Nein, nur environment mapping, planars sind und waren auf der Hardware einer N64 viel zu rechenintensiv.
Entweder man berechnet etwas in "Echtzeit" oder man verwendet zuvor berechnete Daten.
Jede moderne Grafiktechnik nutzt Informationen aus vorherigen Frames, vor dem Hintergrund wirkt deine Aussage wie eine falsche Dichotomie.
Echtzeit bedeutet in dem Kontext nur, dass das Ergebnis rechtzeitig für den nächsten Frame fertig ist und nicht, dass die GPU immer wieder von null anfangen muss.
Echtzeit und die Nutzung vorhandener Daten ist kein Gegensatz!
Einer von beiden Satzteilen ist also schon rein von der Logik her falsch und Nvidia sollte endlich aufhören, die ewig gleiche, ewig falsche Behauptung zu verbreiten.
Echtzeit bedeutet nicht gedächtnislos. Vor dem Hintergrund ist die Aussage der Forscher und oder der News völlig korrekt.
Mit Echtzeit-Strahlenverfolgung hat deren sogenannte "Realtime Pathtracing"-Grafik in etwa so viel gemeinsam, wie eine RTX 3070 Ti mit "viel RAM" oder eine 5090 mit "günstiges Angebot".
Der Vergleich hinkt ganz schön.
Beim Pathtracing werden pro frame millionen echter Lichtstrahlen berechnet...
Dass diese Strahlen durch ReSTIR oder Denoiser statistisch äußerst clever verteilt oder gefiltert werden, ändert nichts an der physikalischen Grundlage.
Die aktuellen Forschungsergebnisse bauen genau auf diesen Prinzipien auf.
Es bleibt Strahlenverfolgung, nur eben mit einem intelligenten Verfahren, statt mit purer roher Gewalt, die aktuell keine Hardware der Welt stemmen könnte, zu berechnen.
Bezeichnest du auch Motoren mit Turbolader als keine echten Motoren, da sie Abgase nutzen?
Ausgegeben wird zum weit überwiegenden Teil eine KI-Interpretation von zuvor berechneten Daten.
Deine Argumentation hat was von einem romantisierten sehr "deutschen" grafischen Reinheitsgebot.
Wenn du 400 Frames lang Artefakte siehst, solltest du vielleicht mal deine DLSS Version updaten oder die Settings anpassen, statt Nvidia die Logik abzusprechen.
Die Technik als nicht echt zu bezeichnen, nur weil der Algorithmus ein kurzes Gedächtnis hat, ist etwa so, als würdest du behaupten, ein Film sei kein Film, weil man bei einer Zeitlupenaufnahme die einzelnen Bilder erkennt.
Die sind deutlich frischer als eine Pre-Baked-Lightmap, aber nicht "Echtzeit".
Prebaked bedeutet: Die Daten sind starr und reagieren nicht auf Eingaben oder Veränderungen. Zerschieße ich nun eine Lampe, ändert sich die Beleuchtung sofort, ist also sehr wohl Echtzeit.
Und noch was: Schon seit den 90ern nutzen Games Mip-Maps, nach deiner Logik wäre das ja auch Betrug, denn immerhin sind das vorausberechnete, verkleinerte Versionen von Texturen.
Dann gehen Wir weiter zu z-culling und enden bei tessellation, geometry die physisch gar nicht im ursprünglichen Modell existiert!
Aber wenn es eins gibt, was ich noch mehr Hasse als die Verschwendung knapper, teurer Rechenleistung ohne angemessene Gegenleistung, dann sind es Falschdarstellungen.
Inszenierter Kampf gegen das Marketingmonster?! Nein, deine Darstellungen sind in der Gesamtschau noch viel mehr falsch als Raphaels Hinweis auf planars.
Nvidia nutzt keine ewig flaschen Behauptungen, sondern moderne Stochastik.
Wer heute noch glaubt, Echtzeitgrafik müsse ohne Gedächtnis und Vorhersage funktionieren, hat die letzten 30 Jahre Softwareentwicklung einfach verschlafen...