Ja, für den hochfrequenten Phasensprung müssen die 3 Phasen über eine gewisse Strecke parallel geführt werden - und dies ist auf dem Weg zur Herdanschlussdose i.d.R. der Fall.
Der Herd muss gar nicht angeschlossen sein, es geht nur um die Leitung vom Sicherungskasten zur Herdanschlussdose, in der alle 3 Phasen parallel geführt werden. Zum Sicherungskasten selbst führen natürlich auch alle drei Phasen, jedoch sind dies dickere Kabel und diese werden ggf. einzeln zugeführt und es ist mal so, mal so, mal so. Wenn man dann noch im Mehrfamilienhaus einzelne Sicherungskästen pro Wohnung mit eigenem FI-Schutzschalter hat, kann man die Phasenkopplung auf dem Weg dahin fast vergessen, denn der FI-Schutzschalter frisst einiges an Übertragungsgeschwindigkeit. Hinter dem Sicherungskasten hat man aber i.d.R. immer eine lange Leitung, welche alle 3 Phasen parallel zur Herdanschlussdose führt und dort können die Signale "springen".
Wenn man im Netz nach Phasenkopplern sucht, findet man die für den Sicherungskasten (für die Hutschiene) und diesen einen kleinen schwarzen Kasten mit 3 Drähten für die 3 Phasen. Diesen könnte man einfach selbst anschließen... davon rate ich persönlich jedoch ab. Das Ding sieht für mich aus, als käme es direkt aus China und würde irgendwann in Flammen aufgehen.
Ja, ein Phasenkoppler ist natürlich besser als ein hochfrequenter Übersprung - er ist quasi "ideal" im Powerline-Bereich. Das Problem sind nur die Kosten für Koppler und Elektriker, der diesen in den Sicherungskasten setzt. Wenn man dazu noch die Kosten für die Powerline-Adapter selbst rechnet, kann man i.d.R. direkt eine LAN-Verkabelung realisieren.
Wenn wirklich keine LAN-Verkabelung möglich sein sollte, empfehle ich die Devolo 1200er und wenn die Datenraten dann nicht ausreichen sollte, kann man immer noch über den Phasenkoppler nachdenken. Und wie schon gesagt: Die Powerline-Adapter immer in eine Wandsteckdose stecken, nicht in Mehrfachsteckdosen. Weitere Störeinflüsse sind auch gerne Trafos (v.a. für LED- oder Halogen-Lampen).