News "Keine künstliche KI-Nachfrage": Nvidia-CEO sieht keine Dotcom-Parallelen

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jensen Huang, CEO von Nvidia, hat kürzlich einen Vergleich zwischen KI-Boom und Dotcom-Blase zurückgewiesen. Parallelen sehe er dahingehend nicht.

Was sagt die PCGH-X-Community zu "Keine künstliche KI-Nachfrage": Nvidia-CEO sieht keine Dotcom-Parallelen

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
"Jensen Huang: "Während der Dotcom-Ära, während der Blase, war der Großteil der verlegten Glasfaserkabel ungenutzt, was bedeutet, dass die Branche viel mehr Glasfaserkabel verlegt hat, als sie benötigte. Heute ist fast jede GPU, die man finden kann, in Betrieb und wird genutzt."

Also erstmal ist das faktisch falsch, beispielsweise Microsoft kann seine GPUs nicht nutzen weil es keinen Strom mehr gibt:

Und zweitens ist das gar nicht die relevante Frage ob die GPUs in Betrieb sind oder nicht, die relevante Frage ist, ob sie einen wirtschaftlichen Mehrwert erzeugen für den andere mindestens so viel Zahlen, dass die Investitionen in die GPUs rauskommen - und das ist auch bei Weitem nicht der Fall.

Dass sich Jensen nicht hinstellen kann und Parallelen zur DotCom Blase sieht ist selbstverständlich, selbst wenn er nachts deswegen nicht schlafen könnte - denn in dem Moment wo der sowas raushauen würde, würde (nicht nur) NVidia an der Börse stramm absaufen.


Das sind immer die geilsten Interviews. Wenn Jensen gar nicht dabei gewesen wäre hätte man die identischen Antworten auch auch ChatGPT rauslutschen können, denn was er inhaltlich sagen kann und was nicht ist sowieso vorher klar. Nur wäre ChatGPT vielleicht nicht mit einem so simpel wiederlegbaren Satz wie "fast alle GPUs werden genutzt" gekommen. :ugly:
 
Zudem geht er auf die Frage gar nicht ein und fehlende Glasfaserkabel waren nicht der Hauptgrund für den Zusammenbruch des Marktes.

Klingt wie ein konstruiertes Interview um "seinen" Markt zu beruhigen...
 
Ich glaube die KI Nachfrage ist echt und nachhaltig genug um nvidia dauerhaft in die Reihen der Magnificent Seven zu erhalten, aber hoch genug um fünf Billionen USD Marktwert zu rechtfertigen? Nie im Leben. Da wird es eine Wertanpassung geben.

Denn wir wissen ja heute schon, dass Konkurrenten wie Amazon & Co. nvidia so langsam einige günstigere Marktsegmente abgraben werden mit ihren custom chips.
 
Ich glaube die KI Nachfrage ist echt und nachhaltig genug um nvidia dauerhaft in die Reihen der Magnificent Seven zu erhalten, aber hoch genug um fünf Billionen USD Marktwert zu rechtfertigen? Nie im Leben.
Nachfrage an sich gibts schon mehr als genug - nur den großen Business Case wo man mit KI auch massiv Geld verdient hat noch keiner gefunden. Ist alles toll und super wie man Bildchen erstellen/editieren und sich mit ChatGPT und Konsorten unterhalten kann, manche KIs (also die, dioe wirklich welche sind und nicht die anderen 99,9% wo KI draufsteht aber der Inhalt so gar nichts damit zu tun hat) haben auch in ein paar Inselszenarien schon ganz gute Erfolge aber seien wir ehrlich: Es gibt nach wie vor absolut rein gar nichts was ein echter Gamechanger wäre der wirklich gut funktioniert und wofür sehr viele Menschen sehr viel Geld zahlen würden. Das allerallermeiste ist bisher Spielerei und bei Aufgaben die minimal komplizierter werden massiv fehleranfällig, selbst einfache "Recherchen" per ChatGPT liefern regelmäßig absoluten Murks zurück.

Jetzt werfen die großen Player Abermilliarden an Geld in die Geschichte in der Hoffnung, schon irgendwas zu erfinden was nennenswert Schotter zurückbringt. Nur geht das nicht endlos so weiter, erstens weil das Geld (auch das Fremdkapital und die Zirkelgeschäfte) irgendwann alle ist und zweitens weil der Glaube der Investoren und Bevölkerung immer weiter schwindet je länger das "Wunder" der KI nicht passiert.

Was passiert also? Genau wie bei der Dotcom-Blase wird sich die Technik (damals Internet, heute KI) am Ende natürlich durchsetzen, von den ganzen Firmen die jetzt reinbuttern wie irre werden aber nur sehr wenige oben bleiben oder gar überleben - und es ist keineswegs gesetzt dass die überlebenden eine der hier gehypten sein muss: Nachdem Chinesische Tech-Konzerne KIs entwickelt haben die nicht viel schlechter als die hier bekannten sind, das aber mit weniger als 10% der Investitionen muss die Frage schon erlaubt sein, ob die Asiaten da nicht den deutlich schlaueren Weg gewählt haben als die amerikanische "Datacenter so groß wie Manhattan!!!11eins"-Methode.

Wann und wie schnell der Umbruch (um nicht "platzen" zu sagen) kommt weiß meine Glaskugel nicht, aber DASS das passiert ist so sicher wie das Amen in der Kirche - denn die Nummer ist noch bei jeder einzelnen disruptiven Veränderung der Menschheit so abgelaufen (nur in verschiedenen Geschwindigkeiten und "Falltiefen").
 
Was passiert also? Genau wie bei der Dotcom-Blase wird sich die Technik (damals Internet, heute KI) am Ende natürlich durchsetzen, von den ganzen Firmen die jetzt reinbuttern wie irre werden aber nur sehr wenige oben bleiben oder gar überleben - und es ist keineswegs gesetzt dass die überlebenden eine der hier gehypten sein muss: Nachdem Chinesische Tech-Konzerne KIs entwickelt haben die nicht viel schlechter als die hier bekannten sind, das aber mit weniger als 10% der Investitionen muss die Frage schon erlaubt sein, ob die Asiaten da nicht den deutlich schlaueren Weg gewählt haben als die amerikanische "Datacenter so groß wie Manhattan!!!11eins"-Methode.

Wann und wie schnell der Umbruch (um nicht "platzen" zu sagen) kommt weiß meine Glaskugel nicht, aber DASS das passiert ist so sicher wie das Amen in der Kirche - denn die Nummer ist noch bei jeder einzelnen disruptiven Veränderung der Menschheit so abgelaufen (nur in verschiedenen Geschwindigkeiten und "Falltiefen").
Das die Chinesen im KI Bereich mal die Führung übernehmen halte ich für realistisch.
 
Im Prinzip kann man sich das recht einfach nach der alten Definition von Wert beantworten. Der hängt vom praktischen Nutzen ab, den etwas erbringt und der ist absolut gigantisch. Wer weiß, was für eine Mühe dahinter steckt und wieviel Geld man normalerweise zahlen muß, der kann es gut einschätzen.

Natürlich gibt es bei jedem Boom Schrottunternehmen und Betrüger, die auf den Zug aufspringen wollen, die sind dann irgendwann weg vom Fenster. Auch hat nicht jedes Unternehmen, mit einem soliden Konzept bestand, aber das ist auch normal.

Bei den Glasfasern hinkt der Vergleich, da es in westlichen Ländern keine entsprechende Nachfrage gab, da DSL und Kabel ausreichend schnell waren. Nebenbei war AON damals einfach zu teuer, mit dem modernen PON Ansatz siehtr es schon wesentlich besser aus. Im Prinzip ist das mit der Nachfrage auch heute noch so eine Sache, die meisten sind mit ihrem DSL, Kabel oder Mobilfunkanschluß zufrieden und wollen (momentan) nichts anderes. In anderen Regionen der Welt sieht es anders aus. Wo bisher nichts verlegt war, nimmt man natürlich Glasfaser, war in Deutschland nicht anders (OPAL, das gefloppt ist)

Der Einzige "Mehrwert" von KI kann es sein Millionen Arbeitsplätze unnötig zu machen.

Das wäre dann eben ein gigantischer gesellschaftlicher Mehrwert, da man diese Leute nicht mehr bezahlen muß und sich die dann anderen Tätigkeiten widmen können. Für den Einzelnen brutal, für die Gesellschaft ein Segen, genau, wie bei allen anderen großen Innovationen. Oder hast du schon den Laterenanzünder in deiner Straße gesehen oder einen Wecker (war mal ein Beruf, kein Gerät) dafür bezahlt, dass er morgens an dein Fenster klopft?

Zudem geht er auf die Frage gar nicht ein und fehlende Glasfaserkabel waren nicht der Hauptgrund für den Zusammenbruch des Marktes.

Er war ja der Meinung, dass es zuviel Glasfaser gab und nicht zu wenig. Wobei die Dotcomblase nichts mit Glasfasern zu tun hatte, bzw. nur am Rande, sondern hauptsächlich mit Software. Aber das wäre blöd für seine Argumentation gewesen.

Nachfrage an sich gibts schon mehr als genug - nur den großen Business Case wo man mit KI auch massiv Geld verdient hat noch keiner gefunden.

Die Leute, die von den KI Waffen in die Luft gesprengt wurden, würden da widersprechen.

Ansonsten ist es immer eine gute Strategie, die Leute abhängig zu machen und dann einfach die Preise zu erhöhen. Man darf es halt eben nicht so dreist machen, wie Unity, zumindest wenn man Konkurrenz hat.

Es gibt nach wie vor absolut rein gar nichts was ein echter Gamechanger wäre der wirklich gut funktioniert und wofür sehr viele Menschen sehr viel Geld zahlen würden.

Für die Bilder, die einem KI so auswirft, hat man bisher so um die 500-1000€ zahlen müssen, aber auch nur, wenn man einen Freelancer, wie die so heißen, ausgebeutet hat. Wenn man jemanden, zum Mindestlohn oder etwas höher, fest angestellt, dann ist man da schnell mit deutlich mehr dabei. Heute haut einem die KI im Sekundentakt Meisterwerke um die Ohren, die zwar oft noch Fehler haben, aber das gibt sich langsam und mit Nachbearbeitung ist man da sowieso gut unterwegs. Die gesamte Synchronsprecherbranche bangt um ihre Zukunft und das völlig zu recht. Waren die ersten Versuche noch recht bescheiden (bei Youtube kann man diese Meisterwerke noch sehen), so muß man heute einfach nur einen Knopf drücken (nicht bei Youtube, gibt spezielle Dienste dafür) und das ganze wird schon in alle Sprachen synchronisiert und das richtig gut. Programmieren ist auch ein Feld und bei Videos wird es richtig Wild, da liefert einem die KI Dinge, für die man vorher über 100.000€ ausgegeben hat.

Wenn man weiß, was dahinter steckt, dann kann man es schätzen.

Ein Großteil der Anstrengungen muß mMn auf die Fehlerbeseitigung verwendet werden und da gibt es ja irre Fortschritte. Etwa, bei den zusätzlichen Fingern, es gibt weniger Videoglitches und der Code wird etwas sauberer. Wobei die KI bei der Dokumentation schon jetzt haushoch überlegen ist ("Wozu soll ich das Dokumentieren? ICH kenn doch meinen Code" und nach 10 Jahren kennt man den eben nicht mehr, geschweige denn jemand anderes)

Wann und wie schnell der Umbruch (um nicht "platzen" zu sagen) kommt weiß meine Glaskugel nicht, aber DASS das passiert ist so sicher wie das Amen in der Kirche - denn die Nummer ist noch bei jeder einzelnen disruptiven Veränderung der Menschheit so abgelaufen (nur in verschiedenen Geschwindigkeiten und "Falltiefen").

Damit hast du sehr elegant vom eigentlichen Thema abgelenkt und nein, es gab sehr viele Umbrüche, die keinen Knick kennen, bzw. bei denen der erst Jahrzahnte oder ein Jahrhundert später kam. Strom ist ein Beispiel (da ist es bis heute nicht der Fall, ein recht großer Teil der Menschheit wartet noch darauf elektrifiziert zu werden), das Automobil, das Telephon, der Telegraph, der Mobilfunk, die Industrialisierung, das Radio, das Fernsehen, das Internet, eMail usw..

Die Liste ist lang. Es gibt sehr vieles, was sich sofort durchsetzt, da den Leuten der nutzen ins Auge springt. Du kannst mich bei den obigen Beispielen gerne korrigieren.
 
Für die Bilder, die einem KI so auswirft, hat man bisher so um die 500-1000€ zahlen müssen, aber auch nur, wenn man einen Freelancer, wie die so heißen, ausgebeutet hat. Wenn man jemanden, zum Mindestlohn oder etwas höher, fest angestellt, dann ist man da schnell mit deutlich mehr dabei. Heute haut einem die KI im Sekundentakt Meisterwerke um die Ohren, die zwar oft noch Fehler haben, aber das gibt sich langsam und mit Nachbearbeitung ist man da sowieso gut unterwegs. Die gesamte Synchronsprecherbranche bangt um ihre Zukunft und das völlig zu recht. Waren die ersten Versuche noch recht bescheiden (bei Youtube kann man diese Meisterwerke noch sehen), so muß man heute einfach nur einen Knopf drücken (nicht bei Youtube, gibt spezielle Dienste dafür) und das ganze wird schon in alle Sprachen synchronisiert und das richtig gut. Programmieren ist auch ein Feld und bei Videos wird es richtig Wild, da liefert einem die KI Dinge, für die man vorher über 100.000€ ausgegeben hat.

Wenn man weiß, was dahinter steckt, dann kann man es schätzen.
Das stimmt alles - die Frage ist aber: Wenn man für ein Video früher 100.000€ ausgeben musste was eine KI jetzt im Handumdrehen bastelt: Wer auf der Welt wird dann noch 100.000 dafür zahlen wollen? Nicht mal 1000 wird da geboten werden - und dass alle KI-Anbieter der Welt eine Preisabsprache machen um hohe Preise zu erzwingen sehe ich bei der Masse an Anbietern um den Globus jetzt nicht kommen.
Klar bangen Synchronsprecher und ähnliche um ihre Jobs - und das zu Recht. Nur niemand wird für die KI-Lösung auch nur annähernd so viel zahlen wollen wie der Mensch an Lohn bekommen hat - und das ist der Punkt wo die Rechnung der Billioneninvests (erstmal) nicht aufgehen wird.

Wie gesagt, es geht NICHT darum was KI alles kann oder können wird, die Frage ist wer will dafür so viel Geld zahlen dass sich die monströsen Invests rechnen [bevor das finanzielle Kartenhaus einmal zusammenklappt]? Für schnuckelige Bildchen, Videos, Tonspuren und schlecht recherchierte Texte machts jedenfalls keiner. Für nen intelligenten Hausroboter der tatsächlich intelligent die ganze Bude schmeißt (als imaginäres Beispiel einer sehr fortgeschrittenen KI/Robotik) würden Menschen schon eher 6-stellige Summen ausgeben, aber davon sind wir noch sehr weit entfernt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird also von vielen angezweifelt, dass die Abermilliarden gut investiert sind. Das heißt, dass fast alle CEOs bei den Mag7 ziemliche Vollpfosten seien, die nichts besseres zu tun haben als den größten Teil der Einnahmen ihrer Unternehmen zu versenken? Und das machen sie allein nur deswegen, weil sie so fixiert auf KI sind?
 
Das heißt, dass fast alle CEOs bei den Mag7 ziemliche Vollpfosten seien, die nichts besseres zu tun haben als den größten Teil der Einnahmen ihrer Unternehmen zu versenken?
Das Ziel der CEOs solcher Konzerne ist in erster Linie den Börsenwert des Unternehmens zu pushen. So lange das funktioniert per Phantasieanregung (durch massive Investitionen oder durch Ankündigen von Robotaxis oder whatever) macht man das. Ob das angekündigte dann wirklich irgendwann Realität wird oder nicht ist erstmal egal.

Wie hier Jensen auch: Selbstverständlich kennt der die aufgetretenen Probleme wie Stromknappheit, ausbleibender KI-Revenue, Zirkelgeschäfte und entsprechendes Frisieren von Büchern. Der ist ja nicht blöd.
Nur kann er das alles öffentlich nicht sagen weil das dem Narrativ wiederspricht das er Kraft seines Jobs verkaufen muss um sich und seine Firma reicher zu machen - jemand der sich ehrlich vor die Kamera stellen würde und sowas sagt wie "KI ist echt der heiße Scheiß und hat viel Potential in der Zukunft aber momentan scheint es mir overpaced zu sein und wir müssen da moderater rangehen um einen guten Kompromiss aus Investition, Ressourcenverbrauch und Finanzstabilität zu erreichen" wird schlicht niemals CEO eines Riesenkonzerns im Turbokapitalismus.
 
Das stimmt alles - die Frage ist aber: Wenn man für ein Video früher 100.000€ ausgeben musste was eine KI jetzt im Handumdrehen bastelt: Wer auf der Welt wird dann noch 100.000 dafür zahlen wollen? Nicht mal 1000 wird da geboten werden - und dass alle KI-Anbieter der Welt eine Preisabsprache machen um hohe Preise zu erzwingen sehe ich bei der Masse an Anbietern um den Globus jetzt nicht kommen.
Klar bangen Synchronsprecher und ähnliche um ihre Jobs - und das zu Recht. Nur niemand wird für die KI-Lösung auch nur annähernd so viel zahlen wollen wie der Mensch an Lohn bekommen hat - und das ist der Punkt wo die Rechnung der Billioneninvests (erstmal) nicht aufgehen wird.

Das ist nicht der Punkt, die Punkt ist, dass KI eine Zukunft haben wird und zwar eine große. Es ist auch niemand bereit für einen am Computer automatisch gedruckten Brief den Preis zu zahlen, den man ausgeben müßte, wenn ihn jemand mit der Schreibmaschine abgetippt hätte (vor 100 Jahren war eine individuelle Rechnung noch etwas anderes), aber dennoch wird niemand behaupten, dass mit der EDV in der Buchhaltung kein Geld zu verdienen ist. Es zahlt auch keiner, für eine eMail, den Preis eines normalen Briefs, auch wenn die Erfinder der DE-Mail anderes geglaubt hatten. Dennoch gibt es eMail Anbieter und da wird auch Geld verdient. Niemand hat für eine CD ROM den Preis von 472 Disketten bezahlt, dennoch wurde das Konzept ein Erfolg. 8mm Filme haben mal 250DM gekostet, heute wären das ungefähr 1000€. Niemand zahlt bei Youtube, Netflix usw. solche Preise, nichtmal die von VHS.

Die Kunst ist jetzt, die ganzen Unternehmen mit einem AI Pro Abo an den Haken zu bekommen. Wenn es klappt und das wird es wohl, auf die eine oder andere Weise, dann kann damit sehr viel Geld verdienen. Wenn jedoch irgendein Businesshirni die Milchmädchenrechnung aufgemacht hat und alle Umsätze, von Dingen, die man verdrängen will, 1:1 als künftigen Konzernumsatz auszuweisen, nun, das wird scheitern.

Ein Kontrast wären die NFTs, da steckt nicht wirklich etwas dahinter. Das Konzept hat einfach wenig praktischen Nutzen (ich will nicht sagen keinen) und die anderen Alternativen sind einfacher und besser. Deshalb war das auch eine Blase.

Wie gesagt, es geht NICHT darum was KI alles kann oder können wird, die Frage ist wer will dafür so viel Geld zahlen dass sich die monströsen Invests rechnen [bevor das finanzielle Kartenhaus einmal zusammenklappt]? Für schnuckelige Bildchen, Videos, Tonspuren und schlecht recherchierte Texte machts jedenfalls keiner. Für nen intelligenten Hausroboter der tatsächlich intelligent die ganze Bude schmeißt (als imaginäres Beispiel einer sehr fortgeschrittenen KI/Robotik) würden Menschen schon eher 6-stellige Summen ausgeben, aber davon sind wir noch sehr weit entfernt.

Das wichtigste sind die Unternehmen und die bekommt man schon ganz gut an Board. Der Gewinn, den Microsoft mit Privatanwendern macht, ist relativ klein, im Vergleich zu Unternehmen, Behörden usw.. Hier wird sich das ganze entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wäre dann eben ein gigantischer gesellschaftlicher Mehrwert, da man diese Leute nicht mehr bezahlen muß und sich die dann anderen Tätigkeiten widmen können. Für den Einzelnen brutal, für die Gesellschaft ein Segen, genau, wie bei allen anderen großen Innovationen. Oder hast du schon den Laterenanzünder in deiner Straße gesehen oder einen Wecker (war mal ein Beruf, kein Gerät) dafür bezahlt, dass er morgens an dein Fenster klopft?
Nur wenn es zu einer gerechten und gleichmäßigen bedürfnisorientierten Umverteilung kommt. Autos kaufen keine Autos. Der Trickle-Down-Effekt ist eine Lebenslüge. So haben wir eine Fehlakkualtion von Kapital. Die die Nachfragen würden haben kein Geld und die die Geld haben setzen ein andere Nachfrage = Fehlakkulation. Gerade in den USA ist es krass. 50% der Konsumausgaben stammen von den oberen 10% der Haushalte. Währenddessen haben viele Menschen Probleme sich einfache Dinge wie Wohnraum oder Lebensmittel leisten zu können. In den USA gibt es wieder Brotschlangen. Trump hat damit geprahlt dass, der Preis für Warenkorb für ein Thanks-Giving-Dinner, im Vergleich zum Vorjahr angeblich um 25% gesunken sei. Eine Journalisten die bemerkte dabei dass 15 Artikel in dem Warenkorb fehlen hat rüde mit "Fakenews" angeblafft.
 
Ich sehe es wie @Incredible Alk : KI ist gekommen um zu bleiben. Was mich nur stört sind genau solche Interviews wie sie Herr Huang geben muss. Die Blase wird weiter aufgeblasen weil es noch sehr wenige gute und profitable Workloads für generative KIs und LLMs gibt. Sie wird auch platzen, sich gesund schrumpfen und ich bin auf die Aus- und Nachwirkungen gespannt.
 
Es wird also von vielen angezweifelt, dass die Abermilliarden gut investiert sind. Das heißt, dass fast alle CEOs bei den Mag7 ziemliche Vollpfosten seien, die nichts besseres zu tun haben als den größten Teil der Einnahmen ihrer Unternehmen zu versenken? Und das machen sie allein nur deswegen, weil sie so fixiert auf KI sind?

Wie kommst du auf die Idee, dass die CEOs diese Investitionen insgesamt anders bewerten?
Es dürfte allen Beteiligten klar sein, dass 9 von 10 investierten Dollar weggeworfenes Geld sind. Die allgemeine Erwartung an die KI-Welt ist ein dominanter Quasi-Monopolist, wie bei den meisten bisherigen Digital-Revolutionen auch, und nur wer sich diese Gatekeeper-Funktion sichert, sahnt ab. Aktuell wird ohne Ende Geld investiert, um sich selbst zu diesem nächsten Apple/Google/Facebook/Youtube/Microsoft/Steam... zu machen. In dem vollen Bewusstsein, dass die Investitionen der versammelten Konkurrenz dann wertlos sein werden. Es geht halt jeder davon aus, dass nicht er derjenige sein wird, dessen Kapital sinnlos verbrennt. Aber auf die ganze Branche bezogen blüht genau das der Mehrheit der Firmen und damit auch der Mehrheit der Investoren.

Nur Nvidia wird weiterhin grinsen, denn wie schon geschrieben wurde: Der Schaufelverkäufer macht sein Geld direkt während des Rushs; hat seinen Gewinn also sicher. Die dann nutzlosen Investitionen in die Schaufelproduktion stehen dagegen bei TSMC rum, die wertlos gewordenen Schaufeln selbst liegen bei Microsoft, Amazon und Co. Der Beschleunigerverkäufer in der Mitte wird zwar einbrechende Aktienkurse hinnehmen müssen, er opfert aber keine Investitionen und behält die Dominanz in einem Markt, der zwar kleiner als zu Boomzeiten sein wird, aber immer noch größer als in der Vor-KI-Welt.
 
Im KI-Goldrausch profitiert Nvidia als Ausrüster – ähnlich wie die Verkäufer von Schaufeln im historischen Goldrausch – am meisten.

Der Einzige "Mehrwert" von KI kann es sein Millionen Arbeitsplätze unnötig zu machen. Aber der Fall EA zeigt dass KI am Ende mehr Arbeit benötigt als es vermeidlich einspart.
EA ist hierbei die Blase nicht "KI".
Manche müssen endlich mal ihren Horizont auf außerhalb der "Gaming-Blase" erweitern. ;)
 
Zurück