AW: Wasserkühlungskreis mal anders ?
Nachdem jetzt auf fast drei Seiten geschrieben wurde das der Agb nicht unten sitzen darf und unbedingt der höchste Punkt im System sein sollte, muss ich sagen:
Es ist völlig egal wo der Agb sitzt - solange alles dicht ist! Und Dichtigkeit sollte Grundvoraussetzung sein.
Wenn der kreislauf mal vollständig befüllt und entlüftet ist, stimmt das wie gesagt - nur so weit zu kommen ist bei dieser Anordnung ein enormes Geduldspiel - gerade das Entlüften kann so zum Alptraum werden, weil mit dem Radi ein guter Luftfänger ganz oben sitzt.
Wenn alles dicht ist kann der Agb auch ganz unten sitzen, man kann den Deckel aufschrauben und tada da läuft noch nichtmal Wasser raus!
Und jetzt mach das mal während des Befüllens, um überhaupt Wasservolumen in den AB zu kriegen

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Ich behaupte sogar das es Wurscht ist wenn die Pumpe höher als der Agb sitzt da diese ja sowieso das Wasser durch nen dünnen Schlauch ansaugen muss - das Wasser fließt in nem dichten Kreislauf nicht freiwillig in die Pumpe auch wenn diese tiefer sitzt, weil ja dafür an ner anderen Stelle auch wieder Wasser bergauf gedrückt werden müsste. (Der Druck im System ist überall gleich)
Nein die Pumpe kann definitiv kein Wasser von einem niedrigeren Level ansaugen weil es sich bei Wakü-Pumpen durchweg um Kreiselpumpen handelt, die als Strömungspumpen nur inkompressible Medien ansaugen können. Solange beim Befüllen Luft zwischen dem Einlass und dem Wasserspiegel steht, passiert überhaupt nichts - die Pumpe läuft trocken bis die Lager versagen. Die Schlauchgröße ist dabei unerheblich. Man muss in jedem Fall dafür sorgen, dass das der Wasserspiegel vor dem Einschalten der Pumpe per Schwerkraft bis zu deren Einlassniveau gelangt ist, damit die Pumpe eine Chance hat das Wasser zu fördern. Wenn dann erst mal Wasser drin ist tut sie sich leichter auch etwas Luft mitzufördern, bis der Kreislauf vollständig entlüftet ist (was hier wie gesagt ziemlich problematisch ist).
Für den befüllten und entlüfteten Kreislauf steht außer Frage, dass die Anordnung funktioniert - aber da hin zu kommen ist das Problem

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Mal angenommen man würde die Pumpe aus nem Radi ansaugen lassen, die Luft würde sich trotzdem im Agb sammeln, egal an welcher Stelle im System der sitzt - bedigngt durch die Konstruktion des Behälters
Das ist nur korrekt wenn die Pumpe enorm Dampf macht und sehr starke Strömung erzeugt (deshalb entlüftet sich´s auch mit relativ starken Pumpen besser als mit schwachen). Zumindest ein Netzradiator (also die übliche Bauform) wirkt mit seinen Sammel- und Umlenkkammern, die durch die Flachrohrstutzen zudem noch Hinterschnitte beinhalten, genau wie ein Ausgleichsbehälter. Nur mit genügend Strömung schafft man es dort alle Luftblasen mitzureißen und zum AB zu befördern. Im AB ist starke Strömung aber wiederum problematisch ist, da er die Luftblasen ja über Strömungsberuhigung abscheidet. Allzu leicht kann es zu starken Verwirbelungen oder je nach Anschlussanordnung auch zu tornadoartigen Wirblen kommen die erneut Luftblasen in den Kreislauf befördern.
Eine Lösung für dieses Problem gibt es zwar, aber diese ist kommerziell nicht verfügbar. Ein
Zenrifugalabscheider, wie ich ihn mal
in doppelter Ausführung geplant,
getestet und für eine Zweikreis-Wakü
gebaut habe, entlüftet fast jeden Kreislauf vollständig in einigen Sekunden bis maximal wenigen Minuten - besonders wenn die Strömung stark ist. Dann kommt man im Prinzip auch sehr gut ganz ohne AB aus. Ein AB wird dann höchstens noch passiv als Ausgleich für Diffusionsverluste benötigt - entlüftungstechnisch ist er obsolet.