Nur mit AC-Source sind die Tests reproduzierbar. Ohne AC-Source hat man immer einen Zufallsfaktor drin. Für ernsthafte Tests ist eine AC-Source daher sehr vorteilhaft. Ein unsauberes AC-Signal kann sich auf Netzteile auswirken, Ergebnisse sind daher ohne AC-Source nur bedingt vergleichbar.
Eigenes Equipment ist als Reviewer kaum machbar, wenn man nicht bereit ist, sich mit sehr grundlegender Ausrüstung zu begnügen. Schlussendlcih heißt die Auswahl Chroma oder Eigentumswohnung - und letztere scheint mir doch das bessere Investment für die Zukunft. Ich gehe daher 2016 eher auf Wohnungsschau, denn Miete zahlen nervt auf Dauer und die Zinsen sind niedrig. Einem Gebrauchtschnäppchen könnte ich aber nicht widerstehen - ich schau regelmäßig die Angebote durch...
Ich will mir mittelfristig eine Sunmoon und ein 4-Kanal-Oszilloskop beschaffen. Damit kann ich die Lüfterdrehzahlen und Schutzschaltungen zu Hause testen, das spart sehr viel Zeit vor Ort an der Chroma. Mein Oszilloskop sollte in der Wochen in den Seecontainer verladen werden, ich hoffe das klappt. Wer schön, dann wäre der erste Schritt schon geschafft

. Fehlen nur noch die Lasten...
Für die meisten Messungen werde ich aber auch dann fremde Ausrüstung nutzen. Das funktioniert in der Praxis ganz gut, auch wenn kurzfristige Tests unmöglich sind und alles mehrere Monate Vorlaufzeit benötigt. Dank meinem eigenen Software-Kit ist das Testen bei Listan sehr entspannt. Anschließen, USB-Stick einstecken, Lastprogramm importieren, starten und dann warten, bis der Testdurchlauf beendet ist. Die Chroma 8000 ATS ist schon verdammt praktisch, kostet nichts (außer einer Kopie aller Rohdaten, aber die Hersteller versorgen mich trotzdem mit Mustern) und wird regelmäßig gewartet. Letzteres ist durchaus ein fetter Kostenpunkt. Für die jährliche Wartung und Kalibrierung einer Chroma ATE kann man (im Idealfall jährlich) etwa 3.000 Euro einplanen. Für freiberufliche Mitarbeiter (und auch die Redaktionen) sind solche Kosten für Randthemen wie Netzteile kaum zu stemmen.
Auch wenn ich der Chroma vom Hardwareluxx nicht ihre Genauigkeit abspreche - die Lasten verlieren kaum an Präzision, das Powermeter schon eher - fehlende Wartung macht die Messergebnisse direkt formal anzweifelbar. Nur mit erstklassigen Messergebnissen kann man sich auch mal mit Herstellern anlegen und den Finger in die Wunde legen. Ich bin daher ganz dankbar, dass Listan ihre Chromas regelmäßig durch Chroma Europe durchchecken lässt. Den Kalibrierungszeitraum mal um ein Jahr zu verschieben ist kein großes Ding, viele Reviewer kalibrieren ihre Hardware allerdings gar nicht nach. Eine eigene Chroma kaufe ich mir daher (hoffentlich) nicht - das habe ich mir ganz fest vorgenommen.
Dieses Jahr gehts erstmal noch auf Schulung (2 Tage, Schulung bei
PCE Powercontrol, dem deutschen Distributor und Servicepartner von Chroma).