Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Zero1701

Kabelverknoter(in)
Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Hallo Leute,

wollte mir demnächst einen neuen Rechner zusammenbauen und bin mal wieder auf die frage gestoßen "Wie viel Watt brauch ich ?"
Wie kann man wirklich fundiert sagen "Das NT reicht , dieses ist zu schwach . "

also an hardware dachte ich da an folgende klamotten:

- Gigabyte Sniper 3
- i7 3770K
- Hdd und ssd
- 16GB Ram (2x8)
- ne hand voll lüfter über ne lüfter steuerung
-als graka erstmal meine alte 6950 2GB OC die sich bisher mit 550 begnügt und laut hersteller 450 braucht.
evtl später sli/crossfire

Wäre für ne fundierte und gut erklärte antwort dankbar.

MFG Zero1701
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Mal abgesehen von dem überteuerten Mainboard, wird ein gutes 450W Netzteil reichen.

Am einfachsten ist es, wenn man sich entsprechende Tests der GRafikkarten durchliest, da dort auch immer die Leistungaufnahme des Gesamtsystems gemessen wird. Daran kann man sich sehr gut orientiert.
Für CF/SLI kann man ca 50% bis 75% zusätzlich dazurechnen.
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Die Methode die knoben beschreibt ist sehr brauchbar.

Falls sowas nicht zur Verfügung steht kann man sich an den TDPs der Hauptkomponenten orientieren und diese grob aufrunden:
Deine CPU hat 77W TDP --> 100W
Deine HD6950 hat 200W TDP --> 250W
Mainboard, RAM, Laufwerke pauschal 100W (wenn nicht sehr viele Komponenten verbaut werden)

und siehe da, ich komme ebenfalls auf 450W, wie schon der_knoben. Wenn man da noch ein kleines Sicherheitspolster einbaut würde ich ein gutes 500W NT kaufen.

Bei einer zweiten solchen Karte kämen nochmal 250W hinzu (zu den ursprünglichen 450) und wir landen bei 700W.


All das ist wohlgemerkt nur zu gebrauchen bei Qualitätsnetzteilen, die ihre angepriesene Leistung auch dauerhaft sauber bringen können.
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Bitte nicht :ugly:

Diese Kalkulatoren funktionieren zwar, geben aber meist zu hohe Werte aus, da die werten Herren natürlich auch was verdienen wollen.
Der verlinkte kalkuliert mir für mein System beispielsweise ein 650W-Netzteil, wo ein 500er ausreichen würde (ich hab nur deswegen ein 750er um die SLI Option zu haben ;-)).

Bei diesen Kalkulatoren würde ich daher vorsichtig sein. Die grobe Richtung stimmt aber man sollte den gesunden Menschenverstand dennoch nicht abschalten. :)
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Diese Kalkulatoren funktionieren zwar, geben aber meist zu hohe Werte aus, da die werten Herren natürlich auch was verdienen wollen.
Nein, sie gehen einfach vom absoluten Worst Case aus. Der ist in der Praxis allerdings so wahrscheinlich, dass du zu weihnachten 'ne Mondfinsternis am Mittag (in Deutschland) erleben wirst...

Der verlinkte kalkuliert mir für mein System beispielsweise ein 650W-Netzteil, wo ein 500er ausreichen würde (ich hab nur deswegen ein 750er um die SLI Option zu haben ;-))

Bei diesen Kalkulatoren würde ich daher vorsichtig sein. Die grobe Richtung stimmt aber man sollte den gesunden Menschenverstand dennoch nicht abschalten. :)
Grundsätzlich gilt bei diesen Kalkulatoren:
Niemals Laufwerke angeben!
Wenn man das berücksichtigt, sind sie gar nicht so übel und berechnen auch das, was du ungefähr brauchst. Trägst du allerdings Laufwerke mit ein, fangen diese Programme an zu phantasieren...
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Kann man zwar nehmen , es Bedarf da aber Handarbeit und Hirnschmalz daher zu umständlich
Grob gerechnet:
CPU TDP + GPU TDP + LW, HDD u. SSD je 10W ( ok meist ca 8W ) + Board 30W / 50W ( S. 1366 / 2011 ), dazu ev. Steckkarten mit 10W und ca 100W Reserve. Ist zwar eine grobe Rechnung, aber so bräuchte man RAM , Lüfter und USB Geräte nicht mitzählen.
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Nein, sie gehen einfach vom absoluten Worst Case aus. Der ist in der Praxis allerdings so wahrscheinlich, dass du zu weihnachten 'ne Mondfinsternis am Mittag (in Deutschland) erleben wirst...

Zumindest Enermax sagt da "90% Last" oder sowas standardmäßig.

Selbst im niemals auftretenden Worst Case (Furmark ohne OCP + CoreDamage) komme ich niemals auf 650W mit meinem System, das liegt dann so bei 450-500W (den genauen Wert hab ich vergessen^^). unter realer Last sinds selten über 350.

Dass die Dinger bei Laufwerken so durchdrehen war mir neu... ich hab mal meine Festplatte, das DVD-Laufwerk und die 2 SSDs weggelassen... und das Ding spuckt 130W weniger aus?! :ugly:
Ich meine ne HDD und 2 SSDs brauchen wenn sie alle unter Vollast sind noch keine 10W! Was soll denn der Mist? Warn die Programmierer an der Stelle besoffen? :hmm:
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

ICh habe meinen beQuiet mithilfe dieses Tools gewählt:

PSU-Calculator Expert / Netzteil Rechner

und bin happy :D.

Dat Dingen will mir auchn 650er/680er verkaufen... liegt quasi genauso weit daneben (rund 200W) wie der von Enermax auch. :-_-:


Die haben wohl alle den gleichen Extra-Aufschlag drauf. Ist wohl besser man verkauft 1000 überdimensionierte Netzteile statt dass sich noch einer beschweren kommt es reicht nicht wenn er vielleicht falsche Komponenten angegeben hat.
 
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Die rechnen immer zuviel. Mir empfiehlt es für mein System ein E9-680W, das dann 86% Auslastung hätte. Wie schaffts dann bloß das kleine 480W?;) Wie bereits gesagt, man kann sichs leicht errechnen und sollte ein kleines Polsterchen dazunehmen. Für Single-GPU mit OC reichen aber ~500W locker aus. Erst mit SLI/CF lohnen sich Netzteile mit 700W oder mehr.
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Bei meinem System werden auch 680 / 730W empfohlen ( ohne OC 630 - 680W ), nachgerechnet bei Meisterkühler sind ca 400W Verbrauch. Mit dem Strommessgerät komme ich beim Benchmark auf ca 390W
 
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Wenn man beim beQuiet-Kalkulator nur CPU und GPU einträgt, passen die vorgeschlagenen Netzteile.
 
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Die, die es wissen nicht. Aber ich habe es mal für die erwähnt die garantiert mit solchen Fragen kommen. Reine Vorsicht:D


Hab da keine Ahnung von und habs deswegen mal mit erwähnt.

Aber dir und allen anderen danke für die Antworten .

Werde dann erstmal mein 550 Watt BeQuiet NT weiter nehmen und dann ggf mit einer neueen oder weiteren Graka aufwerten.

Und ja ich weiß das das MB etwas überflüssig und überdimensioniert ist.
DA ich aber lieber einmal was vernünftiges kaufe anstatt nur hart an der Preis / leistungs mitte zu kratzen halte ich das sniper 3 für sinnvoll wenn man nicht in den nächsten jahren nochmal upgraden will.
und ich finde es erst recht seinen preis wert wenn man kein auch nur annährend vernünftiges MB zur hand hat . ich denke also das die investiotion von knapp 300 okken sich rentiert wenn man bedenkt das es doch
bestimmt 4-5 jahre hält und dann wahrscheinlich immer noch in der guten mittelklasse mitspielt.

oder lieg ich da falsch ?
 
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Nunja, solange man auf die bessere Soundkarte, die Netzwerkkarte und ziemlich optimale OC- sowie SLI/CF-Möglichkeiten verzichten kann, dann würde auch schon ein Board für ~120€ reichen. Nur mal so, für deine Zwecke würde ein Asrock Z77 Extreme4 oder ein Gigabyte Z77X- D3H ganz bestimmt vollstens seinen Zweck erfüllen. Das gesparte Geld könnte man entweder direkt in andere Komponenten investieren oder für andere Investitionen zurücklegen. Das Problem ist eben, dass man die auf dem Sniper 3 verbauten Komponenten nicht weiternutzen kann, wenns das Board nicht mehr tut. Da wäre eine Kombi aus günstigerem Board + Asus Xonar die bessere Wahl; eine eigene Netzwerkkarte wie 'ne Killer ist normalerweise absolut nicht notwendig, da es für das Geld praktisch nichts bringt.
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Beim Board wärst du mit dem Gigabyte Z77X auch sehr gut bedient, dazu eine Xonar DX mit knapp 60 Taler. Die Killer bringt quasi kaum Vorteile und der Creative Chip ist ein Schritt in die Vergangenheit ( Niveau der alten X Fi ). Die meisten Schnittstellen wirst du niemals nutzen wie die Steckplätze auch, das ist einfach nur Geld verbrennen
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Dass die Dinger bei Laufwerken so durchdrehen war mir neu... ich hab mal meine Festplatte, das DVD-Laufwerk und die 2 SSDs weggelassen... und das Ding spuckt 130W weniger aus?! :ugly:
Ich meine ne HDD und 2 SSDs brauchen wenn sie alle unter Vollast sind noch keine 10W! Was soll denn der Mist? Warn die Programmierer an der Stelle besoffen? :hmm:

Das liegt wohl daran dass die pro Laufwerk immer so 30 Watt einrechnen. Beim Start des Rechners zieht eine HDD in der Tat mehr als wenn sie später im Betrieb braucht aber beim Start liegt auch keine Last auf GPU oder CPU an daher kannst du das vernachlässigen.
Sofern du keine 20 Festplatten in den Rechner verbaust. :D
 
AW: Wie bestimmt man die benötigte Stärke eines Netzteils ?

Selbst im niemals auftretenden Worst Case (Furmark ohne OCP + CoreDamage) komme ich niemals auf 650W mit meinem System, das liegt dann so bei 450-500W (den genauen Wert hab ich vergessen^^). unter realer Last sinds selten über 350.
Ja, weil das nicht der absolute Worst Case ist ;)
Der absolute Worst Case wäre, dass Furmark + Prime (oder ähnliches) läuft und gleichzeitig alle Laufwerke anlaufen. Das ist der Worst Case, mit dem diese PSU Calkulatoren rechnen.

Dass die Dinger bei Laufwerken so durchdrehen war mir neu... ich hab mal meine Festplatte, das DVD-Laufwerk und die 2 SSDs weggelassen... und das Ding spuckt 130W weniger aus?! :ugly:
Ich meine ne HDD und 2 SSDs brauchen wenn sie alle unter Vollast sind noch keine 10W! Was soll denn der Mist? Warn die Programmierer an der Stelle besoffen? :hmm:
Nein, die rechnen einfach mit Peak Werten, das ist alles...
Daher kommen diese Werte zustande. Wenn man das aber weiß, kann mans ja umgehen ;)
 
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