Jo. Voll beliebt, Highguard, miese Bewertungen. Ansonsten, tja, wenn man sich zum Zocken Rootkits andrehen lässt, dann kann man das machen. Sollte man aber nicht machen.
Und warum ist das so? Weil der Hersteller seine Hardware vor Jahren auf den Markt warf und sich man gerade an Windows-Standards hielt? Bei den HOTAS bin ich sogar bei dir. Zumindest als ich vor Jahren Elite Dangerous mit sowas zocken wollte, da war das ein Graus.
Highguard mag meh sein, ist aber nach wie vor ein weiteres Spiel, welches die Anforderungen hat.
Sprich: nix Linux.
Und da du das Problem mit HOTAS usw. schon kennst - das wird nicht besser.
Es gibt nur eine Lösung für diese Art Hardware, die wird aktuell nur von wenigen Mäusen/Keyboards benutzt:
reine Hardware-Profile, gespeichert auf dem Gerät selbst. Sofern dann ein generischer Treiber dafür reicht und alles andere direkt in der Hardware gesteuert und gespeichert wird - so kann man das zumindest auf einem anderen OS/Gerät vorkonfigurieren. Ist in der HOTAS-Welt aber nicht angekommen - egal ob Virpil, MOZA oder Mainstream-Kram. Das kann dann für die gesamte Peripherie gelten, die aktuell via Software gesteuert werden muss.
Ein und dasselbe wie davor. Bei den MacOS-Versionen hast euch nur das Glück, weil in USA der Marktanteil bei über 15 % liegt. Für Europa und den Rest der Welt würde es auch keine MacOS-Versionen der großen Softwarehersteller geben.
Na in vielen Bereichen wo es um Live-Events usw. geht, gab es die Software und Treiber schon immer für Windows und MacOS. Ausnahmen gab es wenige, meist war das Thunderbolt - was sowieso arg selten auf Windows anzutreffen war.
Viele haben sich für Mac entschieden. Weil es einfach stabiler lief, viel viel stabiler als die alten XP, Vista etc. Win7 wurde das erste OS wo es halbwegs stabil wurde - aber auch nicht out-of-the-box. Es hat viele Tricks gebraucht und auch nur mit ServicePack2 dann endlich gut genug. Bis dahin waren viele aber bereits super zufrieden mit ihren Macbooks. Leistung war zweitrangig, Stabilität war kritisch. Ob die Track-Analyse dann 2h oder 4h dauerte, war egal - das ist halt Vorbereitung gewesen.
15% ist keine große Zahl. In speziellen Bereichen ist das aber VIEL höher als 15%. Und das nicht in den USA, sondern global. Brauchst dir einfach mal die Fotos von mobilen DJs ansehen, wie oft da ein Macbook klebt statt Windows-Laptop.
Fühle ich nicht. Ja, auf dem Papier mag das alles stimmen. Ob ich nun unter Windows 11 oder unter Linux mit der RTX5080 unterwegs bin, ich merke es nicht.
AMD-Treiber sind stabiler unter Linux. Und besser optimiert. Nvidia hatte in den letzten paar Jahren wirklich Pech mit Treibern. Und bei Linux war das noch schlimmer. Es ist nicht unbenutzbar, aber definitiv nervig. Bedenkt man aber die Verteilung, wie viele grüne Karten es bei den Gamern gibt und wie viele rote - nix gut.
Tja, und warum ist das so? Weil man Teile der HDMI2.1 Spezifikation nicht als OSS freigeben will? Und warum will man das nicht? Weil man Leute wie dich daran hindern will die proprietäre Welt zu verlassen. Es ist nichts anderes. Aber anstatt zu jammern, dass es so ist, und deswegen weiterhin sich am Ring in der Nase durch die Arena führen zu lassen, könnte man einfach mal mit den Schultern zucken und sagen: Es reicht!
Oder man akzeptiert den geschlossenen Standard mit allen Anforderungen und Tücken und implementiert diesen entsprechend? HDMI ist etwas, was nicht weggeht. Man kann DisplayPort anhimmeln, bis man grün und blau wird.
Fakt ist: Capture Cards für DP existieren praktisch nicht. Kameras nutzen alle HDMI Ports. TVs gibt es praktisch nur mit HDMI, DP ist seltener als ein ehrlicher Politiker. Dabei rede ich nicht von spezieller Hardware wie Videomischpulte blubb, sondern der alltägliche Kram den halt jeder PC-Gamer schon mal gesehen hat.
Diese proprietäre Welt ist wohl das am weitesten verbreitete geschlossene System von allen Anschlüssen, die im Consumer-Bereich anzutreffen sind. HDMI ist ÜBERALL. Das nicht zu 100% integrieren ist einfach nur Schwachsinn. Egal wie blöd man das HDMI-Konsortium finden mag.
Redest du von OBS oder den 3rd-Party-Plugins?
Sowohl OBS Studio an sich (welches weniger Funktionen hat als die Windows-Version) als auch 3rd party Plugins.
Bei 3rd party gibt es oft gar keinen Support. Bei OBS Studio selbst ist das Build deutlich hinter der Windows-Version zurück. Einige Encoder sind nicht integriert. Auch nativer Plugin-Support (VST) funktioniert nicht. Die Liste geht noch viel weiter.
Was ist an mir dann anders als an dir? Ich zocke, ich streame ab und an (allerdings für Kumpels via Discord), ich mache Videoschnitt, ich mache meinen Office-Kram, ich entwickle. Ich verstehe deine Kritik nicht. Ich verstehe sie nur dann, wenn ich den Anspruch habe, dass Windows-only-Software auch auf Linux zu laufen hat und es nicht tut, ebenso damit, wenn Hardware mit reinem Windows-Support nicht unter Linux zu 100 % angesprochen werden kann. Ursachen sind dafür aber nicht der mangelnde Support seitens Linux, sondern die mangelnde Unterstützung dieser Hard- wie Softwareentwickler. Wäre man bei den Schnittstellen offener, der Support wäre schon längst um Welten besser als unter Windows.
kA was bei dir anders ist. Ich kann damit weder zocken (die Hauptspiele, die bei mir seit Jahren die meiste Spielzeit im Multiplayer belegen) noch kann ich damit irgendwas Produktives machen für Live Events. Weder kann ich meine Projektoren passend ansteuern (in sync mit der Hardware), noch kann ich die Hardware verwalten, updaten oder auch nur verbinden. Und auch das streamen klappt mehr schlecht als recht, weil eben die Software mit der Hardware nicht zusammenspielt. Das mag an der gewählten Hardware liegen. Ich suche mir aber nicht die Hardware, die mit Linux kompatibel ist - sondern die, die entsprechende Funktionen, Anschlüsse und Protokolle unterstützt. Und das OS wird bei Bedarf gewechselt. Die Hardware kostet mehr als das OS (inklusive passendem Gerät, welches mit dem OS klarkommt, aka Macbook blubb).
Geschlossene Schnittstellen/Protokolle/Ekosysteme sind zwar hinderlich für die offizielle Linux-Mentalität (open source, creative commons etc.), aber diese bieten eine wesentlich stabiliere Umgebung mit guter Performance und weniger Bugs durch wesentlich weniger Variablen. Ich hab da kein Problem damit, etwas zu nutzen, was von einem Hersteller lizenziert, zertifiziert und geprüft ist. Vor allem wenn es nur wenige Variablen gibt. Diese Nachteile die sonst immer aufgeführt werden sind absolut egal, wenn du z.B. bei einer Hochzeit auflegst und garantieren willst - die Software und Hardware lässt dich nicht im Stich und ruiniert kein einmaliges Event. 100% Stabil gibt es nicht, aber je mehr - desto besser. Und dafür sind geschlossene Systeme mit wenigen Variablen bei Hardware/Modellen und Softwareversionen ideal.
Vielleicht drehst du das Fähnchen aber auch einfach nur nach dem Wind deiner Argumentation? Vor 20 Jahren war das nämlich ein anderes Universum! So zu tun, als wenn sich in der Zeit nicht gewaltig was getan hätte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es sei denn
Es sei denn was?
Die Welt hat sich massiv verändert in dieser Zeit. Aber Linux hatte damals diese Probleme:
Nix kompatibel, keine Unterstützung bei üblicher Software in vielen Bereichen, miese Treiber-Situation.
20 Jahre später hat sich nicht allzu viel getan. Die übliche Software rennt immer noch nicht, die vorhandene Hardware kriegt man auch nicht zum laufen und sobald es auch nur etwas exotischer wird - kannste die Treiber sowieso vergessen.
Was sich getan hat: woohoo wir können Minecraft zocken. Und wir haben Steamdeck und eventuell kriegen wir die Machine.
Mit Linux muss ich mir immer Sorgen machen - werde ich das nächste große Spiel mit Freunden zocken können oder nicht? Wird der Kollege, der zum Jammen vorbeikommt, seine Hardware anschließen/synchronisieren können?
Wird meine nächste Hardware-Anschaffung damit 100% funktionieren?
Mit Windows muss ich das niemals. Mit MacOS - es ist immer 100% klar ob es mit der aktuellen MacOS Version kompatibel ist oder nicht. Jeder Hersteller/Anbieter gibt das offen an, wenn der Support vorhanden ist.
So lange Linux nicht diesen Status erreicht wo man nie, niemals und absolut in keinem Fall überlegen muss ob Software/Hardware/XYZ kompatibel ist - keine Option am Desktop.