Zen 3 IF Clock 2000MHz

HeinzNurgmann

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo,

hat einer von euch schonmal bei den 5000ern testen können, ob bei ihm ein IF Clock von 2000 klappt? Oder einen Überblick, wie viele Leute prozentual das hinkriegen?

Ich habe mir vor kurzem nämlich 2*16 GB Trident Z RGB 4000 mit 17-18-18-18-38 geschossen und überlege, ob ich die zurücksende, da (zumindest ohne angeblich kommende BIOS updates) scheinbar fast niemand nen 1:1 bei 4000ern zum laufen kriegt und daher ich einiges an Geld zum Fenster rausgeworfen hätte. Ich könnte halt immer noch die dann später nochmal kaufen, kosten zwar jetzt 15 € mehr, aber das wäre dann auch okay. Meinungen dazu? (Gepaart würde es mit einem 5900x)
 
Was erhoffst du dir denn von der Information?

Wenn ich dir jetzt beispielsweise sagen könnte, dass jeder Dritte Ryzen59xx die 2GHz IF stabil schafft (was realistisch ist sofern Board und BIOS mitspielen - aktuell ist der Erfolg eher selten weils die CPUs erst wenige Wochen gibt und die BIOSe entsprechend noch gefühlt Betastatus haben) - was hilft dir das? Du hast weiterhin keine Ahnung ob deiner es schaffen wird bevor du es ausprobierst.

Wenn du die RAMs schon hast ists doch wurscht. Bau sie ein und betreibe sie wenns geht mit 2000IF und wenns nicht stabil ist eben mit 1900 IF (DDR4-3800). Der Unterschied ist so minimal dass du Schwierigkeiten bekommen könntest ihn zu messen, fühlbar ist das niemals.
 
Wenn du die RAMs schon hast ists doch wurscht.
Noch ist er keine 14 Tage da (daher rückgebbar), und die CPU wird es nicht rechtzeitig schaffen, leider kann ich es daher nicht testen. Daher hoffe ich letztlich auf eine Einschätzung, ob die Wahrscheinlichkeit, dass es mit 2000 if clock läuft, groß genug ist, um die 100€ Aufpreis gegenüber 3600er Ram zu vertreten.

Gerade habe ich dieses Spreadsheet gefunden:
Da sieht es noch reichlich mager aus!

Der Zen 2 infinity fabric ist im gleichen Prozess gefertigt wie beim Zen 3, oder?
 
ZEN2 ist zwar im gleichen Prozess gefertigt aber ZEN3 hat einige Optimierungen erfahren.
2000IF 1:1 mit ZEN2 zu erreichen ist so gut wie unmöglich, da brauchsten GoldenSample. Für ZEN3 ist 2000IF etwa das, was 1900IF für ZEN2 war. Die guten schaffens, die weniger guten nicht - oder anders gesagt pack auf alle ZEN2-Werte 100 MHz drauf dann haste etwa die Chance bei ZEN3.

Die Frage ist aber nicht, wie hoch die Chance ist eine CPU zu erwischen die das stabil kann, die korrekte Frage lautet:
"Bist du bereit, für eine kaum messbare und nicht fühlbare Mehrleistung 100€ zusätzlich auszugeben?"
Denn nur wenn du das klar mit ja beantworten kannst hat diese Diskussion überhaupt einen Sinn, denn dann gehts drum die letzten 0,5% Benchmarkpunkte zu jagen und dann gehste auch Subtimings suchen und kaufst notfalls mehrere 5900X bis du einen hast ders schafft.

Wenns dagegen nicht auf Benchmarks ankommt ist es völlig schnuppe ob dein RAM 3600 oder 3800 oder 4000 MHz läuft. Ich hab sogar nur 3200 MHz RAM aufm 5950X und erreiche nahezu alle Leistungswerte (abseits synthetischer RAM-benchmarks) wie Reviews mit deutlich höheren RAM-Taktraten.
 
Ich hätte als kleiner "Sparfuchs" wohl direkt zu 32 GB DDR4-3600 gegriffen. Die Unterschiede sind doch nur riesig, wenn man mit DDR4-2400 RAM vergleicht oder zumindest gering zwischen 3600 und 4000.

Auf der anderen Seite könntest du den RAM natürlich behalten, auch wenn du den Ryzen schon hättest und er einen IF-Takt von synchron 2000 MHz zu DDR4-4000 nicht mitmacht.
Man könnte dann absichtlich auf 3733 herunter gehen und die Timings weiter verschärfen.
 
Es kommt auch extrem drauf an was man macht (neben dem "Euro pro Performanceunterschied Verhältnis" das über 3600 MHz immens schlecht wird). Wenn du einen Ryzen5000 hast dann haste auf jedem Chiplet 32 MB L3-Cache. Die Geschwindigkeit des IFs und des RAMs wird erst dann überhaupt relevant wenn ein Cache-Miss stattfindet und Daten über den IF rangeschafft werden müssen die nicht sowieso schon da waren. Je größer der L3-Cache ist, desto geringer wird der Vorteil durch schnellen RAM da die Zugriffe auf letzteren seltener werden. (Unter anderem) Deswegen ist der Effekt von schnellem RAM/IF bei ZEN2 (der noch CCX hatte die über den IF miteinander reden mussten) noch ausgeprägter als bei ZEN3 (der den IF nur braucht um zwischen Chiplets oder zum RAM zu kommunizieren). Je mehr jetzt eine Anwendung Richtung "Viele Berechnungen mit immer den gleichen Daten" geht (etwa KI-Berechnung in Spielen mit immer gleichen Routinen) desto weniger wird schneller RAM bringen da die Daten eh alle im Cache sind. Wenn die Anwendung dagegen eher "wenig Berechnungen mit sehr vielen Daten" ist (etwa Datenkompression großer Archive) dann wird RAM/IF auch merklich mehr Performance bringen.

Aber lange Rede kurzer Sinn, wie gesagt wenn du das letzte Prozent haben willst nimm den 4000er und feintune so lange bis es läuft (notfalls mit anderer CPU), wenn dir Benchmarks egal sind kannste dir die 100€ sparen und ganz gewöhnlichen 3600CL16 einbauen. :-)
 
Super geschrieben. :kuss:
Mein oller 2600 schafft immerhin 3,9 GHz bei 1,13 Volt, ist also kein übles Stück Silizium für damalige Verhältnisse. :D
Man könnte sagen, dass RAM aufgrund des überarbeiteten Designs (CCX = CCD = 8 Kerne) bis zum 5800X Achtkerner im Vergleich zu früheren Ryzen eine eher untergeordnete Rolle spielt?
Günstiger RAM zwischen DDR4-3200 und -3600 sollte reichen, wenn es nicht die letzten 5 FPS sein müssen.

Wenn es viel Ausschuß gibt oder AMD diesen sammelt, könnte es auch erstmals Ryzen 10-Kerner geben. Das war ja bisher durch die 4-Kern-CCX technisch unmöglich, nun wären 2 5-Kern-CCD möglich. :fresse:
 
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