News Chip-Boom setzt TSMC unter Druck: Alle Fertigungskapazitäten bis 2028 bereits verplant

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
TSMC steht wie kaum ein anderes Unternehmen im Zentrum der Chipindustrie. Laut aktuellen Berichten soll der Chiphersteller bereits alle Kapazitäten bis einschließlich 2028 verplant haben.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Chip-Boom setzt TSMC unter Druck: Alle Fertigungskapazitäten bis 2028 bereits verplant

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Bin nicht überrascht, es sind ja immer dieselben Verdächtigen. Da kommt kein No-Name plötzlich mit der Idee, einen Prozessor fertigen zu lassen. Die werden sich das vorher sicher gut überlegt haben, schließlich haben sie die Erfahrung. Und falls nicht, gibt es ja immer noch Intel als Hersteller. :D
 
Was für ein Druck?!?

Wenn man auf zwei Jahre ausgebucht ist, dann ist es das genaue Gegenteil von Druck. Da kann man die Sache schön gemütlich angehen und die Bedingungen diktieren. Viel entspannter kann der Job eines CEOs garnicht sein.

tja man sollte meinen, dass eine eigene produktion vielleicht auch nicht so schlecht wäre. erstaunlich, dass das seit intel verpönt ist.

Wenn die Preise hoch sind, dann kann man die an die Kunden weitergeben. Wen allerdings flaute herrscht, dann hat man eine Fertigung am Bein, die Geld verbrennt. Beim Expandieren ist es auch hinderlich. Ohne Fertigung bucht man höhere Kapazitäten, mit Fertigung muß man neue Fabriken errichten und dann ist der Boom vorbei. Man kann sagen, dass man jetzt besser dasteht, aber nur weil ein Teil des Konzerns den anderen subventioniert. Ein massiver Nachteil von Konglomeraten.

Es hat schon seinen Grund, warum der Trend zu Fabless geht.
 
Was für ein Druck?!?

Wenn man auf zwei Jahre ausgebucht ist, dann ist es das genaue Gegenteil von Druck. Da kann man die Sache schön gemütlich angehen und die Bedingungen diktieren. Viel entspannter kann der Job eines CEOs garnicht sein.



Wenn die Preise hoch sind, dann kann man die an die Kunden weitergeben. Wen allerdings flaute herrscht, dann hat man eine Fertigung am Bein, die Geld verbrennt. Beim Expandieren ist es auch hinderlich. Ohne Fertigung bucht man höhere Kapazitäten, mit Fertigung muß man neue Fabriken errichten und dann ist der Boom vorbei. Man kann sagen, dass man jetzt besser dasteht, aber nur weil ein Teil des Konzerns den anderen subventioniert. Ein massiver Nachteil von Konglomeraten.

Es hat schon seinen Grund, warum der Trend zu Fabless geht.
Jo, aber am Ende muss es ja trotzdem einer bauen :-) Mit tollen Blaupausen lässt sich auch kein Geld verdienen und wenn man in die Zukunft schaut (oder die letzten 10 Jahre alleine betrachtet hat), dann werden tendenziell immer mehr Chips gebraucht werden.
 
Diese planmäßig einzuhalten kann schon jede Menge Kopfschmerzen bereiten.
Von "Kleinkunden" mal abgesehen. Man macht sich jetzt abhängig von 2-3 Global Playern und möchte aber trotzdem kleinere Kunden mit relativ geringen Losen nicht vergraulen. Die suchen sich dann wen anders über Zeit. Wenn die dicken Fische befriedigt sind, sind auch die nun wieder wichtigen kleinen Bestandskunden wo anders unter gekommen. Keine Kopfschmerzen wäre sehr kurzsichtig gedacht.
 
TSMC wird nicht liefern können, Taiwan hat angeblich u.a. eine 48%ige Abhängig vom LNG, und das Helium, dass zu 1/3 aus der Straße von Hormus kommt und für die Chipfertigung auch in den USA(!) zwingend benötigt wird, wird auch kurzfristig ausgehen.
Die Lieferketten sind bereits unterbrochen, die Vorräte dürften bald erschöpft sein.
Stellt euch also auf noch schlimmere Zustände ein als jemals zuvor.
Meine TSMC Aktien freut´s :)

... und was volle Auftragsbücher mit Druck zu tun haben muss mir mal jemand erklären :D
hast du jemals mit erhöhter Auftragslage arbeiten müssen?
wenn du nicht mehr weißt, wie du die Arbeit schaffen sollst, obwohl du schon Überstunden machst?
oder wie war das jetzt gemeint?
ich habe jedenfalls größten Respekt vor Arbeitern z.B. in Küchen, die das tagtäglich zu Stoßzeiten erleben müssen
bei uns in einer normalen Fertigungsstätte hat man trotz normaler Arbeitszeiten sogar mal über dei Feiertage hinweg die Maschinen laufen lassen und die Zuschläge für die Arbeiter in Kauf genommen, um überhaupt noch was halbwegs im Zeitrahmen ausliefern zu können
Urlaubssperren, Tage auszahlen, trotz Krankheit zur Arbeit kommen, etc.
dieses wird wohl derzeit bei TSMC Standard sein, Kapazitäten/Laufzeiten schaffen, wo eigentlich keine vorgesehen sind
 
Zuletzt bearbeitet:
addtext_com_MTAxMjExOmV1ODozNTQ5(1).jpg
 
TSMC wird nicht liefern können, Taiwan hat angeblich u.a. eine 48%ige Abhängig vom LNG, und das Helium, dass zu 1/3 aus der Straße von Hormus kommt und für die Chipfertigung auch in den USA(!) zwingend benötigt wird, wird auch kurzfristig ausgehen.
Die Lieferketten sind bereits unterbrochen, die Vorräte dürften bald erschöpft sein.
Stellt euch also auf noch schlimmere Zustände ein als jemals zuvor.

"können", "angeblich", "sollten", "bald" ... ja, kann alles passieren. Ist mir aber zu viel Rätselraten und zu viele Behauptungen...

hast du jemals mit erhöhter Auftragslage arbeiten müssen?
Ja, ich bin seit 2021 in meiner Stelle als Prozessingenieur (und stellvertretende Produktionsleitung (180 Mitarbeiter)) alleine, eine Stelle die eigentlich von insgesamt drei Prozessingenieuren besetzt sein sollte. Seit damals gab es viele "Hochs und Tiefs" - wenig Arbeit, viel Arbeit, WE Schichten, Überstunden ... eher Überwochen. Und ich bin mir 100%ig sicher, das meine Kollegen in der Produktion sehr viel schwerere Arbeit (allen voran Körperlich) verrichten, als ein Bandmitarbeiter bei TSMC.

wenn du nicht mehr weißt, wie du die Arbeit schaffen sollst, obwohl du schon Überstunden machst?
Ja, siehe oben. Wie sieht es bei dir aus?

oder wie war das jetzt gemeint?
ich habe jedenfalls größten Respekt vor Arbeitern z.B. in Küchen, die das tagtäglich zu Stoßzeiten erleben müssen
bei uns in einer normalen Fertigungsstätte hat man trotz normaler Arbeitszeiten sogar mal über dei Feiertage hinweg die Maschinen laufen lassen und die Zuschläge für die Arbeiter in Kauf genommen, um überhaupt noch was halbwegs im Zeitrahmen ausliefern zu können
Urlaubssperren, Tage auszahlen, trotz Krankheit zur Arbeit kommen, etc.
dieses wird wohl derzeit bei TSMC Standard sein, Kapazitäten/Laufzeiten schaffen, wo eigentlich keine vorgesehen sind
Das war so gemeint wie ich es gesagt habe - TSMC ist hochautomatisiert. Da schleppt in der Produktion keiner irgendwelche 15kg Päckchen über 8h. Jene Arbeit mit der Arbeit mit der eines "normalen" Arbeiters zu vergleichen ist schlichtweg falsch. Was nicht heißt das die Arbeit dort nicht auch anstrengend ist - du kannst hier aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und ja, Respekt sollte man definitiv davor haben!

Aber auch hier "wird wohl ...Standard sein"?! Wird wohl ... weißt du es?

Wenn bereits 2028 ausgebucht ist fallen darunter bestimmt auch weitere Fortschritte was die Feftigung betrifft. Diese planmäßig einzuhalten kann schon jede Menge Kopfschmerzen bereiten.

Wurde denn schon mal in einem Produktionsbetrieb gearbeitet? Wenn man Investitionen in neue Maschinen neben dem Produktionsbetrieb nicht gehändelt bekommt, macht man was falsch! Es wird immer parallel geplant. Maschinenstunden werden nach Aufträgen "gefüllt", Wartungen sind dort zeitlich mit einkalkuliert - eventuelle Investitionen in eine bestehende Maschine werden nicht von heute auf morgen entschieden. Daraus resultierende Stillstände werden in der Kapazitätsplanung mit eingerechnet. Dann habe ich von unrealistischen 100% Verfügbarkeit, eben nur 80% für das Jahr. Sind die 80% mit Aufträgen gefüllt, habe ich dann dort eine 100%ige Auslastung. Puffer werden immer eingeplant - mögliche "ungeplante Stillstände" usw.

Neue Maschinen werden neben der Produktion projektiert und in Betrieb genommen. Davon ist die Produktion zu 0% abhängig.

100% Auslastung sind nicht 100% Auslastung - dafür haben wir gar keinen Einblick in die Produktionsabläufe / Auftrags- und Stillstandsplanung von TSMC.
 
Zuletzt bearbeitet:
So lange ausgebucht zu sein ist auch nicht so toll wie mancher sich das vorstellt. Langfristigkeit bedeutet auch eine hohe Verbindlichkeit an deine Kunden und ein nicht zu unterschätzendes Risiko was unplanbare Ausfälle, Preisschwankungen von Rohstoffen und Währungsschwankungen angeht.

In der Regel ist es angenehmer noch ein paar freie Kapazitäten zu haben um solche Risiken abfedern zu können und um gute kurzfristige Deals mitnehmen zu können.
 
So lange ausgebucht zu sein ist auch nicht so toll wie mancher sich das vorstellt. Langfristigkeit bedeutet auch eine hohe Verbindlichkeit an deine Kunden und ein nicht zu unterschätzendes Risiko was unplanbare Ausfälle, Preisschwankungen von Rohstoffen und Währungsschwankungen angeht.

In der Regel ist es angenehmer noch ein paar freie Kapazitäten zu haben um solche Risiken abfedern zu können und um gute kurzfristige Deals mitnehmen zu können.
Ja und Nein ... das "nicht zu unterschätzendes Risiko was unplanbare Ausfälle, Preisschwankungen von Rohstoffen und Währungsschwankungen" habe ich doch aber auch, wenn ich nicht voll ausgebucht bin?

Ein Vorteil, wenn die Auftragsbücher voll sind, sind wiederum die Planbarkeit - ich weiß, in den nächsten zwei Jahren bin ich "save" - auch das ist für die Mitarbeiter ein großer psychologischer Benefit. Bei Langfristaufträgen habe ich eine Preisbindung an Rohstoffe und dem Produkt, da sind mir Schwankungen egal.

Wie bereits erwähnt, wir wissen doch gar nicht wie TSMC plant?! Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen - "voll" ist nicht gleich "voll". Man behält sich immer Puffer vor, anders geht das gar nicht. Wie oft wir noch einen "ganz wichtigen Auftrag / Muster eingeschoben bekommen", obwohl die Kapazitätsplanung durch und man eigentlich ausgebucht ist.
Wobei auch ich hier sagen muss, ist der Vergleich Äpfel mit Birnen - der Industriezweig in welchem ich arbeite, ist ein anderer als bei TSMC. Dennoch, die Planung per se ist nicht anders. Es geht gar nicht anders - ein Maß an Flexibilität wird und muss man sich stehts erhalten.

Aber jeder Plan kann auch zu Nichte gemacht werden - man sieht ja aktuell, wie schnell sich das Weltgeschehen zur Zeit verändert. Preisbindung hin oder her, wenn der Tanker ne kommt, kommt er ne und alles steht. Dann ist es aber auch egal oder ich Langfristig ausgebucht bin oder nur für das nächste Halbe Jahr planen kann.
 
"können", "angeblich", "sollten", "bald" ... ja, kann alles passieren. Ist mir aber zu viel Rätselraten und zu viele
Trump hat schon angekündigt der Krieg geht weiter und die Straße von Hormus ist ihm egal, die sollen andere frei machen.
Das heißt mehr Schaden in den Golf Staaten und weiterhin Blockade.
Überall melden Verkäufer das sie nicht liefern können und kündigen Verträge, Staaten rufen Notlagen aus.
Das ist kein "angeblich" mehr, das ist die Realität.
Effektiv ist das nur noch eine Frage der Zeit bis TSMC und co. melden die Produktion muss runtergefahren werden weil die Rohstoffe oder Energie fehlen.
 
TMC ist der größte Chiplieferant der Welt, damit begibt man sich eine Abhängigkeit, die schnell nach hinten losgehen kann. Kreuzgefährlich wenn Lieferketten zum Erliegen kommen. 2028 kann auch schnell 2030 und darüber hinaus werden. Eine neues Gegengewicht wird sich in den nächste Jahren bilden müssen um den Einfluss von TMC zu reduzieren, der wie bereits beschrieben zum Totalausfall führen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für ein Druck?!?

Wenn man auf zwei Jahre ausgebucht ist, dann ist es das genaue Gegenteil von Druck. Da kann man die Sache schön gemütlich angehen und die Bedingungen diktieren. Viel entspannter kann der Job eines CEOs garnicht sein.



Wenn die Preise hoch sind, dann kann man die an die Kunden weitergeben. Wen allerdings flaute herrscht, dann hat man eine Fertigung am Bein, die Geld verbrennt. Beim Expandieren ist es auch hinderlich. Ohne Fertigung bucht man höhere Kapazitäten, mit Fertigung muß man neue Fabriken errichten und dann ist der Boom vorbei. Man kann sagen, dass man jetzt besser dasteht, aber nur weil ein Teil des Konzerns den anderen subventioniert. Ein massiver Nachteil von Konglomeraten.

Es hat schon seinen Grund, warum der Trend zu Fabless geht.
wenn ich fabless im bereich produkltion höre denke ich mir nur "ja ne ist klar" fertige mal dinge ohne fabrik. warum sprengen wir tsmc nicht einfach in die luft? niemand braucht fabriken, geht ja "fabless". lol. zuende gedacht ist das keinen millimeter.
 
Zurück