Weltmacht IWF

Und du glaubst ernsthaft das sich innerhalb eines kapitalistischen Systems etwas ändern würde, nur wenn man beide gleichstark besteuert?
Auch die hier so viel genannten Eliten sind nichts weiter als austauschbare Zahnräder. Selbst wenn die von heute auf morgen verschwinden sollten, ihr gesamtes Vermögen zu gleichen Teilen in der Bevölkerung aufgeteilt würde, hätte man innerhalb kürzester Zeit wieder Menschen, die mindestens genauso viel Vermögen haben und die wieder als "Eliten" tituliert werden könnten.
 
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Und du glaubst ernsthaft das sich innerhalb eines kapitalistischen Systems etwas ändern würde, nur wenn man beide gleichstark besteuert?

Wieso gleich stark?
25% für Arbeit und 50% für Kapital.
Nur steht in Kapitalismus das Wort "Kapital" schon drin, und daher wird sich nie was daran ändern.
Ohne ein Umdenken wird das System, wie immer, an die Wand gefahren und durch die Überbevölkerung wird das größere Ausmaße haben als früher.
 
Genau das ist aber die Entwicklung die stattfindet, weg vom Kapitalismus, auch nicht hin zum Kommunismus oder sonstigen "ismen" Die Menschen sind eben genau auf dieser Suche, eben auch aus den Gründen die Split angesprochen hat, das die Menschen auch merken das sie keine erfüllung oder Glück in dem Streben nach Geld, Macht und Wohlstand finden, sondern dies auch nur Bausteine sein können, die zwar ausgelebt werden dürfen, aber nicht der Bestimmende Faktor für Gesellschaften sein dürfen. Dieses System hat einfach ausgesort und läuft gerade aus, für wie realistisch halten denn bitteschön die, die glauben es geht immer weiter wie bisher die möglichkeit das man Griechenland aus dem Euro entlassen kann, ohne riesige Pleitewellen loszutreten ohne damit das Weltfinanzsystem zu gefährden ? Oder für wie realistisch haltet ihr die möglichkeit das der Euro ohne Frankreich bestand hätte ? Und für wie realistisch haltet ihr die möglichkeit das die Differenz nicht immer weiter wächst zwischen Deutschland und den anderen südlichen Nationen ? Und wie realistisch ist es das diese Probleme alleine nicht schon jedes für sich genommen dramatische folgen mit sich bringen würde ? Und welche Entwicklungen erwartet ihr denn ? Das es gigantisch Positiver aus dem "Nichts" und Sparkursen werden kann ? Werden die Menschen von Portugal bis Griechenland plötzlich alle ihre Armut als Zustand empfinden der halb so schlimm ist und ewig ruhig halten ? In Irland entwickelt sich übrigens schon wieder eine Immobilienblase - was wenn diese in eine der anderen Krise fällt ? Und wie lange werden wir hier noch so tun können als würden diese Probleme nicht irgendwann auf uns zurückkommen, während "wir" in dieser Zeit profit auf Kosten anderer machen ?
 
Das mit den Ismen hatten wir ja schon.
Das ist immer die Sache, wo ein paar Leute anderen Leuten etwas aufzwingen wollen.

Da aber die Leute, die Kapital haben, Einfluss auf die Politik nehmen, wird sich an dem System nichts ändern.
Der Zug fährt auf das Ziel zu, eine Richtungsänderung ist nicht möglich, gibt ja nur ein Gleis, man kann höchstens den Lokführer austauschen, ändert aber eben nichts an dem Ziel.
 
Bleiben wir beim IWF: Der IWF ist nicht der Barmherzige Samariter, sondern er ist eine Bankinstitution, die bei der Kreditvergabe gewisse Sicherheiten haben will. Sie möchte ungern Milliarden in ein Fass ohne Boden werfen und ein Fass ohne Boden ist in dem Fall ein Staat, der mehr ausgibt als er einnimmt. Deshalb knüpft sie ihre Kredite an Reformen, deren Ziel ein ausgeglichener Haushalt ist. Ich denke, so falsch kann das nicht sein...

Doch, das kann sehr wohl falsch sein weil IWF, Weltbank oder auch dem Club of Paris wenig an den Ländern an sich liegt.
Beispiel Afrika: Dort haben diese Institutionen quasi die ROlle der Kolonialherren übernommen. Nun werden halt nicht mehr Produkt erzeugt bzw exportiert, sondern die Zinsen für die Schulden zurückgezahlt, denn mehr ist nicht möglich. Und genau daran verdient auch der IWF sehr gut.
Die Pover Reduction Strategy Paper/Programs, welche seit den 90er Jahren rigoros umgesetzt wurden, werden zwar von den Ländern selbst formuliert, ohne Zustimmung der Finanzinstitutionen geht aber nichts, im Endeffekt können die es sich drehen und wenden wie sie wollen.

Ich möchte die Finanzinstitutionen hier nicht als das personifizierte Böse hinstellen, aber gewisse Dinge muss man sehr wohl kritisch betrachten und hinterfragen.
Das man Kredite an Bedingungen knüpft ist legitim.
 
Naja, aber mal ehrlich wenn es zu dem Crash kommen sollte, wer wird noch vertrauen in das Geld haben ? Ob du dann Milliardär oder Penner bist spielt ab dem Punkt eben keine Rolle mehr, im Gegenteil der Penner ist sogar durch seinen Lebenslauf viel besser für die "Überlebenssituation" vorbereitet. Nochmal - wenn dieser Crash kommt wird ja unser komplettes Rechtsgefüge über den Haufen geworfen. Welcher Polizist wird bitteschön seinen Dienst tätigen wenn Anarchie herrscht und er gleichzeitig nichts verdienen könnte was einen Wert hat ? Die jetzige Elite könnte versuchen sich auf ihren Realwerten die sie bis dahin gehortet hat auszuruhen, und hat gleichzeitig dann das Problem das sie dadurch zum Ziel für andere würden. Wem möchtest du als teil der "Elite" in dieser Situation denn noch vertrauen ? Vor allem kennt ja das Bestehende System dann keine Lösung für das Problem das es sich selber geschaffen hat, ein Weltweiter Finanzcrash der die Bevölkerung auf der ganzen Welt betrifft. Das bestehende System kann nur einzelne Crashende Staaten vertragen (solange diese nicht systemisch Relevant sind) weil diese sich eben nach dem Crash erholen können und danach bei anderen Staaten wieder abnehmer finden - dieser Faktor ist in dem Moment ja auch ausgeschlossen.
 
Ohne ein Umdenken wird das System, wie immer, an die Wand gefahren
Welches System wird an die Wand gefahren? Der Kapitalismus? Nein, denn das ist Kapitalismus und dadurch "lebt" er. Da hilft schon ein Blick in die Definition:
Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht.[1] Als weitere konstitutive Merkmale werden genannt: die Akkumulation, für manche das „Herzstück“ und Hauptmerkmal des Kapitalismus,[2] und das „Streben nach Gewinn im kontinuierlichen, rationalen kapitalistischen Betrieb“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus
oder noch treffender: Klick mich hart

Wieso gleich stark?
25% für Arbeit und 50% für Kapital.
Warum das eine mehr als das andere? Woran machst du fest, dass Kapital mehr oder weniger wert ist als Arbeit? Oder wird hier wieder versucht eine Unterscheidung zu konstruieren ala raffendes und schaffendes Kapital, obwohl beides untrennbar zusammengehört?
 
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Naja, aber mal ehrlich wenn es zu dem Crash kommen sollte, wer wird noch vertrauen in das Geld haben ? Ob du dann Milliardär oder Penner bist spielt ab dem Punkt eben keine Rolle mehr, im Gegenteil der Penner ist sogar durch seinen Lebenslauf viel besser für die "Überlebenssituation" vorbereitet. Nochmal - wenn dieser Crash kommt wird ja unser komplettes Rechtsgefüge über den Haufen geworfen. Welcher Polizist wird bitteschön seinen Dienst tätigen wenn Anarchie herrscht und er gleichzeitig nichts verdienen könnte was einen Wert hat ? Die jetzige Elite könnte versuchen sich auf ihren Realwerten die sie bis dahin gehortet hat auszuruhen, und hat gleichzeitig dann das Problem das sie dadurch zum Ziel für andere würden. Wem möchtest du als teil der "Elite" in dieser Situation denn noch vertrauen ? Vor allem kennt ja das Bestehende System dann keine Lösung für das Problem das es sich selber geschaffen hat, ein Weltweiter Finanzcrash der die Bevölkerung auf der ganzen Welt betrifft. Das bestehende System kann nur einzelne Crashende Staaten vertragen (solange diese nicht systemisch Relevant sind) weil diese sich eben nach dem Crash erholen können und danach bei anderen Staaten wieder abnehmer finden - dieser Faktor ist in dem Moment ja auch ausgeschlossen.

Sofern der Milliardär kein Idiot ist, hat er sein Vermögen sicher nicht nur in kleinen bunten Scheinen und in elektronischen Werten angelegt, sondern in Edelmetallen oder andere Lösungen, die nicht so schnell an Wert verlieren können.
Der Milliardär kann sein Hab und Gut aber absichern lassen, das kann der "Normalo" nicht.
Aber die Diskussion gleitet viel zu weit ab.

Hast du schon "Der Crash ist die Lösung" gelesen, dürfte für dich vielleicht interessant sein.
 
Welches System wird an die Wand gefahren? Der Kapitalismus? Nein, denn das ist Kapitalismus und dadurch "lebt" er. Da hilft schon ein Blick in die Definition:

oder noch treffender: Klick mich hart

Und wo haben wir freie Marktwirtschaft?
Jede Branche versucht für sich die besten Subventionen zu erzielen.
Ein freier Markt, der sich tatsächlich selbst regulieren kann, ist nicht möglich. Ergo brauchst du Regulation. Besonders beim Kapitalfluss und der Verzinsung.
Man muss mal vom ewigen Wachstum wegkommen und der ständigen Verzinsung der Zinsen. Das sorgt dafür, dass der Staat irgendwann nur noch für die Zinsen der Schulden zahlen muss, bzw. die Arbeitnehmer diese Zinsen erwirtschaften müssen.
Was am Ende bei rauskommt, kann man gut in Brasilien sehen.

Warum das eine mehr als das andere? Woran machst du fest, dass Kapital mehr oder weniger wert ist als Arbeit? Oder wird hier wieder versucht eine Unterscheidung zu konstruieren ala raffendes und schaffendes Kapital, obwohl beides untrennbar zusammengehört?

Warum ist Kapital mehr wert als Arbeit?
Warum finanzieren Arbeitnehmer das Sozialsystem, während alle anderen sich davon schon ausgeklingt haben?
 
Und wo haben wir freie Marktwirtschaft?
Wir haben ein kapitalistisches Wirtschaftssystem und den damit einhergehenden systemimmanenten Zwängen, wie z.B. das von dir gebrachte:
Jede Branche versucht für sich die besten Subventionen zu erzielen.
Sprich der Gewinn- und Profitmaximierung. Das ist, wie oben geschrieben, mit der Kernbestandteil des Kapitalismus.

Man muss mal vom ewigen Wachstum wegkommen und der ständigen Verzinsung der Zinsen. Das sorgt dafür, dass der Staat irgendwann nur noch für die Zinsen der Schulden zahlen muss, bzw. die Arbeitnehmer diese Zinsen erwirtschaften müssen.
Regressive Kapitalismuskritik trifft die "Lehren" des Antisemiten Silvio Gesell. Was kommt als nächstes? "Brechung der Zinsknechtschaft"? :rollen:

Was am Ende bei rauskommt, kann man gut in Brasilien sehen.
Bist du dir wirklich sicher, das du weist über was du gerade schreibst?

Warum finanzieren Arbeitnehmer das Sozialsystem, während alle anderen sich davon schon ausgeklingt haben?
So? Die Arbeitgeber haben sich ausgeklingt? Man hat teilweise die 50:50 Regelung verwässert, aber sowas wie die Beiträge zur BG werden auch weiterhin zu 100% von den Arbeitgebern bezahlt. Also wo sollen sie sich ausgeklingt haben?
 
Ich finde,
das wichtigste wäre zuerst mal an lokale Probleme zu denken, statt gleich an globale Lösungen zu denken.
 
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Wir haben ein kapitalistisches Wirtschaftssystem und den damit einhergehenden systemimmanenten Zwängen, wie z.B. das von dir gebrachte:

Und das soll gut sein?

Sprich der Gewinn- und Profitmaximierung. Das ist, wie oben geschrieben, mit der Kernbestandteil des Kapitalismus.

Richtig. Nur ist das immer die beste Wirtschaftsform?
Man kann doch heute sehr gut die Nachteile sehen.
Raubbau am Planeten, Verschmutzung, Geißelung von ganzen Staaten, ungleiche Verteilung von Vermögen, Spekulation auf Nahrungsmittel.
All das sorgt dafür, dass sich Spannungen innerhalb einer Gesellschaft bilden. Nicht ohne Grund kommen von überall Kapitalismuskritiker angelaufen.
Nicht ohne Grund ist inzwischen die CDU so weit links, dass für die SPD nichts mehr übrig bleibt und sie deswegen stagniert.

Bist du dir wirklich sicher, das du weist über was du gerade schreibst?

Natürlich. Schon mal die Slums in den Großstädten Brasiliens gesehen und wie sich die reiche Obersicht abschirmt?
Solche Zustände hast du, wenn du dem Kapitalismus freien Lauf lässt.
Willst du diese Zustände auch in Europa haben? Bei uns haben?
Die Griechen sind auf dem besten Weg dahin.

So? Die Arbeitgeber haben sich ausgeklingt? Man hat teilweise die 50:50 Regelung verwässert, aber sowas wie die Beiträge zur BG werden auch weiterhin zu 100% von den Arbeitgebern bezahlt. Also wo sollen sie sich ausgeklingt haben?

Ich rede nicht vom Arbeitgeber, ich rede vor allem von den Selbstständigen.
Anstatt dass alle gemeinsam in ein Sozialsystem einzahlen, von dem dann auch alle profitieren, haben sich die ausgeklingt, die es sich leisten können, sich ausklingen zu können.
Wie wurde denn die Einheit finanziert? Zum Großteil doch vom Sozialsystem.
Die "Mütterrente" wird von der Rentenkasse finanziert, doch von ihr profitieren auch Mütter, die nie in die Rentenkasse eingezahlt haben.
Alle müssen ins Sozialsystem einzahlen, weg mit der Beitragsbemessungsgrenze, her mit der Deckelung von Rentenansprüchen.

Aber ich will nicht zu sehr abschweifen. Der IFW und die Weltbank haben jetzt nichts mit dem deutschen Sozialsystem zu tun.
 
Gehts hier jetzt um den IWF oder nicht?
:schief:


Nein.
1. Dauert es viel zu lange, ich kann mit meiner Zeit was besseres anfangen.
2. wird der IWF und die Weltbank schon seit Jahrzehnten für ihre Politik kritisiert. Vor allem von Sozialverbänden und linksorienteriten Gruppen, denn die Weltbank und Co. sind eher der Unternehmenskultur einzuordnen.
3. Was passiert, wenn ein Land wirtschaftlich stark unter Druck gerät, kann man sehr gut am Beispiel Nicaraguas in den 80ern sehen, als die USA die Contras unterstützt haben und der linksgerichteten Regierung den Handel mit anderen Ländern praktisch unmöglich machte. Die Wirtschaft Nicaraguas ging damals den Bach herunter.
Das lustige dabei ist ja, dass alle anderen Länder, also die EU, China, die damalige Sowjetunion dagegen protestiert haben -- sofern ich mich da noch richtig daran erinnere -- und es sogar Thema im Weltsicherheitsrat war. Aber die USA als ständiges Mitglied haben natürlich ihr Veto eingelegt und schon war alles abgeschmettert.

Komisch, dass noch keinem Aufgefallen ist, wie sinnfrei der Weltsicherheitsrat in Wirklichkeit ist, wenn ein Land wegen eigener Interessen alles blockieren kann.

Das ist ziemlich vielen aufgefallen. Nur Russland/UdSSR, China, Frankreich, Großbritannien und USA sehen die Situation anders und du bekommst keine internationale Institution umgestaltet, ohne dich mit ~45% des globalen wirtschaftlichen und ~80% des globalen militärischen Potentials zu einigen. Vollkommen egal ob UNO oder IWF:
Wer Macht hat achtet darauf, dass er sie behält, selbst wenn er sie gar nicht benutzt.


@Topic: Ein Link und ein Zitat (inklusive Rechtschreibfehler - hoffen wir, dass Herr Jebsen bei seinen Recherchen mehr Sorgfalt an den Tag legt), dass nicht als Zitat gekennzeichnet ist. Ein wenig duerftig als Grundlage einer Diskussion?

Das Startpost enthält zumindest eine These, über die man diskutieren könnte. Schön wären natürlich Informationen und verschiedene Sichtweisen gewesen, aber wenn ich mir den Thread hier so angucke, kann man ihn eh wieder zu machen, weil niemand über den IWF diskutieren möchte.


Die nächste Währungsreform wird irgendwann kommen.
So ist das nun mal bei einem auf Schulden basierendem Geldsystem.
Irgendwann ist die Gemeinschaft nicht mehr in der Lage, die Zinsen zu erwirtschaften, die anfallen und weiter steigen, da kannst du dann noch so von "Wachstum" und so reden. Also das Standard Gelabere der Kapitalisten.

Schulden häufen sich nicht unendlich an, sondern werden regelmäßig durch Konkurs, Abschreibung und Erlassung vernichtet. Auch der IWF bzw. über diesen vermittelte Kredite werden immer wieder im Rahmen der Entwicklungshilfe erlassen. Wir sprechen hier von Finanzdimensionen, in denen alle Beteiligte frei von Ideologien zweckorientiert handeln. Und man profitiert nicht davon, wenn man seine Einkommensquelle komplett zu Grunde richtet - lieber nimmt man genau so viel, wie eben geht und verzichtet auf den Rest. Oder, auf diplomatischer Ebene mindestens genauso beliebt:
Man fordert Entgegenkommen an anderer Stelle ein, nutzt also die eigene Wirtschaftsmacht zur direkten Einflussnahme jenseits der Staatsgrenzen, genauso wie es manche Staaten mit Militär oder Rohstoffen machen.


Mein Gedanke dazu ist, dass der IWF kein Land zur Kreditaufnahme zwingt. Und wenn ein Land an den Rand des Staatsbankrotts gerät und sich daraufhin freiwillig an den IWF wendet, dann hat der IWF das Recht dazu, die Milliarden, die er an das Pleiteland gibt, an Reformen zu knüpfen und die Umsetzung dieser Reformen zu überwachen. Schließlich möchte er sein Geld gerne wiederhaben. Dass diese Reformen hart sind und der Kampf gegen den Staatsbankrott schwierig ist, das liegt wohl in der Natur der Sache.

Das Problem ist, dass wir in eine globale, dynamische, kreditbasierte Wirtschaft haben. Die Vorteile, die sich daraus für den einzelnen ergeben, kann man auf anderem Wege nicht wettmachen (zumal viele der Nachteile zwangs-verallgemeinert werden), das haben diverse sozialistische Gebilde gezeigt, die sich abgeschottet haben. Wer keine Kredite hat, kann aber nur sehr beschrenkt teilnehmen.
=> Nein, der IWF zwingt nicht zur Kreditaufnahme. Das macht die Weltwirtschaft ganz alleine; wenn man nicht zurückbleiben und untergehen möchte, muss man Kredite aufnehemen um mit den restlichen Kreditnehmern konkurrieren zu können.
Und der IWF entscheidet maßgeblich darüber, wer zu welchen Konditionen Kredite bekommt...
Ich würde ihn als mit Abstand mächtigste Organisation der Welt bezeichnen, weit vor China, USA, EU, diversen Militärs und erst recht Kaffeekränzchen wie der UN.


Ich denke aber auch das genau in dieser Komplexität der Schlüssel liegt das die Menschen Flächendeckend ein neues System schaffen wollen, in dem etwas vergleichbares zum "Geld" benutzt wird, das gleichzeitig in einem System eingebunden ist das für den großteil der Bevölkerung dann eben doch sehr gut nachvollziehbar sein wird (genau das ist ja eben so dringend und eigentlich selbstverständlich das, das system zu dem wir alle beitragen und in Form von Geld handel betreiben, für den großteil verständlich ist, statt nur für einen kleinen kreis der sich ewig lange damit beschäftigen muss)
Es gibt auch viele kluge Köpfe die sich genau mit der Frage nach diesem neuen System beschäftigen das wesentlich einfacher strukturiert sein muss - und ich denke auch das die nachfrage nach solchen Systemveränderungen dramatisch ansteigen wird - eben spätestens ab dem Punkt des Riesen Kollaps (an dem Punkt ist natürlich erstmal alles ausser kontrolle, was hoffentlich nicht nur in Mord & Todschlag endet)

Bislang hat noch keiner dieser mehr oder minder klugen Köpfe ein einfacheres System gefunden (im Gegenteil: Fast alle Alternativvorschläge laufen auf deutlich komplexere Systeme hinaus).
Und das wird sich imho auch nicht ändern. Das Grundprinzip "Geld" ist so einfach, da lässt sich nichts mehr rausholen. Und es bietet zu viele Vorteile, um ohne sehr komplexe Alternativen darauf verzichten zu können.

Alles andere, was zu unserer derzeitigen Wirtschaftsstruktur gehört, ist aber nicht als abstraktes System geschaffen worden, sondern nach und nach auf Basis von Möglichkeiten und Bedürfnissen gewachsen. Und Bedürfnisse ändern sich nicht durch einen Neustart und Möglichkeiten ändern sich ohne zusätzliche Komplexität (sprich: Verbote, Kontrollinstanzen,...) auch nicht. Die Leute spekulieren nicht nur an den Börsen des "übermächtigen Systems", die Leute spekuliern mit Bitcoins, WoW-Items und Fußballsammelbildchen und das in letzterem Fall sogar ohne Geld als Zwischenschritt.


aber du siehst doch, wohin das führt ? In Armut, Kriege etc.
Wie kann man sowas gutheißen ?

In dem man, trotz allem, für sich selbst eine positive Bilanz zieht. Und es gibt genug Menschen weltweit, die genug Einfluss haben, die genau das tun – was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn Kapitalismus ist eben Kapitalismus. Kapital erhalten ist profitieren, Kapital haben ist Einfluss, Einfluss für eigene Interesse (=mehr Kapitalismus) nutzen ist das Grundprinzip.
Und mit Verlaub: Deutschland gehört so massiv zu den Gewinnern, dass selbst der Lebensstandard des HartzIV-Empfängers unterm Strich noch ein Bisschen profitiert. Und auch wenn die meisten Leute nicht offen zugeben, dass sie auf Kosten anderer leben, stellen sie sich verdammt schnell quer, sobald irgend jemand irgendwie etwas daran ändern möchte. Nicht umsonst ist "Kommunist" weiterhin eine diffamierende Bezeichnung.

Wird ja auch vom Thema dieses Threads eindeutig vorgeführt:
Griechenland möchte sich nicht mehr vom IWF (=Kapitalismus pur) mitregieren lassen, sondern nur noch mit der EU-"Gemeinschaft" (=zumindest teilweise eine dipolmatische Konsensvereinigung) verhandeln? AUFSCHREI! Zeit, dass Mutti diese Sozialisten (Iiiiiie!) dazu zwingt, ihre "Hausaufgaben zu machen". (#UnwortDesJahres)


Und du glaubst ernsthaft das sich innerhalb eines kapitalistischen Systems etwas ändern würde, nur wenn man beide gleichstark besteuert?

Dass zu tun hätte nur einen begrenzten Effekt, aber dass man es tun würde, wäre ein starkes Zeichen für eine massive Veränderung. Denn den Belohnungseffekt von Reichtum zu verringern ist das genaue Gegenteil von Kapitalismus. Vergleiche in diesem Rahmen EU (primär reiche Zahlen ein, alle profitieren gleichermaßen oder arme sogar mehr) mit IWF (reiche kontrollieren, arme werden "gemanaged" mit dem Ziel, dass am Ende marktwirtschaftliche Gewinnprozesse ablaufen) - und die Reaktionen führender Unternehmen bzw. deren politischer Vertreter auf Inniativen, die unmittelbar aus diesen Institutionen kommen (im Falle der EU also des Parlaments, nicht der Länderentsandten!):
EU: Pfui, Verbraucher/Bevölkerung schützende Vorschriften!
IWF: Yeah, freie Ausbeutung Märkte!


(Anm.: Obige Zeilen könnten starke Verallgemeinerungen enthalten ;) )


Ich finde,
das wichtigste wäre zuerst mal an lokale Probleme zu denken, statt gleich an globale Lösungen zu denken.

Thema: IWF. Problem: Weltwirtschaftsstruktur. Lokaler Lösungsvorschlag: Reichsbürgergelaber?
Ähh..... falscher Thread?
 
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