Das habe ich nicht sooo pauschal gemeint, so oder so entwickelt AMD seine Technologie weiter, und wenn der große Wurf gelingt sind sie wieder da. Ich habe "vor etwa 10 Jahre" geschrieben, weil 2003/2004 war das Thema alle PC-Zeitschriften -auch PCGH- AMD Tunen/OCen, nicht Intel. Warum? Weil Netburst aka Pentium blabla fast nur Abwärme produziert hat, statt Rechenleistung.
Nö, sondern weil AMD in Spielen klar die Nase vorn hatte und es eben pcGh ist - und weil die Zeitschrift viele preisbewusste Leser hat, die Intel nicht unbedingt zur Zielgruppe zählt. (Wobei man klar sagen muss: Ausgerechnet im Sommer 2003 war Intel im oberen Leistungssegment nicht nur schneller und effizienter, sondern z.T. sogar billiger)
Aber wie auch immer du es meinst - du sagst es schon wieder pauschal. Diese vermeintlichen Spitzfindigkeiten sind eben der Unterschied zwischen "ein großer Wurf gelingt" und "nach jahrelanger Entwicklungsarbeit hatte es AMD geschafft, einer guten Architektur eine leistungsfähige Infrastruktur zu geben, während zufällig zur gleichen Zeit die direkte Konkurrenz unerwartet große Probleme mit ihrer Fertigung hatte und zeitgleich in Leistungsbereich vorstieß, in denen endgültig klar wurde, dass man die letzten 3-4 Jahre an den Interessen des Marktes vorbeientwickelt hat."
Es gibt keine "großen Würfe" im CPU-Geschäft (und auch bei GPUs würde mir seit dem Voodoo Graphics nichts mehr einfallen), sondern es gibt eine graduelle Entwicklung. Größere Unterschiede entstehen nicht sprunghaft aus dem nichts, sondern nach langer Vorgeschichte, wenn es eine Partei über längere Zeit hinweg schafft, die bessere Arbeit abzuliefern.
AMD wird nicht plötzlich "überholen ohne einzuholen", sondern muss zunächst den aktuellen Rückstand aufarbeiten.
Nicht wenn ich auch noch andere Sachen flott machen will, ansonsten stimmt das natürlich.
Die Frage ist nur wie lange wird der i3 noch reichen, ich denke wir werden noch dieses Jahr
Titel bekommen wo dieser im Gegensatz zu nem FX-8xxx an Grenzen stößt.
Wenn du die Produkte bei gleicher Kühlung und Lautstärke vergleichst, geht dem FX vermutlich heute schon die Luft aus

Unterschiedlich optimierte Konzepte können einander immer irgendwo ausstechen. Die Frage hier ist aber, ob ein Austausch der Kerne in Zambezi zu sovielen Stichen führen würde, dass ein Gewinn für AMD bei rausspringt?
Das große Problem an dieser Petition ist, dass sie die wichtigen Forderungen gegenüber AMD im Verhältnis abschwächt:
Sinnvolle und für das Überleben AMDs wichtige Forderungen wie "bringt OGSSAA/Downsampling in allen APIs" oder "gebt mehr Geld für die Referenzkühlungen eurer Karten aus" werden dann von AMD auf einer Ebene wie dieser Schwachsinn hier eingestuft!
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Downsampling überlebenswichtig für AMD ist

Und die Qualität der Referenzkühlungen hätte auch keine größeren Folgen, wenn AMD die Partner rechtzeitig mit Mustern für Custom-Entwicklungen hätte versorgen können.
Intel will die 7nm-Fertigung bereits im Jahr 2017 erreichen | 3DCenter.org Naja nach den Roadmaps wollen sie bis Ende des Jahres fertige 20nm Produkte anbieten, ob sie dass schaffen ist eine andere Sache.
Roadmaps sagen viele Dinge wenn der Tag lang ist.
Intel hat vor 4-5 Monaten den ersten Broadwell öffentlich vorgeführt. Wenn sie ihn binnen 10 Monaten nicht am Markt haben, dann vermutlich eher wegen "nicht wollen" (/Lager sind noch voll Haswell), denn wegen "nicht schaffen".
Punkt 3. AMD müsste auch die aktuellen Mainboards ändern, neuer Chipsatz etc. denn Steamroller beherrscht PCI-E 3.0 dazu dann noch USB 3.0 nativ.
Steamroller, als CPU-Architektur, muss sowas auch nicht beherrschen - sondern ein "Sockel AM4" müsste es können. Nach dem wird aber nicht gefragt, sondern nur nach neuen CPUs. (Was die ganze Sache theoretisch praktikabel macht, aber eben auch komplett unrentabel)
Anm.:
Falls jemand der Meinung ist, AMD solle stattdessen auf den FM2+ aufbauen und die Modulzahl verdoppeln, so dürfte dies ungleich problematischer sein. Denn Kaveri hat eine komplett andere Cache-Struktur und Anbindung an die Northbridge. Wenn diese nicht zufällig Quad-Modul-tauglich konzipiert wurde (und wieso sollte sie das?), dann müsste AMD wirklich den kompletten Chip neu entwicklen, anstatt nur Zambezi mit getauschten Kernen neu zu layouten.
Ganz davon abgesehen, dass die FM-Plattform nicht für entsprechend hohe TDPs spezifiziert ist.
Punkt 4. Wenn Excavazor nächtes Jahr kommt, wird es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einen neuen Sockel geben dazu passend einen Chipsatz mit PCI-E 3.0 und USB 3.0 nativ.
FM2+ kann PCIe3 und die zugehörigen Chipsätze können USB3 und es gibt bis auf weiteres keine Roadmap, die neue CPUs oberhalb der FM2-Liga für 2015 zeigt. Sehr wohl aber eine (wenn auch recht schlecht belegte), die einen andauernden Verkauf von Zambezi/Vishera bis dahin vorsieht, was genauso gegen einen Nachfolger spricht, wie der Berlin-respin im Opteron-Segment Mitte 2014.
Die einzige gute CPU ist der FX 6300 da dieser seine i3 Gegner zum selben Preis in Multithreadanwendungen deutlich schlägt.
Was aber auch daran liegt, dass der Preis unter AMDs Wünschen rangiert.
Das Hauptproblem mit den Strafzahlungen bei GloFo ist doch, dass die zwar Abnahmen fordern aber nicht das liefern können, was AMD wirklich bräuchte. Ein fähiger Anwalt könnte da vielleicht was machen aber irgendwie scheinen AMDs Anwälte aus deren Marketingabteilung zu kommen -.-
Einfach mal 200 Mio. CPUs in 22nm bestellen und alles, was nicht geliefert wird, von den erzwungenen Abnahmezahlen abziehen...
Die aktuellen Verträge sind für AMD schon ein deutlicher Fortschritt. Jetzt hat man wenigstens nur noch feste Quoten für fertige Chips - eigentlich hatte man mal starre Wafer-Zahlen zugesagt, ohne Funktionsgarantie. In wie weit AMD aus diesen Vereinbarungen rauskommen könnte, werden wir wohl nie erfahren. Aber die Kombination aus Abschlusszahlungen und den dann wesentlich höheren Stückkosten (solche Verträge macht man ja zwecks Mengenrabatt) würde die Bilanz sicherlich auch nicht verbessern.
Was mich ein bißchen verwundert ist, dass AMD noch keine Bestrebungen unternommen hat, die ohnehin-zur-Hälfte-bezahlte Fläche für Chips zu nutzen, die ökonomisch eigentlich Schwachsinn wären, unter diesen Bedingungen aber wenigstens die Marktposition verbessern könnten. Z.B. sollte es eigentlich mit wenig Entwicklungsaufwand möglich sein, alle Einheiten von Interlagos auf einem DIE zu vereinigen und die exzellente Verbindung für einen wesentlich höheren HT-Takt zu nutzen und so konkurrenzfähiger zu den großen Xeons zu werden. Oder man versucht sich an einem FXEX mit hirnlos großem 3rd/4th level cache (vergl. Galatin), oder ...