AW: 1500€ Videoschnittrechner
Hübscher Gaming PC. Zum porfessionellen Videoschnitt überhaupt nicht geeignet, u.a. viel zu teuer.
Aber das muss ja jeder selbst wissen.
Es tut mir leid, wenn ich Dich enttäusche, aber das System, wie es hier zusammengestellt wurde bietet um Längen mehr Performance im professionellen Videoschnitt mit Premiere Pro als jede käufliche Fertig-Workstation im gleichen Preisrahmen. Desweiteren ist der Videoschnitt nicht die Hauptbeschäftigung, sondern das Erstellen von redaktionellem Output. Ergo ist dieser Rechner exakt den Anforderungen im Betrieb angepasst und die lauten: Importieren/Bearbeiten/Exportieren von Full HD Videos unter Verwendung von Adobe Premiere Pro CS 5.5/6 bei Projektgrößen zwischen 10 und 60GB.
Das Ziel ist die Maximierung der Produktivität unter Berücksichtigung der Budgetrestriktion. Eine Fertig-Workstation liefert dabei entweder eine viel geringere Produktivität bei gleichen Kosten oder verletzt zwangsweise die Budgetrestriktion, um höhere Leistung zu erzielen (und das erst bei einer immensen Differenz).
Mag sein, dass es Unternehmen gibt, die mehrere Wochen an einem Projekt editieren/rendern und etwaiger Datenverlust/Defekt mit hohen (Ausfall-)Kosten verbunden ist. Das ist hier jedoch nicht der Fall; dann müssen halt in diesem unwahrscheinlichen Fall mal ein paar Überstunden gemacht werden. So oft kann aber nichts defekt gehen, als dass es sich wirtschaftlich rentiert auf ECC-RAM und (im Mittel!) reliabelere Hardware zu setzen. So kostet z.B. eine WD RE4 mit 5 Jahren Garantie fast 50% mehr als das bestellte HDD-Modell (66 vs. 96 Euro). Wenn die Festplatte also ca. 3,4375 Jahre ohne Ausfall läuft, rentiert sie sich schon gegenüber der teureren & zuverlässlicheren Platte. (simple Mathematik)
Bezüglich der Grafikkarte sei nur gesagt, dass die 660 Ti - bezogen auf die Premiere Pro-Performance - Kreise um jede Quadro/Tesla zieht. (Quelle: ppbm5.com) Der Treiber-Support ist auch mehr als ausreichend.
CPUs die schneller als die ausgewählte sind, kosten aktuell das 2- bis 3-fache und damit uninteressant.
Ein letztes Argument pro Selbstbau: Auf den meisten Komponenten ist mehr Garantie(!) drauf im Vergleich zu einem Komplettsystem. Da der alte Videoschnitt-PC nicht weggeschmissen wurde, könnte man die Zeit einer etwaigen RMA-Abwicklung, sinnvoll und produktiv nutzen.