Skysnake schrieb:
Na, das artet nicht aus, aber man muss halt unterscheiden, ob man jetzt ne Hausarbeit schreibt, ne Dipl. Arbeit, nen Paper oder nur nen verkackten Übungszettel abgeben mus,s
Bei euch wird da ein Unterschied gemacht? Ich musste bisher bei Allem, was ich an der Universität in irgendeiner Form (sei es Thesenpapier, Hausarbeit, Hausaufgabe, Bibliographie etc.) abgegeben habe, die
strengsten wissenschaftlichen Maßstäbe beachten. Bsp. Kurzreferat im Proseminar Landesgeschichte: 2 Quellenangaben in edierter Fassung + fachwissenschaftlicher Übersetzung der MGH, 6 Literaturangaben (Monographien und aktuelle Aufsätze, zwischen 250-300 Seiten), Darstellung der wichtigsten Strukturen bzgl. des Referatsthemas, anschließend wird eine der Quellen in Auszügen durchgesprochen mit folgender Diskussion des Seminars. Das ist das Mindeste, was man laut Vorgaben leisten sollte und muss. Selbst Referate, die absolut
nichts zählen (da nicht benotet), wie z.B. in EWS, müssen
fundiert sein, sprich: ausschließlich Fachliteratur verwenden; und zwar keine Überblicksbände oder Handbücher, sondern die harte Materie.
Ich persönlich würde niemals einen Artikel auf Wikipedia zur Information eines Themas in meinem Studium lesen; selbst populärwissenschaftliche Zeitschriften und Bücher sind bei uns absolut verpönt und sorgen bei Verwendung für eine anzufertigende Arbeit/Aufgabe dafür, dass der Student automatisch durchgefallen ist. Ich würde im Übrigen empfehlen, auf den Unterschied zwischen Quelle und Sekundärliteratur zu achten. Wikipedia ist nämlich
grundsätzlich keine Quelle. Für den Laien ganz nett, für Wissenschaftler leider (wenn man die Wissenschaft ernst nimmt) weitgehend unbrauchbar. Ist es so schwer, in die Bibliothek zu gehen und sich ein eigenes Bild zu machen? Es gibt doch genügend Einstiegslektüre und Handbücher, zur Not gibts auch ne ganz einfache Methode: wissenschaftliche Bücher kaufen
und lesen. Das bringts, und ist, sofern man die Werke in einer eigenen kleinen Bibliothek für die Nachwelt erhält, wertvoller für die Menschheit als Bestseller von Guttenberg & Co.
