AMD Ryzen 9 5950X: 700-Euro-CPU auf 40-Euro-Mainboard getestet

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Ein neues Youtube-Video zeigt, dass AMDs Ryzen 9 5950X problemfrei auf einem günstigen A320-Mainboard betrieben werden kann. Auch eine Übertaktung wird gezeigt, doch die zusätzliche Leistung kommt in Cinebench R23 nicht wirklich an.

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Deswegen nervt mich so ein Einwurf am Ende des Artikels auch:
Das ist persönliche Meinung des Autors nach einem Video was eher das Gegenteil beweist.
Und genau aus dem Grund, wird die SpaWa-Hysterie wohl auch niemals enden :motz:

Marketing funktioniert eben und sehr viele Leute glauben einfach blind eben Jenem :rollen:
Oder eben doch den unzähligen YT Videos und anderen Meinungen, die ein Minimum von 1337 Phasen vorraussetzen, damit die Kiste nicht sofort Feuer fängt beim booten.
 
So ich habe ja noch immer die Hoffnung das mein MSI B350M Mainboard ein Bios-Update für den 5800X3D bekommen wird.

Schon irgendwie lustig, dass ich mit einem bereits abgeschriebenen Chipsatz von Anfang 2017 eventuell noch die Möglichkeit bekomme, mit verhältnismäßig geringen Kosten einen 12900K zu outperformen.

Ach ja, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, stellt diese CPU auch eine gute Investition in die Zukunft dar und dies trotz des allmählichen Endes des AM4 Chipsatzes.
Denn erfahrungsgemäß werden auf dem Gebrauchtmarkt, die schnellsten CPU's eines CPU-Sockel für einen sehr guten Preis gehandelt.
 
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Ich hab den letzten Satz mal ergänzt, damit der Fokus auf das Temperaturproblem etwas klarer wird ;)
Ja, das kann lange vollkommen problemfrei laufen - das möchte ich gar nicht abstreiten. Andererseits freuen sich Bauteile aber eben auch darüber, wenn sie nicht jahrelang am oder gar über dem Maximum ihrer Spezifikation laufen - denn dann leben sie oft (deutlich) länger :)
 
Andererseits freuen sich Bauteile aber eben auch darüber, wenn sie nicht jahrelang am oder gar über dem Maximum ihrer Spezifikation laufen - denn dann leben sie oft (deutlich) länger
Kannst du das für das vorliegende Problem (Spannungswandler) mit irgendwas belegen?

Dass kühlere Hardware statistisch länger lebt als heiße ist unstrittig aber dass das in dem Fall hier irgendeine praktische Relevanz hat würde ich mal anzweifeln. Es spielt keine Rolle ob das Board das 12 oder 15 Jahre lang überlebt. Wenn heiße MosFETs was ihre Lebensdauer angeht irgendein echtes Problem hätten würden zigtausende Laptops, ITX-/Minisysteme, NUCs, Konsolen,... täglich sterben weil deren Spannungswandler häufig im dreistelligen Temperaturbereich unterwegs sind. Tun sie aber nicht.

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich würde auch ungern einen 5950X auf nem A320-Brett betreiben weil das Board dem wenn die Lasten größer werden einfach nicht gewachsen ist (wobei es sich besser schlägt als ichs erwartet hätte). Aber ein technisches Problem ist das trotzdem nicht - die Regelungen nehmen dann halt die Performance etwas zurück (ein "über der Spec betreiben" geht hier gar nicht weil die MosFETs einfach gedrosselt werden wenn sie zu warm werden). Wie "damals" mit den unzähligen Threads wo zu schwache Spannungsversorgungen bei FX-CPUs ständig gedrosselt haben. Kaputt gegangen ist da nie was, nur eben lahm.
 
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Naja der Vorteil von mehr Phasen wurde ja gar nicht betrachtet in dem Aufbau. Der besteht ja darin dass ein schnelles Umschalten der Spannungen und präzise Spannungen bei Lastwechseln angelegt werden können. Das ermöglicht eine bessere Übertaktbarkeit und weniger CPU Verschleiß. Die Übertaktung hier betraf ja nur Speicher und konstant IF. Das Ergebnis des Artikels ist doch eher wer nicht übertaktet braucht kein teures Bord.
 
Der besteht ja darin dass ein schnelles Umschalten der Spannungen und präzise Spannungen bei Lastwechseln angelegt werden können.
Nö. Das ist reines Marketing. Mosfets können keine bestimmten Spannungen präzise ansteuern (die können technisch nur sauschnell an und ausschalten) und die Lastwechselanpassungen sind mit mehr MosFETs sogar schlechter da die Trägheit wenn du 20 statt 5 Bauteile (in dem Falle Drosseln) hast entsprechend höher ist. Wie schnell und gut die Spannungsversorgung sich auf die aktuellen Anforderungen einstellen kann ist eine Frage der Qualität und Ansteuerung, nicht der Menge der MosFETs.

Das ermöglicht eine bessere Übertaktbarkeit
Erstens ist der Effekt minimal und zweitens heutzutage sowieso quasi nicht mehr vorhanden - die Spannungsversorgung ist abseits von Extrem-OC kein limitierender Faktor mehr da die CPUs lange vorher ihr Limit erreicht haben. Ob du 200 oder 500 oder 1000W in eine CPU schieben kannst ändert nichts daran, dass ein 5950X spätestens wenn du über 5 GHz hinaus willst die Grätsche macht. Auch das (also ob ein Board jetzt 8 oder 12 oder 16 oder 24 Phasen hat) ist reines Marketing im nicht-OC-Bereich. Aber die Leute glaubens halt.
Klar, bei einer guten Spannungsversorgung gehen vielleicht 50 MHz mehr stabil bei gleicher vCore als mit ner schlechten - aber der Praxisnutzen davon geht hart gegen Null. :ka:

weniger CPU Verschleiß
Der hat nun wirklich gar nichts damit zu tun wie viele Phasen ein Board hat.

Das Ergebnis des Artikels ist doch eher wer nicht übertaktet braucht kein teures Bord.
Richtig. Und wer übertaktet braucht auch kein teures Board es sei denn er benutzt DICE oder LN2.^^

Hier, das günstigste ATX-B550-Board:

Das Ding hat eine Spannungsversorgung die 460A in die CPU schieben kann. Das ist VIEL mehr als man jemals brauchen würde (spätestens ab 200A aufwärts bringts eh nix mehr), selbst wenn man nen 5950X am Vollanschlag/offen fährt. Wenn man wirklich 460A in eine Ryzen5000-CPU drückt hat man die längste Zeit eine CPU gehabt^^
 
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Ich habe die Erfahrung gesammelt dass teure Highendboards schneller kaputt gehen oder es zu Treiberkonflikten kommt. Die preiswerteren Boards halten sich sehr gut, man kann ja ein neues Board kaufen bei einem Defekt nach Garantieablauf und würde weniger ausgegeben haben.

Bei den Spannungswandlern ist es meist so, dass Overclocking meist die Cpu oder die Boards schädigt, wenn die Spannungen zu hoch eingestellt sind.

Leider muss man bei neuer aktueller Highendhardware im Bios die Cpu manuell anpassen. Autospannungen geben zu viel Volt. Es sind Zeiten wo eine Cpu sich mehr als 300 Watt gönnt oder die RTX 3090TI mit 500 Watt, bzw. bei der Kingpin von Evga mit 1250 Watt Speak Verbrauch möglich sind mit zwei 12 Pin Stromanschlüssen.

Mit preiswerteren Boards kann man sehr gut übertakten, meisst die steigt die Cpu vorher aus.
Auch preiswertere Spannungswandler halten sich sehr gut.
 
Ich habe die Erfahrung gesammelt dass teure Highendboards schneller kaputt gehen
Die Ausfallrate der Teile ist die gleiche (weil die Teile die gleichen sind) - aber wenn du mehr Bauteile auf ein Board schraubst ist die Ausfallchance entsprechend höher. Einfach weil bei 20 MosFETs die Chance höher ist dass einer stirbt als bei 6.^^
oder es zu Treiberkonflikten kommt.
Das Problem gibts eigentlich nur bei HEDT-Boards oder sehr exotischen Hardcorebrettern. EInfach weil deren Verkaufszahlen so winzig sind wird darauf natürlich auch kaum optimiert. Die ganzen Buglisten werden natürlich so abgearbeitet dass man zuerst die Bugs behebt die die meisten User betreffen - und das ist eben das Mainstreambrett für 100€, nicht der OC-Böller für 500+.
 
Ich habe das Board auch. Die neueste Bios-Version hatte kurzzeitig die 5600x und 5700x als supportet geführt.
Nach kurzer zeit wurden die beiden CPUs wieder aus der Support-Liste entfernt entfernt. Soweit ich mich erinnere, war der 5950X nicht in der Liste. In der Liste ist jetzt bei den 4000g-Modellen schluss.
Offensichtlich geht mit dem aktuellen Bios aber mehr als gelistet. In einem anderen Forum konnte jemand nen 5600X problemlos booten. Die 5000er-iGPU-Modelle laufen leider nicht.

Gerade für die 5000g-Modelle wäre das Board nicht so uninteresant. Für nen Budget-PC ist der A320m-k vollkommen ausreichend ausgestattet.

Cunhell
 
In einer VCore VRM tragen die Lowside FETs(ob nun discrete, DrMOS oder SPS Package) den Großteil der "Last", weil durch sie eben der High-Current fließt. IdR hat man dort 105°C oder 150°C Bauteile. Die Überhitzen nicht so leicht. Die Caps und Chokes sind auch häufig 105°C rated. Auf günstigen Boards findet man 85°C Bauteile.

Probleme entstehen dann wenn man meint 24/7 Prime95 mit Small FFTs , Linepack Extreme oder CB spielen zu wollen. Das halten die Boards dann nicht lange aus. Das ist aber auch ein Last Szenario was eben nicht dem Alltag entspricht.

Bei teuren Boards hat man DrMOS bzw. SPS die Over-Temperatur-Protection aufweisen. Sprich das Board wird Thermal Throttlen oder abschalten. Bei günstigen Boards fehlt das bzw. muss der VRM Controller das mittels eines Sensors mitgeteilt bekommen. Die Sensoren haben das Problem, dass die DIE Temperatur des Bauteils deutlich höher ist als das was der Sensor messen kann. Aber ein A520 Board ist eben auch nicht dafür gedacht entsprechend betrieben zu werden.
Die Ausfallrate der Teile ist die gleiche (weil die Teile die gleichen sind)
Also bitte. Du willst uns nicht sagen, dass zwischen einer 50A DrMOS PowerStage und einer 90A SPS kein Unterschied besteht? Von der Funktion sind sie "gleich" aber eben nicht von dem was sie zBsp. in Hinblick auf Protection Mechanism oder Efficency mitbringen. Wenn man sich den Powerloss eines alten OnSemi 46A MosFETs und im Vergleich einer 90A SPS von RAA/Intersil bzw Infineon/IR anschaut sind da schon Unterschiede. :D
 
Kannst du das für das vorliegende Problem (Spannungswandler) mit irgendwas belegen?
[...] Es spielt keine Rolle ob das Board das 12 oder 15 Jahre lang überlebt.

MosFETS sind relativ unkritisch, eher sollte man auf die Kondensatoren schielen. Hohe Temperatur lässt diese schneller altern. Kondensatoren altern sogar bei Nichtbenutzung. Und wenn die Kondensatoren langsam schlapp machen, fangen die MosFETs noch mehr das schwitzen an.

Letztens hatte ich erst wieder ein Sockel A-Board, wo ich die auffälligen Kondensatoren getauscht hatte. Stabil bekam ich es erst, wo ich alle übrigen unauffälligen "überalten" Caps getauscht hatte. Die MosFETs tun also heute noch unauffällig Dienst.
 
Also bitte. Du willst uns nicht sagen, dass zwischen einer 50A DrMOS PowerStage und einer 90A SPS kein Unterschied besteht?
Nein will ich nicht. Es ist so gemeint wie Westcoast es richtig verstanden hat.
MosFETS sind relativ unkritisch, eher sollte man auf die Kondensatoren schielen. Hohe Temperatur lässt diese schneller altern.
Stimmt bei Kondensatoren genau wie bei MosFETs auch. Die Ausfallraten sind dabei iirc relativ ähnlich, wobei Kondensatoren, zumindest in Form klasischer ElKos, weitaus schneller mit steigender Temperatur altern als MosFETs oder Feststoffkondensatoren.
Aber auch hier: Das passiert alles in Bereichen die so hoch sind dass sie für Endanwender praktisch keine Relevanz haben da Boards selbst wenn sie ständig am Temperaturlimit laufen nahezu immer länger halten als der Besitzer es nutzen möchte.

Noch eine Anmerkung nebenbei: Die Kondensatorennummer gilt hier für Elkos die mit steigender Temperatur schneller austrocknen und kaputt gehen und auch bei Nichtbenutzung trocknen. Nur sind die Zeiten wo man Elkos auf Mainboards verbaut (die nicht allerunterste Billigware sind) schon lange vorbei. Schau dir mal das 75€-Brett an das ich oben verlinkt habe - da ist kein einziger klassischer Elko mehr drauf.

Ich habe hier ein paar neue A520-Bretter von Asus herumliegen, die ich nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen möchte. Für solche Experimente sind die genau richtig, bevor sie in den Elektromüll wandern.
Dave in Gefahr incoming...? :haha:
 
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