Ja, man kann Nanotubes im Glas kiloweise kaufen. Nein, sie sind noch lange nicht in Transistoren verwendbar.
Was man akutell industriell herstellen kann, ist eine wilde Mischung von Längen, Durchmessern und Chiralitäten. Bedeutet: die Kontrolle über die (elektrischen) Eigenschaften der Tubes ist quasi Null. Bei komplett statistischer Verteilung der Chiralität der Tubes ist sogar ein Drittel davon nicht mal halbleitend, sondern metallisch leitend = nix gut für Transistoren. Ganz abgesehen davon, dass es dann auch noch eine Wissenschaft für sich ist, die Teile irgendwo aufzubringen und Schichten mit der gewünschten Dicke und Morphologie zu erhalten. Im Extremfall bräuchte man nur eine Röhre pro Transistor, aber die da zu platzieren ist höchstens mit einem STM oder AFM (Rastertunnel/Rasterkraftmikroskop) möglich - dann hat man nach vielen Versuchen EINEN Transistor.
Das einzige, was in näherer Zeit vorstellbar ist, ist die Tubes einfach als wilde Mischung in elektrisch oder thermisch leitfähige Schichten einzubringen, wo sie die Leitfähigkeit verbessern könnten.
CNTs zählen aber nicht zu den Fullerenen auch wenn in beiden der Kohlenstoff sp2 hybridisiert ist.
Ein CNT hat da mehr mit Gaphit bzw. eines Graphen davon gemein, denn praktisch ist das ein zusammengerollter Graph.
Graphen hat keinen Singular und Plural - nur Graphen

. Und es gibt nicht "ein Graphen" - Graphen als hypothetischer zweidimensionaler Stoff besitzt eine unendliche Ausdehnung. Stücke davon nennt man gewöhnlicherweise "Graphenflocken" oder "Graphenlagen" (letzteres meistens dann, wenn man nicht wirklich eine einzelne Schicht, sondern mehrere übereinander hat - also strenggenommen überhaupt kein Graphen mehr, sondern wenige-Lagen-Graphit. Weil sich das aber schlecht als toll verkaufen lässt spricht die Fachwelt da lieber von "few layer graphene".)