News Wie nahe sind Videospiele dem perfekten Fotorealismus?

PCGH-Redaktion

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Erreichen Videospiele endlich den Fotorealismus? In unserem Report untersuchen wir den aktuellen Stand der Technik und analysieren verschiedene Spiele, darunter auch das atemberaubende Hellblade 2.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Wie nahe sind Videospiele dem perfekten Fotorealismus?

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Bei Hellblade haben wir den schon mitlerweile erreicht in einzelnen Szenen.
 
Das auch immer eine Frage der Bildgröße. Assetto Corsa wirkt mit Mods auch schon fotorealistisch, wenn das Bild eine gewisse Größe nicht überschreitet. Ob man Hellblade auch am 100 Zoll TV mit der Realität verwechseln kann, kann ich nicht beurteilen. Ich habe aktuell nicht mal einen Fernseher.
 
Schade das es sich um ein Video handelt, nicht jeder möchte seine Zeit damit verbringen etwas anzusehen, zumal Text lesen wesentlich schneller geht. Würde mir wünschen wenn sowas in der Überschrift deklariert wird.

Ansonsten der normale clickbait der mindestens einmal im Jahr abgearbeitet wird und noch mindestens 10 Jahre zum gleichen Schluss kommen wird.

Ja, Grafik wird besser und mit drölfzehn Dioptrien ohne Brille könnte man behaupten es sähe beinahe wie die "Realität" aus, aber wie schon erwähnt. Je nach Monitorgröße bzw Pixelanzahl wird es noch Jahrzehnte dauern. Die größte Baustelle zum Schritt der besten Täuschung ist und bleibt die Darstellung und korrekte Berechnung der Beleuchtung.

Da ist Raytracing noch ganz tief in den Kinderschuhen und die aktuelle Entwicklung mit DLSS und co ist komplett kontraproduktiv in Bezug zum Kernthema.

Weiterhin ist die aktuell verfügbare Technik schlichtweg noch mit einem Faustkeil vergleichbar. Selbst eine zukünftige 5090ti ist noch Lichtjahre von der notwendigen Rechenleistung entfernt.

Die UE5 sieht nett aus und ist m.M.n. führend, aber ohne die notwendige Rohpower nutzt die beste engine nichts
 
Schade das es sich um ein Video handelt, nicht jeder möchte seine Zeit damit verbringen etwas anzusehen, zumal Text lesen wesentlich schneller geht. Würde mir wünschen wenn sowas in der Überschrift deklariert wird.
Noch besser sichtbar geht eigentlich nicht mehr :ka:
Und ich wüsste auch nicht, wie man so ein Thema ohne Video behandeln soll. Bilder sind nichts wert, es gab bereits 2007 fotorealistische Bilder aus dem ersten Crysis, guck mal, wie alt das schon ist.

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Noch besser sichtbar geht eigentlich nicht mehr :ka:
Und ich wüsste auch nicht, wie man so ein Thema ohne Video behandeln soll. Bilder sind nichts wert, es gab bereits 2007 fotorealistische Bilder aus dem ersten Crysis, guck mal, wie alt das schon ist.

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Mein Fehler :fresse:!!! Schiff schaukelt wohl zu sehr und bin in der Zeile verrutscht. Hab extra den Hinweis gesucht, aber wohl an der falschen Stelle geguckt.

Btt. sicherlich bietet sich Bildmaterial an, aber durch Videokompression und Schnullifax bzw genutztes Endgerät zur Sichtung ist das Ergebnis doch sehr subjektiv. Ich hätte mir zumindest ein kleinen TL;DR gewünscht, wenn die Überschrift vom Artikel als Frage formuliert wird.
 
Das spricht Carlo schön an.
("Lara's dreieckige Oberweite" - schön ausgedrückt :D )

Wir sind auf dem Monitor und Bildschirm nur eine minderwärtige Wiedergabe der eigentlichen Bildaufzeichnung - sei es analog/chemisch oder Digital - des Ausgangsmaterials gewohnt.

Wenn etwas hochwertiges "so schlecht" wie auf dem TV wiedergeben wird, dann sagen wir: "das sieht ja gleich aus! Voll echt".
Dabei ist das Gezeigte weit weg vom tatsächlich Echten und selbst von der Aufzeichnung des Echten nach heutigem Stand der Technik.

Was heisst "Photorealismus"? Früher waren Photos "schlechter" - anders. Schwarz-weiss, verwaschen, mit Film-Korn, Lense-flare, Reflexionen, Überblendung, Tiefenunschärfe, Entfernungsdetails, Bewegungsunschärfe. Imperfektionen, fehl-Farben, abweichenden Farb-Temperaturen und Weißabgleich Belichtungsdauer und Schlieren. Das meint ihr?
Auf der anderen Seite wird es in nachgebildeten, künstlich virtuellen Umgebungen schwer, den Detailgrad der Realität so einzufangen/wiederzugeben, wie das ein Lichtbild tut. Kontrast, Texturdetail, usw.
Habt ihr euch mal Plattenaufnahmen von 1839 oder 1890 oder Film von 1950 angeschaut? Und ich meine nicht die alten ausgeswaschenen Kindheits-Polaroids aus dem Familienalbum (und selbst die sehen trotz der verblassenden Farben noch grandios aus, wenn man auf Details achtet).
Und das Lichtspiel, Reflexionen, Brechungen und Schatten aus der Realität, die das Photo aufgrund seiner Technik herausragend einfängt ... da können rechenintensive Tricks wie Raytracing/Pathtracing und Shader heute immer noch nicht mithalten. Den "Photorealismus" von 1836? Den kriegt man heute teilweise hin.

Allein schon bei der Farbtiefe können heutige Monitore und Medientechnik für Fernsehen und Computer nicht mehr mithalten. In der Unterhaltungselektronik wird gerade frisch auf 10bit Farbtiefe je Kanal gewechselt.
Klassisches Foto/Film hat hingegen keine "Farbtiefe", die man in bit ausdrücken könnte, wie sie bei Digitalen Medien existiert. Warum? Hier wird der Film mit Schichten von Silberhalogeniden bedampft, die Licht sensitiv auf verschiedene Farben reagieren. Je nach Hersteller und Filmmaterial hat man unterschiedlich große Farbräume - innerhalb dieser wird aber die Farbe in nahezu unendlichen Zwischenstufen dargestellt.
Digitale Medien rechnen Farben Zahlenwerte zu. Sie sind begrenzt. Analoger Film ist ... naja analog!
Ein heute gängiger digitaler Photosensor schafft theoretisch maximal ~4 Billionen = 4.398.000.000.000 Farben (2^(14*3) für einen 14-bit Sensor).
Bei 8bit Farbtiefe je Kanal sprechen wir von "TrueColor" mit 24-bit Color-Depth, also ~16Mio = 16.777.216 Farben.
Die jetzt sich etablierenden 10bit je Kanal nennt man dann "Deep Color", mit 30-bit Farbtiefe kommt man dann auf ~1Mrd = 1.073.741.824 Farbwerte.

Auch die Phototechnik entwickelt sich weiter, macht mit Technikwechseln auch qualitative Rückschritte etc.
Und über die Bildpunktdichte (die ja den Detailgrad entscheidend mit beeinflusst) von Film, Foto vs. Monitoren brauchen wir auch nicht reden.
Habt ihr eine Vorstellung, was klassischer "Chemie-Film" oder heutige Digital-Photographie für Auflösungen haben?
Was meint ihr, warum alte Klassik-Filme heute immer noch so geil aussehen in 4k oder 8k, wenn man das Source-material z.B. heute mit 2700dpi abscannt und alterungsbedingte Bildqualitätsverluste aufarbeitet/bereinigt?
Zum Vergleich: 35mm-Film wir geschätzt in etwa zwischen 13,7 bis 25 Megapixels (sagen wir mal grob 20 Megapixel im Mittel) an Bilddaten zu haben - sowas müsste man mind. mit 4.000 DPI abscannen, um es authentisch zu capturen und wiedergeben zu können.
Ein gewöhnlicher Farb-Drucker druckt ein Bild in 300 dpi mit einer Auflösung von 1200 ppi - jeder Bildpunkt wird mit 4 Farbpunkten wiedergegeben. Um den Dreh liegt auch handelsübliches Photopapier.
Und jetzt kommt ihr mit euren max. 4k-Monitoren mit ...was? ... 140ppi? Oder Apple's "Retina Dsplays" wie dem 6K Pro Display XDR mit 218ppi - und auch das hat nur 10bit je Farbkanal.

Schon mal Colorbanding gesehen?

Und was ist dieses "perfekt"? Welcher Zustand? Welcher Status Quo soll erreicht werden?
 
Zuletzt bearbeitet:
...es gab bereits 2007 fotorealistische Bilder aus dem ersten Crysis, guck mal, wie alt das schon ist.
Die muss ich dann wohl verpasst haben, Dave.
Die sahen zwar gut aus, aber "Fotorealistisch" war daran (noch) gar nichts, bzw. höchstens vielleicht wenn man nicht allzu genau hinschauen wollte und selbst heute erkennt man noch ziemlich klar (allerspätestens im Detail) ob ein Bild aus einem Videospiel ist, oder real. Schlicht weil die Assests nicht an die Realität ranreichen, schlicht weil die Animationmen nicht an die Realität ranreichen, schlicht weil die Beleuchtung und die Lootdistance nicht an die Realität ranreichen (usw. usf.). ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Hellblade haben wir den schon mitlerweile erreicht in einzelnen Szenen.
ähhh ... nein.

Wäre die Szene in Realität mit Kostüm und realer Umgebung live gecaptured und dazu gleichzeitig ein "Foto" oder Film geschossen worden ... dann könntest Du dieses mal neben Deinen Monitor halten.
Dann erkennt sofort ein Blinder mit 'nem Krückstock was fotorealistischer wirkt und was Spielegraphik ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rein von der Optik der Darstellung haben wir vereinzelt schon sehr gute Grafik gesehen. Was aber an Realität noch lange nicht erreicht ist, ist die Interaktion und Effekte des Umwelt. Die natürliche Bewegungen und Wechselwirkungen von Fauna und Flora, Wetter und unbelebten Objekten sind nur angedeutet oder fehlen komplett. Es wird noch Zeit brauchen bis die Technik und Leistung eines Gaming PC ausreicht ein Natürliche Umwelt darzustellen.

Zitat Andy Warhol: „Fotorealistisch ist für Leute die keinen Blick für die Kunst haben!“
 
Fotorealismus. Weiss nicht wer sich da bei Bezug auf Spielen eine Brücke gebaut hat.
Wenn überhaupt denke ich, dass wir irgendwann eine Quali erreichen wie wir aus dem TV kennen.

Wie oft wurde in der Vergangenheit schon behauptet, der Sprung wäre jetzt zum greifen nah…

Und Hellblade sieht gut aus, aber da gleich so zu übertreiben, halte ich auch für unnötig. Vielleicht müssen manche Leute öfters mal raus gehen, damit sie wieder sehen wie die Realität aussieht.
Besonders bei Hellblade sieht man auch wieder sehr gut, dass die Kompression auf Youtube und Co. eher ein Vorteil ist. Spielt man es, ist das alles nicht mehr so magisch.
 
Ich erkenne bisher alles was ich so an Spielen kenne. Aber es ist schon so das man manchmal genau hingucken muss
 
Zitat Andy Warhol: „Fotorealistisch ist für Leute die keinen Blick für die Kunst haben!“
Der gute Andy hat es mit dem Zitat perfekt beschrieben. Wieso auch dieser Drang nach Fotorealismus? Wenn ich die Realität erleben möchte, dann gehe ich vor die Tür. In Games möchte ich lieber coole Artdesigns und verträumte Verzerrungen der Realität sehen. Wenn Fotorealismus, dann reichte mir persönlich schon komplett der Look von dieser UE5 Matrix Demo.
Ansonsten finde ich Fotorealismus als Artdesign eher trocken und langweilig.
 
Bin froh genau in der Zeit aufzuwachen um das alles entstehen und erleben zu können. Die letzten 35 Jahre waren toll.
Bei mir fast 45 Jahre. :D

Ich denke in spätestens 10 Jahre wird man richtige fotorealistische Spiele spielen können.
Welche sich hinter Hollywood CGIs nicht verstecken brauchen.

Der gute Andy hat es mit dem Zitat perfekt beschrieben. Wieso auch dieser Drang nach Fotorealismus? Wenn ich die Realität erleben möchte, dann gehe ich vor die Tür. In Games möchte ich lieber coole Artdesigns und verträumte Verzerrungen der Realität sehen. Wenn Fotorealismus, dann reichte mir persönlich schon komplett der Look von dieser UE5 Matrix Demo.
Ansonsten finde ich Fotorealismus als Artdesign eher trocken und langweilig.
Es können auch unterschiedliche Settings fotorealistisch sein.
Gemeint ist doch der Detailgrad.
 
Es können auch unterschiedliche Settings fotorealistisch sein.
Gemeint ist doch der Detailgrad.
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Was meinst du mit unterschiedlichen Settings? Fotorealismus ist doch die Realität so wiederzugeben, wie wir sie mit unseren Augen sehen und abbilden können (daher Foto).

Hohe Details können auch Comic-Looks, Pixelart usw haben. Sehe da nicht den Zusammenhang, oder meintest du was anderes?
 
Der gute Andy hat es mit dem Zitat perfekt beschrieben. Wieso auch dieser Drang nach Fotorealismus? Wenn ich die Realität erleben möchte, dann gehe ich vor die Tür. In Games möchte ich lieber coole Artdesigns und verträumte Verzerrungen der Realität sehen. Wenn Fotorealismus, dann reichte mir persönlich schon komplett der Look von dieser UE5 Matrix Demo.
Ansonsten finde ich Fotorealismus als Artdesign eher trocken und langweilig.
Eben genau das.
Die Grafik, das Rendering, die Animation sollen natürlich alle besser werden, aber ist „wie real“ ein Anspruch den man irgendwann erfüllen soll?
Für mich nicht. Man darf gerne immer erkennen, dass es ein Spiel ist.

Bin mir auch nicht sicher ob Menschen aktuell einfach offener mit ihrem seelischen Zustand umgehen, oder die Gesellschaft psychisch nicht mehr so belastbar ist. Aber nichtsdestotrotz: Wie würde sich das auf solche Menschen auswirken, wenn optisch die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwimmt.
 
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Was meinst du mit unterschiedlichen Settings? Fotorealismus ist doch die Realität so wiederzugeben, wie wir sie mit unseren Augen sehen und abbilden können (daher Foto).

Hohe Details können auch Comic-Looks, Pixelart usw haben. Sehe da nicht den Zusammenhang, oder meintest du was anderes?
Ich meine Settings wie in SciFi oder Fantasyfilmen.
Das müssen ja keine Comics sein.
Aber die CGIs sind "realistisch" gemacht.

Fotorealismus ist für mich nicht nur auf unsere Gegenwart bezogen wie wir sie kennen.
 
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