Im Prinzip kann man sich das recht einfach nach der alten Definition von Wert beantworten. Der hängt vom praktischen Nutzen ab, den etwas erbringt und der ist absolut gigantisch. Wer weiß, was für eine Mühe dahinter steckt und wieviel Geld man normalerweise zahlen muß, der kann es gut einschätzen.
Natürlich gibt es bei jedem Boom Schrottunternehmen und Betrüger, die auf den Zug aufspringen wollen, die sind dann irgendwann weg vom Fenster. Auch hat nicht jedes Unternehmen, mit einem soliden Konzept bestand, aber das ist auch normal.
Bei den Glasfasern hinkt der Vergleich, da es in westlichen Ländern keine entsprechende Nachfrage gab, da DSL und Kabel ausreichend schnell waren. Nebenbei war AON damals einfach zu teuer, mit dem modernen PON Ansatz siehtr es schon wesentlich besser aus. Im Prinzip ist das mit der Nachfrage auch heute noch so eine Sache, die meisten sind mit ihrem DSL, Kabel oder Mobilfunkanschluß zufrieden und wollen (momentan) nichts anderes. In anderen Regionen der Welt sieht es anders aus. Wo bisher nichts verlegt war, nimmt man natürlich Glasfaser, war in Deutschland nicht anders (OPAL, das gefloppt ist)
Der Einzige "Mehrwert" von KI kann es sein Millionen Arbeitsplätze unnötig zu machen.
Das wäre dann eben ein gigantischer gesellschaftlicher Mehrwert, da man diese Leute nicht mehr bezahlen muß und sich die dann anderen Tätigkeiten widmen können. Für den Einzelnen brutal, für die Gesellschaft ein Segen, genau, wie bei allen anderen großen Innovationen. Oder hast du schon den Laterenanzünder in deiner Straße gesehen oder einen Wecker (war mal ein Beruf, kein Gerät) dafür bezahlt, dass er morgens an dein Fenster klopft?
Zudem geht er auf die Frage gar nicht ein und fehlende Glasfaserkabel waren nicht der Hauptgrund für den Zusammenbruch des Marktes.
Er war ja der Meinung, dass es zuviel Glasfaser gab und nicht zu wenig. Wobei die Dotcomblase nichts mit Glasfasern zu tun hatte, bzw. nur am Rande, sondern hauptsächlich mit Software. Aber das wäre blöd für seine Argumentation gewesen.
Nachfrage an sich gibts schon mehr als genug - nur den großen Business Case wo man mit KI auch massiv Geld verdient hat noch keiner gefunden.
Die Leute, die von den KI Waffen in die Luft gesprengt wurden, würden da widersprechen.
Ansonsten ist es immer eine gute Strategie, die Leute abhängig zu machen und dann einfach die Preise zu erhöhen. Man darf es halt eben nicht so dreist machen, wie Unity, zumindest wenn man Konkurrenz hat.
Es gibt nach wie vor absolut rein gar nichts was ein echter Gamechanger wäre der wirklich gut funktioniert und wofür sehr viele Menschen sehr viel Geld zahlen würden.
Für die Bilder, die einem KI so auswirft, hat man bisher so um die 500-1000€ zahlen müssen, aber auch nur, wenn man einen Freelancer, wie die so heißen, ausgebeutet hat. Wenn man jemanden, zum Mindestlohn oder etwas höher, fest angestellt, dann ist man da schnell mit deutlich mehr dabei. Heute haut einem die KI im Sekundentakt Meisterwerke um die Ohren, die zwar oft noch Fehler haben, aber das gibt sich langsam und mit Nachbearbeitung ist man da sowieso gut unterwegs. Die gesamte Synchronsprecherbranche bangt um ihre Zukunft und das völlig zu recht. Waren die ersten Versuche noch recht bescheiden (bei Youtube kann man diese Meisterwerke noch sehen), so muß man heute einfach nur einen Knopf drücken (nicht bei Youtube, gibt spezielle Dienste dafür) und das ganze wird schon in alle Sprachen synchronisiert und das richtig gut. Programmieren ist auch ein Feld und bei Videos wird es richtig Wild, da liefert einem die KI Dinge, für die man vorher über 100.000€ ausgegeben hat.
Wenn man weiß, was dahinter steckt, dann kann man es schätzen.
Ein Großteil der Anstrengungen muß mMn auf die Fehlerbeseitigung verwendet werden und da gibt es ja irre Fortschritte. Etwa, bei den zusätzlichen Fingern, es gibt weniger Videoglitches und der Code wird etwas sauberer. Wobei die KI bei der Dokumentation schon jetzt haushoch überlegen ist ("Wozu soll ich das Dokumentieren? ICH kenn doch meinen Code" und nach 10 Jahren kennt man den eben nicht mehr, geschweige denn jemand anderes)
Wann und wie schnell der Umbruch (um nicht "platzen" zu sagen) kommt weiß meine Glaskugel nicht, aber DASS das passiert ist so sicher wie das Amen in der Kirche - denn die Nummer ist noch bei jeder einzelnen disruptiven Veränderung der Menschheit so abgelaufen (nur in verschiedenen Geschwindigkeiten und "Falltiefen").
Damit hast du sehr elegant vom eigentlichen Thema abgelenkt und nein, es gab sehr viele Umbrüche, die keinen Knick kennen, bzw. bei denen der erst Jahrzahnte oder ein Jahrhundert später kam. Strom ist ein Beispiel (da ist es bis heute nicht der Fall, ein recht großer Teil der Menschheit wartet noch darauf elektrifiziert zu werden), das Automobil, das Telephon, der Telegraph, der Mobilfunk, die Industrialisierung, das Radio, das Fernsehen, das Internet, eMail usw..
Die Liste ist lang. Es gibt sehr vieles, was sich sofort durchsetzt, da den Leuten der nutzen ins Auge springt. Du kannst mich bei den obigen Beispielen gerne korrigieren.