Mein Reserator 1V2 hatte nun wirklich nicht genug Kühlleistung für mein System, aber ich hatte keine Lust mein lüfterloses System aufzugeben. Deswegen wollte ich das Gerät ein wenig tunen um so etwas mehr Leistung herauszukitzeln.
Bekannt sind die Grenzen der internen Pumpe, die musste also schon mal weichen. Eine gebrauchte HPPS Plus konnte ich in der Bucht schießen.
Genauso bekannt ist dass Zalman nicht dafür sorgt dass das Wasser in dem Behälter halbwegs zirkuliert sondern diesen nur als großen Ausgleichsbehälter betreibt. Von dem Schlauchmod hatte ich gelesen, mein Gedanke war jedoch, das warme Wasser möglichst zu zwingen an der Außenwand hochzulaufen um eine echte Kühlung zu schaffen. Erster Gedanke: Wir stellen in der Mitte ein langes Kupferrohr hin, mit dem wir oben abgekühltes Wasser ansaugen (Füllstandsschwankungen müssen beachtet werden, also nicht zu lang). Dann dachte ich: Vielleicht kann man den Weg des Wassers ja noch verlängern. Also zweite Überlegung: Wir setzen an das Kupferrohr außen eine Spirale, damit das Wasser schön im Kreis läuft. Die Spirale baut man, indem man sich runde Kupferbleche mit einem Loch in der Mitte macht, diese radial einschneidet und aufbiegt. Aus 15 solcher Ronden entsteht dann eine Spirale mit 30 mm Steigung, 90 mm außen und 28 mm innen.
Nun, Kupfer stellte sich als viel zu teuer heraus. Alleine die Ronden hätten 75 Euro gekostet - dafür bekomme ich schon einen vernünftigen Radi...
Also marschierte ich zu unserer Ausbildungsabteilung mit ein paar Zeichnungen in der Hand, und die bauen mir die Spirale jetzt aus Aluminium.
Meine neue Kühlung wird dann so aussehen:
Modifizierter Zalman Reserator 1 V2 - HPPS Plus - EK Water Blocks Supreme HF (Intel i5 4570 3,6 GHz) - EK Water Blocks Fullcover für Radeon HD 7870.
Eine Temperaturanzeige von Innovatek habe ich mir auch noch bestellt, um mal zu sehen was da überhaupt an Temperaturen auftritt. Sollte es so noch nicht genügend Reserven haben liegt noch ein 360er Radi bei mir den ich auch gebraucht bekommen habe, den könnte ich noch integrieren.
Im Anhang ein CAD-Screenshot von dem Innenleben. Modifikationen am Reserator sind fast keine notwendig, man entfernt nur die Pumpe und schließt den Kabelzugang. Mit einem kurzen Stück Schlauch welches an das Innenrohr angeschlossen wird stellt man den Kreislauf her. Sicherlich wird die Spirale außen an der Wand des Reserators nicht komplett abdichten, aber das muss sie auch nicht. Eine bessere Zirkulation und Konvektion und somit bessere Kühlleistung wird man allemal erreichen.
Vielleicht interessiert sich ja der eine oder andere dafür. CAD-Modelle (STEP oder Parasolid oder SolidWorks) auf Anfrage (PN)
Bekannt sind die Grenzen der internen Pumpe, die musste also schon mal weichen. Eine gebrauchte HPPS Plus konnte ich in der Bucht schießen.
Genauso bekannt ist dass Zalman nicht dafür sorgt dass das Wasser in dem Behälter halbwegs zirkuliert sondern diesen nur als großen Ausgleichsbehälter betreibt. Von dem Schlauchmod hatte ich gelesen, mein Gedanke war jedoch, das warme Wasser möglichst zu zwingen an der Außenwand hochzulaufen um eine echte Kühlung zu schaffen. Erster Gedanke: Wir stellen in der Mitte ein langes Kupferrohr hin, mit dem wir oben abgekühltes Wasser ansaugen (Füllstandsschwankungen müssen beachtet werden, also nicht zu lang). Dann dachte ich: Vielleicht kann man den Weg des Wassers ja noch verlängern. Also zweite Überlegung: Wir setzen an das Kupferrohr außen eine Spirale, damit das Wasser schön im Kreis läuft. Die Spirale baut man, indem man sich runde Kupferbleche mit einem Loch in der Mitte macht, diese radial einschneidet und aufbiegt. Aus 15 solcher Ronden entsteht dann eine Spirale mit 30 mm Steigung, 90 mm außen und 28 mm innen.
Nun, Kupfer stellte sich als viel zu teuer heraus. Alleine die Ronden hätten 75 Euro gekostet - dafür bekomme ich schon einen vernünftigen Radi...
Also marschierte ich zu unserer Ausbildungsabteilung mit ein paar Zeichnungen in der Hand, und die bauen mir die Spirale jetzt aus Aluminium.
Meine neue Kühlung wird dann so aussehen:
Modifizierter Zalman Reserator 1 V2 - HPPS Plus - EK Water Blocks Supreme HF (Intel i5 4570 3,6 GHz) - EK Water Blocks Fullcover für Radeon HD 7870.
Eine Temperaturanzeige von Innovatek habe ich mir auch noch bestellt, um mal zu sehen was da überhaupt an Temperaturen auftritt. Sollte es so noch nicht genügend Reserven haben liegt noch ein 360er Radi bei mir den ich auch gebraucht bekommen habe, den könnte ich noch integrieren.
Im Anhang ein CAD-Screenshot von dem Innenleben. Modifikationen am Reserator sind fast keine notwendig, man entfernt nur die Pumpe und schließt den Kabelzugang. Mit einem kurzen Stück Schlauch welches an das Innenrohr angeschlossen wird stellt man den Kreislauf her. Sicherlich wird die Spirale außen an der Wand des Reserators nicht komplett abdichten, aber das muss sie auch nicht. Eine bessere Zirkulation und Konvektion und somit bessere Kühlleistung wird man allemal erreichen.
Vielleicht interessiert sich ja der eine oder andere dafür. CAD-Modelle (STEP oder Parasolid oder SolidWorks) auf Anfrage (PN)

. Zwar ist es in Punkto Wärmeübergang prinzipiell kein Fehler die Strömungsgeschwindigkeiten zu erhöhen, um im Idealfall die laminare Grenzschicht aufzulösen, aber das ändert bei einem passiven Konvektor-Radi wie dem Reserator nichts daran, dass nicht mehr Wärme auf der Luftseite abgeführt wird, solange sie nicht aktiv belüftet wird. Da Luft auf´s Volumen bezogen eine massivst geringere Wärmekapazität besitzt als Wasser, gehen jegliche Bemühungen den Wärmeübergang der Wasserseite zu verbessern ins Leere, weil nach wie vor die Luftseite limitiert. Man sollte sich bitte nicht von den reinen Zahlenwerten der spezifischen Wärmekapazitäten täuschen lassen, nach denen Luft mit ca. 1000 Ws/(kg*K) nur vier mal weniger spezifische Wärmekapazität hat als Wasser mit ca. 4180 Ws/(kg*K). Wie die Einheit zeigt, bezieht sie sich auf die Masse. Wer sich nun vor Augen hält welches Volumen einem kg Luft entspricht und welches einem kg Wasser (also 1l), dem wird schnell klar, dass die Luftseite massivst benachteiligt ist, was den Wärmetransport angeht, da hier um Größenordnungen weniger Wärme transportiert werden kann als auf der Wasserseite - selbst wenn letztere ebenfalls nur konvektiert (gut 4000 mal weniger für das gleiche vorbei strömende Wasservolumen). Man muss je nach geographischer Höhenlage bei normalen Raumtemperaturen ca. 1,2m³ Luft an einer Wärmequelle vorbei bewegen, um die gleiche Wärmemenge aufnehmen wie ein vorbei strömender Liter Wasser abzugeben im Stande ist - Wärmeübergänge mal ganz außen vor. Zwar ist es bei Luft leichter die Grenzsicht zu aufzulösen, um wenigsten den Wärmeübergang nicht noch als Hindernis zu haben, aber passiv geht das halt nicht. Solange die Luft nur durch Konvektion an der vergleichsweise geringen Fläche eines Reserators laminar (inkl. Grenzsicht) vorbei strömt, ist die Luftseite dermaßen kastriert, was den Wärmeabtransport angeht, dass jegliche Verbesserungen des Wärmeübergangs an der Wasserseite wirkungslos verpuffen. Da außen ohne aktive Belüftung nun mal ausschließlich freie Konvektion herrscht, ist und bleibt der Reserator ein sehr schwacher Radiator - selbst wenn man die Wasserseite noch so ausgeklügelt verbessert. Die Änderungen die hier zur Diskussion stehen werden deshalb voraussichtlich keinen messbaren Effekt haben. Vor allem werden sie den Radiator aber nicht aus seiner sehr schwachen Leistungsklasse heraus führen. Dafür müsste man schon auf der Luftseite ansetzen. Das ist im übrigen selbst bei aktiven Radiatoren so, denn auch dort limitiert grundsätzlich die Luftseite massivst im Vergleich zur Wasserseite. Deshalb skalieren aktive Radiatoren so stark mit der Lüfterdrehzahl, während die Steigerung des Wasserdurchfluss in der Regel keinen messbaren Effekt hat