Satire? Was sind das denn für Szenarien, in denen du die 144 dB nutzbaren Dynamikumfang von 24 Bit benötigst? Zur Einordnung: Typische Umgebungsgeräusche liegen selbst in einem ruhigen Zimmer immer mindestens bei 30 dB, geringere Musikpegel gehen also im Umgebungsrauschen unter, und die Schmerzgrenze liegt bei 130 dB. Und jetzt versuch mal in einer bewohnten Gegend, Musik mit 120 dB abzuspielen. Da rufen die Nachbarn nicht die Polizei, da wirst du direkt geswattet. Ich würde sagen, beim Konsum kommt man mit den 96 dB von 16 Bit sehr weit; mal ganz davon abgesehen, dass ein großer Teil der Musik ohnehin dermaßen komprimiert ist (Audio-, nicht Datenkompression), dass das Signal aussieht wie eine tote Wurst, da ist nix mehr mit Dynamik.
Bei den Samplingfrequenzen dasselbe Spiel: Selbst wenn du dich zu den Supermenschen zählen kannst, welche die Schwingungen über 20 kHz, die sich mit Samplingfrequenzen > 48 kHz aufzeichnen lassen, wahrnehmen – spätestens bei der DA-Wandlung werden diese tiefpassgefiltert und kommen nicht bei dir an.
Also, erzähl mir doch bitte, welche Unterschiede du bei einem identisch abgemischten Master zwischen 16-Bit/48 kHz und 24-Bit/96 kHz wahrnimmst.
Dass du keine dermaßen verlustbehaftete Gurke wie MP3 haben willst, wenn es verlustfrei, unkomprimiert oder wenigstens mit einem deutlich moderneren Codec ginge, verstehe ich. Aber dann würde ich eher den Service des Anbieters hinterfragen, der dich, einen ehrlichen Kunden, in eine abgeriegelte Umgebung zwingt, um dir die Qualität auszuliefern, für die du bezahlt hast, statt Linux und Browsern die Schuld zu geben.