2 Jahre nach Raptor-Gate...

Hab mit meinem Kumpel gesprochen über seinen kaputten 13600KF. Der hat nur gezockt damit und ansonst bissl Office gemacht. Also hat die Cpu nie großartig eine Dauerlast gehabt. Er hat die Werte des öfteren mit HWInfo überwacht, VCore 1,25 Volt. Vor und nach Cpuaustausch. Das Msi Board beim 13600KF ist dieses hier:
 
Wenn die CPU nie über 1,25v hatte, keine (zu) hohen Ströme und Temperaturen gesehen hat dann ist es fast* unmöglich dass sie am "Raptorlake-Bug" gestorben ist.

Das bedeutet NICHT, dass eine CPU nicht trotzdem kaputt gehen kann. Ist genau wie bei Ryzen auch, jeder redete von Sockelbränden und zu hohen vIMC Spannungen usw. - trotzdem hab ich schon drei Ryzen CPUs in den letzten zwei Jahren gehabt die einfach spontan gestorben sind (und einer der spontan nur noch einen RAM Channel hatte), ohne jedes OC, XMP oder sonstwas, einfach 08/15 casualgaming Office-Möhren. :ka:

*Fast deswegen weil es auch einen voltagedrift gab der insbesondere bei sehr langen idlezeiten vorkommt. Bedeutet wenn dein Kollege seinen PC tagelang angelassen hat mit langen idlezeiten konnte es passieren dass die Spannung immer weiter abdriftete - sowas sieht auch ein hwinfo vermutlich nicht zwingend.
Aber auch in dem Fall hat eine zu hohe Spannung die CPU gegrillt - nur ist die ggf. unbemerkt gewesen.
 
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Von meinen 14900K hat sich tatsächlich einer Teil-Verabschiedet. Das war mit einer der ersten 14900K im Fuhrpark, der auf einem Asus Z790 ProArt Creator Wifi lief. Lange Zeit mit altem Microcode, aber schon damals hart eingestellt mit PL1 = 125W und PL2 = 253W. Genutzt hat das gar nichts, weil Asus trotzdem der Meinung war 1,5v + da drauf zu ballern.

Irgendwann - noch deutlich nach dem Microcode-Update - wollte auf dem System der Nvidia-Treiber nicht mehr entpacken. Einfach so von jetzt auf gleich. Die Lösung war den Turbo-Boost abschalten und die Teiler auf max. 57 zu begrenzen. Seitdem läuft der ohne Probleme. Aber 6 GHz, mit 1,5v. Das macht er nicht mehr mit.

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich jetzt bei allen anderen Systemen den Multiplikator auf 57 begrenzt. Bislang, keine Probleme mehr.

Aber ja. RaptorGate ist so real wie nur was.
 
Mein damaliger 14900KS hat sich verabschiedet.
Windows wollte auf einmal nicht mehr richtig funktionieren. Hatte aber bis dato keine Bluescreens.

Dachte ,,Okey installiere ich’s einfach neu“

Pusteblume!!!
Kam nicht über die Installation hinaus!
Auf einmal dauernd Bluescreens währenddessen.:what:

Hatte die CPU direkt im Verdacht. Aus dem Bauchgefühl heraus.
Kurzerhand eine Test CPU bestellt und siehe da es lief alles 1A!

Den 14900KS hat Intel anstandslos getauscht.
Keine fünf Tage später hatte ich einen neuen zuhause liegen.

Dieser läuft gedrosselt Bissher ohne Probleme.
 
Nun ist es bald 2 Jahre her, dass Intel mit der 13. und 14. Generation durch diverse Probleme viel Vertrauen verspielt hat. eTVB-Bug, Spannungsprobleme, Fertigungsprobleme sind nur Auszüge... Mit "Intel Default Settings" und diversen Microcode-Updates (0x123, 0x125, 0x129, 0x12B, 0x12F) wurde die Meute beruhigt, zudem die Garantie auf 5 Jahre ab Kauf sowohl für die Boxed- als auch die Tray-Versionen verlängert. Um dieses Thema ist es - zum Glück - sehr still geworden. Ich, als Nutzer eines i5 13600K, bin der Ruhe wegen nicht traurig. Mein i5 aus Ende 2022 läuft nach wie vor stabil und schnell genug für meine Ansprüche. Jüngst hat ASUS weitere Produktpflege betrieben und im März 2026 ein neues UEFI veröffentlicht. Soweit so gut... Mich würde interessieren, ob es nur deshalb still um dieses Thema geworden ist, weil es kaum noch i5/7/9 13000/14000-Nutzer gibt oder, weil das Problem tatsächlich behoben wurde. Ich kann aus meiner Sicht bisher Entwarnung geben. Mein i5 wird bald 4 Jahre alt und nähert sich - offenbar fehlerfrei - so allmählich nicht nur dem Garantieende, sondern auch dem Einsatzende im Hauptrechner. Wie steht es so - wenn ihr sie überhaupt (noch) habt - um eure Raptoren?

Es dürften eine ganze Menge Intel CPUs v.A. der 13. aber auch der 14. Gen unterwegs sein. Solche Probleme werden ja auch immer unglauglich aufgebauscht für die paar Fälle, die dann wirklich davon betroffen sind. Ist ja mit der Sache mit dem Zündelstecker bei NVidia GPUs das Selbe.

Würde mich nicht wundern, wenn 90% der Systeme sowieso noch nie eine CPU-Volllast erlebt haben. Die stecken ja auch massenweise in Office PCs etc.
 
Die sind eher bei Enthusiasten und Leuten verbaut, die wissen, was sie tun, und gehen deshalb auch selten(er) kaputt.

Hm, dem stimme ich nur bedingt zu. Gerade diese "Boliden" wurden doch ab Werk bis an die Speigrenze - unter tatkräftiger Unterstützung der Mainboards - getaktet / geboostet / gevoltet. Als die Problematik noch nicht so eingegrenzt bekannt war, sind es doch gerade die noch weiter übertakteten Enthusiasten-CPUs gewesen, die nach heftiger Degradierung und nahezu Spontanversagen den Dienst quittiert haben. Ja, wir hier im Forum haben zumeist die Expertise, unsere Boards den Ansprüchen entsprechend einzustellen. Aber wie viele vermeintlich noch im Rahmen des irgendwie Möglichen betriebenen CPUs haben damals adhoc "goodbye" gesagt? Gerade das löste doch erst die öffentliche Debatte aus. Natürlich - und insoweit Konsens - waren es die 13700/13900er, die überwiegend betroffen waren...

edit: mit Blick aus der Zeit nach den Updates hast du natürlich komplett Recht - solltest du die jüngere Vergangenheit meinen, revidiere ich meine Aussage!
 
Der Punkt ist: Wir haben noch 13700K und 13900K von vor dem Launch bei uns. Wir haben somit auch mit den heute ältesten BIOS-Versionen getestet, noch und nöcher. Die CPUs laufen bis heute. Ohne Probleme. Dabei kamen auch verschiedene Mainboards zum Einsatz. Es hat nicht nur etwas mit den CPUs selbst zu tun. Da steckt noch mehr dahinter. Möglicherweise zu viel OC? Wir testen ja immer nach "Spec".

Einzig ging uns deshalb mal ein 14900KS kaputt. Aber mit 6,2 GHz legt der halt auch permanent übertrieben hohe Spannungen an. Hat Intel damals anstandslos ausgetauscht und das Ersatz-Modell läuft bis heute.
 
Gerade diese "Boliden" wurden doch ab Werk bis an die Speigrenze - unter tatkräftiger Unterstützung der Mainboards - getaktet / geboostet / gevoltet
Ja, aber es geht auch "nur" um die Modelle die ab Werk an der Kotzgrenze waren UND deren Besitzer keinen Schimmer hatten und es so lauen ließen UND ihre CPUs noch hart belastet haben.

Alle anderen hatten nie Probleme, weil der "zerstörerische" Bereich nie betreten wurde.

Beispiel: Meine Frau benutzt nen 13600K der ersten Stunde und das BIOS ist erst vor kurzem (wegen der SecureBoot-Zertifikaten) aktualisiert worden - anders gesagt die CPU lief 3 Jahre lang mit dem so furchtbaren alles killenden RPTLake-Bios. Passiert ist... gar nichts. Genau das ist passiert:
Wir haben noch 13700K und 13900K von vor dem Launch bei uns. Wir haben somit auch mit den heute ältesten BIOS-Versionen getestet, noch und nöcher. Die CPUs laufen bis heute. Ohne Probleme.

Das problem ist halt wirklich nur für die Modelle und Boards relevant, die da 1,5v und mehr reingeballert haben. Wenn das nicht so ist, egal ob der Benutzer das manuell verhindert hat oder das CPU-Modell bzw. die Board/CPU Kombination das nicht vorgesehen hatte, ist halt nichts passiert. :ka:
Die Mühle läuft manuell auf <1,2v und selbst bei den @stock 1,4v die MSI da (schwachsinnigerweise) anlegt würde da vermutlich jahrzehntelang nichts kaputtgehen.
 
Ein 14900KS mit Sicherheit nicht. Es betrifft ja nur die CPUs, die besonders hoch takten, also so ab 13700K aufwärts. Die sind eher bei Enthusiasten und Leuten verbaut, die wissen, was sie tun, und gehen deshalb auch selten(er) kaputt.

Das stimmt nicht, es sind offiziell alle Desktop-Prozessoren der 13. und 14. Generation (Raptor Lake & Raptor Lake Refresh) mit einer Verlustleistung (TDP) von 65 Watt oder mehr betroffen. Dazu zählen z.B. auch folgende CPUs:

13600K, 13600KF, 13600 / 14600K, 14600KF, 14500 und 14400

Natürlich tritt das Problem bei den großen Modellen verstärkt auf, weil diese mehr Leistung durchballern und tendenziell öfter unter Volllast laufen.

Und das Leute, die eins der Topmodelle besitzen pauschal mehr Ahnung haben und wissen was sie tun halte ich ebenfalls für ein Gerücht. Man muss sich ja nur mal hier im Forum umsehen, was teilweise für Anfängerfragen von Leuten mit Highend-Systemen gestellt werden. Da lässt sich absolut nicht von der Hardware auf den Kenntnisstand schließen.

Umgekehrt gibt es hier aber auch viele Leute, die wirklich viel auf dem Kasten haben und gleichzeitig mit relativ schwacher Hardware unterwegs sind.
 
Mein 13900k ist in die Hände meines Sohnes gewandert und wird täglich bezockt.
Bis jetzt keine Beschwerden.
 
es sind offiziell
...alle CPUs theoretisch betroffen die den entsprechenden Die benutzt haben.
Intel MUSS das so offiziell machen weil das nunmal die Theorie ist. Aber:
Natürlich tritt das Problem bei den großen Modellen verstärkt auf
...ist nur die halbe Wahrheit, die andere Seite ist "bei den kleinen Modellen tritt das Problem [ohne sehr ungünstige Randbedingungen] NICHT auf.

RPL-CPUs degradieren NUR, wenn sie eine hohe Spanung, hohe Last und hohe Temperatur über längere Zeiträume erfahren. Bei großen Modellen ist das wegen ihrer Werksbetriebsparameter damals vor dem Update automatisch so gewesen wenn der Nutzer es nicht runtergestellt hat, bei kleineren Modellen wie einem 13600K passiert das nur dann, wenn der Nutzer oder das Board Parameter setzen die weit über die Werkseinstellungen hinausgehen.

Das ist der Grund, warum es zigtausende degradierte 1x900Ks gibt aber fast keine 1x600Ks - auch wenn das theoretisch bei denen das gleiche (offizielle) Problem ist da die Chips physikalisch identsich sind - nur eben die Betriebsparameter nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
warum es zigtausende degradierte 13900K gibt aber fast keine 13600Ks
Nicht nur fast .........mich würde wundern wenn es überhaupt einen 13600 ks geben würde :-D

und selbst wenn ...den würde ich wahrscheinlich auch nicht klein kriegen.
Habe ich bisher bei keinem Raptor geschafft obwohl ich mich jenseits von gut und böse damit bewege:rollen:

Ich habe immer noch ein 13900ks / 14900k / ks
Bisher funzen sie noch alle
vllt auch weil sie noch nie über 0° gesehen haben :ka:
 
Zuletzt bearbeitet:
...alle CPUs theoretisch betroffen die den entsprechenden Die benutzt haben.
Intel MUSS das so offiziell machen weil das nunmal die Theorie ist. Aber:

...ist nur die halbe Wahrheit, die andere Seite ist "bei den kleinen Modellen tritt das Problem [ohne sehr ungünstige Randbedingungen] NICHT auf.

RPL-CPUs degradieren NUR, wenn sie eine hohe Spanung, hohe Last und hohe Temperatur über längere Zeiträume erfahren. Bei großen Modellen ist das wegen ihrer Werksbetriebsparameter damals vor dem Update automatisch so gewesen wenn der Nutzer es nicht runtergestellt hat, bei kleineren Modellen wie einem 13600K passiert das nur dann, wenn der Nutzer oder das Board Parameter setzen die weit über die Werkseinstellungen hinausgehen.

Genau das war doch der Kern des Problems, dass es bei den Boardpartnern ja regelrecht zum guten Ton gehörte ab Werk Settings deutlich über den Spezifikationen zu fahren. Obendrein ist der 13600K ja eine CPU, die explizit als übertaktbar angeboten wird.

Wenn da also eine nicht gerade optimale Kühlung, zu hohe Default Settings im Bios und obendrein ein OC der CPU zusammen kommen, würde ich da nicht die Hand für ins Feuer legen, dass da nichts passiert.

Das ist der Grund, warum es zigtausende degradierte 1x900K gibt aber fast keine 1x600Ks - auch wenn das theoretisch bei denen das gleiche (offizielle) Problem ist da die Chips physikalisch identsich sind - nur eben die Betriebsparameter nicht.

Gibt es da Belege für? Wäre mir nicht bekannt.
 
Genau das war doch der Kern des Problems, dass es bei den Boardpartnern ja regelrecht zum guten Ton gehörte ab Werk Settings deutlich über den Spezifikationen zu fahren.
Ja - aber in den meisten Fällen "nur" bei den Powerlimits.
Ein "offener" 13600K hat immer noch kein Problem, da der auch ohne Limit niemals bei 1,5v vCore ankommt ohne OC. Die Voltage Tables geben das selbst beim schlechtesten Sample und agressivsten VID nicht her für nur 5,1 GHz (die real meist weit unter 1,2v schon stabil sind). Der degradiert nur, wenn das Board ZUSÄTZLICH Spannungen jenseits von gut und böse anlegt - zum Beispiel durch irgendwelche Auto-OC Funktionen.

Gibt es da Belege für? Wäre mir nicht bekannt.
Es gab als das Thema aktuell war Seiten, die RMA-Fälle versucht haben zu zählen, da gabs etliche xx700er und xx900er aber nur ganz selten mal ein xx600er (und der ist dann vermutlich aus einem Auto-OC-4096W_PL2-1,55v-Brett gekommen^^).
 
Ja - aber in den meisten Fällen "nur" bei den Powerlimits.
Ein "offener" 13600K hat immer noch kein Problem, da der auch ohne Limit niemals bei 1,5v vCore ankommt ohne OC. Die Voltage Tables geben das selbst beim schlechtesten Sample und agressivsten VID nicht her für nur 5,1 GHz (die real meist weit unter 1,2v schon stabil sind). Der degradiert nur, wenn das Board ZUSÄTZLICH Spannungen jenseits von gut und böse anlegt - zum Beispiel durch irgendwelche Auto-OC Funktionen.

Ohne OC mag das stimmen, aber der 13600K ist ja wie gesagt eine CPU, die explizit als übertaktbar angeboten wurde. Das wird auch nicht selten in Anspruch genommen worden sein. Das dadurch resultierende, zusätzliche Risiko konnten die Nutzer vor dem Bekanntwerden der Angelegenheit nicht kennen. Moderates OC galt bei Intel CPUs schon seit locker 15 Jahren als Safe.

Es gab als das Thema aktuell war Seiten, die RMA-Fälle versucht haben zu zählen, da gabs etliche xx700er und xx900er aber nur ganz selten mal ein xx600er (und der ist dann vermutlich aus einem Auto-OC-4096W_PL2-1,55v-Brett gekommen^^).

Kann aber auch einfach daran liegen, dass der 13600K deutlich öfter in etwas besseren Office- und Allroundgurken verbaut wurde, die eh niemals großartige Last zu sehen bekommen. 13700K und 13900Ks stecken wohl deutlich öfter in Systemen, die auch regelmäßig gefordert werden.
 
der 13600K ist ja wie gesagt eine CPU, die explizit als übertaktbar angeboten wurde.
Was nichts daran ändert dass ein Betrieb oberhalb der Werksspezifikationen generell auf eigenes Risiko passiert.
Moderates OC galt bei Intel CPUs schon seit locker 15 Jahren als Safe.
Das ist es auch beim 13600K. 5,5 GHz bei 1,35v (Beispiel für realistisches moderates OC) macht der genauso ewig mit.
 
Das grundlegende Problem war nicht mal wirklich das offene Power-Limit. Es war mehr eine Kombination aus offener ICCmax (400A aufwärts) und der Betriebsspannung. Speziell letztere hat wohl bei extrem intensiver Single-Core-Belastung bei gleichzeitig potenter Kühlung für eine deutlich schnellere Alterung gesorgt. Und da CPUs wie die 13900K/14900K gerne mal >1,55v wollten für ihre 6 Ghz, starben die auch früher. Ein 13600K braucht nicht mal 1,4v für seinen Takt.
 
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