AMD Radeon R9 470X: Gerüchte und Spezifikationen zur Polaris-11-Grafikkarte

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Was bedeutet Großteil? 60%, 70%, 90%, 99%?
Das weiß man woher?

Ja, das weiß man. Die genauen Prozentangaben vielleicht nicht, denn das wäre ja Mutmaßung. Was aber definitiv fest steht ist wie sich ein Fertigungsverfahren physikalisch verhalten soll oder wird.

Eine Architektur kann bestenfalls das Optimum innerhalb dieser physikalischen Grenzen ausreizen, diese aber niemals ohne Nachteile sprengen.

Daher ist Fertigungsverfahren immer größer zu beurteilen als die Architektur.


Das Milchmädchen bestätigt diese Einschätzung zu 100% genau.

Eine GPU ist nichts als Mathematik in physikalischen Umgebungen. Das kann man sehr gut nachvollziehen bzw. nachrechnen. Es gibt eventuell leichte Tendenzen in gewissen Grenzbereichen, aber das groben Schema ändert das im Großen und Ganzen kaum.

Tonga und alles drum herum empfinde ich bis heute als mittelschweres 'Fail-Projekt', es sollte keine Kunst sein das Ding zu über- bzw. unterbieten mit anständiger Performance.
Der GM204 ist ein trauriges Beispiel in der Hinsicht für AMD.

Tonga war verglichen mit der 900er-Reihe von Nvidia einfach unterlegen. Man muss AMD jedoch zugute halten, dass der 20nm Prozess storniert wurde. Wer weiß wieviel AMD dafür schon entwickelt hatte.

Ich will mir einfach nicht vorstellen, dass Tonga absichtlich so auf den Markt kam. Auf der anderen Seite erinnere ich mich immer wieder daran, wie knapp das AMD Forschungsbudget über die Jahre geworden ist.
 
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Bei Pascal trägt die Architektur angeblich mehr dazu bei, als die Fertigung (Das Verhältnis beträgt laut Diagramm 55% Architektur vs. 45% FinFET-Prozess):
http://cdn.videocardz.com/1/2016/05/NVIDIA-GeForce-GTX-1080-Crafted-for-speed.jpg

Und AMD bei Anandtech:
While RTG will be drawing a significant amount of their energy efficiency gains from the switch to FinFET (more on this in a bit), the architecture will also play a large role here. RTG was upfront in telling us that on average the node shrink will probably count for more of Polaris's gains than architecture improvements, but this will also be very workload dependent. In order to make that happen the architecture team has been spending quite a bit of time on the matter, analyzing and simulating different workloads and architecture options to find ways to improve the architecture.
Polaris: A High Level Look - AMD Reveals Polaris GPU Architecture: 4th Gen GCN to Arrive In Mid-2�16

Mir war so das ich noch an anderer Stelle gelesen habe, dass AMD meinte das unter Last die Fertigung mehr ausmacht, als die Architekturverbesserungen, aber unter Idle ist entweder die Architektur entscheidender oder es war 50:50.
 
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Bei Pascal trägt die Architektur angeblich mehr dazu bei, als die Fertigung (Das Verhältnis beträgt laut Diagramm 55% Architektur vs. 45% FinFET-Prozess)

Natürlich hat die Architektur viel Einfluss auf das Ergebnis. Die groben Rahmenbedingungen wird sie aber nie aushebeln können. Irgendwann ist das Optimum halt erreicht.

Ich nehme die GTX 900er Serie immer als Beispiel. Da hat Nvidia nochmals den letzten Tropfen aus der der 28nm-Größe herausgequetscht. Ein Sprung wie von 28nm auf 16nm FF wird keine Architektur der Welt hinbekommen.

Falls doch war der direkte Vorgänger abartig ineffizient bzw. einfach nicht ausgereizt.

Mir war so das ich noch an anderer Stelle gelesen habe, dass AMD meinte das unter Last die Fertigung mehr ausmacht, als die Architekturverbesserungen, aber unter Idle ist entweder die Architektur entscheidender oder es war 50:50.

Abgesehen von Fertigung und Architektur gibt es noch die sogenannte Umgebung. Hierunter zähle ich u.a:
-Spannung
-Takt
-Kühlung

DAs sind externe Faktoren, die großen Einfluss auf die Leistung(-saufnahme) haben.

Als Beispiele nehme ich hierfür vergleichswiese Fury X <-> NANO. Nahezu gleicher Chip (Architektur + Fertigung) aber in bestimmten Bereichen optimiert. Der Unterschied ist stellenweise gewaltig. Dennoch bewegt sich alles innerhalb der Grenzen der Fertigung.

Was allerdings passieren wird, ist das in Zukunft die Architektur früher oder später höheren Einfluss haben wird. Ich beziehe mich hier auf den Zeitpunkt, an dem wir die phyiskalischen Grenzen geschätzt zwischen 14nm und 7nm erreichen.

Dann wird es keine oder kaum noch Steigerungen geben und es gilt:
Architektur > Fertigung
 
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Ich wiederhole mich einfach, laut Nvidia hat bei Pascal die Architektur einen größeren Einfluss als der Prozess. (Man muss natürlich auf die unbekannte Zählweise von Nvidia dafür vertrauen)
Die Frage davor lautete, woher man denn weiß, dass bei Polaris das Fertigungsverfahren größer zu beurteilen ist als die Architektur, die angeblich noch so toll sein kann?
 
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Ich wiederhole mich einfach, laut Nvidia hat bei Pascal die Architektur einen größeren Einfluss als der Prozess. (Man muss natürlich auf die unbekannte Zählweise von Nvidia dafür vertrauen)

Ich bin nicht sicher was ich hier sagen kann, ohne dass mich die üblichen Verdächtigen sofort wieder anspringen.

Pascal scheint im Vorfeld bereits auf einigen Ebenen optimiert worden zu sein. Auf der Nvidia Präsentationsveranstaltung wurde beispielsweise die verbesserte Spannungsversorgung genannt und wie viel besser Pascal damit den Verbrauch kontrolliert.

Die gute Vorarbeit von Maxwell spielt da sicher noch eine Rolle. Fakt ist jedoch wie viel Aufwand Nvidia getrieben hat um diese absurden Taktraten zu erreichen. Bei einem Motor wäre das ein extrem hohes Drehzahlenniveau. Die Architektur wurde also auf einen bestimmten Aspekt der 16nm-Stärken gezimmert.

Im Prinzip hat Nvidia den Vorteil der höheren Taktraten imit dem geringerem Verbrauch kombiniert. Das fußt erstmal auf dem Fertigungsverfahren und die Architektur legt dann noch einen weiteren Level auf die Stärken dieser dazu.

Die Frage davor lautete, woher man denn weiß, dass bei Polaris das Fertigungsverfahren größer zu beurteilen ist als die Architektur, die angeblich noch so toll sein kann?

Das 14nm FinFET-Verfahren gleicht viele Schwachstellen aus, die AMD bei 28nm geplagt haben. Verbrauch, Chipgröße, Abwärme usw. werden durch den Shrink natürlich verbessert. AMD profitiert davon über alle Maße.

Meine Rechnung war ein Versuch dies aufzuzeigen. Der Fokus auf kleine effiziente Chips wäre ohne das Verfahren nicht möglich gewesen.

Was die Architektur angeht, hat AMD immer noch eine Menge arbeit vor sich. An Fiji sieht man wie viele Bremsen und Flaschenhälse bei GCN noch bestehen. Da hat das Verhältnis zwischen Transistoren und ROPs u.a. nicht mehr gepasst. Die verfügbare Bandbreite ist dazu noch verpufft.

Async Compute (Shader) waren auch nur eine Art Optimierung um die Schwachstellen der GCN-Architektur auszugleichen. AMD muss da sicher noch einige Baustellen angehen.

Wieviel das letztendlich bringt, ist bisher noch fraglich. Aus diesem Grund kann man dem Fertigungsverfahren erst einmal mehr zuschreiben als der Architektur selbst. Es wird garantiert Verbesserungen geben. Diese jedoch nur in speziellen Bereichen und deren Szenarien.
 
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Wieviel das letztendlich bringt, ist bisher noch fraglich. Aus diesem Grund kann man dem Fertigungsverfahren erst einmal mehr zuschreiben als der Architektur selbst. Es wird garantiert Verbesserungen geben. Diese jedoch nur in speziellen Bereichen und deren Szenarien.
Du hättest von Anfang an einfach nur formulieren können, dass du der Architektur von Polaris nicht mehr als 50% Anteilname von den Verbesserungen zutraust.
Das ist dann deine (legitime) Spekulation, es klang aber viel eher so, als wäre es unmöglich für die Architektur den selben oder einen höheren Anteil zu besitzen und als sei das schon definitiv in Stein gemeißelt.
Wenn man die ersten Aussagen von AMD zu Polaris nachließt, dann klingt das in der Tat so, dass im Schnitt der Prozess mehr ausmacht, aber AMD merkt natürlich auch an, dass kommt auf den Anwendungsfall an.
 
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Die Karte ist spannender als die 1080, denn sie zeigt, dass AMD bei den FPS/W nun mindestens gleich gezogen hat, was für den großen Polaris und vor allem für Vega sehr gut ist, denn das bedeutet sie werden extrem konkurrenzfähig sein. Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn der große Polaris zumindest die 1070 schlägt und dabei 120W nimmt.
 
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Die Karte ist spannender als die 1080, denn sie zeigt, dass AMD bei den FPS/W nun mindestens gleich gezogen hat, was für den großen Polaris und vor allem für Vega sehr gut ist, denn das bedeutet sie werden extrem konkurrenzfähig sein. Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn der große Polaris zumindest die 1070 schlägt und dabei 120W nimmt.

Ich denke 1070 und P10 werden annähernd gleich schnell ausfallen. Zu befürchten ist aber das sich die 1070 trotz höherem Preis wegen höherem Takt wesentlich besser verkaufen wird. :schief:
 
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Naja die 1070 dauert noch n Stück, da kann noch keiner was sagen. Mit den Daten der 1080 wird man aber mehr abschätzen können wieviel Leistung rauskommt.
Generell hoffe ich das die 1080 diesmal einen interessanteren Standpunkt bekommt als die 980 (die zu teuer für ihre Leistung geraten ist und mit der unwesentlich langsameren, aber dafür deutlich günstigeren 970er ordentlich Druck aus den eigenen Reihen bekommen hat) - Nvidia sollte draus lernen und die 1080 genau zwischen 1070 und 1080Ti positionieren, was Leistung und Preis angeht.
Ich habe mich 2014 bewusst gegen die 980 entschieden, mal sehen ob sich dies 2016 mit dem Nachfolger wiederholt oder ich gar auf die 1080Ti warten werde.
Und nein, Polaris ist keine Option, selbst wenn die Karte gleichwertig zur 1070 wird, dafür aber billiger - nö. Einfach nö.
AMD hätte mit dem größeren Chip reinmarschieren sollen, nicht mit den ganz kleinen bis mittleren.
 
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Du kannst mir weder das eine noch das andere verkaufen. Für 300€+ gibt es jedes Jahr eine neue brauchbare Karte, aber im 200€ Bereich, passiert seit 5 Jahren nichts mehr. Kein Wunder das AMD pleite ist, upgradet wird mittlerweile nur noch wenn sich die Hardware verabschiedet. Ich werde meine 6870 einrahmen wenn die mal den Geist aufgibt, ist mein voller ernst.

Du nutzt noch eine HD6870 aber schreibst das es im 200€ Bereich nichts brauchbares gibt :what: ?? Was gibt es denn an Polaris 11, sollte die kolportierte Leistung stimmen auszusetzen wenn ich fragen darf ?? Erwartest du etwa 100% Leistungssprünge alles 2 Jahre in der Mittelklasse ?? Die Zeiten sind längst vorbei :wall:.
 
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Wäre bei den Wattzahlen eigentlich Crossfire interessant? Zwei oder mehr 470x OC. Vielleicht gibts ja mal ne 8GB Variante.

btw: Irgendwie ist die Namensgebung auch etwas unglücklich. Gab ja schon ne 470 (GTX).
 
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Kommt bestimmt wieder ein R davor.

Wenn das CF skalliett sicherlich, ich bleib aber bei einer starken Single GPU.
 
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R9 470x ist weder schnell, noch günstig und Mittelklasse erst recht nicht.

Die Karte ist nur für jemandem gut der noch überhaupt keine Grafikkarte besitzt, oder eine neue passive Grafikkarte braucht, weil seine alte Grafikkarte nicht mehr mitmacht. Zum upgraden taugt die Karte leider überhaupt nicht und für ein Office-Rechner ist die zu teuer.

Mein Gott was schreibst du dir hier einen Blödsinn zusammen :lol:.
 
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Naja... also eine RAM-Explosion gabs jetzt Jahrelang nicht: Es war immer jeder Chip mit ausreichend RAM bestückt, die er sinnvoll befüllen konnte. Mehr RAM war bis 2012 meist rausgeschmissenes Geld (nicht mehr Performance, aber mehr Verbrauch und Geld).
Erst mit den neuen, höheren Auflösungen (1440p, 4K) sowie den 8GB Konsolen haben Entwickler angefangen mehr VRAM zu verwenden.
Ich werde mir mit der nächsten Generation 8 GB gönnen, das wird wieder ne weile reichen (derzeit ist eine 7970 @3GB Ram, Baujahr 2011 im Haupt-PC drin, die hat dann auch ausgedient)

Das wurde aber hier auf der Seite bewiesen das die HD7850 2GB sehr wohl die bessere Wahl war als ihr 1GB Pendant für Full-HD :daumen:.
 
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Wäre bei den Wattzahlen eigentlich Crossfire interessant? Zwei oder mehr 470x OC. Vielleicht gibts ja mal ne 8GB Variante.

btw: Irgendwie ist die Namensgebung auch etwas unglücklich. Gab ja schon ne 470 (GTX).

Lohnt sich nie solange es eine Single-GPU-Lösung gibt, die die gleiche Leistung hat. Finanziell und vom Verbrauch vielleicht, aber von den gefühlten FPS nie.
 
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Zur Architektur von Polaris sollte man sich mMn ins Bewusstsein rufen, dass NV mit Maxwell wesentlich mehr der seit 2012 entwickelten Verbesserungen bereits in ein Produkt gebracht hat als AMD, da wurden im Endeffekt doch nur mehr ACEs verbaut (GCN 1.1) und ein Rückschritt bei der Zusammenschaltung der SP Einheiten gemacht um etwas Strom zu sparen. (GCN 1.2)

Maxwell "Gen 1" Veränderungen mal von CB zitiert:
Die Streaming-Prozessoren


Die grundlegende Zusammensetzung eines „Streaming Multiprocessors“ hat Nvidia mit Maxwell völlig verändert. Der „Maxwell Streaming Multiprocessors“ (SMM) besteht nur noch aus 128 ALUs – ein Drittel weniger als bei Kepler mit 192 Einheiten.


Auch die Anzahl der Kontrolllogiken, die die ALUs mit Rechenaufgaben versorgen, hat Nvidia angepasst. Bei Maxwell kommen pro SMM jetzt vier statt einer zum Einsatz. Jede Kontrolllogik kümmert sich um 32 ALUs. Als Ausgleich fällt die „Control Unit“ deutlich weniger komplex und kleiner aus. Die Summe der vier Einheiten bei Maxwell soll weniger Platz beanspruchen als die eine Einheit bei Kepler. Das spart Platz auf dem Die.


Weniger aber effizientere ALUs
„Maxwell“ „Kepler“
ALUs 128 192
Kontrollogik 4 1
Leistung* 90 Prozent 100 Prozent
* Leistung des SM bei gleichem Takt, Kepler = 100 Prozent
Resultat des stark verschobenen Verhältnisses aus ALUs und Kontrolllogiken je SMM ist, dass die Gesamtauslastung der Recheneinheiten bei Maxwell deutlich gestiegen ist, so Nvidia. Obwohl der SMM mit 33 Prozent weniger ALUs daher kommt, soll er 90 Prozent der Leistung der Variante von Kepler erreichen. Das ist nur möglich, wenn jede ALU bei Maxwell 35 Prozent mehr leisten kann als bei Kepler.


Um die Effizienz weiter steigern zu können, liegt die Aufgabe der Verteilung der Rechenaufgaben nicht mehr nur alleine bei der Kontrollhardware, sondern wird bei Maxwell, anders als bei Kepler, zu einem gewissen Teil auch vom Treiber in Software – und damit von der CPU – übernommen. Bereits dieser „sortiert“ gewisse Daten vor, sodass nicht mehr nur die Hardware entscheiden muss, welche Rechenaufgabe an welche ALU übergeben wird. Dies war für die Vereinfachung der Kontrolllogik notwendig. Genauere Details dazu fehlen aber, sodass unklar ist, inwieweit dies mit Leistungseinbußen verbunden ist.


Eine SMM besteht aber natürlich nicht nur aus ALUs, sondern auch noch aus anderen Einheiten. Bei den Polymorph-Engines (zuständig für Tessellation) und der Größe des Shared-L1-Cache pro SMM (weiterhin 64 KB) hat sich allerdings gegenüber Kepler nichts geändert. Allerdings ist der ehemals geteilte L1-Cache bei „Maxwell“ jetzt ein reiner klassischer Shared-Cache, während es einen zusätzlichen kombinierten L1-Cache für Texturen und Compute gibt. Dessen Größe ist unbekannt.


Maxwell-Architektur
Maxwell-Architektur
Deutliche Veränderungen gibt es auch bei den Textureinheiten (TMU). Auf Kepler gab es pro SM 16 Stück. Auf Maxwell sind es aber nur noch deren acht. Nvidia ist sich zwar bewusst, dass dieser Einschnitt Leistung kosten kann, hat ihn aus Gründen der Energieeffizienz aber dennoch vollzogen. Mehr TMUs hätten zu sehr auf die Leistungsaufnahme gedrückt.


Weniger TMUs pro SMM
„Maxwell“ „Kepler“ „GCN“
TMUs je SMM / Compute Unit 8 16 4
Verhältnis TMUs zu ALUs 1:16 1:6 1:16
Setzt man ALUs und TMUs auf Kepler, Maxwell und AMDs Graphics Core Next (GCN) ins Verhältnis, zeigt sich: Maxwell bietet ab sofort dasselbe Verhältnis wie AMDs GCN-Architektur.


Die SMMs sind auch bei Maxwell in einem „Graphics Processor Cluster“ (GPC) zusammengefasst, der die „Raster-Engine“ beherbergt. Der GPC bildet das sogenannte „Front-End“, das sämtliche SMM mit Aufgaben versorgt und damit für deren Auslastung zuständig ist. Ein GPC besteht bei Maxwell aus fünf SMM. Bei Kepler waren es dagegen zwei. Dennoch bleibt es, zumindest den offiziellen Informationen zufolge, bei einer einzelnen Raster-Engine. Ob diese verbessert worden ist, bleibt unklar. Dies ist aber anzunehmen, da eine Raster-Engine auf Maxwell mehr Einheiten mit Aufgaben versorgen muss als auf Kepler.

inen geradezu riesigen Schritt hat es beim L2-Cache gegeben. Der GM107, die voraussichtlich kleinste Maxwell-GPU, kann mit 2.048 KB auf einen größeren L2-Cache zurückgreifen als eine High-End-Karte der aktuellen Generation: der GK110 (GeForce GTX Titan, GeForce GTX 780 (Ti)) bietet ein halbes Megabyte weniger. Über den großen internen Speicher sollen externe Speicherzugriffe verhindert und so die Effizienz sowie Leistung verbessert werden.


GM107 GK107 GK106 GK104 GK110
L2-Cache 2.084 KB 256 KB 384 KB 512 KB 1.536 KB
Bei den „Raster Operation Processors“ kann GM107 auf zwei ROP-Partitionen mit jeweils acht ROPs zugreifen, was insgesamt 16 ROPs ergibt. Als Speicherinterface sind zwei 64-Bit-Controller vorgesehen, was einem klassischen 128-Bit-Interface entspricht.


Nvidia GM107
Nvidia GM107
Von NVENC bis DirectX 11.0


Nvidia hat auf Maxwell auch den diskreten Video-Encoder für H.264 (NVENC) verbessert. Während Kepler mittels NVENC mit der vierfachen Echtzeitgeschwindigkeit encodieren kann, liegt die Rate bei Maxwell bei Faktor sechs bis acht. Das Decodieren soll in acht bis zehnfacher Geschwindigkeit geschehen können. Trotz höherer Leistung soll die Leistungsaufnahme geringer ausfallen.


Maxwell ist erstmals mit dem „GC5“-Power-State ausgestattet, der in leichten Belastungsphasen, wie zum Beispiel dem Abspielen einer Blu-ray, einsetzen soll. Dadurch soll erneut der Energiehunger reduziert werden. Die Double-Precision-Leistung von Maxwell liegt bei 1/32 der Single-Precision-Leistung.


Auch die Granularität des Clock-Gating soll einen Schritt nach vorne gemacht haben, sodass gewisse Chipbereiche mit unterschiedlichen Frequenzen arbeiten können. Dies alles sind laut Nvidia wichtige Punkte, durch die die Effizienz ansteigt. Zu weiteren Anpassungen und Maßnahmen, die die Energieeffizient erhöht haben sollen, hüllt sich Nvidia allerdings in Schweigen.


Eine abschließend durchaus überraschende Nachricht gibt es bezüglich der APIs. Dort hat sich nichts getan, sodass Maxwell genau wie Kepler nur DirectX 11.2 mit dem Feature Level 11.0 vollständig unterstützt – und damit im Endeffekt nur DirectX 11.0. Auch fehlt der GPU aktuell die Kompatibilität zu HDMI 2.0. Das liegt laut Nvidia daran, dass der Standard zu kurzfristig fertiggestellt worden ist.

Also sofern NV nicht von Anfang an zwei getrennte Teams beschäftigt hat sollte theoretisch mit Pascal wesentlich weniger neues kommen als mit Polaris, da da ja jetzt die Entwicklungen/Optimierungen von 4 Jahren eingebracht werden.
 
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Wäre bei den Wattzahlen eigentlich Crossfire interessant? Zwei oder mehr 470x OC. Vielleicht gibts ja mal ne 8GB Variante.

btw: Irgendwie ist die Namensgebung auch etwas unglücklich. Gab ja schon ne 470 (GTX).


Hatte zu HD5000 Zeiten die selbe Idee aber ein CF Gespann von 2 kleinen Karten ersetzt keine Große. Damals hatte ich 2x 5770 und eine 5870 hier liegen, die 5770 hatten zwar theoretisch mehr Dampf, haben sich aber einfach langsamer angefühlt (MR Problematik) trotz teilweise 30%+ FPS.
 
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