AMD 'Callisto': Phenom-II-Dualcore-CPU mit 6 MiByte L3-Cache?

Ganz richtig.
Wenn man die Kerne beim Kuma wirklich 100%ig hätte deaktivieren können, wäre eine Klassifizierung in die 65W TDP Klasse möglich gewesen.

Weil so ineffizient ist ein K10 Kern nun auch wieder nicht...

Bei den Preisen, die AMD für die Quads nimmt, muss man aber die Gewinnspanne fast auf 0 senken, um einen zusätzlichen Kaufanreiz für eine CPU mit halber Leistung zu schaffen.
Es reicht doch, das man die defekten Kerne nicht wegschmeißen muss, meinst nicht auch?
Weil wegschmeißen ist ja bekanntlich teurer als verschenken...
 
Naja, wenn das ebenfalls defekte Quads sind machen die plus. Ich glaub kaum dass AMD in der finanziellen Lage einfach funktionierende Cpu´s beschneidet.:ugly:

Ist irgendwie müßig, darüber zu diskutieren. Letztlich wird AMD keine funktionierenden Quads zu Zweikernern beschneiden, um sie mit nur geringem Preisunterschied zu echten Zweikernern zu verkaufen. Sie werden defekte Quadcores auf diese Weise noch ausschlachten, und wenn die Ausbeute besser wird, verringert sich eben das Angebot an "Callistos" - womit deren Preise automatisch höher werden.

Wenn die Nachfrage größer als die "Produktion" an "defekten" Quads wird?
Soll dann der Azubi DIEs mit'm Schraubendreher zerkratzen, damit mehr da sind, die Duals werden dürfen?

Denkt mal ein bisschen mehr nach, bevor ihr diese Stammtisch Sprüche raus kramt...
 
So falsch ist die Annahme gar nicht. So haben die Messungen beim Kuma nämlich ergeben, daß der Verbrauch erheblich höher lag als bei einem echten X2, und zwar deutlich mehr als es allein der 2MB große L3 erklären könnte. Die TDP des Kuma mit 95 Watt hat so durchaus ihre Berechtigung.

Soweit, so schlecht. Die gute Nachricht ist, daß beim Test des Phenom II X3 720 trotz des relativ hohen Takts von 2,8GHz und vollem L3-Cache eine deutlich geringere Lastaufnahme zu verzeichnen war, als beim X4 920. Fazit der Tester: AMD hat die Abschaltung überflüssiger Kerne hier deutlich besser in den Griff bekommen. Der tote Kern scheint keinen oder kaum noch Strom für sich abzuzweigen.

In dem Sinne: Es besteht Hoffnung! :-)
 
Ganz richtig.
Wenn man die Kerne beim Kuma wirklich 100%ig hätte deaktivieren können, wäre eine Klassifizierung in die 65W TDP Klasse möglich gewesen.

Weil so ineffizient ist ein K10 Kern nun auch wieder nicht...
Eine CPU mit 2 aktivierten Kernen, die soweit baugleich ist wie ein 4-Kerner, kann, wenn 2 Kerne der 4 komplett abgeschaltet werden, definitiv NICHT 50 % weniger verbrauchen; vielleicht ca 33 %. Denn hier schlägt der große L3-Cache zu buche, der allein bestimmt ca. 50 % des CPU-Dies bei einem 4-Kerner einnimmt. Der schluckt viel Leistung und somit bedeutet eine halbe Kernanzahl keine Halbierung der Leistungsaufnahme.
 
Wäre doch echt blöd die Dies zu verschwenden!:) Wenn das der Fall wäre, wäre das ja echt nicht förderlich für die sowieso schon schlechte Finanzlage von AMD.:( Mal sehen ob das stimmt.
 
Es wäre noch schlechter für sie den nicht zu verkaufen, weil sie dann dieses Die entsorgen müssten.

Siehe meinen Kommentar weiter oben: verschenken ist billiger denn entsorgen.
 
Es wäre noch schlechter für sie den nicht zu verkaufen, weil sie dann dieses Die entsorgen müssten.

Siehe meinen Kommentar weiter oben: verschenken ist billiger denn entsorgen.

Ja sicher, aber ich frag mich, ob die wirklich so ein Absatzproblem haben. Und es heißt ja bisher auch nur angeblich, dass es solche Dies sein sollen.

Na mal sehen.
 
Was hat das mit einem Absatzproblem zu tun??

Das hat eher damit zu tun, das man es sich nicht leisten kann, solche kaputten CPUs wegzuschmeißen sondern sie irgendwie noch verkaufen muss...
 
Ja, aber nur teilweise und nicht komplett, dafür ist die Leistungsaufnahme zu hoch.

Der Kuma sollte, wenn die Kerne wirklich nicht versorgt werden würden, kaum mehr als ein K8 verbrauchen, tut er aber.
Ein 3,1GHz K8 in 65nm ist deutlich sparsamer denn ein 2,3 oder 2,7GHz Kuma...
 
Letztlich wird AMD keine funktionierenden Quads zu Zweikernern beschneiden, um sie mit nur geringem Preisunterschied zu echten Zweikernern zu verkaufen. Sie werden defekte Quadcores auf diese Weise noch ausschlachten, und wenn die Ausbeute besser wird, verringert sich eben das Angebot an "Callistos" - womit deren Preise automatisch höher werden.
Wenn sie 1000 CPUs hergestellt haben, die alle komplett funktionstüchtig wären und die könnten 100 als Quad und 900 als Dual verkaufne, wirst du sehen wie schnell die CPUs als Dual verkauft werden.
 
du weißt, das die leiterbahnen mit einem lasercuter durchtrent werden? da geht einfach kein strom rein:D

Das halte ich für ein Gerücht. Ein Laserstrahl hat die zigfache Breite der CPU-Struktur. Der Abtaststrahl einer DVD etwa bringt es auf knapp 700nm, der von BlueRay immer noch auf rund 400, was das Neunfache der Strukturgröße der neuen CPUs ist. Nur mal so als Größenvergleich.

Und das sind keine Hochenergielaser. Ein Schneid-Laser müßte noch erheblich größere Zerstörungen erzeugen, als seine reine Breite. Und er hätte Partikelnebel zur Folge, die weite Teile der CPU zerstören würden. Ein Staubkorn reicht, und die CPU ist hin!
Die machen doch nicht Reinsträume, um dann darin zu "schweißen"!

Viel logischer ist es daher, daß AMD einfach "Schalter" in die Strukturen einbaut, die mit nicht öffentlichen Befehlen umgelegt werden können - vielleicht sogar irreversibel. Außerdem darf man nicht vergessen, daß schon aus Gründen der höheren Ausbeute zum Zeitpunkt des Tests eines fertig verdrahteten Prozessors die Leiter-Oberfläche des Dies gar nicht mehr von außen zugänglich ist. Also ehe man weiß, was die CPU kann, ist sie verkapselt. Da führt gar kein Weg mehr rein.

Im Übrigen: wenn ein Prozessor in seiner inneren Logik auf vier Kerne und 6 MB L3 aufgebaut ist, kann man nicht einfach irgendwo "scheiden" und hoffen, daß das Teil anschließend als Zwei- oder Dreikerner läuft. Sehr wahrscheinlich wäre das Teil schlicht kaputt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn sie 1000 CPUs hergestellt haben, die alle komplett funktionstüchtig wären und die könnten 100 als Quad und 900 als Dual verkaufne, wirst du sehen wie schnell die CPUs als Dual verkauft werden.
Unwahrscheinlich. Das wäre dann nämlich wirklich zu teuer in der Produktion. Schließlich sind echte X2 weniger als halb so groß wie Quadcores mit L3-Cache, also erheblich billiger in der Produktion. Und viele "Super-X2" würden auch die Marktpreise der kleineren Quadcores drücken.

Schau dir nur mal an, wie spät der Kuma gekommen ist! Er war lange angekündigt und kam doch erst kurz vor der Einführung des 45nm-Prozesses. Das spricht auch für eine hohe Ausbeute an funktionierenden Quad- und Triplecores. Dennoch ist AMD nicht in Versuchung geraten, mehr Super-Dualcores anzubieten.
 
Viel logischer ist es daher, daß AMD einfach "Schalter" in die Strukturen einbaut, die mit nicht öffentlichen Befehlen umgelegt werden können - vielleicht sogar irreversibel.
Ganz genua, normalerweise macht man sowas per Dioden.
Lasercuts sind mechanisch auf der CPU, besonders bei AMDs Athlon XP Serie gut zu erkennen.

Moderne Prozessoren haben sowas aber in der Regel nicht mehr, hier wird auf Dioden in der CPU gesetzt, die einfach durchgebrannt werden...
 
Es reicht doch, das man die defekten Kerne nicht wegschmeißen muss, meinst nicht auch?
Weil wegschmeißen ist ja bekanntlich teurer als verschenken...

Da hast du sicherlich recht, Scorpionking -dem ich geantwortet habe- stellte aber die These aus, dass AMD auch Chips mit absichtlich deaktivierten Kernen auf den Markt bringen könnte. Das würde sich imho kaum rentieren.
Für möglich halte ich es aber trotzdem: AMD hat bereits die Produktion gedrosselt, Intel will ganze FABs aus der Produktion nehmen - offensichtlich erwartet man deutlich weniger Umsatz im Zuge der Wirtschaftskrise.
Maschienen und Arbeiter, die fürs nichtstun gewartet/bezahlt werden, sind da teurer, als welche, die auf sehr teurem Wege "DualCores" produzieren.

Denn hier schlägt der große L3-Cache zu buche, der allein bestimmt ca. 50 % des CPU-Dies bei einem 4-Kerner einnimmt. Der schluckt viel Leistung und somit bedeutet eine halbe Kernanzahl keine Halbierung der Leistungsaufnahme.

Cache schluckt kaum Leistung.
Bestes Beispiel ist immer noch der Galatin, dessen 3rd lvl Cache 2/3 der Transistoren ausmachte - trotzdem stieg die TDP im Vergleich zum Northwood nur um 20% und Leistungsmessungen lege nahe, dass die realen Unterschiede noch kleiner waren.
Was sich bemerkbar machen könnte, wären zwei rumidlende Kerne.

du weißt, das die leiterbahnen mit einem lasercuter durchtrent werden? da geht einfach kein strom rein:D

Leiterbahnen? Es geht hier um Strukturen auf der CPU...
 
Ganz genua, normalerweise macht man sowas per Dioden.
Lasercuts sind mechanisch auf der CPU, besonders bei AMDs Athlon XP Serie gut zu erkennen.

Ich erinnere mich. Die waren aber auf dem CPU-Träger und nicht auf dem Die, stimmts? Ich glaube, man konnte die mit Silberlack oder per Bleistift wieder schließen und so die CPU übertakten.

Zum Cutten der Die-Struktur dürfte die auch damals schon zu klein gewesen sein: 180nm waren immerhin weniger als ein Drittel eines roten DVD-Lasers...
 
Zu der Frage, ob da funktionierende Quads zerstört werden.
Dazu müsste doch ökonomisch der Preis für die Duals über den der Quads steigen und da keiner dann den Dual kaufen will zum selben Preis wird die Nachfrage nicht weit genug ansteigen.

MfG RikuXan
 
Ich erinnere mich. Die waren aber auf dem CPU-Träger und nicht auf dem Die, stimmts? Ich glaube, man konnte die mit Silberlack oder per Bleistift wieder schließen und so die CPU übertakten.
Ganz genau so wars :)
War sogar noch etwas komplizierter, bei den Athlon XPs...
Zum Cutten der Die-Struktur dürfte die auch damals schon zu klein gewesen sein: 180nm waren immerhin weniger als ein Drittel eines roten DVD-Lasers...
Naja, damals braucht man irgendwie 'Jumper' auf der CPU...

Zu der Frage, ob da funktionierende Quads zerstört werden.
Dazu müsste doch ökonomisch der Preis für die Duals über den der Quads steigen und da keiner dann den Dual kaufen will zum selben Preis wird die Nachfrage nicht weit genug ansteigen.
Warum sollte das sein?!

Es gibt hier auch noch die Möglichkeit das mans macht, um die FABs auszulasten, um die Kosten davon gering zu halten...
 
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