei Hinsicht Tatsache. Aber das Problem aufzuzeigen ist eben auch noch keine Lösung. Gabs letztens erst nen schönen Vergleich. Die benötigte Summe um Entwicklungsländer zu stabilisieren bzw. voran zu bringen entspricht Global in etwa dem was an Steuern hinterzogen wird. Wenn sich "einfach" erstmal Alle an bestehende Gesetze oder Regelungen halten würden, wäre schon ein großer Schritt getan. So unrealistisch das auch sein mag, mit dem derzeitigen System bieten sich keine Alternativen.

Schwieriges Thema, hier wohl kaum zu klären.
 
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Nein, meine ich nicht. Es gibt ja durchaus auch Konservative, die gegen Nazis sind. Ist Konservatismus jetzt auch links, weil er gegen eine andere Sorte Rechte ist?
Und nein, die Einwanderungspolitik hat für mich nichts mit rechts oder links zu tun, sondern mit moralischen Grundwerten. Wenn z.B. die durchaus rechte CSU (hetzt ja auch gegen Flüchtlinge) ihrem Namen gerecht werden wollte (christlich sogar zuerst...) müsste sie auch dafür plädieren, alle Flüchtlinge aufzunehmen.

Und natürlich hat das ganze nicht wirklich mit der Einwanderungspolitik zu tun, sondern mit Existenzangst, und Flüchtlinge sind nur die Opfer der Suche nach Schuldigen. Es ist viel einfacher, die Schuld bei noch Schwächeren zu Suchen, als das System zum für die jetzt Benachteiligten zu verbessern.

Konservativ ist rechts der Mitte. Man will Werte bewahren oder zurück zu alten Werten. Das ist eine Tendenz, die in der AfD sehr stark vertreten ist. Die CDU war auch mal konservativ, bevor sie von Merkel "modernisiert" wurde. Es hieß ja auch mal in der CDU: "Rechts der CDU darf es keine Partei geben." Das impliziert, das konservativ Richtung rechts geht.

Zum Thema Moral könnte ich jetzt vieles sagen. Z.B. dass die CDU die Leute vertreten muss, die sie gewählt haben und das waren keine arabischen Flüchtlinge. Oder ich könnte sagen, wer die ganze Welt retten will, der muss zu den UN gehen und nicht in die deutsche Politik. Oder ich könnte an das erinnern, was am Reichstag steht, nämlich: "Dem deutschen Volke." Oder ich könnte sagen, das Merkel einen Eid darauf geleistet hat, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Ich könnte auch sagen, dass der Staat stets Jurist sein sollte und niemals Moralist. Oder dass die Flüchtlinge derjenige Staat aufnehmen sollte, der für sie ursächlich ist und das sind in erster Linie die USA mit ihrem Greater-Middle-East-Project. Aber was ich auch sagen könnte, letztendlich sind wir uns doch sicher einig, dass die Vernunft bei der Entscheidung, wie viele Flüchtlinge ein Land aufnehmen sollte, eine sehr wichtige Rolle spielt. Die Mengen, die wir aufgenommen haben, sind offensichtlich schon zuviel. Und im Kontext der Vernunft sollte man auch über eine Obergrenze sprechen, die mit der Integrationsfähigkeit des Landes in einem, nun, vernünftigen Verhältnis steht.

Zunächst mal: ich finde es erbärmlich, auf einen mehr als glücklichen Zufall Stolz zu sein. Aber das kann ja jeder anders sehen. Mir wäre das zu primitiv.

Ich hab das auch lange Zeit so gesehen. Wie soll ich auf etwas Stolz sein, das nicht aus meiner Leistung erwachsen ist? Dennoch gibt es da Gegenargumente. Z.B. kann ein Vater auf sein Kind stolz sein. Einfach, weil er es gezeugt hat. Dazu hat er ja an sich nichts Großartiges getan, außer das er ... naja, du weißt schon. Und davon ausgehend, dass das Gefühl von Stolz auf Dinge zutreffen kann, für die man persönlich keine große Leistung erbracht hat, kann man Menschen auch den Nationalstolz zugestehen. Manche Menschen scheinen das zu brauchen und auch zu wollen. Ich frage dich, was spricht dagegen? Dies kann ja auch in einem gesunden Patriotismus seinen Ausdruck finden. Es muss nicht notwendigerweise in etwas Krankes und Extremes wie etwa den Nationalsozialismus ausarten. Und die Vehemenz, die die AfD an den Tag legt, hat ja vielleicht nur den Grund, dass sie sich nicht gehört fühlt und gegen gewaltige Mühlen kämpft, die auf dem Rücken einer gigantischen Migrationspolitik in die gesellschaftlichen Strukturen eingreifen.

Und die Vergangenheit ist extrem wichtig, wenn wir nicht vergangene Fehler wiederholen wollen. Ist Genozid ok, weil unser letzter schon ein paar Jahrzehnte her ist und deshalb vergessenswert? Wie lange nach einem Genozid rechtfertigt Vergessen denn den nächsten?
Wozu die Verleugnung der eigenen Vergangenheit führt sieht man ja gerade in der Türkei. Ich weiß auch nicht wirklich, inwiefern Erinnern und der Verzicht auf Rassismus, Diktatur und Terrorherrschaft Selbstkasteiung ist. Ist denn die Demokratie so schwer zu ertragen, dass sie eine "Selbstkasteiung" ist?

Natürlich darf man die Schreckenstaten der Nazis nicht vergessen. Die moralische Katastrophe, die damals stattfand, muss präsentes Mahnmal bleiben. Deswegen muss man aber nicht das Rechte, das moderne Rechte, für ein Schreckgespenst erklären. Rechts ist ein normaler Bestandteil der Politik und in gemäßigter Form vertretbar und legitim, genauso wie links in gemäßigter Form vertretbar und legitim ist. Links bedeutet nicht gleich Kommunismus und rechts nicht gleich Nationalsozialismus.

Höcke schafft es ziemlich gut selbst, aus sich einen Nazi zu machen. Wer sich eine Nazidiktatur wünscht ist für mich ein Nazi.

Ich glaube nicht, dass er das tut. Hast du dafür Belege? Aber, wie gesagt, ich will ihn nicht in Schutz nehmen. Es ist sein Ast, auf dem er sitzt. Und wenn er sich missverständlich, emotional und leidenschaftlich ausdrückt, dann muss er auch damit rechnen, wenn manche ihn für rechtsextrem halten.


Ich mag den Islam nicht, genau wie jede andere Religion. Tendenziell bin ich der Meinung, dass wir einen gewissen zeitlichen Vorsprung hatten, und wenn man mal guckt, was das Christentum vor 600 Jahren so alles angerichtet hat, sind große Teile des Islam recht fortschrittlich. Was natürlich das ganze nur relativ besser macht, nicht absolut.
Ansonsten ist es die Doppelmoral, die mich in dieser Diskussion nervt. Das Frauenbild hierzulande ist oft genau so widerlich wie das der Muslime, die ihren Glauben eher mittelalterlich auslegen. Solange z.B. die Bild gedruckt werden darf dürfte man eigentlich nicht über Verschleierung diskutieren.
Außerdem lehnen, wenn man den Umfragen glauben schenken darf, mittlerweile viel zu viele Deutsche die von dir genannten Werte ebenfalls ab. Es ist mMn schon ein deutlicher Unterschied, ob sagen wir mal eine Femen-Aktivistin (so unsinnig die Art des Protests auch sein mag) oder ein AfD-Wähler den Islam kritisiert. Erstere dürfte durchaus hinter ihren Aussagen stehen, wer wie letzterer allerdings das Motto "Frauen an den Herd" vertritt...;)

Aber zum Thema: ob die Bedrohung der Demokratie vom Islam oder von Rechts kommt ist mir egal. Finde beides bekackt. Nun kann man darüber streiten, ob diejenigen, die vor dem Islamismus fliehen und sich mehrheitlich eine Gesellschaft mit Werten wie unseren wünschen (sonst würden sie ja nicht vor dem Islamismus fliehen) oder diejenigen, die dank offener Hetze gegen unsere Werte immer mehr Zuspruch bekommen gefährlicher für die Demokratie sind...:schief:

Ja, okay. Da werde ich mal drüber nachdenken. Ich glaube aber, die Sozialisation ist so extrem prägend für einen Menschen, dass Leute, die mit Sharia, Theokratie und ohne die Gleichstellung von Mann und Frau aufgewachsen sind, das nur schwerlich ablegen können. Und irgendwie ist es schizophren, dass wir hier, nach unseren Werten handelnd, massenhaft Leute aus einem Kulturkreis aufnehmen, der mit unseren Werten so mal gar nichts zu tun hat - der sich sogar teilweise diametral entgegengesetzt zu unseren Werten gestaltet.
 
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Konservativ ist rechts der Mitte. Man will Werte bewahren oder zurück zu alten Werten. Das ist eine Tendenz, die in der AfD sehr stark vertreten ist. Die CDU war auch mal konservativ, bevor sie von Merkel "modernisiert" wurde. Es hieß ja auch mal in der CDU: "Rechts der CDU darf es keine Partei geben." Das impliziert, das konservativ Richtung rechts geht.

Zum Thema Moral könnte ich jetzt vieles sagen. Z.B. dass die CDU die Leute vertreten muss, die sie gewählt haben und das waren keine arabischen Flüchtlinge. Oder ich könnte sagen, wer die ganze Welt retten will, der muss zu den UN gehen und nicht in die deutsche Politik. Oder ich könnte an das erinnern, was am Reichstag steht, nämlich: "Dem deutschen Volke." Oder ich könnte sagen, das Merkel einen Eid darauf geleistet hat, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Ich könnte auch sagen, dass der Staat stets Jurist sein sollte und niemals Moralist. Oder dass die Flüchtlinge derjenige Staat aufnehmen sollte, der für sie ursächlich ist und das sind in erster Linie die USA mit ihrem Greater-Middle-East-Project. Aber was ich auch sagen könnte, letztendlich sind wir uns doch sicher einig, dass die Vernunft bei der Entscheidung, wie viele Flüchtlinge ein Land aufnehmen sollte, eine sehr wichtige Rolle spielt. Die Mengen, die wir aufgenommen haben, sind offensichtlich schon zuviel. Und im Kontext der Vernunft sollte man auch über eine Obergrenze sprechen, die mit der Integrationsfähigkeit des Landes in einem, nun, vernünftigen Verhältnis steht.


Wie rechts die CDU noch ist ist eigentlich egal, denn auch zu Zeiten, wo Merkel noch nicht an der Macht war, waren wohl die meisten Mitgliedern eher gegen Nationalsozialismus... also können auch Rechte gegen ein anderes "Rechts" sein. Demnach ist man nicht automatisch links, nur weil man rechts ablehnt.

Zu viel ist relativ. Für Sachsen scheint jeder einzelne zu viel zu sein, hier dagegen habe ich noch keinen einzigen gesehen und auch von keinem irgendetwas mitbekommen, außer dass wir ein paar Wochen auf eine andere Sporthalle ausweichen mussten. Was ja kein Problem ist. Hier ist also noch viel Platz.;)
Mit Vernunft würde ich da nicht kommen, zumindest nicht in Deutschland. In Zeiten, wo SUVs seit Jahren dermaßen boomen scheint es mit Vernunft nicht weit her zu ein.:D
Im Ernst, wenn es um Menschenleben geht kann man das mMn nicht gegen kleine wirtschaftliche Einschnitte oder abstrakte Existenzängste einiger weniger aufwiegen. Im Grunde könnten wir, wie oben geschrieben, vorübergehend locker deutlich mehr aufnehmen. Wenn man z.B. Steuerschlupflöcher stopfen würde. Will man aber nicht, obwohl es vernünftig wäre. Das Zahlen von Steuern ist einigen eben nicht zuzumuten und das ist erhaltenswerter als das Leben von offensichtlich als minderwertig angesehenen Menschen.



Ich hab das auch lange Zeit so gesehen. Wie soll ich auf etwas Stolz sein, das nicht aus meiner Leistung erwachsen ist? Dennoch gibt es da Gegenargumente. Z.B. kann ein Vater auf sein Kind stolz sein. Einfach, weil er es gezeugt hat. Dazu hat er ja an sich nichts Großartiges getan, außer das er ... naja, du weißt schon. Und davon ausgehend, dass das Gefühl von Stolz auf Dinge zutreffen kann, für die man persönlich keine große Leistung erbracht hat, kann man Menschen auch den Nationalstolz zugestehen. Manche Menschen scheinen das zu brauchen und auch zu wollen. Ich frage dich, was spricht dagegen? Dies kann ja auch in einem gesunden Patriotismus seinen Ausdruck finden. Es muss nicht notwendigerweise in etwas Krankes und Extremes wie etwa den Nationalsozialismus ausarten. Und die Vehemenz, die die AfD an den Tag legt, hat ja vielleicht nur den Grund, dass sie sich nicht gehört fühlt und gegen gewaltige Mühlen kämpft, die auf dem Rücken einer gigantischen Migrationspolitik in die gesellschaftlichen Strukturen eingreifen.


Naja, am Ende hat Nationalstolz selten zu etwas Gutem geführt. Wenn man sich der möglichen Folgen bewusst ist und dementsprechend nicht NPD oder so wählt spricht nichts dagegen, jeder kann ja denken was er will. Wie gesagt, MIR ist das zu absurd und primitiv.



Natürlich darf man die Schreckenstaten der Nazis nicht vergessen. Die moralische Katastrophe, die damals stattfand, muss präsentes Mahnmal bleiben. Deswegen muss man aber nicht das Rechte, das moderne Rechte, für ein Schreckgespenst erklären. Rechts ist ein normaler Bestandteil der Politik und in gemäßigter Form vertretbar und legitim, genauso wie links in gemäßigter Form vertretbar und legitim ist. Links bedeutet nicht gleich Kommunismus und rechts nicht gleich Nationalsozialismus.


Gemäßigt geht das alles klar in Ordnung. Nur wenn man sieht, was eine solche Politik in Osteuropa und der Türkei hervorbringt und wie die (freie!) Presse hierzulande bezeichnet und behandelt wird muss man sich doch Sorgen machen, ob die aktuell an Kraft gewinnenden Rechten wirklich mit unserem Staat vereinbar sind und keine Gefahr für unsere Grundrechte. Wer "Lügenpresse" schreit, Journalisten verprügelt und gleichzeitig Compact usw. liest muss sich zurecht ankreiden lassen, dass er die Pressefreiheit tendenziell für weniger schützenswert hält.


Ich glaube nicht, dass er das tut. Hast du dafür Belege? Aber, wie gesagt, ich will ihn nicht in Schutz nehmen. Es ist sein Ast, auf dem er sitzt. Und wenn er sich missverständlich, emotional und leidenschaftlich ausdrückt, dann muss er auch damit rechnen, wenn manche ihn für rechtsextrem halten.


Er hat wortwörtlich gesagt, dass er sich sein "Deutschland Stück für Stück zurückholen will", und zwar explizit das von vor 1945. Seitdem habe eine Umerziehung stattgefunden und er will eine "erinnerungspolitische Wende um 180°", was in diesem Fall z.B. bedeutet, dass der Holocaust nicht als Gräueltat, sondern als Glanztat gelten soll. Außerdem hat er das Holocaust-Mahnmal als "Mahnmal der Schande" bezeichnet, das, weil es unschöne Erinnerungen hervorruft, so nicht existieren dürfte. Spätestens da kam es mir echt hoch...
Manches mag entweder einfach nicht durchdacht gewesen sein (er hat sicher nicht die Bedeutung der 180°-Wende gerafft...), dann ist er einfach dumm und taugt wenig zum Politiker, oder es war einfach anhand des NPD-Urteils Berechnung und der Test, wie weit man mittlerweile gehen kann. Falls es so sein sollte ging der wohl nach hinten los.
Wie gesagt, ich denke kaum, dass man so einen in irgendeiner Partei lassen kann. Selbst die NPD ist doch klug genug, sowas eher nur hinter verschlossenen Türen zu äußern. Ich denke auch, dass Höcke wohl kaum ungestraft davonkommt und bei der Wortwahl auch eher nicht zum Märtyrer taugt... außer beim rechten Flügel, aber der dürfte kaum ausreichen, um die 5%-Hürde zu knacken, siehe NPD.



Ja, okay. Da werde ich mal drüber nachdenken. Ich glaube aber, die Sozialisation ist so extrem prägend für einen Menschen, dass Leute, die mit Sharia, Theokratie und ohne die Gleichstellung von Mann und Frau aufgewachsen sind, das nur schwerlich ablegen können. Und irgendwie ist es schizophren, dass wir hier, nach unseren Werten handelnd, massenhaft Leute aus einem Kulturkreis aufnehmen, der mit unseren Werten so mal gar nichts zu tun hat - der sich sogar teilweise diametral entgegengesetzt zu unseren Werten gestaltet.


Sozialisation ist aber auch nur ein Teil. Sonst hätte es ja auch bei uns keinen Fortschritt gegeben. Bewegungen wie die 68er sind ohne Widerstand gegen diese Sozialisation nicht denkbar, genau wie der arabische Frühling, auch wenn der leider zu wenig bewirkt hat. Und in der DDR waren es ja auch nicht nur die ganz alten, die in der Weimarer Republik aufgewachsen sind, die das System gestürzt haben, trotz Indoktrination von klein auf.;)
Gerade heute ist es durch das Internet einfach wie nie, auszubrechen, ob in die eine oder andere Richtung. Siehe arabischer Frühling, IS, Trump, neue Rechte... alles so ohne Internet nicht möglich.
 
AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

@Kusanar: nur indirekt, wollte die Erklärung von Alreech vermeiden.

Aber in deiner Verlinkung sind auch spannende andere Themen verlinkt.

SEE ALSO:
– Bill Gates admits to chemtrails

http://emoji.tapatalk-cdn.com/emoji6.png

Das ändert zwar erstmal nix an den Informationen wohin die Spenden so fließen aber nagt trotzdem etwas an der Glaubwürdigkeit.

Bill Gates admits to chemtrails? :D Hab ich wohl übersehen...

Naja, generell sollte man alles was man im Netz findet mit der nötigen Prise Skepsis betrachten. Trotz allem ist es aber so, dass die nicht nur zum Spass oder aus reiner Menschenfreude spenden, sondern alles immer auch einen finanziellen Background hat.
 
AW: Anhänger der Demokratie werden weniger!

Äh, what? :ugly: Erklär uns mal deinen Gedankengang...

Anscheinend ist das mit der Armut nur ein Verteilungsproblem.
Würde man Bill Gates enteignen und sein Geld an die Anführer der ärmsten Länder verteilen - wie z.B. Nordkorea und Zimbabwe - dann könnte man so das Problem der Armut lösen.
 
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