AMD: Aktie bricht eigenen Preisrekord mehrere Tage in Folge

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu AMD: Aktie bricht eigenen Preisrekord mehrere Tage in Folge

Die starken Quartalszahlen von AMD beflügeln den Aktienkurs des Unternehmens, der zwischenzeitlich von einem Rekord zum nächsten schnellt. Auch weiterhin stehen aufseiten der Analysten die Zeichen auf einen Kauf des Wertpapiers, auch wenn der Kurs zwischenzeitlich ein wenig nachgibt.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

lastpost-right.png
Zurück zum Artikel: AMD: Aktie bricht eigenen Preisrekord mehrere Tage in Folge
 
Ein eindeutiges und klares Signal, dass Lisa ihren Laden auf die Überholspur gebracht hat.
Und das ist erst der Anfang. :daumen:
 
Außer man investiert langfristig und weltweit gestreut in die globale Marktwirtschaft. Gibt im Schnitt 7% p.a. (vor Inflation). Darin steckt nahezu mein gesamtes Vermögen und meine zukünftige Altersvorsorge etc.
Bis dann der Black Friday kommt.

Aber die Kurse sind ja auch in der Coronazeit gestiegen.

„Wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, wer kein Geld hat, muß spekulieren.[2]
– André Kostolany
 
Investieren != Spekulieren. Bisher gab es noch keinen Zeitraum in dem man nach 15 Jahren nicht mit einem Plus rausgekommen wäre - und das wäre der absolute Worst Case! Wie gesagt: 7% im Durschnitt p.a. - LANGFRISTIG!

Ich zeige Leuten wie dir gerne den Chart vom S&P 500 seit 1789 - die Skalierung ist übrigens logarithmisch:

Und wer wenig Geld hat kann heute auch in Aktien investieren. z.B. monatlicher ETF Sparplan mit 50€ und ab gehts.
 
Noch vor wenigen Jahren war die AMD Aktie bei paar Dollar noch was ......und jetzt über 100 Dollar ??! ...das ist fett ! Ich gönne es AMD ...nach so vielen Jahre Erbsensuppe .. :-]
 
Investieren != Spekulieren.
Weiß ich.
Aber viele spekulieren halt nur.

Wenn es nach mir ginge, gäbe es keine Börse.

Dann könnte man nicht mit Lebensmittel- und Medizinpreismanipulationen Menschen umbringen, die sich im eigenen Land nichts mehr zu Essen kaufen können oder keine Medizin mehr.

Aber der Bankenspielplatz ist ja nach der Ölkrise in den 70ern erst so richtig dereguliert worden, um Geld zu generieren und Kredite mit denen sich jeder alles kaufen kann.
 
Aktien sind Unternehmensanteile. Was haben die mit Preismanipulationen zu tun? Auch Unternehmen, die nicht an der Börse sind, können ihre Preise manipulieren. Sehe da kein Zusammenhang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bisher gab es noch keinen Zeitraum in dem man nach 15 Jahren nicht mit einem Plus rausgekommen wäre - und das wäre der absolute Worst Case! Wie gesagt: 7% im Durschnitt p.a. - LANGFRISTIG!
Stimmt alles. Es gibt nur einen Haken daran: Du musst es auch schaffen das Glück zu haben, jahrzehntelang das investierte Kapital nicht zu benötigen. Das ist die Spekulation daran.

Klar kann ich all mein Geld in weltweite ETFs parken. Nur wenn doch mal ein crash kommt muss ich auch in der Lage sein den auszusitzen um das "LANGFRISTIG" zu schaffen. Und blöderweise haben große Krisen oft nicht nur Kurseinbrüche sondern beispielsweise auch den eigenen Jobverlust zur Folge - und dann biste gezwungen an dein investiertes Geld zu gehen, auch bei aktuell -50% Rendite.


Es klingt immer alles so leicht und theoretisch ists das auch - 7% für lau für alle. Das geht aber nur für die gut die Krisen auch finanziell sowie mental durchstehen können - und das sind nich so arg viele.

Ich hab auch ein paar Aktien (blöderweise keine von AMD...) und auch was in ETFs und sogar ein bisschen physisches Gold. Also möglichst gestreut. Aber trotzdem ist meine Investitionsquote nur etwas über 50%. Ich weiß dass die andere Hälfte verlorenes Kapital ist und inflationär sogar an Wert verliert - aber ich brauche ein gewisses Sicherheitspolster (und auch -gefühl) um nicht wenn irgendwas mal grob schiefgeht da zu stehen wie ne Kuh wenns gewittert.
 
Ein eindeutiges und klares Signal, dass Lisa ihren Laden auf die Überholspur gebracht hat.
Sehe ich ähnlich, AMD ist vom Hinterherläufer zum Vorturner in verschiedenen Bereichen geworden und auch wenn Intel die Lücke wieder schließen wird, gibt es keine Rückkehr in die alten Zustände für eine ganze Weile, denn AMD hat solide Konzepte die gut skalieren und vergleichsweise preiswert zu realisieren sind. Und sie können am Markt die gleichen Preisvorteile abgreifen wie vorher Intel und nVidia alleine, zudem haben sie in den Köpfen vieler Entscheider als echte Alternative bewiesen.

Ob die Ralley noch lange so weitergeht glaube ich nicht, die Korrektur wird kommen, das ist aber völlig normal. Ich sehe AMD mittlerweile als ein gutes Langzeitinvestment und bin daher langfristig investiert mittlerweile. Bei nVidia allerdings auch ;)

Aktien sind Spielgeld.
Das kommt auf den Kontext an. Man sollte kein Geld investieren das man kurzfristig braucht, weil das problematisch sein kann, wenn man vorzeitig verkaufen muss und dann der Zeitpunkt gerade schlecht ist. Wenn das mit Spielgeld gemeint ist, dann ja.
Ansonsten sind Aktien, breit gestreut, eine hervorragende Sache für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge. Aktien sind auch kein "Geld" sondern eher Sachwerte, denn es gehört einem ein Teil an einem Unternehmen. Solange das existiert hat sie einen Wert. Und sie haben eine Art Inflationsschutz, denn während 1.000€ auf dem Konto nicht zu 10.000€ werden wenn die Inflation ne Null dranhängen sollte, ist eine Aktie die man für 1.000€ gekauft hat sehr wohl plötzlich 10.000€ wert wenn die Inflation plötzlich ne Null dranhängt, weil das Unternehmen ja den gleichen Sprung macht und ein Käufer Deiner Aktie, wenn Du sie verkaufst ja, auch den höheren Preis zahlen muss, genau wie wenn die Preise von Brot beim Bäcker über Nacht steigen. Von daher alles andere als Spielgeld sondern alternativlos für mich.
Aktuell ist es sogar wahrscheinlicher das ne Bank insolvent geht und nicht mehr gerettet wird als ein gut geführtes Unternehmen. Und während eine bankrotte Bank Dich auf den Einlagensicherungsfond zurückwirft, der hoffentlich Dein Geld rettet, passiert mit den Aktien die dort sozusagen in Deinem Depot lagern gar nichts, sie gehören Dir, gelten als Sondervermögen und sind nicht Teil der Insolvenzmasse. Kann man also ruhig schlafen.

Ich halte die Angst vor Aktien daher wirklich für irrational, alles kann einem zum Verhängnis werden wenn man es falsch nutzt, wir tun soviele Dinge im Alltag die vermeidbar wären und ein größeres Risiko bergen, warum gerade in Deutschland immer noch eine so große Angst vor Aktien herrscht verstehe ich nicht. Wobei Corona da echt fast ein Segen war, es haben sehr viele Menschen den Corona-Crash genutzt um endlich einzusteigen, auch weil sie gerade Geld übrig hatten weil Urlaub eh nicht ging und jetzt freuen sie sich wie Bolle :) Ich hoffe sie behalten das bei.

Bis dann der Black Friday kommt.

Aber die Kurse sind ja auch in der Coronazeit gestiegen.
Auch der "Black Friday" ist nur ein Problem, wenn das Unternehmen hinter Deiner Aktie gleichzeitig insolvent geht oder Du das Geld wegen der Krise, die den Black Friday möglicherweise ausgelöst hat oder umgekehrt, sofort brauchst.
Als wir Ende März 2020 in den ersten Lockdown gingen, ist mein Depot auf fast -20% abgestürzt. Das sah wirklich übel aus, das war fast eine Art Black Friday. Aber ich habe nichts verkauft. Warum auch, alle Werte gingen runter und ich brauchte das Geld nicht, hatte ja noch meinen Job und Reserven auf Giro und Tagesgeldkonto. Und die meisten meiner Aktien waren zudem von Firmen, deren Produkte man ja auch während Corona braucht oder sogar verstärkt brauchte. Also habe ich eher noch nachgekauft. Heute stehe ich wieder bei >+50%, nach nur 1,5 Jahren.
Black Friday ist also in den meisten Fällen nur ein Problem wenn an in Panik gerät. Ich kenne die Geschichte aber er macht mir keine Angst (mehr).

Für mich ist jedenfalls die Angst vor Aktien gleichbedeuten wie die Angst vor dem Impfen. Nichts ist ohne Risiko aber es nicht zu tun ist für mich das bedeutend größere Risiko. Aber das ist nur meine Meinung, kann jeder machen was er will. Aber man kann noch so oft die Linken wählen, die Zinsen auf das Sparbuch werden lange, lange Zeit nicht zurückkommen und wärhend man darüber weint, wird man ärmer und ärmer.
Und wenn es eines Tagen doch wieder dazu kommen sollte, dann wird der Übergang dahin wahrscheinlich nicht angenehm für die ganze Welt werden, da profitiert dann erst mal überhaupt keiner bevor es dann vielleicht mal wieder besser wird. Und solle es doch einen langsamen Überngang geben, dann hätte man auch Zeit Aktien umzuschichten. Ist also auch kein Risiko auf das man sich speziell vorbereiten müsste

Wenn mich Freunde und Bekannte fragen, dann rate ich ihnen, mit einem kleinen Sparplan auf einen MSCI World ETF anzufangen, 50€ im Monat schaffen die meisten glücklicherweise noch. Dann profitiert man bereits, hat wenig Gebühren und eine gute Basis. Später kann man dann je nach Sicherheitsbedrüfnis und Anlagehorizont dann auf weitere Fonds oder auch Einzelaktien gehen, solange man auf eine gute Diversifizierung achtet und einen langen Anlagezeitraum, dann ist das eine super Sache. Sparpläne ermöglichen es auch Menschen mit weniger Geld und Erfahrung an der Börse teilzuhaben, ohne direkt zuviel einsetzen zu müssen und ETFs bieten zudem eine einfache Möglichkeit verständlich und risikoarm (nicht risikofrei) Geld anzulegen.

Aber viele spekulieren halt nur.

Wenn es nach mir ginge, gäbe es keine Börse.
Auch ich bin für eine weitergehende Regulierung der Börsenvorgänge als wir sie derzeit haben. Ich habe mich auch mit Finanztermingeschäften beschäftigt und sehe da viel gefährliche Produkte und auch wenn es Sicherheitsvorkehrungen gibt um sie handeln zu dürfen, so sind diese mir doch noch zu niedrig. Es wäre besser wenn einige Instrumente ganz verboten würden. Und mir gefiel nund gefällt nicht was da mit Gamestop, AMC, Robinhood usw läuft. Ja, auch mir hat es gefallen das die Hedefonds und Shorties mal einen auf den Deckel bekommen haben. Aber was da abläuft hat für mich mit vernünftigen Investitionen nichts zu tun. Ich informeire mich über jedes Unternehmen von dem ich AKtien kaufe genau, wie die Zahlen aussehen, wie der Ausblick ist, wie ich Amrkchancen einschtze...und nicht nach Hype nur weil irgendwo ein Kurs durch die Decke geht, der auf keinerlei Basis steht. Das macht ein paar Leute reich und den Rest arm. Und schlimmer noch, möglicherweise haben sie dann dauerhaft Angst vor Aktien.

Ich bin aber nicht aber für ihre Abschaffung. Denn eine Börse ist nichts anderers als ein Handelsplatz, das ist ansich nichts Böses, auf jedem Lebensmittelmarkt kann man übers Ohr gehauen werden und viele Menschen in armen Ländern verhungern vor solchen Märkten, weil sie sich die Preise nicht leisten können. Daran ist nicht (vollständig) die Börse schuld. Ich bin aber absolut der Meinung, daß Spekulationen auf Grundnahrungsmittel und Güter des Lebensnotwendigen Bedarfs weltweit verboten gehören.
Warum aber Unternehmensanteile aber nicht gehandelt werden sollten erschließt sich mir nicht, es ist einfach nur eine andere Produktgruppe, dafür gibt es keinen vernünftigen Grund.

Aber trotzdem ist meine Investitionsquote nur etwas über 50%. Ich weiß dass die andere Hälfte verlorenes Kapital ist und inflationär sogar an Wert verliert - aber ich brauche ein gewisses Sicherheitspolster (und auch -gefühl) um nicht wenn irgendwas mal grob schiefgeht da zu stehen wie ne Kuh wenns gewittert.
Bei mir ist sie zwar höher aber Du hast vollkommen recht, auch ich habe noch Tagesgeld und ne Giroreserve, auch wenn mir die keinen ertrag bringen. Und die habe ich berechnet auf Basis meiner Lebensführung, also welche Fixkosten ich bedienen muss, sollte ich meinen Job verlieren und wie ich die Chance sehe einen neuen zu bekommen, was kaputt gehen könnte und spontan ersetzt werden muss, was meine Hobbies in der Regel kosten usw. Alles Geld was ich in Aktien anlege ist Geld, von dem ich plane es erst wieder zu brauchen, wenn ich in die Rente gehen will. Kann natürlich auch immer wa schiefgehen aber man kann nicht alles berücksichtigen. Wenn man erst mal über die 10-15 Jahre drüber ist, dann ist man fast immer in einem Bereich wo einen ein Notverkauf nicht arm macht.
 
Ein eindeutiges und klares Signal, dass Lisa ihren Laden auf die Überholspur gebracht hat.
Und das ist erst der Anfang. :daumen:
Auf die vermeintliche Überholspur kann selbst eine Isetta wechseln, das alleine heißt noch nichts. Sieht man sich die Marktkapitalisierung an, dann ist AMD noch meilenweit weg von seinen beiden Hauptkonkurrenten.
Der wesentliche Punkt ist hier, dass AMDs Aktie ein reines Spekulationspapier ist. Intel und nVidia dagegen zahlen Dividenden, d. h. AMD kauft man derzeit nur mit der Motivation die Aktie später mit Profit wieder abzustoßen.
Sollte mal der Punkt erreicht sein, dass man AMD unterstellt, dass deren Wachstum sich fortan zu langsam oder möglicherweise mal gar nicht mehr weiterentwickeln wird (denn natürlicherweise wird damit irgendwann schluss sein), werden erste Investoren ihre Gewinne durch das Preis-Delta zügig mitnehmen wollen und ihre Anteile verkaufen. Werden das zu viele auf einmal machen, wird der Kurs signifikant nachgeben und der vermeintliche Firmenwert wieder über Nacht fallen.

Darüber hinaus sollte man davon Abstand nehmen CEOs magische Fähigkeiten zu unterstellen, denn die sind nur ein Rädchen im komplexen Getriebe und die können ebensowenig Wasser in Wein verwandeln, auch wenn CEOs das typischerweise gerne von sich behaupten und den Nimbus des Mysthischen um ihre Profession zu legen versuchen. Am Ende ist es jedoch grundlegend immer das gleiche Spiel. Läuft es gut, schreibt der CEO sich (oder man schreibt dem CEO) alle Verdienste aufs Fähnchen, selbst dann, wenn nachweislich die wirtschaftliche allgemeine Lage weitaus mehr zum Firmenerfolg beigetragen hat. Läuft es dagegen schlecht, waren natürlich äußere Faktoren schuld, die Firma war schon in einem zu tiefen Loch, das mittlere Management war nicht im Stande die erteilten Anweisungen korrekt und termingetreu umzusetzen, der Betriebsrat hat quergeschossen, usw.

Auf der einen Seite macht AMD zweifellos einen guten Job. Auf der anderen Seite haben sie jetzt aber auch jahrelang von den selbstgestellten Fettnäpfchen des Hauptkonkurrenten profitiert, der mit einer veralteten Fertigung gegenhalten und überbrücken musste. Man wird sehen, wie das in den nächsten 5 Jahren weitergehen wird für AMD, wenn dieser Vorteil nun schrittweise wegfällt. Aktuell sind die von einem "Überholen" noch weit entfernt und das absehbarerer Szenario ist derzeit, dass sich ihr Wachstum in den kommenden 24 - 36 Monaten eher verlangsamen wird.

Letzten Endes zeugt ein weiter steigender Kurs eines solchen Spekulationspapiers primär davon, dass der Markt allgemein die Erwarungshaltung hat oder auch die Hoffnung hegt, dass es noch weiter aufwärts gehen kann. Was dagegen die Firma am Ende in den nächsten Jahren tatsächlich imstande sein wird umzusetzen, kann sich durchaus gänzlich anders gestalten und entgegen einer vielfach stark vereinfachten Betrachtungsweise haben hier Konkurrenten wie Intel und nVidia (und ggf. auch ein paar ARM-Player) ein gehöriges Wörtchen mitzureden. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Als wir Ende März 2020 in den ersten Lockdown gingen, ist mein Depot auf fast -20% abgestürzt. Das sah wirklich übel aus,
Nur als Anmerkung: Corona war an der Börse nur ne Delle. Wenn echt knallt wie Ende der 20er Jahre haste nicht -20% sondern -80% im Depot und das zwei, drei Jahre lang bis das gröbste wieder da ist. Sowas sitzt fast niemand aus. Das sollte einem durchaus klar sein auch wenn sowas seltenst passiert.
 
Ändert dennoch nicht viel am Gesamtbild. AMD+Xilinx wird deutlich kleiner als nVidia bleiben. Und das, was Xilinx am FPGA-Markt nicht mitnehmen kann, wandert unmittelbar zum Hauptkokurrenten Intel, der hier weitestgehend den Rest des Marktes bedient. Die Übernahme war für AMD jedoch marktstrategisch sinnvoll, da man weitere Geschäftsfelder erschließen musste ...
 
Nur als Anmerkung: Corona war an der Börse nur ne Delle. Wenn echt knallt wie Ende der 20er Jahre haste nicht -20% sondern -80% im Depot und das zwei, drei Jahre lang bis das gröbste wieder da ist. Sowas sitzt fast niemand aus. Das sollte einem durchaus klar sein auch wenn sowas seltenst passiert.
Das stimmt. Aber wenn das passiert, dann sieht es mit den Sparbüchern höchstwahrscheinlich nicht viel besser aus, in der heutigen globalen Welt hast Du dann eine dermaßene Krise, da liegt so ziemlich alles am Boden, möglicherweise auch direkt Hyperinflation usw, da muss man schon Prepper sein um dann halbwegs sicher zu sein, da helfen auch keine 5-10% Goldbeimischung lange, auf so ein Szenario kann man sich anlagetechnisch quasi nicht vorbereiten, das muss man einfach als "Shit happens" Möglichkeit anerkennen und mit leben.
In den 20ern war die weltweite Struktur noch eine völlig andere, wir sind heute keinsfalls sicherer vor Katastrophen und Krisen wie damals, in Gegenteil, aber ihre Ausprägung und Auswirkungen wären völlig anders, daher kann man Lehren daraus nicht 1:1 übertragen. Und selbst damals war das nicht nur für die Börsianer ein Desaster sondern auch für die Bevölkerung an sich. Aber man sollte sioch natürlich immer vor AUgen halten das geringes Risiko nicht kein Risiko bedeutet und das man immer Pech haben kann. Aber das Leben läßt sich nur schwer sinnvoll nach Gewissheiten ausrichten, in den allermeisten Fällen muss man mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten.

Sieht man sich die Marktkapitalisierung an, dann ist AMD noch meilenweit weg von seinen beiden Hauptkonkurrenten.
Der wesentliche Punkt ist hier, dass AMDs Aktie ein reines Spekulationspapier ist. Intel und nVidia dagegen zahlen Dividenden, d. h. AMD kauft man derzeit nur mit der Motivation die Aktie später mit Profit wieder abzustoßen.

Auf der einen Seite macht AMD zweifellos einen guten Job. Auf der anderen Seite haben sie jetzt aber auch jahrelang von den selbstgestellten Fettnäpfchen des Hauptkonkurrenten profitiert, der mit einer veralteten Fertigung gegenhalten und überbrücken musste. Man wird sehen, wie das in den nächsten 5 Jahren weitergehen wird für AMD, wenn dieser Vorteil nun schrittweise wegfällt.

Letzten Endes zeugt ein weiter steigender Kurs eines solchen Spekulationspapiers primär davon, dass der Markt allgemein die Erwarungshaltung hat oder auch die Hoffnung hegt, dass es noch weiter aufwärts gehen kann. Was dagegen die Firma am Ende in den nächsten Jahren tatsächlich imstande sein wird umzusetzen, kann sich durchaus gänzlich anders gestalten und entgegen einer vielfach stark vereinfachten Betrachtungsweise haben hier Konkurrenten wie Intel und nVidia (und ggf. auch ein paar ARM-Player) ein gehöriges Wörtchen mitzureden. ;-)
Ja, ich stimme in vielen Punkten mit Dir überein, die Momentaufnahme ist auch aus meiner Sicht genau so wie Du sie beschreibst. Und AMD war in der Vergangenheit in der Tat oft ein Prügelknabe, wenn irgendwo Techwerte gerade unter Beschuss waren, dann war AMD immer ganz vorne mit dabei, obwohl sie eigentlich nichts mit zu tun hatten. In sofern hängen da in der Tat viele Spekulanten drin.
Was den Ausblick angeht wird es aber schwierig einzuschätzen. AMD könnte z.B. in Zukunft auch eine Dividende zahlen. Auch ein verlorenener Vorsprung der Konkurrenz ist ohne eigenes Verschulden von dieser nicht automatisch wieder herzustellen, möglicherweise fährt man über einen längeren Zeitraum nebeneinander her wie es vor Jahren mal war. Auch Marktanteile ändern sich wenn sich Produkte langfristig bewähren. Wenn man ein gutes Konzept gefunden hat, dann kann das ein langfristiger Pfeiler sein, an dem sich die Konkurrenz die Zähne ausbeißt. Es dreht sich also alles um die Frage, wieviel Vertrauen man in die Zukunft eines Unternehmens (hier AMD) hat. Meins reicht bei AMD nicht soweit um eine große Position aufzubauen aber immerhin soweit, als das ich langfristige Chancen sehe, daher halte ich eine kleine Position. nVidia halte ich allerdings auch aufgrund des Potentials, Intel dagegen ist uninteressant für mich, Größe alleine bedeutet mir nichts, die müssen erst mal wieder was Innovatives liefern bevor ich das überdenken würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut, das ich im Jahr 2008 bei 2€ pro Aktie mit 3000€ Kapital (Spielgeld) eingestiegen bin.
Ich setzte damals wie auch heute viel Vertrauen in die Firma, und daher denke ich wird der Wert dieser Firma auch in Zukunft weiter steigen. Ein besseres Rentensystem sehe ich derzeit für mich nicht. :daumen:
 
Mich wurmt es bis heute, dass ich durch den damaligen Umzug nicht die 1000€ bei 4$/Aktie kurz vor Ryzen investieren konnte wie ich ursprünglich vorhatte.
Weiß ich.
Aber viele spekulieren halt nur.

Wenn es nach mir ginge, gäbe es keine Börse.

Dann könnte man nicht mit Lebensmittel- und Medizinpreismanipulationen Menschen umbringen, die sich im eigenen Land nichts mehr zu Essen kaufen können oder keine Medizin mehr.

Aber der Bankenspielplatz ist ja nach der Ölkrise in den 70ern erst so richtig dereguliert worden, um Geld zu generieren und Kredite mit denen sich jeder alles kaufen kann.
Stimmt, aber wenn man nicht nur auf Rendite aus ist kann man auch wie ich in Firmen anlegen, die so etwas nicht machen.
Mein Portfolio ist 1/3 Staatsanleihen (stabil und Inflationsdeckend), 1/3 erneuerbare Energieen (volatil und potentiell gewinnbringend) 1/3 Betriebe mit hohen Bewertungen was Umwelt und Sozialstandards angeht.
Allein in der letzten Woche hab ich mehr "Zinsen" durch Dividenden und Co. bekommen, als in den letzten 5 Jahren am Bankkonto.
Von Bayer/Monsanto, BP und Co. lässt man halt trotz Gewinnaussicht die Finger.
Nur als Anmerkung: Corona war an der Börse nur ne Delle. Wenn echt knallt wie Ende der 20er Jahre haste nicht -20% sondern -80% im Depot und das zwei, drei Jahre lang bis das gröbste wieder da ist. Sowas sitzt fast niemand aus. Das sollte einem durchaus klar sein auch wenn sowas seltenst passiert.

Kommt halt auf die Anlage/Streuung an. Der MSCI World Index und damit entsprechende Funds waren nach 2 Jahren schon wieder im Plus.
2008−40.33%
200930.79%
201012.34%
2011−5.02%
201216.54%
201327.37%
 
[...] Was den Ausblick angeht wird es aber schwierig einzuschätzen. AMD könnte z.B. in Zukunft auch eine Dividende zahlen. [...]
Dass eine Dividende irgendwann kommen wird, halte ich sogar für unvermeidbar, denn ansonsten dürfte deren Papier langfristig uninteressant werden, weil der Spekulatius und das Hoffen auf einen weiter steigenden Aktienkurs irgendwann zwangsweise sein Ende finden wird (im worst case gar in einer platzenden Blase).
Und auch das mit der Blase ist keinesfalls nur theoretisch, denn AMDs Papier ist durchaus schon zu einem gewissen Grade gehyped und das macht es immer gefährlich am Aktienmarkt. Zudem können hier auch leicht externe Faktoren, die komplett außerhalb von AMDs Kontrolle liegen, querschießen. Beispielsweise könnte einer von AMDs Konkurrenten mit mit einem extrem guten Produktportfolio aufwarten und dann könnten ein paar Großinvestoren einen harten Stopper für den weiteren Wachstumskurs sehen und schnellstmöglich ihre Bestände abstoßen um ihre Gewinne mitzunehmen und wenn das Volumen zu groß ist, wird der "kleine Mann" in die Röhre schauen, weil der Kurs dann man eben über Nacht drastisch fällt und somit das AMD-Portfolio schwindet. Und im worst case wird das gesamte Portfoli viellelicht gar "wertlos", weil man zwar absolut gesehen immer noch im guten Plus ist, aber dafür die letzten Jahre über sein Geld in einer Aktie geparkt hat, die keine Rendite erwirtschaftet, sondern erst dann einen realen Gegenwert darstellt, wenn sie auch tatsächlich wieder verkauft wird.

Letzten Endes war AMD ausgehend von 2017 aber eine relativ sichere Sache, also die besten Wünsche für alle, die da zeitig und günstig was mitnehmen konnten ...
 
Zurück