Wikipedia aus Protest offline?

Die Leute die (fast) alle Grundlagen unserer heutigen Technik erfunden und entwickelt hatten, hatten kein Wiki und kein Internet sondern schlateten A ihr Hirn ein und B lesten Bücher (Ein Gegenstand bei dem mehrere Seiten mit textlichem Inhalt zusammengebunden sind):lol:

Ich würde dir empfehlen dich weniger auf den Google Übersetzer zu verlassen :lol:

@topic:
Richtig so, das Gesetz gehört irgendwie verhindert. Auf welchem Weg ist mir vorrangig erstmal egal, wesentlich schlimmer als amerikanische Gerichtsbarkeit gehts nicht mehr.
 
Recht hast du - nur haben diese Portale einen so riesigen Erfolg weil sie idiotensicher sind. Auf Wiki ein Suchwort eingeben und das glauben was dann da steht ist wesentlich einfacher als sich 5-10 Quellen zu suchen, diese zu vergleichen, zu verstehen, sein Hirn zu nutzen und die beste (oder kombinierte) Wahl zu speichern.
Tust du das auch selber? Für jeden kleinen Kram ein halbes Dutzend Quellen abklappern? Dann hast du beneidenswert viel Zeit.
Solche Sachen wie das Internet, Tools und eben Wikipedia wurden erschaffen, um uns das Leben und die Arbeit zu erleichtern. Das sollte man nicht außer Acht lassen. Das geht natürlich nur mit Kompromissen einher, bei Wikipedia sind sie aber mMn vertretbar.

Und um dir ein Gegenbeispiel zu geben: bevor es das Internet gab, hatten Menschen eine Enzyklopädie à la Brockhaus zuhause. Wenn sie was brauchten, haben sie darin nachgeschlagen, ebenfalls ohne groß mit anderem zu vergleichen wenn's nicht total wichtig war. Diese Verhaltensweise ist nicht ausschließlich wikipediagebunden.
 
@Skysnake: Ja, stimmt ja alles - das ändert aber nichts daran dass eine Uni/Prof die Wikipedia als Quelle durchgehen lässt oder gar empfiehlt nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.

Es geht hier NICHT um den Inhalt von Wiki oder wie gut/schlecht/allgemein/speziell oder was auch immer der ist, es geht um das Wesen von Wiki, dass jederzeit alles von jedem geändert werden kann (grob gesagt) was für wissenschaftliche Arbeiten absolut unzulässig ist.


Tust du das auch selber? Für jeden kleinen Kram ein halbes Dutzend Quellen abklappern? Dann hast du beneidenswert viel Zeit.

Natürlich nicht. Ich benutze häufig wiki, gar keine Frage. Es ging nur darum, dass die Welt nicht zusammenbricht wenns das Portal von heute auf morgen nicht mehr gäbe weil es mehr Seiten gibt die Wissen enthalten als nur Wiki.
Wiki ist ohne Zweifel sehr gut, wird aber meiner persönlichen Meinung dennoch immer noch überschätzt.
 
und wo sag ich mit einem Wort, dass das als Quellenangabe Akzeptiert wird??

Eben nirgends, weil das natürlich keiner als Quelle akzeptiert. Z.B. Für Übungszettel reicht für Konstanten auch wiki, und wurde auch oft genug gesagt, das man den Wert von dort nehmen soll, wenn aufgefallen ist, das der Wert vergessen wurde. Dafür reicht's auch. Da muss ich nicht in Tabellenwerken mit 40 stelliger Genauigkeit und asymmetrischer Fehlerangabe nachsehen.

Ok nochmals für dich....

Lehre!=wissenschaftlicher Arbeit abgesehen von der Dipl. Arbeit.

Du siehst die Verhältnismäßigkeit einfach nicht.
 
Na, das artet nicht aus, aber man muss halt unterscheiden, ob man jetzt ne Hausarbeit schreibt, ne Dipl. Arbeit, nen Paper oder nur nen verkackten Übungszettel abgeben mus,s oder auch nur einfach was grob Überschlagen will, um zu sehen ob das hin haut. Für alles muss ich unterschiedliche Quellen zur Rate ziehen, oder kann nicht das Gleiche verwenden.

Ich versteh wirklich nicht, warum man so angekratzt ist, weil auch im Unibetrieb durchaus hin und wieder auf Wiki hingewiesen wird. Nicht oft, sondern eher sehr selten sogar, aber es passiert, weil manche absoluten Basics dort einfach didaktisch sehr gut erklärt sind. Haben halt auch schon viele Leute drüber geschaut und viel Zeit gehabt, da was zu schreiben. Für so Basics kannste aber keine Zeit verschwenden.

Schau dir doch nur die 0815 Vorlesung an. Entweder zich Jahre alt, an nem anderen Skript stark angelehnt, oder an nem Buch verdammt stark angelehnt usw. Da macht sich doch kaum jemand für Grundvorlesungen die Mühe. Warum auch, das war schon alt, da gabs die meisten von uns gar nicht. Warum darauf also Zeit verschwenden. In Spezialvorlesungen sieht das dann natürlich immer gleich ganz anders aus, aber dafür sind es halt Spezialvorlesungen.

Quellenauswahl heißt halt nicht nur, was ist die beste Quelle, sondern auch, was reicht aus als Quelle und ist angemessen.
 
@Skysnake: Ja, stimmt ja alles - das ändert aber nichts daran dass eine Uni/Prof die Wikipedia als Quelle durchgehen lässt oder gar empfiehlt nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.
Als Quelle hat auch an der Uni wikipedia seine Daseinsberechtigung. Ich würde natürlich nie wikipedia als erste und einzige Quelle nehmen, wenn es um Vorträge oder ähnliches geht. Aber um sich einen Überblick zu verschaffen, ist wikipedia geeignet.

Nun ja, stellt euch mal folgendes Szenario vor:
Ein Schüler bekommt den Auftrag, über das Thema Massenspektrometrie einen Vortrag zu halten. Er wird natürlich erst mal sich fragend am Kopf kratzen und dann das Wort bei google eintippen. Letztendlich findet er diesen Artikel. Sein erster Gedanke wird sein: wtf? Sein zweiter auch. Enttäuscht, bei wikipedia nichts gefunden zu haben, mit dem er etwas anfangen kann, wird er sich alternative Quellen suchen. Letztendlich wird er etwas über das Sektorfeld-Massenspektrometer finden und das zusammen mit einem allgemeinen Aufbau des Gerätes sowie den Anwendungen, die bei wikipedia stehen, präsentieren.

Nun zu einem Studenten:
Er möchte sich auch etwas zur MS ansehen, geht auch zuerst auf wikipedia. Dort findet er erst mal oberflächliche Informationen, mit denen er sich einen Überblick verschaffen kann, aber viel mehr auch nicht. In dem Falle würde auch mal die englische Seite besucht werden, die ist meist noch etwas ausführlicher. Aber in dem Fall ist wikipedia als Quelle nicht ausreichend, sondern dient nur dazu, sich einen Überblick zu verschaffen (für das Beispiel "Vortrag an der Uni" ist MS meiner Meinung nach zu umfangreich, um das in 15min abzuhandeln).
 
So überlebenswichtig wie hier einige Wikipedie darstellen ist es nun auch wieder nicht.

Als wären das alles Leute mit Doktorentitel die da Artikel schreiben.

Mir egal was die machen:D Aber praktisch ist es schon
 
Skysnake schrieb:
Na, das artet nicht aus, aber man muss halt unterscheiden, ob man jetzt ne Hausarbeit schreibt, ne Dipl. Arbeit, nen Paper oder nur nen verkackten Übungszettel abgeben mus,s
Bei euch wird da ein Unterschied gemacht? Ich musste bisher bei Allem, was ich an der Universität in irgendeiner Form (sei es Thesenpapier, Hausarbeit, Hausaufgabe, Bibliographie etc.) abgegeben habe, die strengsten wissenschaftlichen Maßstäbe beachten. Bsp. Kurzreferat im Proseminar Landesgeschichte: 2 Quellenangaben in edierter Fassung + fachwissenschaftlicher Übersetzung der MGH, 6 Literaturangaben (Monographien und aktuelle Aufsätze, zwischen 250-300 Seiten), Darstellung der wichtigsten Strukturen bzgl. des Referatsthemas, anschließend wird eine der Quellen in Auszügen durchgesprochen mit folgender Diskussion des Seminars. Das ist das Mindeste, was man laut Vorgaben leisten sollte und muss. Selbst Referate, die absolut nichts zählen (da nicht benotet), wie z.B. in EWS, müssen fundiert sein, sprich: ausschließlich Fachliteratur verwenden; und zwar keine Überblicksbände oder Handbücher, sondern die harte Materie.
Ich persönlich würde niemals einen Artikel auf Wikipedia zur Information eines Themas in meinem Studium lesen; selbst populärwissenschaftliche Zeitschriften und Bücher sind bei uns absolut verpönt und sorgen bei Verwendung für eine anzufertigende Arbeit/Aufgabe dafür, dass der Student automatisch durchgefallen ist. Ich würde im Übrigen empfehlen, auf den Unterschied zwischen Quelle und Sekundärliteratur zu achten. Wikipedia ist nämlich grundsätzlich keine Quelle. Für den Laien ganz nett, für Wissenschaftler leider (wenn man die Wissenschaft ernst nimmt) weitgehend unbrauchbar. Ist es so schwer, in die Bibliothek zu gehen und sich ein eigenes Bild zu machen? Es gibt doch genügend Einstiegslektüre und Handbücher, zur Not gibts auch ne ganz einfache Methode: wissenschaftliche Bücher kaufen und lesen. Das bringts, und ist, sofern man die Werke in einer eigenen kleinen Bibliothek für die Nachwelt erhält, wertvoller für die Menschheit als Bestseller von Guttenberg & Co.;)
 
Bin absolut gegen diese blöde Internet Zensur, und finde den Weg von Wikipedia echt gut. man muss aber auch sagen, das man nicht wirklich auf Wiki angewiesen ist, häufig steht auch Mist drinne. Zumal man in Unis eher selten zu Wiki greift.

Ich weiß ja nicht ob einige von euch das überhaupt noch kennen, aber es gibt auch noch Bücher. Das sind die Dinger mit den bedruckten Papierseiten. Wenn Wikipedia offline geht, geht man halt mal wieder in die gute alte Bibliothek. Manch Einem würde es nicht schaden :-P und in den Unis sollte man Quellentechnisch auch eher zur guter alten Literatur greifen.

Man lernt viel mehr, wenn man mal 2-3 Bücher zu einem Thema zur Veranschaulichung und dem Durchlesen nimmt. Wikipedia ist für kurze Fragen mal ganz nett, mehr aber auch nicht.
 
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@ beren2707: Freut mich, dass ich doch nicht der einzige bin bei dem das so war/ist. :)
Das ist doch beinahe Standard an Unis. Mit Wikipedia braucht bei uns auch niemand zu kommen. Nett für einen ersten Überblick, aber das wars schon. Es geht nichts über Fachbücher. Vor allem in höheren Semester, da gibts im Internet nichts hilfreiches mehr. Dann erledigt sich das googlen von selbst.
 
@ beren2707: Freut mich, dass ich doch nicht der einzige bin bei dem das so war/ist. :)

hmm das würde ich so nicht sagen. Wikipedia ist als Quelle oftmals genauso gut wie ein "Fachbuch", wieviele Fehler in Fachliteratur zu finden sind ist abenteuerlich. Es ist wie in aller Literatur es ist immer wichtig wie man damit umgeht. Genau wie in der Fachliteratur muss man Filtern und sich darüber seine eigenen Gedanken machen. So gibt es in der Fachliteratur oftmals völlig gegensätzliche Meinungen zu ein und demselben Thema. Ich persönlich nutze Wiki gerne bei unbekannten Themen um mir einen Überblick zu schaffen und einen Einstieg in die Thematik zu vereinfachen um dann tiefer zu dringen. Natürlich würde ich Wiki in keiner offiziellen Arbeit als Quelle angeben aber es vereinfacht den Beginn einer Arbeit ungemein. Ich denke das sich Fehler dort auch schneller korrigieren als in einigen Fachbüchern in denen die selben Fehler seit 5 Auflagen nicht verbessert werden. Meiner Erfahrung nach sind die Einträge zumindest was dei Chemie angeht qualitativ sehr hochwertig. So hochwertig das zumindest für den Bereich AC/MaWi/FuMa der Prof. sagt man solle ruhig da rein schauen das taugt wohl was. Natürlich kann ich nur für mich sprechen und 5 Semester Chemie sind ja auch nicht die Welt.
 
beren, wenn ich schon lese Landesgeschichte, dann macht ihr Hausarbeiten in denen ihr etwas Interpretiert. Da ist es klar, das DU wiki nicht nutzen kannst. Aber da dann so kurzsichtig sein und das auf alle übertragen wollen ist halt sehr unglücklich.

und das mit den Büchern kannste knicken. Da hätte ich inzwischen locker 100 Bücher stehen mit nem Wert von 5000€+ Mal ganz davon abgesehen, das ich gar keinen Platz für die Bücher hätte. Das sind ja meist gleich 500 Seiten + Wälzer.

und da haste dann noch nichts gefunden...

also für mich als Physiker ist wiki nützlich, weil man oft einfach mal Faktenwissen brauch. Wie war die Konstante nochmal, wie war die Besetzung der schalen nochmal, oder was für ne Halbwertszeit hat XY noch.

das hat halt nichts mit Wissenschaft an und für sich zu tun wie bei dir. Das sind halt pur irgendwelche Definitionen und Zahlen. Ein Elektron hat halt die Ladung 1, was so und so viel coulomb sind.

Bei uns geht es ums Verständnis. Deswegen wird ja auch oft gerundet, weil x tausend Nachkommastellen unsinnig sind. Insbesondere bei Übungsaufgaben.

Und da ist Wiki geil, weil man schnell Sachen findet und sich recht sicher sein kann, das dad stimmt, da solche Artikel korrigiert und dann gesperrt werden.

Zudem sind die Querverweise klasse. Schau ich kurz nach Laser oder sonst was, und ich seh gleich die groben Arten von lassen, mit der kurzen Ausführung. Damit kann man dann oft gut abschätzen, was man braucht und holt sich dann dazu weitergehende Literatur.Man muss sich ja erst mal einen Überblick verschaffen, sonst kommt man nie zu Potte. Es gibt einfach viel zu viel zu jedem Thema. Ganz zu schweigen davon, das das Zeug schnell sich in Einzelheitennverliert-
 
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Und da ist Wiki geil, weil man schnell Sachen findet und sich recht sicher sein kann, das dad stimmt, da solche Artikel korrigiert und dann gesperrt werden.
Da muss ich dir leider Widersprechen. Wochenlang, ja sogar Monate lang stand bei Wikipedia eine falsche Van-der-Waals-Gleichung im Artikel der VdW-Gleichung (R war mit k vertauscht). Der Korrekturversuch vieler Leute wurde immer entsprechend schnell rückgängig gemacht, es war fast unmöglich, diesen Artikel zu ändern, obwohl ein Fehler drinnen war.
 
Da muss ich dir leider Widersprechen. Wochenlang, ja sogar Monate lang stand bei Wikipedia eine falsche Van-der-Waals-Gleichung im Artikel der VdW-Gleichung (R war mit k vertauscht). Der Korrekturversuch vieler Leute wurde immer entsprechend schnell rückgängig gemacht, es war fast unmöglich, diesen Artikel zu ändern, obwohl ein Fehler drinnen war.

es gibt auch Fachbücher die als Standardwerk gelten wo seit vielen Auflagen Fehler drin sind obwohl die Fehler bekannt sind und da reden wir nicht von Monaten sondernd von Jahrzehnten.
 
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