News Wie nahe sind Videospiele dem perfekten Fotorealismus?

Wer braucht denn Fotorealismus in Spielen?
Spiele sollten doch generell einen eigenen Stil haben und nicht so aussehen wie die Realität.
Wie oft im Leben sieht man den Szenen in denen die Lichtstimmung richtig Krass ist? Das kommt doch eher selten vor.
Also sollten Spiele lieber bei ihren künstlichen aber Eindrucksvollen Grafiken bleiben.

Übrigens: Das Leben ist Scheiße, aber die Grafik ist Geil
 
Ich bin da auch recht locker - freue mich über jedes wirkluch "realistisch-hübsche" Spiel, aber auch "unrealistisch-hübsche" Spiele mag ich sehr. Ich habe zum Beispiel die Optik von Mirrors Edge oder Borderlands immer geliebt, obwohl das alles andere als fotorealistisch war.

Viel wichtiger als die Optik ist und bleibt für mich das Spiel selber und auch da erstmal vorzugsweise Story, dann erst Gameplay. Ob das dann als Pixel-Art oder Hyper-realistisches Spiel ausgeführt wird ist mir recht egal - kann beides sehr immersiv sein.

ähhh ... nein.

Wäre die Szene in Realität mit Kostüm und realer Umgebung live gecaptured und dazu gleichzeitig ein "Foto" oder Film geschossen worden ... dann könntest Du dieses mal neben Deinen Monitor halten.
Dann erkennt sofort ein Blinder mit 'nem Krückstock was fotorealistischer wirkt und was Spielegraphik ist.

Schau dir mal ein wenig die Making Of Sachen zu Helblade II an. Gesichter, Bewegungen und das Kostüm wurden tatsächlich gecaptured. Ziemlich interessanter Prozess, denn gerade das Kostüm aus echten, verfügbaren Materialien anzufertigen und der Protagonistin anzulegen trägt schon deutlich zum Realismus bei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Neben Optik, fände ich eigentlich viel wichtiger, dass mal mehr Physik in Games Aufmerksamkeit erhält. In dem Falle ist es sogar egal, ob es Comicart oder Fotorealismus ist, denn zerstörbare Umgebungen und Spielereien mit Physik a la verbrennen, einfrieren, in Einzelteile schlagen macht doch viel mehr Spaß und gibt meinem inneren Monk in Gaming so ein seltsam befriedigendes Gefühl! Wer braucht schon Fotorealismus, wenn man in Teardown die Voxelgrafik komplett zerstören kann.

Dinge in Fotorealismus zerstören können, wäre dann natürlich top notch, aber davon sind wir wahrscheinlich noch Jahrzehnte entfernt, wenn man sich nur mal die Hardware Last in einem Voxelgame wie Teardown nur anschaut.
 
ähhh ... nein.

Wäre die Szene in Realität mit Kostüm und realer Umgebung live gecaptured und dazu gleichzeitig ein "Foto" oder Film geschossen worden ... dann könntest Du dieses mal neben Deinen Monitor halten.
Dann erkennt sofort ein Blinder mit 'nem Krückstock was fotorealistischer wirkt und was Spielegraphik ist.
Das ist schon verdammt nah dran. Und solche szenen gibt es viele.
Hellblade2-Win64-Shipping_2024-05-21_23-13-26-1x_GainRESV3_Natural.jpg
 
Grafik ist mir schnuppe, was zählt ist auch die Phantasie im Kopf und das Spiel an sich

spaß macht :-)

Kommt wohl daher das ich seid Ende der 80er zocke.
 
Das ist schon verdammt nah dran. Und solche szenen gibt es viele.
Ein subjektives und mit viel Tolleranz abgegebenes "verdammt nah dran" ist aber immer noch kein "Photorealismus".

Senua sieht toll aus für ein Computerspiel, keine Frage. Das ist cutting edge für diesdes Medium. Und das motion-capturing state of the art.

Wir kommen da schon irgendwann hin, dass man nicth mehr unterscheiden kann, was eine Echte Szene (ob mit Puppen aufgebaut oder als Live-action gefilmt) mit Photoaufnahmeverfahren einfgefangen ist und was gerendert wurde.

Heute ist aber nicht der Tag. Solange Blender und Architekturprogramme Tage rendnern, um glaubhafte Licht- und Schattenspiele und ausreichend Details wiederzugeben, so lange wird es in der Computerspielegraphik keinen Photorealismus geben.
Und selbst bei diesen - so gut sie auch auf den ersten Blick aussehen (und auch nur statisch als stillstehendes Bild wirken), irgendwas ist immernoch leicht off und wirkt falsch. Du kannst es evtl. nicht genau festmachen, aber ein Photo ist es nicht - wenn Du ein Photo daneben halten würdest, würdest Du das sofort erkennen:




 
Die UE5 ist da allgemein schon recht gut darin, vor allem wenn man Bilder oberflächlich betrachtet und jetzt nicht mit der Lupe durchgeht. Ich posten manchmal Screenshots von den Bergen und Inseln aus Talos Principle 2 in meinem WhatsApp Status und bekomme dann nicht selten Nachrichten wie "Schönen Urlaub wünsch ich dir." 😄
 
Nimm mal Beowulf Annimated Film von 1998 und einen anderen Film mit gleicher Hintergundgeschichte.
Millionen von Stunden Renderleistung, auch heute findet man wenig, das das and Aufwand und Ambition überbietet.

Ist das photorealistisch?
https://i.pinimg.com/originals/68/1d/a7/681da7af0a02afea3b06707f64dc90f1.jpg

Oder das?
https://www.moriareviews.com/rongulator/wp-content/uploads/Beowulf-and-Grendel-2005-7.jpg

Welches der beiden ist eine echte Aufnahme?


Aber nehmen wir mal den Ausdruck des "Photorealismus" nicht ganz so wörtlich (so realistisch wie ein Photo), sondern den künstlerischen Aspekt mit seiner Abstraktion und Interpretation...

Hier ein Ölgemälde basierend auf einer Bildaufnahme:


Ich wäre schon froh, wenn Spiele diesen Detailgrad -vorallem in Annimation- erreichen. Von mir aus auch so reduziert und abstrahiert, so dass es eher wie gemahlt wirkt. Wie Carlo schon sagt: spätestens die Bewegungen und das Lichtspiel sind dann die Archillesferse
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich glaube mit der UE 5 sind wir grafisch schon sehr nah dran. Sollten sich jetzt lieber auf mehr Immersion konzentrieren, ich will physikalisch korrekt berechnetes Wasser und bessere Animationen. In den meisten Games koennen Charaktere nicht mal vernünftig Treppen laufen oder Türen öffnen. Dazu könnte man bestimmt AI gut verwenden um das zu verbessern. Auch die AI von NPCs ist seit Jahrzehnten nicht besser geworden, dafür könnte man auch AI nutzen.
 
Ich bin bekennender Artstyle-over-Fotorealism-Enjoyer. Wir haben den Punkt, an dem mehr Grafikdetails keinen spürbaren Unterschied mehr bringen und immer stärker zu diminishing returns führen, schon seit mehreren Jahren erreicht. Es ist auch nicht nur das das Problem, sondern auch die Kosten, die für die Erzeugung dieses Fotorealismus notwendig sind als auch die Kosten der Technik, die man benötigt, um diesen Fotorealismus darstellen zu können.

Mir wäre es lieber, wenn sich Entwickler wieder mehr auf Gameplay konzentrieren würden und ggf. auch auf gute (Umgebungs-) Physik.
 
Unrecord kommt dem Fotorealismus schon recht nahe, zumindest in Teilen, was man bisher sehen konnte.
Aber das ist schon "ultrarealistisch", nicht nur fotorealistisch. :ugly:
Menschen lieben es, mit Superlativen um sich zu werfen.

Für mich ist es fotorealistisch, wenn man ein Bild aus einem Spiel macht und es neben ein Bild aus der Realität hält und ich nicht mehr sagen kann, welches aus dem Spiel ist. Könnte mir vorstellen, dass es in 10 Jahren die ersten Spiele gibt, die in Bewegung wie Filme aussehen.

Das Video zeigt sehr schön, dass wir davon noch weit entfernt sind, wenn man nicht gerade etwas an Augen hat. Aber vielleicht sieht es für manche schon echt aus, das wäre spannend.
 
Unrecord wird riiichtig krass. Alle in meinem Umfeld, die das Video gesehen haben, meinten:
"Ist das nicht ZU realistisch für einen Shooter?" :what:
 
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