zu faul zum Arbeiten!

Wobei Existenz minimum ja immer relativ ist.
Dort stande ja auch das im Monat 138,... € für Essen, Trinken und Tabakwaren sind.
Sorry, aber Rauchen ist nicht lebensnotwendig und gehört für mich nicht auf einer Stufe wie Nahrung und zutrinken!
Wenn ich kein Geld habe, trinke ich auch kein Alkohol.
Das mach ich jetzt schon relativ wenig, um das Geld für andere Sachen auszugeben.

Das die Löhne immer weiter sinken und die kosten zum Leben immer weiter steigen, ist mir schon klar.
Bloß was will man machen? Ich kann ja nicht sagen, bloss weil ich jetzt z.B. 0,50€ die Stunde weniger verdienen soll, das ich das nicht mitmache und Kündige.
Denn im vergleich, habe ich so noch mehr als mit Hartz4.
Solches Gehaltsdrücken müsste man verbieten.
Aber es gibt immer irgendwie Schlupflöscher im Gesetz, wo die damit durchkommen.

Bestes Beispiel, unsere Firma.
Die haben zur Gründung 1998, Millionen von Förderungen vom Staat bekommen, mit der Zusatzklausel von einem 10 Jährigen bestehen.
Jetzt war die Insolvenz und die Haben mit einer Scheinfirma neu Aufgemacht um nochmal Förderungen abzufassen.
Es sitzen die selben Chefs, mit dem selben Gehalt(oder noch mehr), mit besseren Betriebs Autos dort oben.
Wir haben nie so wirklich schwarze Zahlen geschrieben, habe nur die Jahre durch die Förderungen überlebt.
Aber die Gehälter der Arbeiter sind in denn Jahren immer wieder gesunken.
Das ist doch der Absolute ausputz. Da brauch man sich nicht wundern, wenn viele ins Ausland machen, wo die Arbeit noch gewürdigt wird und auch richtig bezahlt.
 
aber mal erlich, wer ist eigentlich schlauer, der für wenig Arbeitet, oder liegen bleibt ?

die Frage ist wer ist schlauer, und nicht, wer passt sich der voregegeben meinung "hauptsache Arbeit" an !
 
ich nicht, ich habe mich 400euro jobs verweigert ich kellner nicht oder mach sonst was, liegt mir nicht und was mir keinen spaß macht mach ich erst recht nicht. so is es egal was andre denken
 
Ich habe schon Knochenarbeit für 3€ die Stunde gemacht^^ Hauptsache was zu Essen auf dem Teller! Aber es muss halt jeder selber wissen was er macht. Viele in meiner Stadt wären froh überhaupt einen Job zu haben, selbst 400€ und 1€Jobs sind hier gern genommen....
 
gut das ist auch ok, jeder der sowas macht ist echt gut und ja jeder muss für sich seine prinzipien setzen ist ok
 
ist auch egal, in zukunft müssen alle (egal ob tauglich oder nicht) sowiso in die Altenpflege (gezwungen!)
 
Altenpflege werde ich nie machen.
Selbst als Putze würde ich auch nicht Arbeiten.
Ich habe nicht umsonst etwas gescheiteres gelernt, um dann später so ein rotz zumachen.

Klar sind die Leute schlau, wenn sie für nix machen, ordentlich Geld abfassen.
Aber wie gesagt, ich würde komplett eingehen, wenn ich nichts zu tun hätte.
 
Wobei man bedenken muss: Alle "ein-Euro-Jobber" und Leute in Maßnahmen werden NICHT in die Statistik mit einberechnet ;) Also ist die "Dunkelziffer" an Arbeitslosen/Sozialhilfeempfängern sehr viel größer....aber ich glaube, das ist jedem bewusst und wundert schon lange nicht mehr.

Hängt von der Statistik ab. Bei den Zahlen von HartzIV-Empfängern werden auch 1€-Jobber und Leute mit Aufstockung gezählt, bei den Arbeitslosenzahlen deutlich weniger.


ich hab mal irgendwo gelesen, dass evtl. bald ein harzlOr 400€ als nebenjob verdienen kann

Lies nochmal nach. Die Forderung, die in der aktuellen Regierung mehrfach geäußert wurde, besagt, dass HartzIVer von 200€, die sie dazu verdienen, in Zukunft 0€ (und nicht wie bisher 100€) behalten dürfen.


Ganz grundsätzlich sind wir aber sowieso schon seit langem eine Dienstleistungsgesellschaft, wo das meiste Geld eben mit Dienstleistungen verdient wird und nicht in riesigen Fabriken mit zehntausenden von Beschäftigten.

Der Haken ist aber, dass innerdeutsche Dienstleistungen keine neuen Werte ins System bringen -> davon kann nur solange jemand leben, solange jemand anders dies macht. Brechen Teile des primären oder sekundären Sektors weg, ist der gesamte Dienstleistungssektor, der auf deren Wertschöpfungskette aufbaute, auch arbeitslos. Je größer das Verhältniss zwischen beiden wird, desto instabiler wird auch die ganze Wirtschaft.


Wenn ich jetzt nochmal kurz auf das Hartz4 zurückkommen darf.
In der letzten Woche, war in der Bild(ja, ich weis, dreck´s Blatt^^)eine Seite zu Hartz4 abgedruckt.
Da haben Sie mal zusammengerechnet, was man mit und was man ohne Arbeit bekommen würde.
Da hatte eine Familie mit 2 Kindern nur 100€ im Monat weniger gehabt, wenn Sie Hartz4 bekommen hätten, als zu Arbeiten.
Oder besser noch, eine Alleinstehende Frau mit 3 Kindern, hatte 200€ MEHR bekommen, wenn Sie Hartz4 bekommen hätte.
Irgendetwas läuft doch da falsch.

Natürlich läuft da was falsch - und du hast es doch selbst in deinem zweiten Satz geschrieben: BILD
Nachdem, was ich über die Geschichte mitbekommen habe, hat BILD mit den höchstmöglichen Sätzen für die HartzIV-Familie gerechnet, wärend sie bei der arbeitenden Familie z.B. Kinder- und Wohnungszuschüsse ""vergessen"" hat, so dass im Vergleich zu anderen Rechnungen ~500€ weniger rauskamen.

Prinzipiell es ist in Deutschland schlichtweg unmöglich, als Arbeiter weniger Geld zu erhalten, als ein HartzIVer - denn es gibt schlichtweg einen fließenden Übergang "HartzIV ohne Job" - "HartzIV mit Zuverdienst" - "Job mit HartzIV-Aufstockung" - "Job mit anderen Zuschüssen" "Job". Wer wenig verdient, bekommt vom Staat zwar nicht soviel Unterstützung, wie jemand, der gar nichts verdient, aber nicht soviel weniger, wie er selbst erarbeitet.
(Noch jedenfalls. Es sind afaik Pläne am laufen, HartzIVern die ersten 200€ Zuverdienst voll von HartzIV abzuziehen. Garantiert ein ungeheurer Anreiz...)

Fazit: Finger weg von Bild. (Denen kann man nicht mal trauen, wenn sie "echte" Familien statt Beispielrechnungen präsentieren. Gegen das, was bei Springer unter "Journalismus" läuft, ist Fudzilla Pulitzerpreis verdächtig)


Wer geht denn da auch zum Verleiher? Da er ja von der ARGE dort hingeschickt/zwangsrekrutiert wurde, hätte er mal besser dahin gehen sollen. Auch gegen diese Sperre hätte er sich wehren können, für sowas gibt es Sozialgerichte.
Wenn er den Bescheid bekommt, das er kein Geld mehr bekommt oder was auch immer und dagegen in Widerspruch geht wird dieser Bescheid solange NICHT WIRKSAM, bis die Sache vor dem Sozialgericht geklärt ist. Wär ja noch schöner.....
Dann sollte er besser auf seine Rechte achten bzw. diese besser kennen:schief:

Recht haben und Recht kriegen sind in Deutschland zwei paar Schuhe und um an das höhere von beiden ranzukommen, sollte man nen dicken Stapel Geld als Tritthilfe aufstapeln können.

Richtig sowas nennt sich Prozesskostenbeihilfe. :daumen:

Gesetzt den Fall, der geneigte HartzIVer, der zum letzten mal vor 30 Jahren auf der Realschule was über Gerichte gehört hat, weiß davon und kommt mit einer Bürokratie klar, die manch Hochschulabsolvent nicht kapiert:
Die "kriegt" man nicht einfach. Die kann man beantragen. Dann wird der Antrag geprüft. Ggf. bewilligt.
Für jemanden, der ein bißchen Geld hat und einen Anwalt, der ihm Teile der Bürokratie abnimmt, kein großer Unterschied. Für jemanden, der anfängt Teile seiner Wohnungseinrichtung zu versetzen, weil "kein Geld" eben nichtmal bis zur Monatsmitte reicht, sieht die Welt anders aus.


ich will nich wissen was du gemacht hast^^

In Zukunft sollen HartzIVer ihre Zeit mit der doppelten Dosis Bürokratie verbringen.
 
Der Haken ist aber, dass innerdeutsche Dienstleistungen keine neuen Werte ins System bringen -> davon kann nur solange jemand leben, solange jemand anders dies macht. Brechen Teile des primären oder sekundären Sektors weg, ist der gesamte Dienstleistungssektor, der auf deren Wertschöpfungskette aufbaute, auch arbeitslos. Je größer das Verhältniss zwischen beiden wird, desto instabiler wird auch die ganze Wirtschaft.
Dass es übel aussieht, wenn wir das mal verlieren sollten, will ich garnicht bestreiten, aber die Wertschöpfung erfolgt eben durch tendenziell immer weniger Leute mit immer besserer Ausbildung. Und wir brauchen IMHO auch kein gigantisches Wirtschaftswachstum, viel wichtiger wäre ein etwas stetigeres bzw. nachhaltigeres, das sich nicht alle paar Jahre wieder in Luft auflöst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Recht haben und Recht kriegen sind in Deutschland zwei paar Schuhe und um an das höhere von beiden ranzukommen, sollte man nen dicken Stapel Geld als Tritthilfe aufstapeln können.

Dann hast du aber bestimmt schon viele Erfahrungen mit deutschen Gerichten gesammelt, um solche Behauptungen zu äußern. Es gibt genug Gerichtsurteile (sogar vorm BGH) die zu Gunsten von Hartz4-Empfängern entschieden wurden und das bei denen wohl nicht viel, bis gar kein Geld, zu holen ist dürfte auch für dich kein Geheimnis sein.


...Gesetzt den Fall, der geneigte HartzIVer, der zum letzten mal vor 30 Jahren auf der Realschule was über Gerichte gehört hat, weiß davon und kommt mit einer Bürokratie klar, die manch Hochschulabsolvent nicht kapiert ...

Gut Wissen sei da vorausgesetzt, da geb ich dir Recht, um sich aber dieses Wissen anzueignen ist nicht immer ein Hochschulabschluss nötig. Mal so nebenbei ... sind für dich alle mit einer Schulbildung unter diesem Niveau dumm? Ich hoffe doch sehr stark das das nicht der Fall ist, weil sich das doch sehr danach anhört. Es soll sogar Hartz4-Empfänger geben die Anträge stellen wovon der Vermittler (ob beabsichtigt oder nicht) noch nicht mal was gehört hat, hab da selber die Erfahrung mit gemacht und ich hab selbst "nur" Realschule.


Die "kriegt" man nicht einfach. Die kann man beantragen. Dann wird der Antrag geprüft. Ggf. bewilligt.

Auch das ist wahr, aber die Aussage das man die einfach so bekommt ("kriegt"), wurde weder von mir noch von nyso geäußert, also keine Wörter in andere Münder legen, die so nie gesagt wurden. Wenn das jedoch nur ein Zusatz zu unserer Aussage war, ist dieser berechtigt und hätte Erwähnung finden müssen.


Für jemanden, der ein bißchen Geld hat und einen Anwalt, der ihm Teile der Bürokratie abnimmt, kein großer Unterschied. Für jemanden, der anfängt Teile seiner Wohnungseinrichtung zu versetzen, weil "kein Geld" eben nichtmal bis zur Monatsmitte reicht, sieht die Welt anders aus.

Oha, muss mal kurz schmunzeln, aber die Vorstellung das ein Hartz4-Empfänger zur Monatsmitte hin seine Wohnungseinrichtung zum Pfandhaus bringt ist doch sehr weit ausgeholt und klischeehaft, meinst du nicht? ;)
Klar gibt es solche Fälle, das will ich nicht bestreiten, aber selbst diese haben die Möglichkeit sich zu wehren und da ist Geld für einen berechtigten Rechtsstreit eher das geringste Problem, glaub mir.


In Zukunft sollen HartzIVer ihre Zeit mit der doppelten Dosis Bürokratie verbringen.

Da kann ich mich nur nyso anschließen, als ob diese Bürokratie in Sachen Hartz4 nicht schon genug wäre, immerhin muss man jetzt schon alle 2 Monate eine Wiedereingliederungsvereinbarung unterschreiben und sich in dieser schon entscheiden, wie oft man in dieser Zeit zu Bewerbungsgesprächen fährt und wie viele Bewerbungen man schreibt und das ist Tatsache, da es für sowas jetzt Pauschalen von der ARGE gibt.
 
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So, hab zwar nur den ersten Post gelesen, will aber auch mal meinen Senf dazu geben, bevor den Rest noch durchlese..

Also so verallgemeinernd kann man das nicht sagen, da es die "faulen" Säcke gibt und aber auch Leute, bei denen es nicht geht.

Beispiel:

Mein Kumpel knickte sich vor über einem Jahr den Fuß bei der Arbeit um, war danach einige Wochen krank geschrieben bis von den Ärzten nach 6 Wochen endlich mal festgestellt wurde, das Splitter im Fuß rumschwimmen, also ab zu OP und Reha etc... wieder vergingen etliche Wochen, bis vom Amtsarzt bestätigt wurde, es seie alles verheilt... Bumm - Kündigung und Arbeitslos. Zwei weitere Spezialisten widerlegen die Aussage des Amtsarztes, da immer noch Splitter vorhanden wäre, eine weitere OP jedoch nicht viel bringen würde und sie daher zu einer Umschulung raten, was das Amt jedoch ablehnt und auf die Aussage des Amtsarztes beharrt und behauptet, er könne wieder arbeiten gehen. Tja das geht in seinem derzeitigen Beruf und nun wird schon seit Ewigkeiten darüber gestritten.... Und irgendwann wirds wohl auch H4 werden, wenn sich da nicht bald was ändert....

Wenns aber um die "faulen" Säcke geht, die einfach nur kein Bock haben zu Arbeiten und sichs auf Vater Staat gut gehen lassen, bin ich voll und ganz der Meinung des Threadstellers. Denen sollte ma richtig in Arsch getreten werden, denn so schwer wie es immer heißt, ist es gar nicht, ne neue Arbeitsstelle zu finden. Man muss nur wollen. Ich war letzten Februar auch 2 Monate arbeitslos. Doch in der Zeit hatte ich kaum Freizeit, Bewerbungen etc..... den ganzen lieben langen Tag und siehe da... ich hatte wieder was gefunden, wobei man noch anmerken sollte, dass ich frisch aus der Lehre kam und für frisch ausgelernte die Arbeitssuche im allgemeinen schwerer ist, als für Berufserfahrene Leute...

Zum anderen kommt noch, dass ich mich nun mit der Bundeswehr streiten musste, weil sie mich einziehen wollte:

Mich: Arbeitsvertrag, nebenberufl. Studium zum staatl. gepr. Techniker..... und wer sitzt daheim arbeitslos rum??? Sollen sie doch die Arbeitslosen jungen Leute zur Bundeswehr holen. Dann sind die wenigstens mal für 9 Monate versorgt und vllt. gefällts ihnen ja !?

Glaub ich hab erstmal alles, was mir eben so im Kopf rumschwirrte...
 
Äh, das erinnert zu stark an Nationalsozialismus und Kommunismus!

Naja, Kommunismus eher nicht. Das ist ein System der neuen Zeit und hat sich als nicht realisierbar erwiesen.

Nationalsozialismus gibts seit Menschengedenken und er holt die Menschen auch immer wieder ein.

Nur suchen sie halt verzweifelt nach einer Möglichkeit ihn so lange wie möglich hinaus zu zögern.

Dummerweise beginnt er immer mit einem Krieg oder einer Revolution. Mehr Auswege gibts letztendlich in einem freien System nicht.

Willst den Leuten helfen, brauchst irgendwann einen Krieg, um dir die entsprechenden Devisen zu besorgen.

Hilftst ihnen nicht tust du sie automatisch ausgrenzen und über kurz oder lang werden sie dir dafür den Kopf abschneiden.

Tja.... so ists nunmal in einer Welt wo nur einer die Macht besitzt, Heil King Buck :hail:
 
Dass es übel aussieht, wenn wir das mal verlieren sollten, will ich garnicht bestreiten, aber die Wertschöpfung erfolgt eben durch tendenziell immer weniger Leute mit immer besserer Ausbildung. Und wir brauchen IMHO auch kein gigantisches Wirtschaftswachstum, viel wichtiger wäre ein etwas stetigeres bzw. nachhaltigeres, das sich nicht alle paar Jahre wieder in Luft auflöst.

Ich persönlich wäre für gar kein Wirtschaftswachstum (sondern Konstanz), in der heutigen Welt kann man den Lebensstandard wesentlich dauerhafter verbessern, wenn man statt einer Einnahmensteigerung eine Verringerung der Ausgaben, sprich der Verbräuche anstrebt.
aber wen interessiert schon, wofür ich bin. Oder was nachhaltig ist :ugly:



Dann hast du aber bestimmt schon viele Erfahrungen mit deutschen Gerichten gesammelt, um solche Behauptungen zu äußern. Es gibt genug Gerichtsurteile (sogar vorm BGH) die zu Gunsten von Hartz4-Empfängern entschieden wurden und das bei denen wohl nicht viel, bis gar kein Geld, zu holen ist dürfte auch für dich kein Geheimnis sein.

Den letzten Halbsatz kann ich ganz einordnen - und ja: Mir sind einige Erfahrungen mit deutschen Gerichten bekannt, die sich erst nach einer langen Durststrecke auszahlten. Das liegt imho auch im System und in unseren Mitmenschen begründet - die Leute, die es sich (genauer: Eine entsprechende Rechtsschutz) leisten können, klagen auch bei geringen Erfolgsaussichten, andere treiben absurde Forderungen durch x-Instanzen und natürlich wäre es da höchst zweifelshaft, wenn man pauschal allen die Anwaltskosten vorstreckt. Die Kehrseite der Medaille ist aber eben, dass Leute, die Anwaltskosten nicht vorstrecken können, ein ziemliches Problem haben.


Gut Wissen sei da vorausgesetzt, da geb ich dir Recht, um sich aber dieses Wissen anzueignen ist nicht immer ein Hochschulabschluss nötig.

Das wollte ich auch nicht aussagen. Das Akademikerbeispiel bezog sich nur auf die Bürokratie. Da haben Leute mit höherem Bildungsabschluss i.d.R. den Vorteil, dass sie deutlich mehr Übung im Umgang mit z.T. sehr komplex formulierten Textren haben.
Von seinen Rechten muss man einfach nur wissen und im Prinzip ist gar keine Bildungsinstitution dafür zuständig, sie einem mitzuteilen, sondern das Amt. Problematisch wird das eben, wenn es um Regeln geht, die einen vor der Willkür desselben schützen sollen...

Mal so nebenbei ... sind für dich alle mit einer Schulbildung unter diesem Niveau dumm? Ich hoffe doch sehr stark das das nicht der Fall ist,

Ist nicht der Fall, dazu kenne ich eindeutig zu viele intelligente Menschen ohne höhere Schulbildung (und zuviele dumme mit).
Wie gesagt: Es gibt zwangsläufig einen gewissen Zusammenhang zwischen dem gewählten Bildungsweg und der Übung mit gewissen Problemstellungen. D.h. nicht, dass es keine Hauptschüler gibt, die einen Versuchsaufbau genauso gut/schlecht durchplanen könnten wie ich - aber sie müssten eben Schritt für Schritt vorgehen (und auf viele Unterlagen zurückgreifen), was mühselig und zeitaufwendig ist.
Umgekehrt fasst sich jeder mit ner handwerklichen Lehre an den Kopf, wie ich verzweifelt versuche, aus einem Metallklotz einen Kühler zu basteln, der die geplante Form hat. "zu dumm" ist imho ein sehr relativer Ausdruck. (und zudem gibt es oft auch noch einen erheblichen Unterschied zwischen der Fähigkeit von jemandem, etwas zu durchdenken, seinem Wissen um diese Fähigkeit und seine Bereitschaft, sie einzusetzen. Hab das häufiger in Diskussionen/Überlegungen, dass Leute sehr überrascht feststellen, dass sie mit sehr wenig zusätzlichem Wissen in der Lage wären, ihre scheinbar/tatsächlich komplexen Fragen selbst zu beantworten, wenn sie ihrem eigenen Hirn mal etwas zutrauen würden)

Auch das ist wahr, aber die Aussage das man die einfach so bekommt ("kriegt"), wurde weder von mir noch von nyso geäußert, also keine Wörter in andere Münder legen, die so nie gesagt wurden. Wenn das jedoch nur ein Zusatz zu unserer Aussage war, ist dieser berechtigt und hätte Erwähnung finden müssen.

Sieh es als Zusatz. Eure Schilderung erweckte zumindest bei mir den Eindruck, dass man sehr leicht drankäme. Imho ist das ein sehr wichtiger Aspekt, denn so schlecht ist unser Rechtssystem dann doch nicht, dass sich jemand, der klar im Recht ist, große Sorgen darum machen muss, dass er nach einem Gerichtsverfahren schlechter dasteht, als vorher.
Das Problem liegt eben eher in der Zeit des Verfahrens selber.


Oha, muss mal kurz schmunzeln, aber die Vorstellung das ein Hartz4-Empfänger zur Monatsmitte hin seine Wohnungseinrichtung zum Pfandhaus bringt ist doch sehr weit ausgeholt und klischeehaft, meinst du nicht? ;)

Jemand, dem sein HartzIV (zu unrecht) gekürzt wurde, kann das imho durchaus passieren. (gibt Leute, denen es einfach aufgrund ihrer Unfähigkeit, zu haushalten, auch so passiert :ugly: )
Und wenns erstmal soweit ist, hat man eben ein Problem - Anwälte mögen ein "können sie mir helfen ich hab kein Geld" afaik nicht.
 
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