Seit letztes Jahr - morgen oder übermorgen müsste es soweit sein - fast 1 Jahr auf meiner alten Mühle mit EndeavourOS im Dual Boot mit Windows 10 unterwegs. War damals eher eine spontane Nacht-und-Nebel-Aktion, als ich um halb 11 vor dem Rechner sitzend spontan Lust bekommen habe, mal EndeavourOS KDE auszuprobieren, da es immermal wieder positiv erwähnt wurde. Nach ca. 30 Tagen (Anfang Oktober) habe ich mir die EOS-Installation aus 100% eigenem Verschulden und Blödheit geschrottet und EOS musste neu installiert werden. Diese Installation läuft seit diesem Tag auf meinem alten PC. Auf meinem neuen PC, den ich Mitte Mai diesen Jahres gebaut habe, läuft ebenfalls mit EndeavourOS und Windows 10 und ich finds geil. Bisher noch keine größeren Ausfälle gehabt.
Bisher musste ich bei Pacman nur zweimal selber eingreifen:
- Pacman selber hatte ein Update bekommen und konnte sich wegen Pamac nicht updaten. Pamac deinstalliert, Update durchgeführt, Pamac wieder installiert, fertig.
- Als das linux-firmware Paket gesplittet wurde, hatte linux-firmware-nvidia Probleme beim updaten, da Ordner, die erstellt werden sollten, schon vorhanden waren. Die angegebenen Ordner manuell gelöscht, Update erneut angestoßen, läuft ohne Probleme durch.
Die wohl noch von früher stammenden Befürchtungen, dass bei Arch Linux gerne mal was kaputtgeht oder es instabil sein soll, kann ich nicht teilen. Aber ich benutze auch die Testing-Repos nicht, vllt. liegts ja daran. Pacman sagt einem zum Glück auch, wenn was nicht geht und das auch auf deutsch.
Ich gehöre nicht zum Durchschnittsuser, da ich mir auch schon mehrere Shell-Skripte geschrieben habe, z.B. ein eigenes "eos-update"-Skript, welches mit zuerst alle verwaisten und von keinem anderen Paket mehr benutzten Abhängigkeiten runterwirft, die lokalen Paketrepos aktualisiert, das Update durchführt, die Linux-Firmware aufräumt und zum Schluss die AUR-Pakete aktualisiert. Oder ein Wine-Update-Skript, welches in den jeweiligen Git*-Repos auf neue Versionen von GE-Proton, Wine-TkG-Staging, DXVK, VKD3D-Proton und DXVK-NVAPI prüft und diese dann ggf. herunterlädt und in die entsprechenden Ordner in Steam und Lutris packt. Ganz automatisch, muss nix selber machen. Oder ein simples Skript, welches im lokalen Minecraft-Ordner das Vorhandensein einer bestimmten Datei prüft, bei Vorhandensein diese löscht und dann Minecraft mit FeralGamemode und MangoHUD startet. So wird bei mir der Minecraft-Launcher gestartet. ^^
Auch das AUR finde ich extrem geil, man hat nicht wie bei Ubuntu-Derivaten das geficke mit den PPAs, die das Distro-Upgrade stören. Im AUR findet man extrem viel, was nicht in den Arch-Repos vorhanden ist - auch, wenn es das durchsehen der PKGBUILDs und bei Updates zumindest das der Diffs erfordert.
Also, falls man es noch nicht rausgehört hat, ich liebe EndeavourOS. Und falls die Maintainer von EOS wie einst Antergos eines Tages kein Bock mehr haben sollten, lässt sich dieses mit wenigen Handgriffen zu einem Vanilla Arch Linux ummoddeln.