News Accountzwang: Microsoft zieht bei Windows 11 die Daumenschrauben an

Warum sollte ich da jetzt den Firefox nehmen? Wo zu?
Ohne Account den alten Rechner wieder automatisch einrichten. Ohne Account Zugriff auf die OneDrive?
Man braucht überhaupt keinen MS-Account um einen Rechner einzurichten.
Die paar Programme die man braucht bereit man auf nem Stick als Installer vor, die Daten selbst liegen außerhalb dem Zugriff von Microsoft.
Windows selbst ist nur ein Container um Programme auszuführen, mehr nicht. Und daher brauchen die auch nix weiter zu wissen.
Wenn man sich das einmal klar gemacht hat und die entsprechenden Schritte eingeleitet hat, gibts auch keine Probleme mehr.
 
Rufus.
Offline-Adminkonto anlegen, kein Bitlocker, kein Pin, keine Datenerfassung, kein Gedöns.

Funktionierte bisher hervorragend (auch bei meinen Eltern :-D).
So ist es und wenn an Win11 was geändert wird, bekommt Rufus auch ein Update.
Außerdem gibt es noch 2 andere Tools
Eines davon Patched die ISO.
Beim anderen nach der Originalen Installation. 😎🤠🥳
 
ja weil man bei Steam kein Acount Zwang hat....

Ziemlich unpassender Vergleich.

Wenn Deine Games mal nicht funktionieren, dann ist das zwar ärgerlich, hat aber nicht so weitreichende Konsequenzen wie die Sperrung eines Online Accounts für Deinen Rechner.

Wenn Du den Unterschied nicht erkennst, erübrigt sich auch in diesem Fall jede weitere Diskussion.
 
WinPE kenne ich seit vielen Jahren. Da wir über 500 B2B Kunden mit individuellen Anforderungen haben, hat sich das bisher nicht ausgezahlt. Wir versuchen so die Vor Ort Zeit eines Technikers zu begrenzen bei der Auslieferung, da der Tag sonst immer zu kurz ist und es heutzutage strenge Vorschriften für Überstunden gibt, insbesondere wenn da auch noch Fahrtzeiten dazu kommen.

Außerdem fallen den Kunden immer noch Sachen ein, die Sie erst vor Ort mitteilen. Wenn wir da straff planen, haut das nie hin. Vor 10 Jahren habe ich dann halt mal 15 Stunden gemacht, das geht heutzutage nicht mehr und ich bin auch froh darum. Bin inzwischen etwas älter und die Arbeit wird von Jahr zu Jahr anspruchsvoller, das kann und will ich inzwischen nicht mehr leisten.
Aber allein das Windows-Setup, die Installation der Treiber und wie du oben geschrieben hast, die Standardsoftware zu automatisieren würde doch enorm viel Zeit sparen im Gengensatz zur Installation per Hand mit dem durchklicken des Setups? Klar, individuelle oder spezielle Software zu Paketierung lohnt sich vielleicht nicht, aber den größten Zeitfresser könnte man halt damit erschlagen.

Das soll aber keine Kritik an eurem Workflow sein. Wenn das für euch so besser passt, ist das ja okay.
Nur solche Probleme wie mit dem Microsoft-Account könnte man dadurch zukünftig auch gleich mit erschlagen.
 
> Muss ja nicht gleich Linux sein
Oh doch! :D
Das funktioniert aber auch nur in den Fällen, in denen Du nicht auf Treiber und Software angewiesen bist, die es nur unter Windows und Apple gibt.
So ist es und wenn an Win11 was geändert wird, bekommt Rufus auch ein Update.

Das bedingt aber, dass gewisse Möglichkeiten, die Rufus nutzt, in Windows weiterhin eingebaut bleiben.
Das könnte man genauso gut dicht machen.

Es gibt auch kommerzielle Software, die aus welchen Gründen auch immer (Einsparungen im Support, whatever) eine Installation auf älteren Windows-Versionen ebenso blockieren, wie Microsoft das bei der Windows 11 Installation bezüglich älterer Hardware macht.

Wohl dem, der tatsächlich die Möglichkeit hat, ggf. auf Linux zu wechseln. Obwohl es nicht gerade das "schönste" Unix ist.
 
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Aber allein das Windows-Setup, die Installation der Treiber und wie du oben geschrieben hast, die Standardsoftware zu automatisieren würde doch enorm viel Zeit sparen im Gengensatz zur Installation per Hand mit dem durchklicken des Setups? Klar, individuelle oder spezielle Software zu Paketierung lohnt sich vielleicht nicht, aber den größten Zeitfresser könnte man halt damit erschlagen.

Das soll aber keine Kritik an eurem Workflow sein. Wenn das für euch so besser passt, ist das ja okay.
Nur solche Probleme wie mit dem Microsoft-Account könnte man dadurch zukünftig auch gleich mit erschlagen.
Wir nehmen bisher ausschließlich fertige PCs von Lenovo oder Fujitsu. Da startet das Setup ja sofort. Der Rest nach dem Setup ist ja bereits durch Scripts weitgehend vereinfacht. Da wir ein eigenes Technik-Netz haben, gehen unsere Überlegungen eher in die Richtung, einen Setup Domänenserver in das Technik-Netz zu hängen und dann den PC nach Durchlauf des Setups wieder in die lokale Workgroup zu nehmen.

Wichtig für uns ist es, jedes verdammte Update noch in der Technik zu erledigen und nicht beim Kunden, da das viel Zeit frisst.
 
Das habta fein gemacht, Microsoft, fein gemacht.
Ihr schraubt absolut an den richtigen Stellen und beseitigt genau die Probleme, die aktuell am meisten kneifen:
Es sind immer noch viel zu viele Menschen bei eurer stiefmütterlich behandelten Werbe- und Baustellen-Software!
< nur meine Meinung >
Ich frage mich, wie weit es MS noch treiben kann, bis die Leute Windows den Rücken kehren ?

- Online Konto-Zwang
- Features die viele gar nicht haben wollen und die teilweise Probleme machen
- Datensammelwut (aktiviertes Onedrive, Outlook übermittelt E-Mail Passwort an MS Server usw.)
- Recall (ja ja ich weiß, kann man ja abschalten)
 
Naja für die meisten es ist weniger Arbeit (oder gar nicht wichtig) die besagten Punkte zu deaktivieren. Aber gleichwohl mehr Arbeit sich mit alternativen auseinander zu setzen.

Und persönlich muss ich auch sagen. Auch wenn ich mich tief in Linux eingearbeitet habe und es läuft wie Butter sowie alles eingerichtet ist, boote ich trotzdem lieber und öfter in mein W11.

Aber es ist beruhigend im Bedarfsfall einfach in Linux booten zu können :)
 
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Nö, ein Android, aber was will man machen ? Eine große Wahl hat man leider noch nicht!
Naja, immerhin gibt es auch entgooglete Androids, da braucht man dann auch keinen Account. Wenn man sich das dann nicht mit zig Apps vollklatscht, die alle aus irgendwelchen Gründen Zugriff auf alles mögliche brauchen, kann man ein Smartphone schon mit recht gutem Gewissen nutzen.
 
Ich verstehe daher nicht, warum du trotzdem an Windows vom ach so bösen Microsoft festhältst, wenn du sie auf der anderen Seite so verurteilst.
Das ist wie sich über Micro-Transactions aufzuregen, dann aber hunderte von Euros in Lootboxen zu versenken.

Lass deinen Worten Taten folgen, "gibt deinen Wohnungsschlüssen nicht ab" und installiere Linux auf dem PC und kauf nur noch FairPhones!
WORD! Ich verfolge diesen Ansatz und ich denke, gerade Nerds könnten dies auch tun. Es benötigt ein wenig Umsicht und Recherche. Interesse an Software und Hardware ist ja da. Und FOSS(offene) Produkte sind nicht mal teurer sondern zumeist günstiger.

WIndows XP: Ich steig auf Linux um FU MS.
Windows Vista: Ich steig auf Linux um FU MS.
Windows 7: Ich steig auf Linux um FU MS.
Windows 8: Ich steig auf Linux um FU MS.
Windows 10: Ich steig auf Linux um FU MS.
Windows 11: Ich steig auf Linux um FU MS.

:banane:
Damit umreißt Du das Verhalten vieler PC-Nutzer:innen in der Vergangenheit treffend. Allerdings verändert sich auch Linux und die Entwicklungen der Bedienbarkeit und Unterstützung von Gaming ist weit vorangeschritten und so auch Nutzungspotenziale und Umstiegschancen. Mensch müsste aber auch handeln, nicht nur meckern und jammern. Also: auf geht's ... :)

Ein Grund mehr für mich, für laaaange Zeit noch beim perfekten Windows 10 zu bleiben! :D
Perfekt? Ja, wirklich?

Nö, ein Android, aber was will man machen ? Eine große Wahl hat man leider noch nicht!
Ein Linux System mit mehr Apps wäre ein Traum, aber so weit sind wir leider noch nicht.
Es gibt zwar ein paar Ansätze, aber das reicht mir leider noch nicht!
Naja, es gibt auch passable Android-basierende Optionen wie LineageOS, GrapheneOS, /e/OS ... die sind entgooglet, haben keinen Accountzwang.
Ah, das hat @empy auch schon geschrieben. :)

Anmerkung meinerseits:
Über Windows Accountzwang heulen aber 5 iPhones am Start.
Ja, wer? Was machst Du eigentlich so? Nimmst Du Kritik an Microsoft, Google ... selbst zum Anlass, das eigene Handeln zu überdenken und zu verändern oder spottest Du nur über (vermeintlich) widersprüchliche Handlungen der Anderen?

Also, ich finde, mensch muss ja irgendwo anfangen. Das kann Linux sein, das Betriebssystem auf dem Smartphone sein oder ... Von daher fände ich den Anspruch alles von jetzt auf gleich umzustellen, unrealistisch. Das lässt die zu überwindende Hürde zu groß erscheinen. Besser ist eines nach dem anderen umzustellen. Mensch müsste bloß am Ball bleiben und durchdacht(er) konsumieren. Am besten vorab recherchieren um vorbereitet zu sein. Nicht, dass bspw. das Smartphone kaputt/verloren geht und mensch wieder den gleichen Fehler mit bspw. einem IPhone Kauf macht ...

Im jetzigen Menü nach der Installation muss man also nicht bei Microsoft einen Account erstellen. Man sucht die Option "stattdessen einer Domäne beitreten". Damit ist nicht gemeint, dass man jetzt sofort in diesem Moment der Domäne beitritt, sondern dass man einen lokalen User mit Admin Rechten anlegt und der meldet sich an und tritt der Domäne bei. Oder halt nicht und installiert Steam.

Windows 11 fängt jedoch schon aktuell an und verschlüssselt eure WIndows Partition mit dem Bitlocker. (Den Befehl cmd als administatro öffnen und "manage-bde -status" eingeben. Wenn da steht, dass Eure Festplatte verschlüsselt wird, dann könnt ihr die bei Abrauchen des Systems nicht einfach in ein anderes Board packen. Man sollte die Keys mit "manage-bde -protectors -get c:" auslesen und sich irgendwo speichern.
Ist das nicht auch schon Gefrickel? ;)
 
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Naja, es gibt auch Android basierend passable Optionen wie LineageOS, GrapheneOS, /e/OS ... die sind entgooglet, haben keinen Accountzwang.
Ah, das hat @empy auch schon geschrieben. :)
Ja, ich habe auf einem Smartphone schon mal Lineage installiert. Danach hing ich bei einem Neustart immer im Bootmenü fest und konnte es nur mit den Google Tools über einen Rechner booten.
Das ist zwar schon einige Jahre her, aber wirklich einfach ist es nicht.
Vielleicht probiere ich es nochmal, wenn der Support meines Handys ausläuft.
Ein Linux für Smartphones, mit dem man einige Android Apps ausführen kann, die es für Linux nicht gibt, wäre mir schon lieber.
 
Wieso beschwert sich bei Apple eigentlich niemand darüber, dass man einen Online-Account braucht um alles nutzen zu können? Bei Windows wird wie üblich ewig rumgeheult.
Bei Apple und Google funktioniert der Mist halt wenigstens. Als ich mir das letzte mal ein neues Smartphone (iPhone 15) gekauft hab war ich durchaus positiv überrascht wie viel dank Online Account direkt funktioniert hat. Gleiches gilt für Steam - einmal einloggen, alles funktioniert.

Bei Windows dagegen hat man das schlechte aus beiden Welten: Alles mit online Account, und dann beschwert sich die (an den Account gebundene Software), dass sich die Hardware geändert hat und jetzt leider nicht mehr funktioniert - so geschehen bei meinem Office, als ich den 1800X gegen einen 5700X3D getauscht habe - vielen Dank.

Teams war auch eine Katastrophe, denn ich konnte die ersten drei Monate von meinem Heim-PC keine Meetings ausführen, weil zu dem Zeitpunkt das "professionelle" Teams vom 0815 Standard Teams strikt getrennt war - und mein Heim-PC keinen Firmen Account hat, wollte es partout nicht funktionieren. Das hat sich zum Glück seitdem gegeben.

Ich habe die Meetings zu der Zeit auf dem iPad entgegen genommen, denn da funktioniert Teams um Welten besser als auf W11:lol:
 
Warum sollte ich da jetzt den Firefox nehmen? Wo zu?
Ohne Account den alten Rechner wieder automatisch einrichten. Ohne Account Zugriff auf die OneDrive?
Zu Account und Cloud ... Neben genannten Programmalternativen gibt es noch Backup-Option auf externen Festplatten. Warum Micorsoft persönliche Daten anvertrauen?

Zu Deinem Punkt, dass Rechner einfach neueinrichten Dir offenbar so wichtig ist - sind regelmäßige Neuinstallationen immer noch gängig unter Windows? ;)
 
3 Meter Feldweg. Ohne Netzwerktreiber wird dann also keine Windows-Installation möglich sein. Sehr gut, Microsoft.
 
Das ist zwar schon einige Jahre her, aber wirklich einfach ist es nicht.
Murena vertreibt Smartphones, bei denen /e/OS vorinstalliert ist. Ist zwar teurer, als sich das selber auf ein unterstütztes Gerät zu installieren, aber einfacher geht es eigentlich kaum.
Ein Linux für Smartphones, mit dem man einige Android Apps ausführen kann, die es für Linux nicht gibt, wäre mir schon lieber.
Ja, das wäre noch schöner. Google sperrt ja jetzt den öffentlichen Zugang zum Development-Branch von Android, mal gucken, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt.
 
Irgendwie wird bei dem Konter „Bei Apple/Google hast du auch ein Zwangskonto und beschwerst dich nicht!“ immer durcheinandergeworfen, wo diese Kontozwänge greifen. Sowohl bei macOS als auch bei Android betrifft der Kontozwang nur gewisse Dienste sowie den Zugriff auf den offiziellen Appstore, bei der Einrichtung des Betriebssystems lässt sich das Anlegen einer Apple ID bzw. eines Google-Accounts oder, falls schon vorhanden, der Login überspringen. Das gilt auch für ein Stock-Android. Was bei Letzterem halt nicht geht, ist, die Google-Play-Dienste komplett abzustellen oder zu beschränken – hier setzen Custom-ROMs wie GrapheneOS an, um eine nach eigenen Wünschen so weit wie möglich Google-freie Nutzung zu ermöglichen.

Die Zwänge zur Apple ID auf macOS und zum Google-Account auf Android entsprechen hinsichtlich der Ebene, wo die Schranke ist, eher dem De-Facto-Zwang zu Steam auf dem PC. Sie sind weitreichender, weil es bei ihnen nicht nur um Computerspiele geht, sondern auch um Apps, auf die man nicht so leicht verzichten kann (welche offizielle Banking-App ist auch außerhalb des Apple bzw. Play Stores verfügbar?); aber die Betriebssysteme und somit die Geräte selbst lassen sich sehr wohl auch ohne Anbieterkonto nutzen – bis zu einem gewissen Grad halt.

Mit Windows 11 behält Microsoft die Hose nicht mehr so lange oben, sondern lässt den User schon beim Setup auf die Knie gehen. Ohne Microsoft-Account kein Zugriff aufs Betriebssystem, was für alle Nicht-Nerds bedeutet, dass sie das System, das sie gekauft und bezahlt haben, nicht nutzen können.

Dass der gleiche große Aufschrei bei Smartphones ausbleibt, hat eher damit zu tun, dass Smartphones generell viele Userfreiheiten außer Kraft gesetzt haben, die bei einem PC immer eine Selbstverständlichkeit waren und größtenteils nach wie vor sind: Wer einen PC kauft, kann darauf ein Betriebssystem seiner Wahl installieren, er ist Admin auf diesem System, kann jedes Anwenderprogramm seiner Wahl installieren oder deinstallieren und wird nicht gezwungen, sich beim Anbieter des Betriebssystems online zu registrieren, um damit sinnvoll arbeiten zu können – alles Freiheiten, die man auf den meisten Smartphones nicht hat. Nicht die Aufregung um Microsofts Faxen ist das Problem, sondern dass derlei Einschränkungen bei Smartphones so stillschweigend hingenommen werden. Der PC verkörpert, wie es sein sollte, wenn man einen Computer gekauft und bezahlt hat. Dass wir uns das bei Smartphones haben wegnehmen lassen, ist kein Grund, es beim PC jetzt auch noch zu tun, im Gegenteil.

Was außerdem viele vergessen ist, dass Windows 11 ja quasi kostenlos angeboten wird. Wer hier hat denn wirklich für Windows 11 bezahlt? Das Geld muss halt irgendwie wieder rein geholt werden, sei es durch Werbung im Startmenü oder durch Querfinanzierung mit dem Verkauf der Cloud-Dienste.
Mal davon abgesehen, dass ich die Anschaffung neuer Hardware aufgrund willkürlicher Ausschlüsse seitens Microsoftn nicht wirklich als „kostenlos“ bezeichnen würde: Nichts hielte Microsoft davon ab, einem Windows 11 ganz normal für 100 (Home) bzw. 200 (Pro) Euro zu verkaufen. Das Problem ist, dass man als Kundschaft bei einem solchen Preis gewisse Erwartungen hat. Der einfache, allenfalls mäßig IT-affine Kunde erwartet dafür ein stabiles System, das ihm möglichst wenig Steine in den Weg legt, nicht ständig auf die Nerven geht, und mit Neuerungen daherkommt, die vorteilhaft genug sind, dass sie einen Wechsel vom gut abgehangenen Vorgänger rechtfertigen, am besten ohne dass er auf dem neuen System hinsichtlich Einstellungen erst mal fröhliche Ostern feiert. Vorherige neue Windows-Versionen haben diese Voraussetzungen nicht ideal, aber mehr oder weniger gut erfüllt. Windows 11 macht von alledem das genaue Gegenteil.

IT-affinere oder verbraucherschutzbewusstere Leute haben noch höhere Ansprüche: Die erwarten von einem Betriebssystem, das einen dreistelligen Eurobetrag kostet, dass es einen nicht bevormundet, einen nicht in die Cloud zwingt, überhaupt ausschließlich als Betriebssystem fungiert und nicht als aufgedrängtes All-in-One-Paket, sicher gegen Angriffe ist – am besten schon bei Auslieferung – und die eigenen Daten nicht nach Hause telefoniert, damit der Hersteller diese auch noch zu Geld machen kann. Und da sich Letzteres nicht abstellen lässt, fragen sich viele Leute zu Recht, warum sie dann 100 bzw. 200 Euro für das Betriebssystem ausgeben sollten – Microsoft verdient an einem so oder so. Ja, es mag sich zum großen Schaden der Menschheit im Internet etabliert haben, dass man bei gratis nutzbaren Diensten mit seinen Daten und ggf. seiner Zeit (für Werbung) bezahlt, und auch im Alltag weitreichend so praktiziert werden. Windows ist aber kein kostenloses Produkt und wird auch nicht offiziell als solches vermarktet. Microsoft will einen dreistelligen Eurobetrag pro Gerät kassieren und dann noch die Einkünfte aus dem Handel mit Userdaten oben drauf.

Dass Microsoft trotzdem nach wie vor den kostenlosen Umstieg ermöglicht und auch nichts gegen die zahlreichen unerlaubt veräußerten und missbräuchlich eingesetzten OEM-Keys unternimmt, obwohl diese ja streng genommen das Geschäft mit richtigen Retail-Lizenzen untergraben, hat also im Wesentlichen zwei Gründe:
  1. Microsoft weiß, dass Windows 11 ein Produkt ist, das dem Kunden nur Nachteile und keine Vorteile bringt und dass er dafür freiwillig kein Geld bezahlen würde, solange das alte System noch läuft. Damit das Support-Ende von Letzterem aber nicht ganz so nach Schutzgelderpressung aussieht, bietet man halt das Upgrade „kostenlos“ an. Dass man trotzdem viele Leute nur mit dem nahenden Support-Ende für Windows 10 zu einem Wechsel auf Windows 11 bringen kann, belegt aber, dass Windows 11 aus Anwendersicht selbst geschenkt noch zu teuer ist – es ist ja auch ein Geschenk, das immer weiter nimmt.
  2. Der Datenhandel und das Potential, was nun dank neuartiger „KI“-Tools à Copilot und Recall noch drin steckt, ist viel zu lukrativ, um darauf zu verzichten. Also wird alles daran gesetzt, die User in die „richtige“ Richtung zu lenken, mit einer Mischung aus Zuckerbrot (Gratis-Upgrade, „KI“-Spielereien) und Peitsche (TPM- und Microsoft-Kontozwang, aufwendige Deaktivierung von „KI“-, Cloud- und Telemetrie-Bullshit). Und wenn User sich für nur 10 oder 20 Euro einen OEM-Key kaufen und diesen nutzen, dann ist das halt so, die bringen langfristig immer noch mehr, als wenn man sie konsequent sperrte und die 100 bzw. 200 Euro einforderte, mit dem Risiko, mehr Kunden zu verlieren, die dadurch auf den Trichter kommen könnten, dass Linux alles, was sie machen wollen – E-Mail, Internet, Office – genauso gut kann.
Schon mal versucht windows zu installieren und das Setup kann keine Internetverbindung herstellen weil es keine 08/15-Treiber für den LAN-Controller hat...? Großer Spaß.
Lustig, genau diesen Fall hatte ich vor Kurzem: Hab einem Kumpel, der auch in die Kategorie „leidenschaftlicher Zocker, aber null Ahnung von Computern“ fällt (die Sorte, der man erklären muss, dass der Monitor unten an der Grafikkarte angeschlossen werden muss und nicht oben am Mainboard), vor ein paar Wochen einen Rechner zusammengeschraubt, und da er 400 km entfernt wohnt, musste dieser Rechner so wartungsfrei wie nur möglich ausfallen, d. h. bloß keine Dinge, die sich in absehbarer Zeit als für den Besitzer unüberwindbare Hürden erweisen könnten, und da kam natürlich nur eine Windows-11-Installation in Frage. Der Installer, obwohl am Tag vorher erstellt, hatte aber praktisch keine Hardwaretreiber für das verbaute B650-Board inkludiert. Netzwerk (Kabel wie Antenne), Audio... – nichts ging von Haus aus, ich musste alle Treiber mit meinem Laptop runterladen und dann nach der Installation von Windows 11 händisch installieren. Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich den Rechner beim Setup von Windows 11 nicht mit dem Internet verbinden können. Ich hatte das Kabel natürlich nicht gesteckt und gleich das gute alte BypassNRO ausgelöst. Aber hätte Microsoft diese Lücke schon geschlossen, hätte ich da genauso festgesessen, selbst mit angestecktem Netzwerkkabel.

Ja, ich habe auf einem Smartphone schon mal Lineage installiert. Danach hing ich bei einem Neustart immer im Bootmenü fest und konnte es nur mit den Google Tools über einen Rechner booten.
Das ist zwar schon einige Jahre her, aber wirklich einfach ist es nicht.
Vielleicht probiere ich es nochmal, wenn der Support meines Handys ausläuft.
Nachdem ich selbst schon seit einiger Zeit sehr gut mit GrapheneOS fahre, habe ich einer Angehörigen ihr Gerät nun auch darauf umgerüstet und bei der Gelegenheit den Web-Installer ausprobiert – und der macht die Installation wirklich so einfach und idiotensicher, wie immer behauptet wird, sodass man keine Angst mehr zu haben braucht, sich mit Vertippern in der Kommandozeile oder einem falschen Image irgendwas zu zerschießen. Wenn du dir kein Pixel kaufen willst: CalyxOS hat so einen Web-Installer mittlerweile auch.

Update: /e/OS ebenfalls.
 
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