Solange ich als Kunde von Kürzungen, Einsparungen, etc. nicht merke, können AMD, Intel , nVidia... mauscheln was Sie wollen!
Ja gut, was genau meinst du denn mit "nicht merken"? So wie bei der GTX970 damals, wo niemand zum Launch etwas davon gemerkt hat, dass die letzten 500MB des VRAM nur mit ca. 30GB/s statt 200GB/s angebunden sind? Oder meinst du im Allgemeinen, also dass du auch nach Jahren (und eine CPU behält man durchaus auch mal 4-7 Jahre) nichts davon merkst? Und nicht vergessen, bei der GTX970 haben die Performance-Probleme (meistens MR-Ruckler) mit der Zeit auch weiter zugenommen.
Die Aussagen der Tester Weltweit sind recht einhellig, dass man ausserhalb eines MEM-Test in den Anwendungen keinen Performanceunterschiede sieht bzw. erwartet.
Auch das ist so nicht korrekt, denn die mit Abstand meisten Tester wussten zum Testzeitpunkt gar nichts von der asymmetrischen Anbindung, und hielten die fast 50% niedrigeren Werte in den Benchmarks für Bugs, Probleme mit der Testsoftware, unausgereifte Treiber usw. Wer weiß schon wieviele das heute noch denken, von den Usern/Kunden/Ryzen-Besitzern ganz zu schweigen. Und hier mal die Aussage von Luxx: "
Um eines noch klarzustellen: Der Einfluss auf die Leistung ist schwer abzuschätzen. ... Der Schreibdurchsatz des Speichers spielt
zumeist eine untergeordnete Rolle." Nur was bedeutet "zumeist" und "untergeordnet" genau.
AMD hat im Konkreten Fall logischerweise keine Präsentation darüber gehalten "Hey Leute guckt mal: Neue CPU mit 50% weniger RAM Bandbreite... gut gell?" , aber umgekehrt auch keinen Hehl daraus gemacht als nachgehakt wurde.
Auch wenn es nicht ganz unwichtig ist wann und wie AMD es kommuniziert hat, dieser Punkt ist mir persönlich komplett egal. Mit geht es nur um die technische Seite: Was genau bedeutet diese "anormale" Anbindung an den RAM Stand heute GENAU, also welche Anwendungen/Anwendungsbereichen legen wie ihren Schwerpunkt auf die Bandbreite, und was genau bedeutet es für die zukünftige Entwicklung der Performance (der Anwendungen). Wird die Schreibleistung wichtiger, bleibt sie gleich (un)wichtig, oder wird sie sogar immer unwichtiger. Hier gibt es aktuell leider quasi keine Informationen zu.
Hier mal was die PCGH damals zur (technischen!) Seite der GTX970 Problematik gesagt hat:
"
Denn die GTX 970 ist ein Präzedenzfall, der von nun an zusätzliche Messungen nötig macht." (Quelle:
https://www.pcgameshardware.de/Gefo...-259503/Specials/Speicherproblem-Bug-1152207/)
Und ganz genau um so einen Präzedenzfall handelt es sich bei der RAM-Anbindung der 3000er Ryzen (und vermutlich auch Threadripper) CPUs. Und genau wie damals: Bloß weil es beim Launch in den Tests und Reviews bzgl. der Performance nicht aufgefallen ist, bedeutet es noch lange nicht dass das auch in allen anderen, nicht getesteten Anwendungen, der Fall ist. Geschweige denn, dass das in Zukunft nicht zunehmend zu Leistungseinbußen führen kann oder wird. Mit einem Unterschied: Was langsamer oder weniger VRAM bedeuten kann und wird, konnte sich damals jeder halbwegs erfahrene User selbst ziemlich genau beantworten. Das kann aber bei dem RAm-Thema bzgl. Ryzen quasi kein User. Das können ja nicht mal die Profis/Hardware-Tester.
Das haben wir sowohl beim AMD, Intel und vor allem nVidia in der Vergangenheit anders erlebt! Daher kann ich damit leben, wenn ich irgendwas nicht so ist wie man es sich wünscht und oder erhofft, dass wenigsten ehrlich miteinander kommuniziert wird, und nicht behauptet wird, dass man Messfehler macht, oder 4GB drin sind und man nur richtig gucken muss.
Ist doch ok, nur damit es dir egal sein kann musst du diese Besonderheit aber auch erstmal kennen. Aktuell ist dies aber scheinbar in der Regel nicht der Fall, augenscheinlich nicht mal alle Reviewer kennen das Thema, von den Usern/Kunden ganz zu schweigen.
Und es geht hier/mir auch überhaupt nicht darum wie man sich irgendwas wünscht oder erhofft. Es geht darum, dass die Anbindung des RAMs in der Regel immer symmetrisch erfolgt. Genau wie Nvidia damals 12,5% des VRAM mit deutlich niedriger Bandbreite angebunden hat, was komplett unüblich war, ist es heute komplett unüblich den
kompletten RAM eines Mainstream-Prozessors (
egal ob von Intel oder AMD) bzgl. Schreibleistung um 50% zu drosseln.
Wie gesagt, ich will das Thema nicht schlimmer darstellen als es ist. Nur weiß aktuell
scheinbar niemand genau ob und wie "schlimm" genau es unterm Strich wirklich ist. Daher kann ich nicht nachvollziehen warum dieses Thema so runter gespielt wird, wenn man die potentiellen Auswirkungen doch überhaupt nicht kennt, und mangels Informationen auch nicht abschätzen kann. Fakt ist, 25GB/s Transferrate beim Schreiben hatte schon vor ~10 Jahren eine CPU mit zwei Kernen, heute hat die ein Ryzen pro (CCD) 8 Kerne.
Und ich selbst bin darauf ja auch gar nicht aufmerksam geworden, sondern ein Freund von mir, der einen Ryzen 3000 gekauft, und sich über die niedrigen Werte bei der Schreibleistung gewundert hat. Und der nach der anschließenden Recherche auf einer Webseite (
@Hardwareluxx.de) über das Statement von AMD gestolpert ist. Und wie viele Interessenten hat er das Thema Ryzen schon seit Ryzen 1000 verfolgt, und er wusste auch schon seit Monaten welchen Ryzen 3000 er kaufen wollte. Er war also eigentlich "gut am Ball" was die Informationen angeht, hat aber von der "RAM-Problematik" erst nach dem Kauf erfahren, genau wie von der Tatsache dass diese Drosselung kein Softwareproblem, sondern genau so vom Hersteller gewollt ist.