AMD Ryzen 5 7600X: Erstmals geköpft, überraschendes Innenleben

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Roman "der8auer" Hartung hat in einem Video den Ryzen 5 7600X geköpft. Unter dem Heatspreader kamen überraschenderweise zwei Chiplets zum Vorschein, obwohl eigentlich nur einer notwendig gewesen wäre.

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Kam das nicht auch schon bei Zen2 und(?`) Zen3 vor?

Ich meine, bei Zen2 hieß es auch noch von AMD das Dummy Chiplets zum Einsatz kommen, bis dann jemand - möglicherweise auch der8auer - feststellte, das der zweite Chiplet kein Dummy war. Reaktiviert werden konnte dort aber auch schon keiner der zweiten Chiplets.
 
Kam das nicht auch schon bei Zen2 und(?`) Zen3 vor?

Ich meine, bei Zen2 hieß es auch noch von AMD das Dummy Chiplets zum Einsatz kommen, bis dann jemand - möglicherweise auch der8auer - feststellte, das der zweite Chiplet kein Dummy war. Reaktiviert werden konnte dort aber auch schon keiner der zweiten Chiplets.
Nein, beim ersten Threadripper. Dort sprach AMD im Vorfeld von DummyDIEs und @der8auer hat dann rausgefunden, dass da doch normale DIEs drunter sitzen.
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Ich würde mich nicht darüber beschweren wenn die sich reaktivieren lassen und funktionstüchtig wären :devil:
Interessant wäre vllt. auch welches Stepping bei der geköpften CPU vorliegt und ob sich dies mit anderem Stepping dann geändert hat bzw wird
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal wieder ne CPU wo man nachträglich Kerne aktivieren kann wäre schon nice. Selbst wenn es dann Lotto wäre, ob der zweite CCD einen Defekt hat oder nicht. Aber AMD wird da vermutlich schon irgendwas gelasert haben, damit sowas nicht mehr einfach so aktiviert werden kann.
 
Mal wieder ne CPU wo man nachträglich Kerne aktivieren kann wäre schon nice. Selbst wenn es dann Lotto wäre, ob der zweite CCD einen Defekt hat oder nicht. Aber AMD wird da vermutlich schon irgendwas gelasert haben, damit sowas nicht mehr einfach so aktiviert werden kann.
AMD könnte sich ja etwas von Blizzard? abschauen, und solche "teildefekte" Chips
ungelasert als "Bastelware" auf den Markt werfen. Mit Gewährleistung für nur die
garantierten Rechenwerke.
 
War doch schon zu Phenom zeiten so. Dort gab es doch dann sogar ein Bios Update.
Das kann man nicht vergleichen, bei Phenom waren das monolithische Chips. Da war, und ist es völlig normal das teildeaktivierte Chips verkauft werden - inzwischen ist es aber auch bei AMD üblich nicht nur zu deaktivieren, sondern mittels Lasercut zu zerstören. Bei Phenom (und den kleineren Athlon Ableger) war es jedoch möglich Kerne, und mit viel Glück auch Cache zu reaktivieren.
Ich hab hier noch einen Athlon II X3 herumliegen, bei dem ich den vierten Kern reaktivieren konnte, leider nicht den Cache.
 
Ist doch ganz einfach... in nahezu jedem Produktionsschritt können Chips sterben.
Bei manchen passiert es halt beim Auflöten auf den Träger.
Wenn der zweite Chip noch funktioniert, spricht doch nichts dagegen, die CPU mit dem einen CCD zu verkaufen - sollte halt mal ein 7900X werden und ist nun ein 7600X anstelle Schrott.
 
Ergänzende Anmerkungen:

Ne der rechte CCX ist tot, hat er nachgeprüft...
Konkret gab es da nicht mal was zum Nachprüfen, da diese CCDs nur deaktiviert sein können. Wäre dem nicht so, würden sich CPUs innerhalb der gleichen Serie abweichend voneinander verhalten.
Beispielsweise ein 3+3 Design würde ggü. dem 6(+0) andere Latenzen aufweisen und entsprechend andere Leistungswerte aufgrund der abweichenden Interprozesskommunikation und Cache-Nutzung besitzen. Etwas wie ein 4+2 wäre gar noch ein worst case Szenario, denn hier würden sich selbst die jeweiligen CCDs innerhalb einer CPU im direkten Vergleich abweichend voneinander verhalten.
Beim Ryzen braucht AMD zur mechanischem Stabilisierung des Packages keine Dummies. Dass hier einer gefunden wurde bedeutet schlicht, dass hier voraussichtlich ein 12-Kerner gefertigt werden sollte und irgendwo im Prozess was schief ging. Beispielsweise war die Die-Validation vielleicht nicht gut genug justiert oder stellenweise "löchrig" und es ist ein Die aufgelötet worden, das doch nicht den notwendigen Anforderungen entsprach oder aber es ging möglicherweise beim Packaging selbst was schief, sprich dass bspw. einige Lötstellen beim aufbringen des Dies auf den Träger nicht mit der nötigen Güte kontaktierten, sodass das Die nachträglich abgeschaltet werden musste. Letzten Endes geht es hier einfach nur darum die Fertigungskosten zu minimieren.

Das kann man nicht vergleichen, bei Phenom waren das monolithische Chips. Da war, und ist es völlig normal das teildeaktivierte Chips verkauft werden [...]
"Völlig normal" ist derartiges bei der aktuellen Multi-Chip-Fertigung ebenso, da sich an der grundlegenden Problematik nichts geändert hat.
Man lässt bei einem externen Dienstleister für bspw. 17.000 US$ einen einzelnen Wafer belichten, da sind dann X Dies drauf und Y % davon sind teil- oder gar vollkommen defekt.
Was sich durch die MC-Fertigung ändert ist der sogenannte Yield, da die unterschiedlichen Chips druch die Aufteilung der Funktionalität kleiner werden können und pro Chip damit statistisch weniger Belichtungsdefekte auftreten. Der zweite Aspekt ist, dass die Hersteller durch die aufgeteilte Funktionalität mehr Flexibilität beim Zusammenstellen (des Gesamtprouktes) ggü. einem monolithischen Design haben.
Darüber hinaus die Nachteile sind ein teueres, komplexeres Packaging und dass die Intra-CPU-Kommunikation mit Blick auf Latenzen, etc. schwieriger wird, so bspw. bei mehreren CCDs zu beobachten, denn hier können viele Rechenkerne nicht mehr direkt miteinander kommunizieren, was durch architektonische Maßnahmen zu kompensiert versucht werden muss.
 
Kann man diese Einzelteile überhaupt vorher auf Tauglichkeit testen?
Vielleicht ist der zweite Chip von der Güte her einfach zu schlecht udn verträgt keine volle Last udn musste deshalb deaktiviert werden, weil er nicht die vorgegebene Klassifikation und oder die dafür nötige Stabilität im Datenblatt erreicht.
 
Ja, die Dies durchlaufen alle Validierungen.
Das ist bei MCMs gar noch komplexer, da man hier besonders gut testen muss, weil man hier ja gerade vermeiden möchte, dass man möglicherweise einen defekten Die auf ein Package auflötet. (Beispielsweise damals zum Zen2 konnte man nachlesen, dass drei unterschiedliche Firmen am Packaging des Ryzen 3000 beteiligt waren; da will man natürlich nicht erst am Ende feststellen, dass man den lukrativen, vermeintlichen 16-Kerner nun doch nur als billigen 6-Kerner verkaufen kann. ;-))

Beispielsweise:
 
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