News Accountzwang: Microsoft zieht bei Windows 11 die Daumenschrauben an

Ich frage mich, wie weit es MS noch treiben kann, bis die Leute Windows den Rücken kehren ?

- Online Konto-Zwang
- Features die viele gar nicht haben wollen und die teilweise Probleme machen
- Datensammelwut (aktiviertes Onedrive, Outlook übermittelt E-Mail Passwort an MS Server usw.)
- Recall (ja ja ich weiß, kann man ja abschalten)
Ich glaube ja, dass die meisten Leute zu faul sind den unbequemen Weg einzuschlagen, sich also 2-3 Wochen mit einem neuen Betriebssystem zum Starten ihrer Spiele zu beschäftigen und sich zusätzlich so sehr an Windows gewöhnt haben, dass sich die urtümliche sie Angst vor dem Umbekannten so sehr manifestiert, dass sie lieber dabei bleiben.

Philosophisch betrachtet erinnert mich das manchmal ein wenig an die Darstellung von Apollo und Dionysos im Bezug auf den Mut, der eventuell nötig ist den Rausch als Möglichkeit bzw. Gegengewicht zur Begrenzung und Form anzuerkennen, anstelle sich diesem zu verschließen, weil man sich der Unsicherheit ausgeliefert sieht nicht einschätzen zu können, ob man dem Umbekannten so Herr werden würde, dass man es Verlustfrei oder auch überhaupt auch wieder beenden könnte.
(Nur eine unter einem eventuell auch falsch vermuteten Glauben persönlich geschlagene Brücke zum Thema. Als Basis diente mir der Abschnitt "Von der Bedeutung des Rausches für die Lebenskunst" im Buch "Mit sich selbst befreundet sein" von Wilhem Schmid, erste Auflage von 2004, Seite 270-273)

Kurz: einfach mal versuchen / machen. Vorher empfehle ich natürlich eine Daten- / Installation-Sicherung, für den Fall, dass man wieder zurück zu Windows 11 möchte. Aber Linux ist kein Unix per se, Linux gibt es in einfacher verständlichen Varianten oder eben auch in Varianten für Menschen, die sich sehr tief damit beschäftigen wollen und mit den entsprechenden Distributionen deutlich effizienter unterwegs sind. Die Frage ist doch: was will man?

Ich wollte ein Betriebssystem, welches meine Spiele zuverlässig startet und als reine Startbasis für mich (persönlich) möglichst wenig gravierende Änderungen mit sich bringt. Gelandet bin ich bei Nobara Linux 41 (aktuell 6.13.8 mit KDE Plasma).
Zusätzlich arbeite ich auf einem anderen PC zu 70-95% auf einem Linux Mint Debian Edition (LMDE). Hauptsächlich nutze ich hier Libre Office, GIMP, Firefox, Thunderbird, Audacity. Auf dem selben Arbeits-PC habe ich noch ein Windows 10 installiert für sehr spezifische Geschichten, in denen zB. eine Abwärtskopatibilität eine gewisse Dringlichkeit hat.

Meine Einarbeitungszeit ins LMDE lag bei ca. 2 Tagen, um damit erste Dinge tun zu können, 1-2 Wochen um halbwegs effektiv zu arbeiten und ca. 1/2 Jahr um die meisten Prozesse zu überblicken und zu optimieren.
Bei meinem Spielesystem lag die Einarbeitungszeit bei ca. 2 Wochen (da liefen schon die meisten Spiele die ich gespielt habe / immer noch spiele). Zur Optimierung brauchte ich dann nur nochmal ca. 2-3 Wochen.
Ich meine nicht 2 Wochen lang jeden Tag 4h oder so sondern mit dem OS arbeiten und jeden Tag vielleicht so 2-3 neue Erkenntnisse sammeln.

Ich bin aktuell sehr sehr frei, was die Auswahl meine Betriebssystems angeht. Alle 3 machen nur das, was sie sollen. Ich habe 0 Stress mit Updates etc., da ich diese selbst anstoße und damit das Zeitfenster selbst wählen kann; ich mache Updates nur, wenn ich ein wenig Zeit für Eventualitäten habe. Es ist ein insgesamt überschaubarer Rahmen, was den Zeitaufwand angeht.
Einzig wenn bestimmte Spiele in einer bestimmten Konstallation von Hard- und Software gespielt werden, kann ich mir vorstellen, dass gewissen Dinge nicht oder nicht befriedigend funktionieren könnten. Es dürfte aber möglich sein, sich für seine wichtigsten Spiele entsprechend Vorzuinformieren.
Ich werde aufgrund der anhaltenden Politik seitens Microsoft auch nicht mehr richtig zu Windows zurück kehren. Zu offensichtlich sind für mich die Veränderungen der Targets: früher ging es um Stabilität, Kompatibilität, Bedienung und Komfort. Heute kristallisieren sich, für mich, Targets wie Werbeplatform, Datenerhebung und -verkauf, Online- bzw. Cloudbindung, Hardwareausschluss sowie ein nicht vorhandener Konsens bezüglich der Updateziele und -strategien sowie eine auf maximale Konsteinsparung getrimmtes QM heraus. Dadurch überwiegen bei mir die Kontras und ich nehme etwas Zeit und einen anfangs reduzierten Komfort in Kauf, um auf lange Sicht mit einer weniger destruktiv orientierten Startsoftware für zB. meine Spiele und eben auch (!) meine Programme für die tägliche Arbeit "ruhiger leben" zu können.

Am Ende macht es jeder, wie es für ihn passt. Es gibt da kein richtig oder falsch.
 
Kurz: einfach mal versuchen / machen. Vorher empfehle ich natürlich eine Daten- / Installation-Sicherung, für den Fall, dass man wieder zurück zu Windows 11 möchte. Aber Linux ist kein Unix per se, Linux gibt es in einfacher verständlichen Varianten oder eben auch in Varianten für Menschen, die sich sehr tief damit beschäftigen wollen und mit den entsprechenden Distributionen deutlich effizienter unterwegs sind. Die Frage ist doch: was will man?
Es ist doch eigentlich viel einfacher. Man kann sich einfach eine zusätzliche SSD für Linux kaufen, die kosten nicht die Welt. Dann kann man Windows 11 weiter nutzen, bis man Linux besser kennengelernt hat und alles läuft. So wird man Windows immer weniger nutzen. Aber wie Du schon gesagt hast, man muss es wollen und etwas Zeit investieren.
Ich wollte ein Betriebssystem, welches meine Spiele zuverlässig startet und als reine Startbasis für mich (persönlich) möglichst wenig gravierende Änderungen mit sich bringt. Gelandet bin ich bei Nobara Linux 41 (aktuell 6.13.8 mit KDE Plasma).
Zusätzlich arbeite ich auf einem anderen PC zu 70-95% auf einem Linux Mint Debian Edition (LMDE). Hauptsächlich nutze ich hier Libre Office, GIMP, Firefox, Thunderbird, Audacity. Auf dem selben Arbeits-PC habe ich noch ein Windows 10 installiert für sehr spezifische Geschichten, in denen zB. eine Abwärtskopatibilität eine gewisse Dringlichkeit hat.
Das ist bei mir ähnlich. Nach einigen Versuchen mit Nobara und einigen anderen Distributionen, bin ich wieder bei Linux Mint gelandet. Das nutze ich schon seit einer Ewigkeit. Da fühle ich mich wohl und bisher laufen alle Spiele, die ich getestet habe. Ab Version 22.2 bekommt Mint einen aktuelleren Kernel. Mehr benötige ich nicht.
Obwohl ich mir demnächst nochmal Bazzite anschauen möchte. Auf meinem Asus ROG Ally läuft CachyOS und auf einem Notebook Manjaro, was mir ebenfalls sehr gut gefällt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur als Tipp für alle, die vielleicht öfter mal Windows auf neue PCs werfen müssen und auch in absehbarer Zukunft keine neuen Stunts dafür einüben wollen:
Die Variante Rufus ist sicherlich bekannt. Speichert euch einfach eine aktuelle, damit noch funktionierende Win11-ISO weg. Die kann auch weiterhin immer offline/lokalkonto installiert werden und Updates wird die Installation sich danach sowieso ziehen. Ich mache das schon seit langer Zeit so.
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Aktuelle Win11 Home: https://www.sendgb.com/upload/?utm_source=zHPnly4OFM2
Aktuelle Win11 Pro: https://www.sendgb.com/upload/?utm_source=52xlPdvJY9f
(Quelle: Deskmodder)
 
Ja, wer? Was machst Du eigentlich so? Nimmst Du Kritik an Microsoft, Google ... selbst zum Anlass, das eigene Handeln zu überdenken und zu verändern oder spottest Du nur über (vermeintlich) widersprüchliche Handlungen der Anderen?
Was ich so mache? Ich sitze als Vorruheständler in meinem Haus, einen RS6 und Type R in der Garage und lese mir die Hate Posts zum Accountzwang von MS durch. Ich sage es immer wieder, sich darüber aufregen aber ein iPhone in der Hosentasche. Ach ja, das habe ich natürlich auch- inklusive Watch.
 
Das riecht nach einer Strategie, um möglichst viele Nutzer in die Microsoft-Cloud zu drängen, aber für Leute, die PCs ohne Internetzugang installieren müssen (z. B. in Firmen oder Werkstätten), ist das ein echtes Problem. Microsoft könnte wenigstens eine Option lassen, um den Kontozwang legal und einfach zu umgehen. PS: Und ein Cloud-PC bedeutet, daß Eure teure Hardware wertlos und nutzlos ist. Aber das nur am Rande...
 
Das riecht nach einer Strategie, um möglichst viele Nutzer in die Microsoft-Cloud zu drängen, aber für Leute, die PCs ohne Internetzugang installieren müssen (z. B. in Firmen oder Werkstätten), ist das ein echtes Problem.
Ich verstehe bis heute die Politik dahinter nicht wirklich.
Angenommen ich würde alle meine Nutzer in ein Onlinekonto zwingen wollen aber dennoch keine völlig unnötigen Hürden einbauen wollen. Na dann erlaube ich doch eine Offline-Installation und regle das so, dass der Nutzer einen zeitraum X hat in dem er ein Konto/Aktivierung/whatever durchführen muss bevor ich die Systemfunktionen aufs Minimum einschränke.

Wo ist denn das Problem? Sogar generelle Offline-Installationen wären doch ok, wenn man dann sagt "du hast 30 Tage Zeit deine Installation per Onlinekonto zu aktivieren wenn du das nicht machst wird dein PC nach der Frist immer nach 30 Minuten ungefragt herunterfahren bis die Aktivierung erfolgt".

Warum man überhaupt im Setup schon im Internet hängen muss ist mir generell ein Rätsel. Das bringt nix außer Probleme für die, die aus welchen Gründen auch immer grade keinen Onlinezugang haben.
 
Den Kontenzwang finde ich überwiegend gut. Zur Anonymisierung kann man ja ein zweites Mailkonto benutzen. Es hat ja durchaus Vorteile das Konto zu benutzen. Für Otto Normalo können so viele Einstellungen, sowie Dokumente, Bilder und bei Edge die Favoriten mit dem Konto gesichert werden, das finde ich persönlich gut und zeitgemäß.

Aber wir bereiten beruflich neue PCs in der Firma vor für B2B Kunden vor (VPN Client installieren, Standardsoftware wie Virenschutz, Remotetools und VPN Client, Office 365 etc.), die in der Regel in Ihrem Unternehmen eine Domäne benutzen. Die steht uns zum Zeitpunkt des Setup Prozesses in der Werkstatt nicht zur Verfügung. Macht Microsoft eines Tages ernst und verhindert das, wird der Weg für uns unnötig komplizierter.

Gerade bei den Professional Varianten finde ich den Zwang zum Zeitpunkt des Setups schlecht.
"...sowie Dokumente, Bilder und bei Edge die Favoriten mit dem Konto gesichert werden, das finde ich persönlich gut und zeitgemäß."

Sorry, finde ich so überhaupt nicht gut.
Ich möchte nicht, das meine privaten Bilder, Favoriten, oder sonst was bei M$, oder anderswo gespeichert werden und evtl. beim nächsten "leak" im ganzen Internet zu finden sind. :heul:

Mach regelmäßig ein System-Backup und dann brauchste den Quatsch nicht. ;)
 
Speichert euch einfach eine aktuelle, damit noch funktionierende Win11-ISO weg
Warum soll man das machen?
Ihr schreib und schreib und merkt überhaupt nicht welche Lösungen es schon gibt und eine davon habe ich bereits auf #57 geschrieben. Diese Lösungen ist schon länger bekannt und arbeitet schneller als das Byepass Script. Das mit dem Byepass geht sogar auch noch. Ist aber wesentlich umständlicher es anzuwenden.
 
Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit ein Notebook für jemand anders eingerichtet und den Fehler gemacht, das Gerät direkt mit meinem WLAN zu verbinden.
Irgendwie bin ich auch mit Kommandozeilenbefehlen nicht um einen MS Account herum gekommen. Ich habe dann einfach kurz mein WLAN am Router abgeschaltet.
Solange es keinen generellen Onlinezwang gibt wird diese Variante (Kein WLAN einrichten / Netzwerkkabel abziehen) auch weiterhin funktionieren.
Bei der Pro Version einfach den Weg über Geschäftskonto/ Domäne (teil eines Unternehmensnetzwerks) nehmen, dsnn kann man die Installation mit einem lokalen User abschließen. Fertig...

Bereits seit 24H2 kommt die Online-Abfrage (ohne Möglichkeit zum Überspringen) vor der Auswahl der Art des Kontos, bei Home ohnehin seit jeher. Für die 99,9 Prozent der Nutzer, die nicht online nach geheimen Tastenkombinationen und Befehlen suchen, besteht also längst ein genereller Online-Zwang und was Microsoft jetzt macht ist wenig mehr, als ein noch verbliebenes Relikt aus der Entwicklung zu entfernen. Quasi die Deaktivierung eines Cheats.

Anmerkung meinerseits:
Über Windows Accountzwang heulen aber 5 iPhones am Start.

Sorry, bei mir im Haushalt nur zwei – ohne Account, als MP3- und Radio-Player für alte 30-Pin-Docks.

Die Folgen einer Kontosperrung von Apple oder Google wären wohl weitaus folgenreicher, da hier Endgeräte standardmäßig fest mit dem Account verbunden sind. Ein iPhone, iPad oder auch Mac ist nach dem Kontoverlust tatsächlich nur noch ein Briefbeschwerer; irreversibel!
Einen PC kannst du neu installieren, sogar mit wieder mit Windows. Selbst eine XBox lässt sich nach dem zurücksetzten mit einem neuen neuen Konto verbinden.

Bei Android ist ein Reset immer möglich, bei ChromeOS meinem Wissen nach auch. Bei MacOS und iOS müsste es von den Sicherheitseinstellungen abhängig sein. Zumindest bei letzteren gibt es meinem Wissen nach Optionen, die ein [geklautes] Gerät wertlos, da nicht-rücksetzbar machen – eine Sicherheitsmaßnahme, die für Mobilgeräte durchaus auch Vorteile hat und mit stationären Windows-PCs nicht vergleichbar ist. Zumindest früher war die aber Optional und wer darauf verzichtet, konnte selbst ein iPhone jeder Zeit zurücksetzen.

Jegliche Versuche, Smartphones mit Windows 11 zu betreiben, enden dagegen zwangsläufig ohne jegliche Funktionalität und iOS-Desktops gibt es umgekehrt nicht.^^

Wieso beschwert sich bei Apple eigentlich niemand darüber, dass man einen Online-Account braucht um alles nutzen zu können? Bei Windows wird wie üblich ewig rumgeheult.

Den 99 Prozent Anwendern ohne Mac dürfte es vollkommen egal sein, dass es man dort für einige Funktionen einen Account braucht.
Die 1 Prozent Anwender ohne Windows-PC wiederum heulen auch nicht darüber rum, dass man dort für alle Funktionen einen Account braucht. (Wenn man als normaler User agiert. Wer das nicht macht, hat auch bei Apple Möglichkeiten, die sogar über die von Account-Nutzern hinausgehen. Auch wenn dieser Zustand zugegebenermaßen weitaus schwieriger zu erreichen ist als bei Microsoft.)

Ich verstehe bis heute die Politik dahinter nicht wirklich.
Angenommen ich würde alle meine Nutzer in ein Onlinekonto zwingen wollen aber dennoch keine völlig unnötigen Hürden einbauen wollen. Na dann erlaube ich doch eine Offline-Installation und regle das so, dass der Nutzer einen zeitraum X hat in dem er ein Konto/Aktivierung/whatever durchführen muss bevor ich die Systemfunktionen aufs Minimum einschränke.

Wo ist denn das Problem? Sogar generelle Offline-Installationen wären doch ok, wenn man dann sagt "du hast 30 Tage Zeit deine Installation per Onlinekonto zu aktivieren wenn du das nicht machst wird dein PC nach der Frist immer nach 30 Minuten ungefragt herunterfahren bis die Aktivierung erfolgt".

Warum man überhaupt im Setup schon im Internet hängen muss ist mir generell ein Rätsel. Das bringt nix außer Probleme für die, die aus welchen Gründen auch immer grade keinen Onlinezugang haben.

Wenn man sein Geld mit einer Online-Plattform verdienen möchte, sind Probleme bei Offline-Usern nicht von Bedeutung. Die verpesten nicht einmal Social Media mit ihren negativen Erfahrungen.^^ Vor allem dürfte aber auf jeden User, der Windows 11 ohne Internet zu installieren versucht, weil er keins hat oder der LAN-Treiber fehlt, 999 User kommen, die Windows 11 einfach mal so ohne Internet zu installieren versuchen, weil sie gehört haben, dass man so etwas weniger Gängelei an der Back hat oder weil sie einfach noch nicht alle Kabel angeschlossen haben. Diese User, die oftmals ohne bequemes Recherche-Tool an ihrem Schreibtisch sitzen, dazu zu zwingen, direkt ein Konto anzulegen, ist ökonomisch durchaus sinnvoll. Denn wenn sie den PC erst einmal offline nutzen dürfen, wissen sie, wie wenig sie den Microsoft Store benötigen und dass sie eigentlich nur einen Countdown aushebeln müssen – das "wie" ist dann zudem nur zwei Mausklicks entfernt.

Überraschend ist eher, dass Microsoft die offensichtlich kryptischen Umgehungsmöglichkeiten (bislang) im System belassen haben. Die nutzerfreundliche/die fail-safe-Variante gab es ja schon ganz zu Anfang: Windows hat automatisch ein online-Konto angelegt, wenn es konnte und man blind auf "weiter" geklickt hat. Wenn es nicht ging und man nach der nur dann und kaum sichtbaren Schaltfläche gesucht hat, ging es auch ohne. Diesen Zustand hat Microsoft erst aus Home, dann auch aus Pro rausgeschmissen und Windows-Standard-Tastenkombinationen wie Strg+Alt+Entf geblockt. Aber dafür andere Möglichkeiten eingebaut, um die (vom Hersteller un-)gewünschte Offline-Installation dennoch zu ermöglichen. Konsequent wäre dagegen das Valve-Vorbild: Restlose Entfernung von zentralen Komponenten aus der Installation; "explorer.exe" wird erst nach Log-In automatisch aus dem Store nachgeladen.
 
Weitere Variante, funktionierte vor zwei Wochen noch problemlos :bier:
Sollte für jeden Dau zu machen sein ;)
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Ich verstehe bis heute die Politik dahinter nicht wirklich.

Ich denke, da steckt eine Langzeitstrategie dahinter, den Kunden mehr an Microsoft zu binden. Ich befürchte, dass Windows irgendwann mal als SaaS angeboten werden wird.Der Online Account Zwang ist ein kluger Schachzug von Microsoft, zumindest schon mal die Grundlagen dafür zu schaffen.

Es ist schließlich nicht normal, dass wir seit Windows 10 neuere Windows-Versionen geschenkt bekommen (solange sich die HW nicht zu sehr ändert). Irgendwann muss sich das für Microsoft auch mal auszahlen. Das erscheint mir eine der Möglichkeit, die ich als sehr wahrscheinlich erachte.

Auf der anderen Seite hat Microsoft vermutlich schon Benefits, da wir über die Telemetrie oder Services wie Copilot möglicherweise schon mit unseren Daten bezahlen.

Im Businessbereich hat man den Firmen ja auch erst die Cloud schmackhaft gemacht. Dann wurde die lokale IT und Infrastruktur abgebaut und dann die Preise für Cloud-Service / Storage erhöht. Ist man erstmal derartig von Microsoft abhängig, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als zu blechen. Die IT und die Infrasruktur neu aufzubauen oder den Cloud Anbieter zu wechseln ist keine wirkliche Option. 1. Kosten und 2. brauchst Du in der Regel ja auch die M$ Services, weil sich darüber alles mehr und mehr verbindet und verzahnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, da steckt eine Langzeitstrategie dahinter, den Kunden mehr an Microsoft zu binden. [...]
Das sehe ich auch so.

Seit der Pandemie verdient sich Microsoft eine goldene Nase mit MS Teams, Sharepoint, O365. Kein Wunder, dass sie nichts gegen Raubkopien und Aktivierungs-Tools für Heimanwender unternehmen, denn die 100 Euro haben sie mit OneDrive und O365 langfristig wieder reingeholt und im Vergleich zu den Firmenlizenzen spielt das wohl eher eine untergeordnete Rolle. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie ähnlich wie Apple vorgehen, nur dass die Hardware noch frei wählbar ist. Bei Apple kann man die Geräte (iPhone, iPad, iMac, TV) auch nicht ohne Registrierung nutzen. Auch hier gibt es genügend Konsumenten, die zusätzlichen Speicherplatz in der iCloud mieten und Apple verdient mit seinem Appstore kräftig mit. Der Umsatz aus dem Appstore ist das, was Microsoft noch fehlt.
 
[...]
Bei Android ist ein Reset immer möglich, bei ChromeOS meinem Wissen nach auch. Bei MacOS und iOS müsste es von den Sicherheitseinstellungen abhängig sein. Zumindest bei letzteren gibt es meinem Wissen nach Optionen, die ein [geklautes] Gerät wertlos, da nicht-rücksetzbar machen – eine Sicherheitsmaßnahme, die für Mobilgeräte durchaus auch Vorteile hat und mit stationären Windows-PCs nicht vergleichbar ist. Zumindest früher war die aber Optional und wer darauf verzichtet, konnte selbst ein iPhone jeder Zeit zurücksetzen.

Jegliche Versuche, Smartphones mit Windows 11 zu betreiben, enden dagegen zwangsläufig ohne jegliche Funktionalität und iOS-Desktops gibt es umgekehrt nicht.^^
[...]
Bei Android kommt es, wie bei so vielem, auf den Hersteller an. Wer bei z.B. bei Samsung Geräten bei der Ersteinrichtung einfach immer auf weiter klickt, aktiviert z.B. sämtliche Sicherheitseinstellungen. Da hier dann das Google- mit dem Samsung-Konto gekoppelt wird (oder von vornherein der Login bei Samsung mit den Google-Konto erfolgt) macht man sein Gerät tatsächlich zum Ziegelstein, wenn der Google-Account gesperrt wurde.
Ein zurücksetzten ist dann auch nicht mehr möglich, da dafür das Google-Konto angegeben werden muss, welches ja aber gesperrt ist. Hier hilft dann nur noch der Samsung Kundendienst. Der hilft aber tatsächlich, wenn man den legalen kauf des Gerätes nachweisen kann.

Auch bei anderen Herstellern muss man vor dem Werksreset oder nach dem Werksreset bei der Wiederinbetriebnahme, erst einmal das alte Google-Konto angeben.

Mit ChromeOS habe ich da allerdings keine Erfahrung.

Bei Apple das gleiche Spiel. Hier sind Grundsätzlich alle Geräte erst einmal mit dem Apple Account verknüpft, bzw. ist das Gerät für einen Apple Account aktiviert. Das müsste man im Nachhinein aktiv in den Einstellungen deaktivieren. Wird hier der Account von Apple gesperrt, sind die Geräte tatsächlich unwiederbringlich tot, sie werden pro-aktiv von Apple gesperrt. Man kann das Gerät zurücksetzten, muss beim Einrichten zuerst wieder den alten Apple-Account eingeben. Diesen Activation Lock könnte man nur über den verknüpften Account wieder deaktivieren, auf den man aber keinen Zugriff mehr hat. Support-Anfragen bei Apple bezüglich gesperrten Accounts bringen rein gar nichts, die stellen sich vollständig stur!

Das ist besonders bitter, wenn sich eine Familie den Account teilt (Familien- oder Kinderaccounts), dann sind mit einem Schlag mehrere iPhones, iPads und Macs nur noch Elektroschrott. Da man auch an die Daten nicht mehr herankommt und die Backups auch in der iCloud liegen, ist man Digital quasi ausgelöscht.

Beim Verlust eines Microsoft Account entsteht nicht grundsätzlich ein "materieller" Schaden. Selbst an meine Daten komme ich noch ran, wenn ich der Aufforderung bei der Einrichtung gefolgt bin und den Bitlocker-Key sicher gespeichert oder ausgedruckt habe. Das Gerät kann ich danach neu installieren und weiter verwenden.

Da der großteil an Windows-PCs mitterweile Notebooks sind, sind solche Sicherheitsfunktionen auch gar nicht so verkehrt. Das spiegelt sich ja mittlerweile auch darin wieder, dass Windows 11 mittlerweile Standartmäßig die Systemfestplatte verschlüsselt.

Aber um eines klar zu stellen: Ich bin auch gegen den Zwang von "Hersteller-Accounts" und nutze sie, wo immer es geht, nicht!
 
Man kommt bei Samsung ohne Zugangsdaten nicht mehr in den Recovery Modus? Gut zu wissen und ein Grund, einen Bogen drum zu machen. Was für einen Sinn hat so etwas denn, wenn es z.B. bei Verbindungsstörungen gar nicht zugänglich ist?^^

Der Windows-Installer weigert sich meinem Wissen nach aber auch, verschlüsselte Partitionen zu überschreiben. Netterweise hat man halt noch einen kompletten Werkzeugkasten an Kommandozeilen-Tools dabei, die ohne Log-In zugänglich sind (noch^^); sowas gibt in der Android-Welt nur als 3rd-Party und somit eher im Bereich "Fortgeschrittener Handy-Doktor". Aber dem DAU nützen die auch nichts und den Bitlocker-Key hat er längst verlegt – wenn er ihn überhaupt notiert. Persönlich würde ich erwarten, dass 4 von 5 Leuten sich einfach weiterklicken und dann genauso hilflos dasitzen wie bei einem Smartphone, dass gar nicht erst nachfragt.

Es bleibt natürlich der systematische Vorteil eines PCs, dass man Datenspeicher austauschen, von externen Rettungsmedien booten kann und ähnliches. Aber das sind keine Vorzüge von Microsoft gegenüber Apple oder Google, sondern das sind Features von UEFIs gegenüber Smartphones und Tablets. Zumindest bei den x86-Macs war da meinem Wissen nach auch noch einiges mehr möglich (auch wenn die kein "U" vor 'm EFI hatten) als heute bei den ARM-Windows-Notebooks.
 
Ihr schreib und schreib und merkt überhaupt nicht welche Lösungen es schon gibt
Welche Lösungen gibts denn für Leute die eben NICHT irgendeine Education oder Enterprise wollen?
Und ob ich jetzt irgendnen Nerdbefehl mit Shift-F10 benutz oder bypassNRO oder Rufus ist völlig Latte, es geht darum dass Microsoft ab Werk einem Normalkunden der von dem ganzen Furz hier keinerlei Ahnung hat keine Schaltfläche bietet mit "Onlinekonto später einrichten".
Einen solchen Kontozwang WÄHREND DES SETUPS erzwingen zu wollen ist halt Bullshit.

Der Grund warum das so ist dürfte Torsten gut erfasst haben:
Denn wenn sie den PC erst einmal offline nutzen dürfen, wissen sie, wie wenig sie den Microsoft Store benötigen und dass sie eigentlich nur einen Countdown aushebeln müssen – das "wie" ist dann zudem nur zwei Mausklicks entfernt.
Die Leute könnten bemerken, dass sie den MS-Kontoquatsch einfach nicht brauchen.
Windows hat automatisch ein online-Konto angelegt, wenn es konnte und man blind auf "weiter" geklickt hat. Wenn es nicht ging und man nach der nur dann und kaum sichtbaren Schaltfläche gesucht hat, ging es auch ohne.
Und das war auch eine sinnvolle Lösung. Von mir aus macht halt ab Werk ein Onlinekonto bei allen wos geht und dies eh nicht verstehen was sie tun, nur die Option es offline zu machen selbst wenn die Onlinevariante aus technischen Gründen (kein LAN-Treiber etc.) gar nicht möglich ist zu streichen ist einfach nur unterirdisch schlecht.

Aber dem DAU nützen die auch nichts und den Bitlocker-Key hat er längst verlegt – wenn er ihn überhaupt notiert.
Der weiß auch im Allgemeinen nichts davon, dass Win11 standardmäßig die systemplatte Bitlocked wenn mans nicht (per Rufus) dran hindert. Wer dann seine Hardware ändert oder ein BIOS-Update macht oder ähnliches wo Win11 dann die PIN verweigert und man sein Passwort und natürlich einen Onlinezugang haben muss stellt danach fest, dass er ggf. selbst dann nicht mehr an seine Daten auf C: kommt wenn er seine Platte in einen anderen PC einbauen würde.
Alles für die Sicherheit und die Nutzerexperience natürlich.
 
Und ob ich jetzt irgendnen Nerdbefehl mit Shift-F10 benutz oder bypassNRO oder Rufus ist völlig Latte, es geht darum dass Microsoft ab Werk einem Normalkunden der von dem ganzen Furz hier keinerlei Ahnung hat keine Schaltfläche bietet mit "Onlinekonto später einrichten".
Einen solchen Kontozwang WÄHREND DES SETUPS erzwingen zu wollen ist halt Bullshit.
Da ging es Dir aber nicht bei deinen Tipp. Also warum schreibst du jetzt das gegenteilige? Einige vorige ISO zu sichern was du vorgeschlagen hast, ist hier das Thema und was nun mal bei den neuen Befehlen Quatsch ist.

Und das Rufus macht es noch in deinen Fall überhaupt nicht anderes mit Shift+F10 und das bypass Script aufzurufen.

Da Studenten von vielen Unis alleine die Education Version beziehen und auch hier die Version zu kaufen zu beziehen ist, wer das im normal Fall für den ein oder anderen sehr interessant und das richtige ohne eine Online Konto Zwang in der Zukunft.
 
Ich verstehe bis heute die Politik dahinter nicht wirklich.
...
Das ist doch aber (auch) einer der Punkte.
Da steckt etwas ganz anderes dahinter und wir wissen nicht was.
Und solange das so ist, sehe ich auch nicht ein da mit zu spielen. Was soll mir das bringen?
Ich gebe auch sonst weder Zeit noch Geld für ein Produkt aus, von dem ich nicht weiß, was es macht. Warum sollte ich das tun?
 
Einen solchen Kontozwang WÄHREND DES SETUPS erzwingen zu wollen ist halt Bullshit.

Ich würde es an MS Stelle genau so machen. Ist doch Win Win an der hart beschränkten Normalo-Kundschaft. Einmal kaufen die die Lizenz und dann hat man zusätzlich noch alle möglichen Daten, woran man verdienen kann. Sehe aus Sicht eines Großkonzerns keinen Grund, die DAU nicht so restriktiv an mein Unternehmen zu binden wie möglich. :ka:

Die zweite Fraktion sind dann die Möchtegern-Admins. Aber wen juckt es, wenn die ihre Zeit in Win-Setup , CMD und PS verplempern? MS sicherlich nicht.

Dritte Fraktion sind dann die Unternehmen, wo Win auf den Clients (und Servern) laufen muss. Da verdient MS an CALs, 365 Subscriptions und eventuell LTS. Und dort hat man sowieso die Pro-Version im Einsatz und schiebt die per Softwaremanagement vor konfiguriert und lizensiert auf die Rechner, da ist dieser Account-Zwang also auch Wurscht.

TL;DR

Das Vorgehen ist insofern kein Bullshit, da MS keine wichtige Einnahmequelle verliert, indem Sie dem Normalo ein Win11-Account aufzwingen.

Außerdem:

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
 
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