rum
BIOS-Overclocker(in)
Ich glaube ja, dass die meisten Leute zu faul sind den unbequemen Weg einzuschlagen, sich also 2-3 Wochen mit einem neuen Betriebssystem zum Starten ihrer Spiele zu beschäftigen und sich zusätzlich so sehr an Windows gewöhnt haben, dass sich die urtümliche sie Angst vor dem Umbekannten so sehr manifestiert, dass sie lieber dabei bleiben.Ich frage mich, wie weit es MS noch treiben kann, bis die Leute Windows den Rücken kehren ?
- Online Konto-Zwang
- Features die viele gar nicht haben wollen und die teilweise Probleme machen
- Datensammelwut (aktiviertes Onedrive, Outlook übermittelt E-Mail Passwort an MS Server usw.)
- Recall (ja ja ich weiß, kann man ja abschalten)
Philosophisch betrachtet erinnert mich das manchmal ein wenig an die Darstellung von Apollo und Dionysos im Bezug auf den Mut, der eventuell nötig ist den Rausch als Möglichkeit bzw. Gegengewicht zur Begrenzung und Form anzuerkennen, anstelle sich diesem zu verschließen, weil man sich der Unsicherheit ausgeliefert sieht nicht einschätzen zu können, ob man dem Umbekannten so Herr werden würde, dass man es Verlustfrei oder auch überhaupt auch wieder beenden könnte.
(Nur eine unter einem eventuell auch falsch vermuteten Glauben persönlich geschlagene Brücke zum Thema. Als Basis diente mir der Abschnitt "Von der Bedeutung des Rausches für die Lebenskunst" im Buch "Mit sich selbst befreundet sein" von Wilhem Schmid, erste Auflage von 2004, Seite 270-273)
Kurz: einfach mal versuchen / machen. Vorher empfehle ich natürlich eine Daten- / Installation-Sicherung, für den Fall, dass man wieder zurück zu Windows 11 möchte. Aber Linux ist kein Unix per se, Linux gibt es in einfacher verständlichen Varianten oder eben auch in Varianten für Menschen, die sich sehr tief damit beschäftigen wollen und mit den entsprechenden Distributionen deutlich effizienter unterwegs sind. Die Frage ist doch: was will man?
Ich wollte ein Betriebssystem, welches meine Spiele zuverlässig startet und als reine Startbasis für mich (persönlich) möglichst wenig gravierende Änderungen mit sich bringt. Gelandet bin ich bei Nobara Linux 41 (aktuell 6.13.8 mit KDE Plasma).
Zusätzlich arbeite ich auf einem anderen PC zu 70-95% auf einem Linux Mint Debian Edition (LMDE). Hauptsächlich nutze ich hier Libre Office, GIMP, Firefox, Thunderbird, Audacity. Auf dem selben Arbeits-PC habe ich noch ein Windows 10 installiert für sehr spezifische Geschichten, in denen zB. eine Abwärtskopatibilität eine gewisse Dringlichkeit hat.
Meine Einarbeitungszeit ins LMDE lag bei ca. 2 Tagen, um damit erste Dinge tun zu können, 1-2 Wochen um halbwegs effektiv zu arbeiten und ca. 1/2 Jahr um die meisten Prozesse zu überblicken und zu optimieren.
Bei meinem Spielesystem lag die Einarbeitungszeit bei ca. 2 Wochen (da liefen schon die meisten Spiele die ich gespielt habe / immer noch spiele). Zur Optimierung brauchte ich dann nur nochmal ca. 2-3 Wochen.
Ich meine nicht 2 Wochen lang jeden Tag 4h oder so sondern mit dem OS arbeiten und jeden Tag vielleicht so 2-3 neue Erkenntnisse sammeln.
Ich bin aktuell sehr sehr frei, was die Auswahl meine Betriebssystems angeht. Alle 3 machen nur das, was sie sollen. Ich habe 0 Stress mit Updates etc., da ich diese selbst anstoße und damit das Zeitfenster selbst wählen kann; ich mache Updates nur, wenn ich ein wenig Zeit für Eventualitäten habe. Es ist ein insgesamt überschaubarer Rahmen, was den Zeitaufwand angeht.
Einzig wenn bestimmte Spiele in einer bestimmten Konstallation von Hard- und Software gespielt werden, kann ich mir vorstellen, dass gewissen Dinge nicht oder nicht befriedigend funktionieren könnten. Es dürfte aber möglich sein, sich für seine wichtigsten Spiele entsprechend Vorzuinformieren.
Ich werde aufgrund der anhaltenden Politik seitens Microsoft auch nicht mehr richtig zu Windows zurück kehren. Zu offensichtlich sind für mich die Veränderungen der Targets: früher ging es um Stabilität, Kompatibilität, Bedienung und Komfort. Heute kristallisieren sich, für mich, Targets wie Werbeplatform, Datenerhebung und -verkauf, Online- bzw. Cloudbindung, Hardwareausschluss sowie ein nicht vorhandener Konsens bezüglich der Updateziele und -strategien sowie eine auf maximale Konsteinsparung getrimmtes QM heraus. Dadurch überwiegen bei mir die Kontras und ich nehme etwas Zeit und einen anfangs reduzierten Komfort in Kauf, um auf lange Sicht mit einer weniger destruktiv orientierten Startsoftware für zB. meine Spiele und eben auch (!) meine Programme für die tägliche Arbeit "ruhiger leben" zu können.
Am Ende macht es jeder, wie es für ihn passt. Es gibt da kein richtig oder falsch.


