[1]Mythos signifikante Verbesserung der Kühler durch Oberflächenaufrauhung
Eine sehr häufig vertretene Meinung ist:
Man könnte durch eine schlechtere Oberflächengüte beim Kanalfräsen der Wasserkühler eine signifikante Verbesserung der Kühlleistung für geringere Temperaturdifferenzen erzielen. Außerdem würden sich dann angeblich physikalisch sehr komplexe Strömungen ergeben, die man mathematisch nicht mehr geschlossen über eine numerische Annäherung lösen könnte.
Die Kühler werden häufig als Mikrokanalkühler mit einen rechteckigen Querschnitt gefertig. Mit einer horizontalen oder vertikalen Parallel-Anströmung:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...r-durch-oberflaechenaufrauhung-waterblock.jpg von EKWB
In diesen Beispiel mit einem sehr guten Seitenverhältnis von 0,13333 (7,5). Das Verhältnis zwischen Kanalhöhe und Kanalbreite.
Es gibt andere Beispiele wie z.B. dem Heatkiller IV, mit einen Seitenverhältnis von 1. Auf den Einfluss des Seitenverhältnisses wird später darauf eingegangen.
Ein wichtiger Aspekt zur Beurteilung des Leistungsvermögens der Kühler ist der Wärmeübergangskoeffizient zwischen Fluid und Körper dieser leitet sich aus der Nusseltzahl ab. Wie man hier schön erkennen kann, ist die Nusseltzahl proportional zur Reynolds-Zahl:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...hler-durch-oberflaechenaufrauhung-nusselt.jpg
Also kann man eine signifikante Leistungssteigerung durch eine höhere Strömungsgeschwindigskeit errreichen.
Zurück zur Oberflächengüte.
Üblich zu erzielende Oberflächengüten beim Fräsen.
Da die Kanäle mit einen Schaftfräser < d 0,8 mm gefertigt werden, kann man natürlich nicht beliebig den Vorschub erhöhen ohne dabei den Fräser zu zerstören. Desweiteren nimmt die Rauhigkeit mit dem Fräserdurchmesser ab, oberes Beispiel gilt für einen Fräserdurchmesser > 5 mm. Mit einen schnellen Vorschub wären bei einem Fräserdruchmesser < d 0,8 mm Oberflächenrauhigkeiten von ~ 25 um noch zu realisieren.
Betrachten wir nun den expliziten Einfluss der Rauhigkeit:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...r-durch-oberflaechenaufrauhung-rauhigkeit.jpg
In der Grafik sehen wir nun zum einen die Rauhigkeit der Prüflinge, sowie eine ein Diagramm des Druckverlustbeiwertes zu realtiven Rauhigkeitsverhältnis (ks) zum Flächenbreite und ein zweites Diagramm zu Beurteilung des Kühlleistung anhand der Nusseltzahl. Wie man schön erkennen kann, hat der Prüfling 1 mit der deutlich höheren Rauhigkeit keine signifikant höhere Kühlleistung.
Die Rauhigkeit ist um den Faktor ~ 400% gestiegen. Der Nusseltzahl aber nur um ~ 200 // 40%. Im Gegensatz steigt die Nusseltzahl proportional mit der Strömungsgeschwindigkeit an.
Die Oberflächenaufrauhung führt also nicht zu einer signifikaten Leistungssteigerung. Viel wichtiger ist aber das Seitenverhältnis. Schlechte Kühler kann man also sehr schnell an diesen ausmerzen, je näher sich diese einem Quadrat (Seitenverhältnis 1) annähern:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...-oberflaechenaufrauhung-seitenverhaeltnis.jpg
Zum vorläufigen Abschluss:
Auf eine detaillierte Erläuterung der Strömungsformen werde ich zum späteren Zeitpunkt eingehen. Aber an alle Zweifler, die es als unmöglich ansehen Strömungsvorgänge in Wasserkühler mit einer guten Genauigkeit mathematisch zu beschreiben, ein kleiner Vorgeschmack von Vergleichsberechnungen und Vergleichen:
1982
http://extreme.pcgameshardware.de/a...hler-durch-oberflaechenaufrauhung-mch1984.jpg
http://extreme.pcgameshardware.de/a...-kuehler-durch-oberflaechenaufrauhung-mch.jpg
Kinetische Energie:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...-kuehler-durch-oberflaechenaufrauhung-kne.jpg
Eine sehr häufig vertretene Meinung ist:
Man könnte durch eine schlechtere Oberflächengüte beim Kanalfräsen der Wasserkühler eine signifikante Verbesserung der Kühlleistung für geringere Temperaturdifferenzen erzielen. Außerdem würden sich dann angeblich physikalisch sehr komplexe Strömungen ergeben, die man mathematisch nicht mehr geschlossen über eine numerische Annäherung lösen könnte.
Die Kühler werden häufig als Mikrokanalkühler mit einen rechteckigen Querschnitt gefertig. Mit einer horizontalen oder vertikalen Parallel-Anströmung:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...r-durch-oberflaechenaufrauhung-waterblock.jpg von EKWB
In diesen Beispiel mit einem sehr guten Seitenverhältnis von 0,13333 (7,5). Das Verhältnis zwischen Kanalhöhe und Kanalbreite.
Es gibt andere Beispiele wie z.B. dem Heatkiller IV, mit einen Seitenverhältnis von 1. Auf den Einfluss des Seitenverhältnisses wird später darauf eingegangen.
Ein wichtiger Aspekt zur Beurteilung des Leistungsvermögens der Kühler ist der Wärmeübergangskoeffizient zwischen Fluid und Körper dieser leitet sich aus der Nusseltzahl ab. Wie man hier schön erkennen kann, ist die Nusseltzahl proportional zur Reynolds-Zahl:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...hler-durch-oberflaechenaufrauhung-nusselt.jpg
Also kann man eine signifikante Leistungssteigerung durch eine höhere Strömungsgeschwindigskeit errreichen.
Zurück zur Oberflächengüte.
Üblich zu erzielende Oberflächengüten beim Fräsen.
Da die Kanäle mit einen Schaftfräser < d 0,8 mm gefertigt werden, kann man natürlich nicht beliebig den Vorschub erhöhen ohne dabei den Fräser zu zerstören. Desweiteren nimmt die Rauhigkeit mit dem Fräserdurchmesser ab, oberes Beispiel gilt für einen Fräserdurchmesser > 5 mm. Mit einen schnellen Vorschub wären bei einem Fräserdruchmesser < d 0,8 mm Oberflächenrauhigkeiten von ~ 25 um noch zu realisieren.
Betrachten wir nun den expliziten Einfluss der Rauhigkeit:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...r-durch-oberflaechenaufrauhung-rauhigkeit.jpg
In der Grafik sehen wir nun zum einen die Rauhigkeit der Prüflinge, sowie eine ein Diagramm des Druckverlustbeiwertes zu realtiven Rauhigkeitsverhältnis (ks) zum Flächenbreite und ein zweites Diagramm zu Beurteilung des Kühlleistung anhand der Nusseltzahl. Wie man schön erkennen kann, hat der Prüfling 1 mit der deutlich höheren Rauhigkeit keine signifikant höhere Kühlleistung.
Die Rauhigkeit ist um den Faktor ~ 400% gestiegen. Der Nusseltzahl aber nur um ~ 200 // 40%. Im Gegensatz steigt die Nusseltzahl proportional mit der Strömungsgeschwindigkeit an.
Die Oberflächenaufrauhung führt also nicht zu einer signifikaten Leistungssteigerung. Viel wichtiger ist aber das Seitenverhältnis. Schlechte Kühler kann man also sehr schnell an diesen ausmerzen, je näher sich diese einem Quadrat (Seitenverhältnis 1) annähern:
http://extreme.pcgameshardware.de/a...-oberflaechenaufrauhung-seitenverhaeltnis.jpg
Zum vorläufigen Abschluss:
Auf eine detaillierte Erläuterung der Strömungsformen werde ich zum späteren Zeitpunkt eingehen. Aber an alle Zweifler, die es als unmöglich ansehen Strömungsvorgänge in Wasserkühler mit einer guten Genauigkeit mathematisch zu beschreiben, ein kleiner Vorgeschmack von Vergleichsberechnungen und Vergleichen:
1982
http://extreme.pcgameshardware.de/a...hler-durch-oberflaechenaufrauhung-mch1984.jpg
http://extreme.pcgameshardware.de/a...-kuehler-durch-oberflaechenaufrauhung-mch.jpg
Kinetische Energie:
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Anhänge
Zuletzt bearbeitet:
. Kurz gefasst, spielt die Rauheit der überströmten Oberfläche hinsichtlich des Wärmeübergangs dann keine Rolle mehr, wenn die Oberfläche "hydraulisch glatt" ist. Dies ist der Fall wenn die Dicke der laminaren Grenzsicht das maximale Rauheitsmaß übertrifft. Das heißt in den Rauheitstälern sind die Wassermoelküle näherungsweise unbeweglich und die Spitzen ragen an keiner Stelle in die Kernströmung. Für den Wärmeaustausch mit der laminaren Kernströmung haben solche Rauigkeiten daher keinen Einfluss. Für die Kernströmung ist es eigentlich genauso als wäre die Wandung tatsächlich glatt. Zumindest für diejenigen die sich ein Strömungsprofil in einem duchströmten Querschnitt vorstellen können, könnte das ein anschaulicherer Ansatz als der mathematisch formulierte funktionale Zusammenhang sein. Da die Grenzschichtdicke aber natürlich von der Strömungsgeschwindigkeit im durchströmten Querschnitt abhängt (und damit von der Re-Zahl, wenn man sie denn anführen will), kann die Oberflächenrauheit bei besonders hohen Strömungsgeschwindigkeiten dennoch eine gewisse Rolle für die Effektivität des Wärmeübergangs spielen. Im dem Parameterfeld was wir bezüglich Strukturbreiten und pumpenseitig zur Verfügung stehenden Druckdifferenzen in PC-Wasserkühlern vorfinden, müsste man im Verhältnis zu den Dimensionen der Kühlstrukturen allerdings schon flächendeckend ziemliche Macken in die Oberflächen schlagen, um aus den als hydraulisch glatt anzusehenden Rauheitswerten heraus zu kommen, und das ist auch fertigungstechnisch zumindest mit spanenden Verfahren meist alles andere als gewollt und sinnvoll.
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